Wie Dirk B. lernte, den Kapitalismus zu lieben

Im Oktober ist Olaf Schuberts zweites Buch erschienen. Der wohl einzige Neustädter mit bundesweiter Bekanntheit hat sich dem Motto „Make The Kapitalismus great again!“ auf seine ganz eigene Weise angenommen.

Steigt den Symbolen des Kapitalismus (Parkhaus, Supermarkt, Drogerie) aufs Dach: Autor Olaf Schubert. Foto: Amac Garbe
Steigt den Symbolen des Kapitalismus (Parkhaus, Supermarkt, Drogerie) aufs Dach: Autor Olaf Schubert. Foto: Amac Garbe

Neustadt-Geflüster: Ihr neues Buch heißt „Wie Dirk B. lernte, den Kapitalismus zu lieben“, wer ist Dirk B.?
Olaf Schubert: Eine ziemlich traurige Gestalt, mit allerlei unangenehmen Eigenschaften. Aber genau deshalb sorgt er für Erheiterung.

Ist denn der Kapitalismus überhaupt liebenswert?
Ich könnte mir vorstellen, dass der Chef von Amazon dem Kapitalismus doch relativ warme Gefühle entgegenbringt.

Sie haben vor ein zehn Jahren schon einmal ein Buch („Wie ich die Welt retten würde, wenn ich Zeit dafür hätte“) geschrieben, warum nun ein Zweites?
Naja, ganz klar – für ein drittes wäre es noch zu früh.

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Müssen wir nun damit rechnen, dass 2030 dann das nächste Buch von Ihnen erscheinen wird? Oder soll die Schlagzahl erhöht werden?
Das hängt ja glaube ich davon ab, wann einen die Muse oder jemand ähnliches, beliebt zu küssen.

Wenn Sie jetzt so viel schreiben, wird man Sie dann jetzt weniger im TV sehen oder müssen Sie gar Ihre ehrenvolle Aufgabe als Schirmherr der Humorzone aufgeben?
Keinesfalls. Sämtliche Tätigkeiten werden weiterhin ausgeführt, zumindest wenn es nach mir geht. Allerdings entscheidet ja in puncto stattfindender Kulturveranstaltungen heute leider eher die Präsenz unangenehmer Krankheitserreger.

Auch auf dem neuen Buchtitel posieren Sie mit dem bekannten Pullunder, wenn man Sie durch die Neustadt radeln sieht, verzichten Sie häufig auf das Utensil, ist das ein Versuch, nicht erkannt zu werden und falls ja, gelingt das?
Nein, den Pullunder trage ich immer am Olaf. Manchmal allerdings auch unter dem T-Shirt.

Wenn Dirk B. in der Neustadt leben müsste, würde er sich eher für ein autofreies Viertel oder für ein Alkoholverbot in den Abendstunden aussprechen?
Dirk wäre der letzte den ich da um Rat fragen würde.

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Leitfaden zur Ausbeutung

Schuberts Buch schmückt sich mit der Unterzeile „inklusive Leitfaden zur Ausbeutung“ hat insgesamt 240 Seiten und ist bei den S. Fischer Verlagen als Taschenbuch erschienen, kostet 14,99 Euro und sollte in jedem Neustadt-Buchladen zu bekommen sein. ISBN: 978-3-596-70400-2

In der Verlagsbeschreibung heißt es: „Das neue Buch von Deutschlands sprachgewaltigstem Comedian und hauptberuflichen Weltverbesserer: Olaf Schubert. Mit gekonnter Wortakrobatik beschreibt der beliebte Entertainer unsere Gesellschaft, die von der Macht des Konsums regiert wird. Doch statt sinnlos dagegen anzukämpfen, lässt er seinen Helden Dirk B. unter Anleitung einer mysteriösen App die wahren Zusammenhänge des Kapitalismus erkennen und erzählt die Geschichte eines Mannes, der mit allen Mitteln versucht, ans große Geld zu kommen.“

  • Das Neustadt-Geflüster verlost einmal ein Exemplar des Buches „Wie Dirk B. lernte, den Kapitalismus zu lieben“. Bitte eindeutiges Interesse in die Kommentarspalte schreiben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Olaf Schubert (links) und sein Fotograf Amac Garbe - Inszenierung und Einstellung des Selbstauslösers: Amac Garbe
Olaf Schubert (links) und sein Fotograf Amac Garbe – Inszenierung und Einstellung des Selbstauslösers: Amac Garbe

52 Kommentare zu “Wie Dirk B. lernte, den Kapitalismus zu lieben

  1. Ach, sieh mal an. Der Dirk B. von um die Ecke. Den kenne ich doch. Mysteriöse App, jetzt erklärt sich mir Einiges. Das würde ich gern nochmal im Detail nachlesen.

  2. So nen Schinken will ich auch. Klingt schön lecker. Am liebsten eins vom Schwein. Das Buch will ich nicht. Hab schon eins. Das muss bis zur Rente reichen.

  3. Ich habe sehr großes Interesse dieses Buch von Olaf Schubert zu lesen. Es wäre eine große Freude für mich, dieses Buch lesen zu dürfen.

  4. Hiermit bekundige ich eindeutiges Interesse an diesem Buch! Es wird mit seinen 240 Seiten vortrefflich meinen wackelnden Home-Office-Schreibtisch stabilisieren können.

  5. Oh, neues vom Gute-Laune-Nachbar um die Ecke! Über diese Literatur würde ich mich in diesen Zeiten ungemein freuen, das passt doch wunderbar in diese Jahrezeit.

  6. Am Buch selber habe ich kein Interesse, dafür mehr an den Buchstaben, die zu Worten in Zeilen geformt wurden.
    Und an deren Sinn möchte ich mich gerne laben.
    Somit komme ich nicht umhin, auch ein Exemplar zu benötigen ;)

  7. Thema des Buches ist eins, bei dem ich tatsächlich noch viel zu lernen hätte. Insofern: eindeutig starkes Interesse.

  8. Natürlich würde ich mich auch gern im Kapitalismus fortbilden. Immerhin weiß ich schon, dass es Pullunder heißt, und nicht Pollunder – mit Wahlen hat das Ding nix zu tun.

  9. @mehrlicht: Ich glaube, diesen Verschreiber kriege ich nicht mehr aus meinem Kopf raus. Ich mach das jedes mal falsch. Vom mir bekannten Pullover schließe ich jedesmal auf den mir unbekannten Pollunder – Ärmel ab und Vokalumkehr. Dass beide Wörter aus dem Englischen stammen, bleibt in meinem Langzeitgedächtnis einfach nicht hängen. In meiner Jugend nannte man das noch Westover, was irgendwie auch deutlich mehr Sinn ergibt, da man das Dingens ja drüberzieht. Aber der Herr Schubert trägt den Pullunder ja angeblich auch unterm T-Shirt. Die Engländer verwenden den Begriff übrigens gar nicht, sie sagen: „sweater vest“. Und von pollution bis pollunder ist es auch gedanklich nicht weit. ;-)

    Ich hab das jetzt im Text korrigiert.

  10. Bücher kaufen?
    Es wird Zeit der kapitalistischen Krake in die Flinte zu pullern!
    Bücher gewinnen!
    Da geht er einfach ab, der gelbe Wagen mit der weißen Milchglasscheibe!

  11. Kapitalismusbekämpfend appeliere ich an den sozialen Gedanken des Verschenkens… Oder so.
    Hoffe dieser irre wichtig klingende Satz hilft bei der Auswahl.
    Ach so „bekunde eindeutiges Interesse“ bevor es heißt, ich hätte das nicht eindeutig gesagt. :)

  12. „…ach Mein Dein, das sind doch alles bürgerliche Kategorien“ – Eindeutiges Interesse hiermit bekundet.

  13. Interesse. Als bisheriger Antikapitalist der sich gerade versucht in der kapitalistischen Welt zurecht zu finden, würde mir dieser Leitfaden ganz sicher helfen!

  14. Auch ich bekunde eindeutiges Interesse an diesem hoffentlich wortgewaltigen Werk! Hoffe sehr, dass ich bei der Lektüre noch was lernen kann. Werde es auch sehr nachhaltig handhaben; wenn’s mir nicht taugt, wird’s zu Weihnachten gleich weiterverschenkt.

  15. Ich bekunde eindeutiges Interesse an der Leselektüre. Im November genau das Richtige für um bei grauen Wetter die Stimmung zu bessern.

  16. So, ich schreib hier jetzt mal «eindeutiges Interesse» hin. Und ich verspreche gar nix. Aber bestrimmt werde ich mal kucken, ob da auch Bilder in dem Buch sind. Auch, wenn ich keins gewinne

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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