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Warnstreik in der Zahnpastafabrik

Mit Trommeln, Pfeifen und Plakaten stehen seit gestern rund 50 Angestellte der Dental-Kosmetik vor ihrem Werk und streiken. Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) hat zum Warnstreik aufgerufen. Es geht um höhere Löhne und weitere Tarifverhandlungen. Die IG BCE fordert, die Gehälter rückwirkend ab Januar 2020 um 105,50 Euro pro Monat zu erhöhen.

Streikende in der Dental-Kosmetik an der Katharinenstraße
Streikende in der Dental-Kosmetik an der Katharinenstraße

Die Belegschaft der Denatl-Kosmetik hatte bereits am 14. September in einer „Aktiven Mittagspause“ vor dem Werkstor gegen die Ignoranz der Geschäftsführung protestiert. Daraufhin sicherte der Arbeitgeber den Beschäftigten eine Corona-Sonderzahlung zu, doch ein Angebot zur Vergütungserhöhung sowie die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen blieben aus. „Wir sind nicht bereit, uns weiter hinhalten zu lassen“, sagt Gerald Voigt, der Bezirksleiter der Gewerkschaft. Eine Nullrunde 2020 werde es mit der IG BCE nicht geben.

Im vorigen Jahr waren die Tarifverhandlungen mit einem Kompromiss abgeschlossen worden. Vereinbart wurde dabei aber auch, die Verhandlungen im 3. Quartal 2019 fortzusetzen. Dazu ist es bislang noch nicht gekommen.

Nach Angaben der Gewerkschaft wurden der Geschäftsführung der Dental-Kosmetik in diesem Jahr bereits zahlreiche Kompromissvorschläge unterbreitet, doch die Arbeitgeberseite sei bisher auf keinen davon eingegangen. Ein Sprecher der Dental-Kosmetik sagte gegenüber Neustadt-Geflüster auf Nachfrage: „Wir wirtschaften mit Augenmaß und arbeiten kontinuierlich an unserer Attraktivität als Arbeitgeber. So haben wir freiwillig eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 Euro Netto ausgezahlt. Außerdem zahlen wir wie in jedem Jahr Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Wir behalten uns vor, nach Klärung der Marktlage, im kommenden Jahr 2021 die Löhne um 3 Prozent zu erhöhen.“

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Ob das der Gewerkschaft ausreicht oder ob aus dem Warn- ein dauerhafter Streik wird, steht zur Stunde noch nicht fest. Mit dem Warnstreik heute wollte die Gewerkschaft erst einmal „Zähne zeigen“. Um die Gesundheit der Beschäftigten in Zeiten Coronas nicht zu gefährden, fand der Arbeitskampf schichtweise statt.

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