Grüner Beitrag zum Tag des Baumes

Die Grünen Torsten Schulze und Elke Zimmermann pflanzen einen Baum.
Die Grünen Torsten Schulze und Elke Zimmermann pflanzen einen Baum.
Im Rahmen ihrer Kampagne für mehr Stadtgrün, haben Mitglieder der Dresdner Grünen heute einen Baum an der Bautzner Straße 109 gepflanzt. Dafür haben sie sich eine leere Baumscheibe ausgesucht. „Wir wissen, dass es nicht unzählige Flächen für das Pflanzen neuer Bäume gibt, also müssen wir jene nutzen, die vorhanden sind“, sagte Susanne Lerm, die Fraktionsgeschäftsführerin der Dresdner Grünen. Und so setzten sie einen robusten und schnell wachsenden Götterbaum, welcher aus der Galkliste, mit besonders empfohlenen Straßenbäumen, auserwählt wurde. Diesem Baum sollen auch Streusalz und Bodeverdichtung nichts anhaben können. Ob das Grünflächenamt den Baum stehen lassen wird, konnten die Aktivisten vor Ort nicht abschätzen.

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17 Ergänzungen zu “Grüner Beitrag zum Tag des Baumes

  1. na toll, nach eiphone, eipott und patt kriegen wir jetzt auch noch schineschsche Bäume, wo soll dass bloß alles hinführen? grummel, grummel
    ;-)

  2. wie unprofessionell … da könnte ich auch gleich bunte mülltonnen im a-park aufstellen und hoffen das sie „ofiziell“ von amtwegen anerkannt werden :S

  3. Nette Aktion, wenn ich auch stark zu bezweifeln wage, dass dat Bäumchen „auf der Bautzner Straße 109“ gepflanzt wurde. Oder kommen Bäume, die aus Dächern wachsen, neuerdings in der Neustadt wieder in Mode? ;)
    Wie wär’s stattdessen mit „vor der Bautzner 109“ oder „an der Bautzner 109“? Oder vielleicht gar „auf Höhe der Bautzner 109“?

  4. Eigentlich eine lobenswerte Aktion. Aber warum stimmen die Grünen Ihre Aktion nicht mit denen ab, die dafür zuständig und (nach eigener Erfahrung) auch sehr professionell, freundlich, kooperativ und kompetent sind – dem „Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft“…?

  5. Eine Abstimmung ist mit dem „Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft“ (ASA) leider unmöglich. In einer Anfrage von Anfang des Jahres wurde mir mitgeteilt, daß die Nachpflanzungen der gefällten Bäume nicht erfolgt, weil die Sanierung oder Ausbau der Bautzner Straße irgendwann in den nächsten Jahren erfolgen soll. Wozu das ASA aber in der Lage ist, ist das Fällen von durch Anwohner gepflanzten Bäumen. So absurd das klingen mag, ist aber Realität.

  6. @jane: ich wohne auch AUF der xyz-straße und nicht neben oder an der xyz-straße! hammer wieder was zu mosern gesucht, hm? :evil:

  7. @biodiversitätsexperte:
    der Götterbaum (Ailanthus) ist in der Tat kritisch zu sehen – halt ein Neophyt (sind Platane,Amberbaum, Gingko und Robinie auch) nur halt invasiver als die in Klammer benannten.
    Deswegen haben wir lange überlegt, ob wir ihn nehmen (aber er steht tatsächlich ohne Einschränkungen in der GALK-Liste).
    Letztlich haben wir haben uns aus vielen Gründen dafür entscheiden:
    1. als Straßenbaum ohne Grünverbund (siehe Standort) sind die gefahren der Verdrängung andere pflanzen und unbeherrschbaren Ausbreitung sehr gering,
    2. er hält die katastrophalen Zustände an der bautzner aus: Bodenverdichtung, schlechte Luftqualität, Hitze, Streusalz…
    3. schnelles Wachstum in den ersten Jahren
    4. durch Eigenaufzucht war er für uns erschwinglich und wir müssen ja damit rechnen, dass er sehr schnell wieder entfernt wird.
    5. selbst bei Duldung durch das Amt, ist der Standort eher einer für Zwischennutzung, da ja tatsächlich in den nächsten 10 Jahren mit einer Sanierung der Bautzner Straße zu rechnen ist
    DANACH gehört dort nach Möglichkeit eine heimische Kastanie hin

    also ganz so gedankenlos war die Aktion nicht – ausserdem ist sie im Zusammenhang mit unseren Bemühungen zu sehen, dass das Amt bürgerschaftliches Engagement ohne großen bürokratischen Hickack respektiert und fördert –> heißt: auch mal was unabgesprochenes stehen lassen, so lange davon keine Gefährdung ausgeht – und das sollte docha uch in Dresden gehen
    schöne Grüße von einer der PflanzerInnen

  8. Also wenn die Initiatoren selbst von nur 10 Jahren ASA-unabhängiger Lebensdauer ausgehen – dann frag ich mich schon, ob man den Baum nicht auch an einen längerfristigen Standort hätte platzieren können?

    Oder geht es nur darum, das ASA zum Fällen zu provozieren? Das täte mir leid – hier kann ich Erichs Eindruck nämlich bestätigen: dass die „(nach eigener Erfahrung) professionell, freundlich, kooperativ und kompetent sind…“

  9. als Pflanzerin möchte ich noch mal reagieren:
    es gibt viele kompetenten und freundliche Mitarbeiter im ASA.
    es gibt aber Punkte, an dem unterschiedliche Ansichten immer wieder deutlich werden:
    – es darf (und meiner Meinung nach muss) in einer Stadtlandschaft auch Wildnis geben
    – Natur darf auch in einer Kulturlandschaft nicht bis in die letzte Zelle „erzogen“ und den menschlichen Bedürfnissen untergeordnet werden
    – Kreativität kann es auch im Bereich Stadtbegrünung geben
    – nicht alles was Bürger in EIgeninitiative angehen ist schlecht und verfolgt das Ziel, die „Regierenden“ zu ärgern; vielmehr sind es Aktionen, die bisher leere Handlungsräume füllen (u.a. weil finanzielle und/oder personelle MIttel fehlen, weil Notwendigkeiten nicht gesehen werden) – also sollte nicht aus falschen Grundsätzen heraus immer und ohne vorherige Begutachtung und Rücksprache dagegen vorgegangen werden.
    Unter anderem (!) dies zu unterstreichen, war ein Ziel der AKtion – denn es war vorrangig mal eine Aktion.
    Aber zur Beruhigung: in den letzten Jahren haben wir anläßlich des Tag des Baumes etwas nachhaltiger gehandelt: Obstbäume auf Streuobstwiesen gepflanzt, für den städtischen Fonds Stadtgrün gespendet…
    Noch was zu den 10 Jahren: ja – warum soll man das Thema Zwischennutzung nicht ansprechen? Warum nicht auch hinsichtlich Großgrünbepflanzung? Warum soll man es hinnehmen, dass Bäume im Vorgriff auf eine Baummassnahme gefällt werden dürfen, dann 10 Jahre nichts passiert, wenn man gleichzeitig für 10 Jahre quasi in Zwischennutzung Grün an diese Stellen setzen kann? für die kleinräumige Lebensqualität können so immerhin für einen begrenzten Zeitraum Verbesserungen erzielt werden.
    So weit erst mal.

  10. Someone Else:

    Also, wenn du auf der Straße lebst, dann ist das natürlich dein Problem, auch wenn ich dir raten würde, schnellstens was dagegen zu unternehmen, ich meine, das ist ja kein dauerhafter Zustand…

    Also ich wohne in einem Haus, das AN oder IN einer Straße steht, nicht darauf. Das wär ja auch Quatsch, wo sollen denn dann bloß die Autos fahren… Und die „Bautzner Straße 109“ ist so ein Haus.
    Und wer hier die ganze Zeit moser, lieber Someone Else, das bist ja wohl du. Entspann dich endlich mal n bisschen und motz mich hier nicht ständig an, bei jeder Kleinigkeit, bei jedem Satz, den ich hier schreibe. Sonst könnte man das schon bald für Besessenheit halten.

  11. @ Elke: Zwischennutzung gut und schön – aber ein Baum braucht eben ein paar Jahre, bis er die Größe erreicht hat, die deutliche Wirkung bringt (Klima, Luft, Staubbindung,…)

    Eben deswegen hätte ich einen Standort gesucht, wo er diese Größe erreichen kann. Aber gut – Symbolik ist auch was.

  12. @jane:
    ein entspanntes „hach ja“ für dich.
    ich bin übrigens auch AUF oder AN eine universität gegangen und deiner germanistischen logik folgend, dürfte ich somit kaum etwas gelernt haben, denn einen hörsaal werde ich kaum betreten haben. auch „ferien AUF dem bauernhof“ würden zum zugigen erholungserlebnis werden.
    ich hoffe ganz sehr, du bekommst in der kneipe nicht mal ein getränk mit den worten: „geht auf’s haus!“ serviert, denn dann würde ich mir um dein leibliches wohl sorgen machen.

    ach ja, „besessen“ bin ich nicht von dir, auch wenn du das insgeheim vielleicht gern so hättest. ;)

  13. Ach Jane,
    gutmeinend immer wieder Heiterkeit verursachend.
    Mit Deiner Energie könntest Du doch das Melde- und Postzustellungs-Gesetz reformieren, damit wir alle korrekt „AN“ einer Straße wohnen… ;-)

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