Anne Ibelings: Deutschlandreise auf dem Papier

Seit einer Woche darf die Neustädter Illustratorin Anne Ibelings ihr neues Werk in den Händen halten. Zehn Monate lang bebilderte sie einen Band über die Welterbestätten Deutschlands.

Für Anne Ibelings war es ein wahres Mammutprojekt mit wunden Fingern, müden Augen und viel geflossener Farbe. Aber die Illustration des Bandes „Abenteuer Welterbe“ war nicht nur ein Fulltime-Job, sondern auch ein Taxi durch die Corona-Zeit. „Durch das Malen konnte ich mich wegbeamen“, sagt sie. Das sei bei der teilweise erdrückenden Schwere der Pandemiezeit wohltuend gewesen.

Ein Mammutprojekt im wahrsten Sinne des Bildes. Foto: Philine
Ein Mammutprojekt im wahrsten Sinne des Bildes. Foto: Philine

Ein Buch entsteht via Telefon

Der Magellanverlag in Bamberg vermittelte sie an die Autorinnen Anna Elisabeth Albrecht und Susanne Rebscher. „Sie wollten mich dabei haben.“ Getroffen haben sich die drei Frauen allerdings nie. „Das lief alles über’s Telefon. Ziemlich schade.“

Allerdings kein Grund, das „große Herzensprojekt“ nicht anzugehen. Unesco-Welterbestätten umfassen Stätten von Bedeutung, die Mensch oder Natur uns hinterlassen haben. Dome, Stadtensembles, Gärten, Landschaften oder Orte der Kultur- und Geistesgeschichte. Die gewünschten Motive bekam Anne via Mail zugesandt und zeichnete los.

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Von Poster- auf Handflächengröße

Manchmal gleich mehrere Bilder auf einmal, denn die Aquarellfarbe, mit denen sie koliriert, wird in verschiedenen Schichten aufgetragen und braucht dazwischen lange zum Trocknen. Ganz neu waren für die Künstlerin die kleinen Formate. Für das letzte Buch reichte sie Zeichungen im Format A0 ein. Jetzt arbeitete sie auf Handflächengröße, was mehr Akribie und einen sicheren Strich erforderte. Die Kunst lag in der angemessenen Reduktion, erklärt sie.

Stolz präsentiert Anne die vielen gerahmten Bilder, die die Wand des Ateliers an der Görlitzer Straße schmücken. Jedes Motiv aus dem Buch ist käuflich zu erwerben.

80 Seiten dick: Der Band über Welterbestätten in Deutschland, illustriert von Anne Ibelings. Foto: Philine
80 Seiten dick: Der Band über Welterbestätten in Deutschland, illustriert von Anne Ibelings. Foto: Philine

Pausen für die Qualität

Dem Thema entsprechend waren zahlreiche Gebäude zu zeichnen. „Da war ich irgendwann froh, als ich endlich an der Nordseeküste bei den Robben war“, scherzt Anne. Als Ausgleich zum Auftrag ging sie täglich spazieren und nahm die Straßenzüge der Neustadt plötzlich „durch die zeichnerische Brille“ wahr. Das war gar nicht so leicht wieder abzuschütteln….

Pausen waren enorm wichtig, um die Qualität der Arbeit beizubehalten. „Ein am Anfang festgelegtes Maß an Detailreichtum und Präzision ist nicht mehr umkehrbar.“

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Letztlich kamen im Entstehungsprozess noch so viele Bilderwünsche dazu, dass sich das Projekt von den geplanten fünf auf zehn Monate verlängerte. Der Band umfasst 80 Seiten.

Der Mal-o-mat macht mobil

Nach einer Verschnaufpause macht sie sich nun an die Umsetzung persönlicher Projekte: Gemeinsam mit ihrer Kollegin Nazanin Zandi arbeitet sie am „Mal-o-mat“ 2.0, der seine Premiere bei der Woche des guten Lebens haben wird. Das gute Stück ist jetzt so handlich, dass es mit dem Lastenrad transportiert und mobil eingesetzt werden kann. Außerdem plant sie Urban Scetch-Kurse im Freien, die hoffentlich im Sommer stattfinden können.

Und was wäre, wenn jetzt eine Anfrage zu einem 80-seitigen Bildband käme …? Anne lacht. „Na klar, warum nicht? Ich hatte doch eine Pause.“

Abenteuer Welterbe, illustriert von Anne Ibelings

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