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Vogelnester in der Galerie

Am kommenden Sonnabend wird um 16 Uhr eine neue Ausstellung in der Galerie „bautzner69“ mit dem Titel „Behausungen“ eröffnet. Gezeigt werden Fotografien von Karen Weinert, die In Zusammenarbeit mit Martin Päckert, dem Sektionsleiter Ornithologie, Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden, entstanden sind.

Karen Weinert, aus der Serie BEHAUSUNGEN (Meise & Rotstirnschneidervogel), 2016-2021
Karen Weinert, aus der Serie BEHAUSUNGEN (Meise & Rotstirnschneidervogel), 2016-2021

Schon am Dienstag, 25. Januar, ab 16 Uhr gibt es einen Vogelhochzeits-Preview für Familien und Kinder.

Begleitend zur Ausstellung erschien bei bautzner69/publish&print eine Sonderedition „BEHAUSUNGEN | DWELLINGS | DOMICILIA“ mit 92 Fotografien von Karen Weinert und Texten von Martin Päckert, Agnes Matthias in Kooperation mit Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden
160 Seiten, 22×32cm, Hardcover, fadengebunden, Auflage: 300, Preis: 38 Euro (zuzügl. Versand, Bestellungen an mail@publishandprint.de).

In der Ausstellung geht es um Vogel-Behausungen. Im Ankündigungstext von Agnes Matthias heißt es: Vogelnestern ist in ihrer fragilen Konstruktion und Nutzung etwas Vergängliches eigen. Anders verhält es sich, wenn sie in ein Museum aufgenommen werden, einer Institution, die mit dem Anspruch der Dauer verbunden ist. Das Vogelnest als Sammlungsobjekt unterliegt fortan gänzlich anderen Bedingungen, die sein Fortbestehen sichern sollen. Die Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden bewahren rund 1.000 Vogelnester aus aller Welt, ein Großteil davon datiert auf die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts.

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Nester systematisch fotografiert

Die Fotografin Karen Weinert stieß 2016 auf diese Sammlung. Fasziniert von deren breitem Spektrum entwickelte sie ein langfristig angelegtes Projekt, in dessen Verlauf alle Nester systematisch fotografiert wurden. Entstanden ist eine Art Typologie des Nestbaus, die eine ungeheure Vielfalt an Formen, Techniken und Materialien vor Augen führt. Einerseits streng dokumentarisch und somit potentiell auch für die bildbasierte Objekterfassung im Museum einsetzbar, ist die Serie andererseits konzeptuell und medienreferentiell angelegt, vollzieht sie doch in struktureller Ähnlichkeit von Fotografie und Musealisierung in den Schritten von Fragmentieren, Fixieren und Exponieren den Prozess der Objektwerdung der Nester nach. Ergänzt wird diese Serie durch die Dokumentation heimischer zeitgenössischer Vogelnester aus von Menschen bereitgestellten Nistkästen. Nicht mit der Kamera fotografiert, sondern auf einen Scanner gelegt, ist ihre Bildsprache in der Aufsicht und durch die Nutzung der Apparatur, die »Objektivität« suggeriert, eine formal wie begrifflich andere.

Letztlich verweisen Karen Weinerts »Behausungen« auf das Gemachtsein dieser kleinen Arrangements, die bei genauerer Betrachtung weniger Natur als vielmehr eine Vorstellung von dieser in einem vom Menschen erzeugten Idealzustand, also letztlich Kultur, sind.

Dies mit den Mitteln der Fotografie offenzulegen, darin liegt der intellektuelle Anspruch dieser Serie, der sich mit dem ästhetischen Reiz verbindet, der von den Nestern selbst ausgeht.

Karen Weinert (*1976 in Dresden) Studium an der Bauhaus-Universität Weimar, Schwerpunkt Fotografie; Meisterschülerstudium an der HfBK Dresden & Hochschule der Künste Zürich. Seit 2003 führt sie den Ausstellungsraum bautzner69 in Dresden. Martin Päckert (*1970 in Bad Homburg v.d.H.) Studium an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Schwerpunkt Zoologie, 2003 Promotion zur genetischen und bioakustischen Differenzierung von Singvogelarten, 2004–2006 wissenschaftliches Volontariat am Hessischen Landesmuseum Darmstadt, seit 2006 Sektionsleiter der Ornithologie an den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden.

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