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Chic in einer halben Stunde

Vor dem Schnitt vor dem Laden.
Vor dem Schnitt vor dem Laden.
"Ich kenn' Sie doch ir­gend­wo­her". Frau Frit­sche mus­tert mich arg­wöh­nisch. Ich rede mich raus, murmle was von Stamm­gast im Café Neu­stadt und sie lässt es da­bei be­wen­den. Für 8.15 Uhr habe ich ei­nen Ter­min be­kom­men. Das wird heute de­fi­ni­tiv mein zei­tigs­ter Haar­schnitt. Es war aber auch mal wie­der nö­tig. Der letzte Schnitt liegt schon mehr als zwei Mo­nate zu­rück. Der Sa­lon Chic auf der Puls­nit­zer Straße hatte mich schon län­ger ge­lockt. Doch ein spon­ta­ner Ter­min war nicht mög­lich. Also ließ ich mich einschreiben. 

Ich sitze, lasse meine Haare scham­poo­nie­ren und lau­sche den Aus­füh­run­gen der Fri­seu­rin. Seit 21 Jah­ren gibt es schon den Sa­lon Chic. An­fangs auf der Bautz­ner Straße be­hei­ma­tet, be­fin­det er sich nun seit 16 Jah­ren hier an der Kir­chen­rück­seite. Frau Frit­sche nimmt die Schere zur Hand. "So kurz wie mög­lich", be­stelle ich. Sie be­ginnt zu schnip­peln, wir schwa­dro­nie­ren über On­du­lier-Tech­ni­ken, Haar­fär­be­reien und Fehl­schnitte. Letz­te­res sei ihr nur ein­mal pas­siert, je­doch habe der be­schnit­tene Herr an­fangs auf neun Mil­li­me­tern be­stan­den und fand es hin­ter­her dann doch zu kurz.

Der Sa­lon ist prag­ma­tisch ein­ge­rich­tet. Die Ne­on­leuch­ten be­schei­nen mein karg be­wach­se­nes Haupt, so sieht sie je­des ein­zelne Haar sehr gut, kein ein­zi­ges bleibt un­ge­stutzt. Zum Schluss wird der Na­cken in Fas­son ge­bracht und mit dem Ra­sier­mes­ser sä­belt sie die Hals­be­haa­rung ab. Nun darf ich be­zah­len: 10 Euro. Ich gebe Trink­geld und ver­lasse kah­ler als zu­vor das Lädchen.

Nach dem Schnitt. Das Lädchen lässt sich an Kamm und Schere erkennen.
Nach dem Schnitt. Das Läd­chen lässt sich an Kamm und Schere erkennen.

Nachtrag 2017

Der Sa­lon wurde ge­schlos­sen, es soll aber bald ei­nen Nach­fol­ger geben.

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23 Ergänzungen

  1. Hallo Jan,

    kannst du dei­nen Schal auch mit ei­nem nor­ma­len Kno­ten am Hals be­fes­ti­gen und nicht mit die­sem neu­mo­di­schen (wo­her kommt das ei­gent­lich) Schling-Schlang?

    Grüße Alex

  2. wer ist jan …? und was meinst du mit nem nor­ma­len kno­ten, ne schleife? du scheinst kei­nen schal zu tra­gen sonst wüss­test du das das so un­ge­mein prak­ti­scher ist weil sich beim hals­wen­den der schal nicht öff­net und über­haupt … worum gehts denn hier überhaupt?

  3. Ach An­ton,

    was soll ich sa­gen, habe ins im­pres­sum ge­guggt Zi­tat: "In­halt­lich ver­ant­wort­lich ge­mäß § 5 TMG ist Jan Frin­tert (Steu­er­num­mer: xxx/​xxx/​xxxx), der hier un­ter dem Pseud­onym An­ton Lau­ner schreibt."
    Da darf An­ton na­tür­lich nicht so klein­lich sein und es ei­nem Brieß­nit­zer nicht übel nehmen.

  4. @ An­ton,

    es ging na­tür­lich um den Haar­schnitt, nur ist mir beim an­gug­gen der Bil­der auf­ge­fal­len, dass nach dem Schnitt ein Schal auf dem Bild ist, mit ei­nem "Kno­ten", wel­cher kei­ner ist.

  5. Wenn sich die Na­cken­haare nicht mehr sträu­ben kön­nen, dann braucht der frisch be­schnit­tene Herr ei­nen Schal … vor­her ging's noch ohne.

  6. Ty­pisch Wessi – der Schal­sch­lingschlang. Und über­haupt – wer braucht bei die­sen Plus­gra­den bitte ei­nen Schal? Noch­mal Wessi.

  7. Hehe, der Schal­kno­ten, nen­nen wir ihn Schling-Schlang, ist voll­kom­men in Ord­nung. Warum – ganz ein­fach, man hat nicht
    sone di­cke drei­mal ge­wurs­tete Hals­wurst, die aus je­dem nor­ma­len Men­schen ei­nen Kra­gen­bä­ren macht, son­dern geht mit do­mes­ti­zier­ter dop­pel­ter Hals­wurst ohne ner­vende Zipfl. Denn
    Ob­acht: die Zipfl kön­nen sich stän­dig her­um­flie­gend ver­selb­stän­di­gen und ma­chen die ganze Wi­ckel­pro­ze­dur zu­nichte. Mit ei­nem do­mes­ti­zier­ten Schling-Schlang kann DAS nicht passieren. ^^

  8. @ wella

    auch wenns alt­mo­disch klingt ein Kno­ten eben, wie der Name es sagt, hat mir meine Oma im­mer ge­sagt "Knote dei­nen Schal zu"

    @ all

    wußte gar nicht das man so ne­ga­tiv re­agiert nur weil ich mal in die Runde ge­ru­fen habe. Mir ist nur auf­ge­fal­len und heute eben auch bei An­ton, das alle Welt ei­nen Schling-Schlang trägt

    und vor al­lem die im­mer be­schäf­tig­ten busi­ness man, tra­gen das ver­mehrt in Ge­bäu­den und ge­schlos­se­nen Räu­men in luf­tig, leich­ter Trans­pa­renz um den Hals

  9. @Alex: Ich mach mal mit Dir nen dop­pel­ten Kurs. 

    Punkt 1: Wie schlinge ich meine Schlange um den Hals ohne sie durch wil­des Kno­ten zu verletzen. 

    Punkt 2: Wie er­kenne ich in ei­nem Blog, wel­ches Statemant an wen ge­rich­tet ist. 

    Der Le­ser mit dem wun­der­vol­len Pseud­onym "hä?" fragte: "Wer ist Jan …" Dar­auf­hin emp­fahl ich ihm und nicht Dir ei­nen Blick ins Im­pres­sum, da ich mir ziem­lich si­cher bin, dass Du die Zu­sam­men­hänge kennst. 

    @cs: Der Schlingschlang­schal ver­deckt Teile des Dop­pel­kinns, wäre ich Wessi, hätte ich kein solches.

  10. Ahhhh, mein Lieblingsfriseur!
    Trotz der ab­schre­cken­den Fri­seur mei­ner Lieb­lings­fri­seu­rin be­komme ich da die Haare ganz ge­nauso ge­schnit­ten, wie ich es will, ohne ko­mi­sche Stu­fen und Asym­me­trien. Es riecht nach fie­sen Che­mi­ka­lien, wäh­rend die Da­men un­ter den Tro­cken­hau­ben schrump­lig ge­dörrt wer­den und die (nicht mehr ganz so) "Ak­tu­elle" le­sen. Ehr­li­cher als das ganze Va­nille- und Tutti-frutti-Ge­döns, was man sonst so in die Nase kriegt.

  11. Ah, da bin ich an­schei­nend in die Dresd­ner Gay-Com­mu­nity ge­ra­ten! Die leb­haf­ten Dis­kus­sio­nen zu Haar­trach­ten und Schling-Schlang-Schals sind für mit­le­sende Frauen vom Feinsten!

    @cs: Os­sis ohne Schals? Was ist denn mit die­sen Thäl­mann-Tüch­lein oder wo­mit sich die Jung­pio­niere das ganze Jahr über si­bi­ri­sche und an­dere so­wje­ti­sche Ein­flüsse vom Hals hielten?

  12. End­lich hat die Neu­stadt wie­der wich­tige Pro­bleme! Und das "Wes­sis" eher zum Schal grei­fen – äu­ßerst fun­dier­tes Ar­gu­ment, bravo!

  13. @Anton

    geht klar mit dem Dop­pel­kurs, nehm ich gerne an, glaube zwar nicht das ich da­durch eher nen schal ohne kno­ten trage aber lus­tig wirds bestimmt.
    ich schreibe doch nur in dei­nem Ti­cker und rich­tig da hab ich meine Schwie­rig­kei­ten, man lernt halt nie aus.

    @Muyserin
    ers­tens gab es Jun­pio­nier Hals­tü­cher (Blau) Thäl­mann­pio­nier­hals­tü­cher (rot) und als FDJ´ler gabs keins mehr. Und da­für gab es ei­nen Spe­zi­al­kno­ten (ich denke ich würd den noch brin­gen), warm ha­ben die al­ler­dings nicht gehalten…das war nur Schmuck, wie ihn vie­len Frauen und im­mer öf­ter auch Män­ner tragen.

  14. @ ah­med izi­ner: kein Mensch hat für die­sen Blog fest­ge­legt, dass es nur um Pro­bleme ge­hen darf.. Aus­ser­dem ist die­ser Blog auch nicht "die Neu­stadt", die ist da draus­sen und be­steht aus Vielen.
    Also mach hier nicht den Auf­se­her und lies Zei­tung, wenn Du den Blog nicht magst

  15. amü­sant, amü­sant, auch An­tons Schal-An­lei­tungs-Link – hab mir jetzt son Schlauch­schal ge­kauft, zur Not kann man da den gan­zen Kopf ein­mum­meln – hieß das nicht "Oma", das Ding? be­fore 1989…

  16. Mein Ol­ler legt den Schal im­mer so über­kreuz, sieht to­tal besch.…aus. So hat es ihm die Oma ge­zeigt. So wie An­ton den Schal, schling-schlang trägt, finde ich to­tal angesagt.
    Ging es hier ei­gent­lich nicht um die "Fri­sur" von An­ton? Herr­lich, wel­che Dis­kus­sio­nen sich hier von Fri­sur bis hin zu Schal­knote­rei ent­wi­ckelt ha­ben. Mein Sohn hatte zu DDR-Zei­ten eine Puppe na­mens Pip­pi­ti­platsch, so sieht An­ton auch auch aus, mit sei­ner Tolle. An­ton, bitte nich sauer sein, ich mag dich.…

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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