Fundstück aus vergangenen Tagen

DNN-Sonderveröffentlichung zur Bunten Republik Neustadt 1993, Anklicken zum Vergrößern
DNN-Sonderveröffentlichung zur BRN 1993, Anklicken zum Vergrößern
Kann sich noch jemand erinnern? Vor knapp 20 Jahren wurden an den Ecken der Kreuzung Alaun- und Louisenstraße goldene Winkel verlegt. Goldene ist etwas übertrieben, aber immerhin für kurze Zeit waren die dreieckigen Stahlplatten vergoldet. Nach einer kleinen Weile waren sie verbogen und abgelatscht. Aber die Botschaft – der Hinweis auf den „Goldenen Boden“ Neustadt hat sich bewahrheitet.

Inzwischen sind drei der vier Ecken bebaut und auch sonst hat die Neustadt eine ziemlich goldige Entwicklung genommen.

Kürzlich traf ich Anke Vogt. Die Architektin hatte damals das Projekt mit den Platten mitentwickelt. Auf meine Bitte nach Fotos aus der Zeit konnte sie mir nur mit einer Zeitungsseite der Dresdner Neuesten Nachrichten weiterhelfen. Dort ist zwar ein Foto von der Gestaltung der Platten zu sehen, jedoch wird im Text darauf leider nicht eingegangen.

Beim Studium der Seite musste ich schmunzeln und staunen. Ein Lächeln huschte mir übers Gesicht, ob der Formulierungen „Republik der bunten Neustadt“ und „farbenfrohe Sgraffiti“ und dass die Veranstalter das Müllproblem besser in den Griff bekommen wollen. Staunen musste ich über die Kleinanzeigen. Ein großer Teil der inserierenden Geschäfte ist auch heute noch vor Ort. Da sage mal einer, es gäbe keine Kontinuität in der Neustadt.


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12 Kommentare zu “Fundstück aus vergangenen Tagen

  1. Ich bin mir sicher, dass Graffiti gemeint waren. Denn die Sgraffito-Putztechnik war 1993 in der Neustadt meines Wissens nach nicht verbreitet und wird in der Regel nicht mit Spraydosen angebracht.

  2. Naja, so viele Geschäfte sind dann doch nicht übrig geblieben und die vierte Ecke wird nun auch bald bebaut.
    Schöner Anzeigentext von Neumanns und insgesamt eine schöne Erinnerung:-)

  3. Soweit ich weiß, sind die Bebauungspläne für den ehemaligen Reifenservice Geneuß schon fix. Katys Garage bekommt dafür ein Ausweichobjekt auf dem früheren Lehrerparkplatz und auch das Außengelände der Scheune wird Veränderungen erfahren. Ich glaube, Mitarbeiter der Scheune wissen da schon ausführlich Bescheid.

  4. In der Geschichte steht ja gar nichts von der legendären Explosion der Vulkanisiermaschine. Meine Erinnerungen daran verschwimmen auch langsam. Laut Augenzeugen flog ja das Dach vom Reifenservice 10m hoch, na zumnindest 10cm.

    Meine Info zu den Bebauungsplänen ist auch schon paar Monate alt und es klang so, als wenn da alles klar wäre, für die Eckbebauung. Wenn dem nicht so ist, könnte ich auch damit leben ;-)

  5. @rudi: Das mit der Vulkanisiermaschine war aber schon mal Thema. Ich finde es jetzt nur nicht, an mir persönlich ist dieses Ereignis jedoch komplett spurlos vorbei gegangen.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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