Corona-Fälle in Dresden

Das Dresdner Gesundheitsamt meldet mit Stand heute 12 Uhr für die vergangene Woche 143 Neuinfektion, die Corona-Ampel steht auf „Gelb“, 16 Personen werden stationär in einem Krankenhaus behandelt. Weltweit sind inzwischen mehr als 39 Millionen Infizierte gemeldet, mehr als 1,1 Millionen Todesfälle wurden in Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet, Details in der Übersicht der Johns-Hopkins-Universität.

Corona-Virus - Modell
Corona-Virus – Modell

In Deutschland sind die Meldungen in der vergangenen Woche gestiegen. Auch die Quote positiver Fälle pro Test ist in der 40. Kalenderwoche gestiegen – auf 2,48 Prozent. Zum Vergleich, zu Höchstzeiten im April lag die Positiv-Quote bei knapp 10 Prozent.

Das Robert Koch-Institut (RKI) fasst die Situation so zusammen: „Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten. Der Anteil der COVID-19 Fälle in der älteren Bevölkerung nimmt aktuell leicht zu.“ Das RKI appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert.

Die wichtigsten Zahlen für Dresden

143 neue Fälle in den vergangenen 7 Tagen. 872 Genesene (Schätzung), nach dieser Schätzung gibt es aktuell 344 Infizierte. 26 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen. 1.229 bestätigte Fälle insgesamt. 13 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Quelle: Gesundheitsamt Dresden
143 neue Fälle in den vergangenen 7 Tagen. 872 Genesene (Schätzung), nach dieser Schätzung gibt es aktuell 344 Infizierte. 26 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen. 1.229 bestätigte Fälle insgesamt. 13 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Quelle: Gesundheitsamt Dresden

In der vergangenen Woche wurden sechs Covid-19-Patienten in Krankenhäuser aufgenommen, 14 Patienten werden stationär behandelt. Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Dresden 105 Patienten stationär behandelt. In der vergangenen Woche hat das Gesundheitsamt Dresden die Statistik umgestellt, wurde bisher das Datum angegeben, an dem ein Fall abschließend bearbeitet und an die Landesuntersuchungsangstalt gemeldet wird, so wird nun das Datum angezeigt, an dem das Labor den positiven Test dem Gesundheitsamt meldet. Diese Fälle werden nun auch immer nachträglich eingetragen. So soll das tatsächliche Infektionsgeschehen in der Stadt genauer abgebildet werden. Allerdings kann sich die Tageszahl in den nächsten Tagen immer noch einmal ändern.

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Die Stadtverwaltung zeigt auf dresden.de eine sogenannte Corona-Ampel. Dort sieht man auf den ersten Blick, wie viele Fälle es pro 100.000 Einwohner in Dresden in den vergangenen sieben Tagen gab.

Seit Freitag, dem 9. Oktober zeigt die Ampel fast durchgängig auf Gelb. Am Sonntag betrug der Wert 26 und liegt damit geringfügig unter dem Wert von vergangener Woche.

Corona-Ampel des Gesundheitsamtes - Stand: 18. Oktober 2020
Corona-Ampel des Gesundheitsamtes – Stand: 18. Oktober 2020

Die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung gibt es hier als PDF.

Test- und Quarantäneregelungen

Betroffene mit Symptomen sollen sich an ihren Hausarzt oder die Corona-Ambulanz am Universitätsklinikum. Für gesetzlich Krankenversicherte übernehmen die Krankenkassen die Kosten. Wenn ein positives Testergebnis vorliegt, erhält das Gesundheitsamt die Meldung vom Labor, ermittelt die Kontaktpersonen und legt fest, welche Personen zu testen sind. Das Gesundheitsamt selbst führt Corona-Tests ausschließlich im Rahmen von Umgebungsuntersuchungen durch. Die Kosten trägt die öffentliche Hand. Die Möglichkeit zur kostenlosen Testung für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten lief zum 15. September 2020 aus. Wer dennoch einen Test durchführen möchte, muss für die Kosten selbst aufkommen.

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Fragen zu Testpraxen werden auch telefonisch unter 116117 beantwortet. Corona-Tests für Personen ohne Symptome führen darüber hinaus niedergelassene freie Labore in Sachsen durch. Die Kosten sind selbst zu tragen.

Personen, die ein positives Testergebnis erhalten, unterliegen einer Absonderungspflicht, die vom Gesundheitsamt immer für den Einzelfall und in Abhängigkeit vom Vorliegen von Symptomen festgelegt wird.

Erläuterungen

  • Fallzahl: Anzahl aller labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle, die der Falldefinition gemäß § 11 Abs. 2 IfSG entsprechen und gemäß § 11 Abs. 1 IfSG an die Landesuntersuchungsanstalt Sachsen bzw. an das Robert Koch-Institut übermittelt werden.
  • Einweisung Krankenhaus:
    Anzahl aller labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle, die aufgrund einer COVID-19-Erkrankung in stationärer Behandlung sind.
  • Sterbefall: Anzahl aller labordiagnostisch bestätigten SARS-CoV-2-Fälle, welche laut Totenschein an einer COVID-19-Erkrankung verstarben.
  • Annahmen zur Schätzung genesener Fälle: Die Zahl der genesenen Fälle stellt lediglich eine Schätzung dar. Eine entsprechende Meldung an das zuständige Gesundheitsamt erfolgt nicht. Die zugrunde liegenden Annahmen entsprechen den Schätzparametern auf Landesebene (Sachsen). Es wird von einer Genesung 14 Tage nach Meldedatum bei Fällen ohne gemeldete Hospitalisierung und von einer Genesung 30 Tage nach Meldedatum bei Fällen mit gemeldeter Hospitalisierung ausgegangen.
  • Annahme zur Schätzung der aktuell Infizierten: Die Zahl resultiert aus den gemeldeten Fällen abzüglich der Sterbefälle und der Genesenen. Somit kann es sich auch hier nur um eine Schätzung handeln.

Interessante Links

  • Antworten auf häufig gestellte Fragen auf der Seite des Sozialministeriums von Sachsen.
  • Kontaktpersonen-Nachverfolgung, Hinweise des RKI
  • Wie verteilen sich die Todesfälle in Deutschland. Die große Mehrheit der Verstorbenen war über 80 Jahre alt, aber es gibt auch Todesfälle jüngerer Menschen. Alle Zahlen auf statista.de. Von den zwölf in Dresden Gestorbenen, waren sieben Personen über 80, die anderen fünf in der Altersgruppe zwischen 60 und 79 Jahren. Der letzte Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 wurde in Dresden am 30. September gemeldet. Die meisten der in Dresden Verstorbenen litten an Vorerkrankungen, etwa an Diabetes oder Herzschädigungen. Bei den Verstorbenen war Covid-19 die entscheidende Todesursache.
  • Lagebericht des Robert Koch-Instituts vom Sonnabend, 17. Oktober.
  • Corona-Ampel des Gesundheitsamtes Dresden

30 Kommentare zu “Corona-Fälle in Dresden

  1. Die letzte Studie von einem der bedeutendsten Epidemiologen weltweit (wie man so liest), dem Stanford-Professor John Ioannidis, wurde noch weitgehend belächelt und ignoriert. Man hatte ja seinen Drosten und sein RKI. Da kommt nix ran. Fast alle Länder haben ja einen von der Regierung auserwählten Drosten und ein RKI. Diese Studie allerdings wurde von der WHO selbst veröffentlicht. Ich lasse mich immer wieder gern positiv überraschen.

    https://amp.n-tv.de/wissen/Covid-19-weniger-toedlich-als-vermutet-article22104272.html

    Wenn’s von dort kommt, kann auch NTV auf einmal Zahlen (übernehmen). Es geht voran. Man macht jetzt endlich das Licht an und das Monster unterm Bett entpuppt sich als der ungeliebte bissige Köter, der seit eh und je durchs Haus hetzt. Allerdings dürften sich einige jetzt wohl erst so richtig erschrecken.
    Nämlich all jene die sich tatsächlich vorstellen können „Risikogebiete“ und „Hotspots“ abzuriegeln. Wie das in der Praxis aussehen würde, darf sich jeder gern phantasievoll selbst ausmalen. Sie gewöhnen sich an ihren Machtrausch, die Seriösen und Anerkannten.

    https://amp2.handelsblatt.com/politik/deutschland/reaktionen-auf-rki-vorstoss-corona-hotspots-abriegeln-verfassungswidrig-und-unsinnig-ein-allerletztes-mittel/26280868.html

    https://amp.welt.de/politik/deutschland/article217953748/RKI-Chef-Wieler-Abriegelung-von-Corona-Hotspots-denkbar.html

    Doch sie brauchen sich nicht sorgen. Ein „Niemand hätte das wissen können“ oder „die Umstände zwangen uns dazu“ wird später sicher reichen. Sie gingen eben auf Nummer sicher. Und alle gingen mit.

  2. Liebes Philosovieh,

    man kann die vorläufigen und unsicheren Ergebnisse einer Studie mögen. Man kann diese Ergebnisse sogar als absolute Wahrheit verstehen, weil sie das eigene Weltbild beweisen.

    Gleichzeitig kann man andere Studien und ihre Ergebnisse detailliert anzweifeln und relativieren, insbesondere, wenn sie nicht in das eigene Weltbild passen (s. frühere Kommentare zum gleichen Thema).

    Ich weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist.

    Hinzu kommt – selbst n-tv hat Ioannidis‘ Warnhinweise übernommen: ungefähre Werte, frühe Antikörpertests relativ unzuverlässig, Schätzungen, höchst unterschiedliche Ergebnisse in verschiedenen Staaten, unklar ob überhaupt repräsentativ, regionale Ergebnisse lassen keinen Rückschluss auf Situationen eines ganzen Landes zu.
    (Trotzdem hat Ioannidis als Wissenschaftler sicherlich das Beste aus der Situation gemacht.)

    Wenn ich jetzt so wie Du argumentieren würde, wäre es genauso wahrscheinlich, dass Du ein böses Erwachen erleben wirst und das Monster unter Deinem Bett zum Schrecklichsten gehört, was die Evolution zu bieten hat. Ich hoffe, dass es nicht so ist.

    Liebe Grüße vom Hans (Hans wie Hans-Hans der Schreckliche aus Donjon Monster 1)

  3. @dasPhilosophie 
    Sag mal wartest du in deinem Keller nur darauf bis hier wieder ein neuer Beitrag über Corona kommt und du endlich neuen Müll verbreiten kannst? Allein der erste Absatz deines Beitrags ist gefüllt mit Phrasen. Vielleicht erklärt dir das hier wiederholt nochmal ein Leser oder eine Leserin. Ich habe keine Zeit und auch keine Lust. Für mich bist du einfach ein (entfernt, bitte äußern Sie Ihre Kritik sachlich) der anscheinend den ganzen Tag nur drauf wartet genau dieser Mission weiter nachzugehen. Nicht Corona und die Folgen machen mir Angst. Es sind (entfernt, bitte unterlassen Sie Beleidigungen) wie Du, Hildmann, Wendler und wie sie alle heißen… DAS ist krank!

  4. Der Ioannidis Studie folgend:
    1229 Fälle in Dresden * 0,23 % durchschnittliche Infektionssterblichkeit = 2,8 Todesfälle …
    Für Dresden stimmt’s schon mal nicht.

    Würden wir eine Studie der durchschnittlichen Infektionssterblichkeit bis zum 4. Februar machen. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung würden dann 0,000 von 1000 Einwohnern unter 65 gestorben sein. Das Sterberisiko wäre also 0. Niemand unter 65 muss also befürchten, an dem Virus zu sterben. Und auch niemand über 80, denn auch dort waren bis zum 4. Februar 0,000 von 1000 Einwohnern gestorben.

    Und um das klarzustellen. Es spricht nichts dagegen, das Corona-Sterberisiko von unter 65-Jährigen bis zum 4. April zu berechnen. Allerdings lässt sich daraus nicht das „allgemeine und dauerhaft gültige“ Risiko, für einen späteren Zeitpunkt im Pandemiegeschehen ableiten.

    Wer während einer frühen Phase der Ausbreitung einer Epidemie/Pandemie das Sterberisiko berechnet, indem er die bisherigen Todesfälle durch die (meist noch gar nicht infizierte) Gesamtbevölkerung teilt, kommt zu genau solchen zahlen.

  5. Warum über Studien streiten, wenn die Mathematik ausreicht? Die aktuell gemeldeten Fälle bedeuten für Dresden prozentual zur Einwohnerzahl 0,0611…%. Die bisherigen Todesfälle sind entsprechend zur Einwohnerzahl noch weniger. Also was ist hier gefährlich? Die Panikmache und Angst! Denn Angst lähmt und ist kein guter Ratgeber.
    Außerdem bleibt wieder einmal völlig unklar, was mit „Fälle“ gemeint ist: positiv Getestete ohne Ansteckungsgefahr? postiv Getestete mit Ansteckungsgefahr? Kranke?
    Wenn die Berechnungszahl willkürlich von 50 auf 35 o.ä. gesetzt wird, müssen wir uns über die Ampelfarbe nicht wundern.

  6. Lucy das dir Corona keine Angst macht finde ich sehr gut. Da sind wir schon zwei.

    Hans, die Studie ist natürlich keine absolute Wahrheit. Die Polemik will nur manchmal zu gern aus mir raus. Das mag auch an der bisherigen Einseitigkeit der Debatte liegen. Wahr ist das sich der Dschungel langsam lichtet, auch der Mainstream, wenn auch langsam, zur Besinnung kommt und was die Politik weltweit abzieht einfach nicht gerechtfertigt ist. Wenn man der Effektivität Willen auf Dauer chinesische Zustande hier einführen möchte, hätte ich vorher ganz gern mit abgestimmt. Eine Schönwetterdemokratie ist keine.

    Goldfish, deine Dresdenrechnung bezieht sich auf die gefundenen, nicht auf die tatsächlich Infizierten. Vergleicht man die Letalität vom Frühjahr und heute, sieht man auf den ersten Blick, das viel mehr infiziert gewesen sein müssen. Streeck geht von bis zu 60000 pro Tag aus. In ganz Deutschland natürlich. Das muss nicht stimmen, ist aber das was Sinn macht. Ich bin natürlich gar nicht in der Lage irgendetwas an Ioannidis Studie zu überprüfen. Es macht einfach nur mehr Sinn….was aber mal klar ist, er hat nicht einfach nur gemeldete Fälle gezählt. Das ist für jeden Laien klar erkennbare Stümperei und das ist genau das was hier zumindest kommuniziert wird.

  7. Ich bin Risiko Patientin und lieber gehe ich dreimal auf Nummer sicher, als einmal zu unvorsichtig. Ich habe genug Publikationen dazu gelesen. So etwas möchte ich einfach nicht haben. Die ,die immer so nach ihrer ach so verlorenen Freiheit rufen, wenn ihr an Schläuchen im KH liegt.Wonach ruft ihr dann? Ich sage es euch…nach eurer Mama….

  8. „lieber gehe ich dreimal auf Nummer sicher, als einmal zu unvorsichtig. Ich habe genug Publikationen dazu gelesen. So etwas möchte ich einfach nicht haben. “

    Absolut nachvollziehbar. Genauso geht es mir auch.

  9. @Philosovieh
    „für jeden Laien klar erkennbare Stümperei“ …Aha^^

    So oft (und zu welchen Zeiten) wie Du hier schreibst, solltest vllt mal drüber nachdenken, ob Du nicht selbst zur Risikogruppe gehörst! Bewegungsmangel und so…

  10. Ja für jeden Laien, auf jeden Fall. Die gemeldeten Neuinfektionen als die tatsächliche Anzahl der Infektionen anzunehmen, keinen Unterschied zwischen positiv Getestet, Infektion und Erkrankung zu machen,die Testanzahl und Positiven Quote monatelang völlig zu ignorieren und dann ohne jeden Kontext Tag ein Tag aus die Leute in Angst zu versetzen, ist stümperhaft und für jeden, der es denn will, ganz einfach zu durchschauen. Ein Lehrstück entweder in gleichgeschalteter Propaganda oder in faulem gegenseitigem Abschreiben. Mit Journalismus jedenfalls hat das mal gar nichts zu tun.

    Da kann das ja der nackte, bärtige dicke Mann im Keller besser.

  11. @Philosovieh, ich bin hier zufällig reingestolpert und mit dir einer Meinung. Mache allerdings selber die Erfahrung, man kann keinen mit noch so schlüssigen Argumenten gewinnen, die das nicht wollen, die nicht wirklich von Herzen mit sich und miteinander in Kontakt gehen wollen. Ich frag mich, wo können WIR, alle, die das wollen, miteinander reden? Es gibt doch eine Initiative Ghandi von Michael Grasemann. Ich finde aber nix, wo man da mitmachen kann.

  12. @Chris
    Schon mal darüber nachgedacht, dass es keine schlüssigen Argumente sind und somit auch niemand überzeugt werden kann? Sie können sich gern an das Philosovieh hängen, aber dann folgen Sie einem Paradebeispiel einer Person, die mit Unsicherheit nur ganz schlecht umgehen kann und die unterschwellig herabsetzend jegliche Diskussion vermeidet.

  13. @ Lucy + …

    Ganz allgemein meine uneingeschränkte Zustimmung zu ihrer kraftvollen Meinungsäußerung. Corona ist für alle eine Belastung, und manch öffentlich geäußerter „Schwachsinn“ dazu überschreitet ethische Grenzen nur zu deutlich.

    Vom Hobbyphilosophen und Fachkollege, allerdings bin ich mittlerweile, ein großer Fan. Nicht wegen der, mit geradezu autistischer Manier vorgetragenen kontroversen persönlichen Einsichten. Der Umstand, wie man es „schafft“, trotz offensichtlich beträchtlichen Einsatzes und Bemühen, in grundsätzlichen so komplett falsch zu liegen, erheitert mich immens, macht mich geradezu fröhlich. Auch bekommen „wir“ hier doch gänzlich ohne Mühen, die gerade aktuellen Thesen, der Anti-Corona Fraktion der Welt präsentiert. Bitte weiter so.

    Ein paar Sätze kurz zur Einordnung der oben zitierten Metastudie von Dr. John Ioannidis und ihrer Veröffentlichung im Bulletin der Weltgesundheitsorganisation, … auch wenn diese deutliche Mängel aufweist.

    «Das Bulletin der Weltgesundheitsorganisation wurde von der WHO als ein Forum für Experten im Bereich der öffentlichen Gesundheit geschaffen, um ihre Ergebnisse zu veröffentlichen, ihre Ansichten zu äußern und ein breiteres Publikum für kritische Fragen der öffentlichen Gesundheit zu gewinnen. Folglich entsprechen die von den Verfassern auf diesen Seiten geäußerten Ansichten nicht unbedingt den Ansichten der WHO. »

  14. Da habt ihr’s Leute. Mein Problem ist die Diskussionsvermeidung. Ich schreibe zu wenig und ich diskutiere zu wenig. Tut mir leid aber mehr schaffe ich aus Zeitgründen nicht.

    Konterrevolutionär

    Kann es vielleicht einfach sein, das du dich herabgesetzt fühlst, weil du meine Argumente nicht widerlegen kannst? Kann ja sein das ich total falsch liege, aber du weißt weder wo noch warum. Dafür kann ich aber nichts. Was hab ich mir hier alles sagen lassen müssen. Es wird sogar schon geschnitten, siehe oben. Heul ich rum deswegen? Hast du Hans seine Eingangsposts gelesen? Habe ich ihn herabgesetzt oder ihn zu einer Diskussion gebracht? Du projizierst dein eigenes Verhalten und das ziemlich albern.

    Chris

    Danke für deine Zustimmung. Ich habe hier aber doch einen Ort zum reden. Das meiste was ich hier schreibe, bezieht sich ja auf eine Antwort. Ich setze ja nicht nur Posts ins Nichts, sondern man redet hier ja miteinander. Mal mehr Mal weniger schön. Diese Ghandi Initiative kenne ich nicht.

    Goldfish

    Dein Amüsement ist schonmal ein guter Anfang. Und ja, hier gibt es Einsichten und Thesen, die ihr sonst gar nicht hören würdet. Kann das schlecht sein? Woher der Hass und die Verachtung auf eine gänzlich andere Meinung kommt, würde ich auch gerne mal wissen. Ich kann mir das nur mit einer tiefen unhinterfragten und darum verunsicherten Überzeugung erklären. Etwas was einen persönlich angreift, auch wenn das Thema unpersönlich ist. Wie siehst du das?

  15. @Konterrevolutionär & Goldfish:

    Ich will euch in eurem Glauben, im alleinigen Besitz der allumfassenden Wahrheit zu sein, gar nicht weiter stören, aber es gibt mittlerweile immer mehr Stimmen aus dem medizinisch-verantwortlichen Sektor, die sich kritisch zu Wort melden und im Wesentlich genau das sagen, was auch das Philosovieh und meine Wenigkeit seit Wochen hier auf diesem Kanal ansprechen, nämlich die unsinnige Allein-Fixierung auf „Infektionszahlen“ statt Krankenständen, die Willkürlichkeit der 35/100000 bzw. 50/100000-Grenzen und die Unverhältnismäßigkeit diverser „Maßnahmen“.

    https://www.merkur.de/bayern/coronavirus-bayern-soeder-gesundheitsamt-chef-maskenpflicht-friedrich-puerner-kritik-zr-13922061.html

    https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/frankfurter-gesundheitsamtsleiter-corona-strategie-ueberdenken-16981161.html

  16. Hallo,
    ich setze mal noch zwei zusätzliche Links, einen zur „Great Barrington Erklärung“ („Durchseuchung“ als Methode zur Bekämpfung des Virus‘) und darunter einen zum Widerspruch plus dessen Begründung von Drosten & Co. Wenn man versucht, beide unvoreingenommen zu lesen, ist nach meinem Gefühl die Spekulation bei Drosten & Co. größer. Ist aber eben mein Gefühl. Ansonsten halte ich es mit Philosovieh, Chris und all denen, die immer mehr ein mulmiges Gefühl beschleicht, was die Machtfülle einzelner Politiker und deren Auftreten betrifft. Oben die Diktatoren, unten das unmündige Volk. Für mich supergruslig. Und genau das Monster, das ich am allerwenigsten unter’m Bett haben möchte.

    https://gbdeclaration.org/die-great-barrington-declaration/

    https://www.g-f-v.org/node/1358

  17. @Lyra: Die „Great Barrington Erklärung“ mit der Durchseuchung…darauf beziehen sich so ziemlich alle rechte Trolle, Schlaumeier und AFD-Mitglieder….merkste selber?

  18. Es ist der Gesellschaft für Virologie auf jeden Fall hoch anzurechnen, das sie in ihrer Gegenargumentation ausführlicher wurden als der Florian. Es gab Zeiten da reichte sowas als Begründung für die Diffamierung und Diskreditierung Andersdenkender. Auch durch staatlich offizielle Institutionen. Hoffen wir das sich so eine Denke nie wieder durchsetzt.

  19. @Florian
    Was soll ich merken? Dass du polemisierst? Tut mir leid, dass dir nichts anderes einfällt. Die Unterzeichnenden sind keine „rechten Trolle“, sondern Wissenschaftler, die etwas anders sehen als momentan „political correct“. Leider ist das in der Corona-Gegenmaßnahmen-Diskussion mittlerweile genau wie bei Gendersternchen, Mohrenstraße und ähnlichem. Es gibt nur zwei Töpfe – schwarz oder weiß, gut oder böse. Das ist ein Trauerspiel.

  20. @Lyra

    Florians Kommentar ist polemisch und substanzlos, offensichtlich.

    Und Dein eigener ist nicht polemisch?

    „Oben die Diktatoren, unten das unmündige Volk.“

    Ich weiß nicht, was Du über Diktaturen weißt. Ich kenne eine aus Erzählungen, eine habe ich miterlebt.

    In einer Diktatur gäbe es diesen Blog in dieser Form gar nicht, für Deinen Kommentar würde mindestens ein „ernsthaftes Gespräch“ mit Dir geführt werden. Wenn Du dann aufrichtig bereust, könntest Du vielleicht nochmal davon kommen. Falls Du noch in anderer Weise auffällig wärst, könntest Du auch gleich mitgenommen werden.

    Das politische System dieses Landes ist bestimmt nicht perfekt. Es aber leichtfertig oder absichtlich diffamierend als Diktatur zu bezeichnen oder es in die Nähe einer Diktatur zu rücken hilft denen, die es abschaffen wollen. Und das Monster, mit dem wir es danach zu tun hätten, will ich mir lieber gar nicht vorstellen.

    Übrigens würde in einer Diktatur auch ein solcher Artikel nicht erscheinen:

    https://www.rnd.de/politik/falsche-corona-konzepte-wissenschaftler-raten-zu-schutz-von-risikogruppen-statt-immer-neuen-drohungen-C2QDFYCV2RH2VOMTLCSFLKKYGI.html

    Dass die Skandalisierungs- und Empörungsalgorithmen, die vor allem die neuen a/sozialen Medien dominieren, zu einem Schwarz-Weiß-Denken führen ist tatsächlich ein Trauerspiel.
    Und da auch die alten Medien immer mehr davon „infiziert“ werden, wird es wohl nicht besser werden.

    Die Machtfülle einzelner Politiker wurde übrigens von Anfang an kritisiert, in den letzten Wochen forderten die Parlamente immer mehr Mitspracherechte. Auch das gehört zur Realität.

    Dieses ewige Diskutieren in einer Demokratie nervt natürlich, das wäre in einer Diktatur einfacher. ;-)

  21. Hans danke für den johnsnowmemolink, der war mir noch gar nicht bekannt. Natürlich ist nicht von der Hand zu weisen, das viele, auch weltweit führende, Wissenschaftler und Experten die gegenwärtige Strategie der Pandemie Kontrolle befürworten und unterstützen. Vielen geht das alles noch nichtmal weit genug.

    Was aber auch in diesem Memorandum bis auf ein paar Behauptungen zur Wirtschaft viel zu kurz kommt, sind die Folgen für all jene die nicht etwa von Corona, sondern durch die Maßnahmen ruiniert werden, in die Armut getrieben werden, an anderem erkranken oder nicht therapiert werden, oder ganz einfach aus einer Summe aus allem UMS LEBEN KOMMEN. Was hat diese Krankheit, das sie sowas rechtfertigt? Wieso wird das in diesem Memorandum kaum angesprochen und wenn nur als Randnotiz, wo es doch gerade darum geht, den Nutzen und den Schaden der Maßnahmen miteinander abzuwägen.

    Diese Wissenschaftler arbeiten mit den Zahlen die sie kriegen. Sie sind es nicht, die überprüfen wer wirklich an oder mit dem Virus starb. Sie überprüfen auch nicht ob alle Covid19-Patienten im Krankenhaus auch wirklich welche sind. Das Thema hatten wir das letzte Mal. Die alte Dame (möge sie doch von mir aus fiktiv sein) ist jetzt wieder entlassen. Sie ist 89, wurde wegen einer Kopfverletzung ins Krankenhaus eingeliefert und positiv Getestet. Coronapositive kommen automatisch auf eine abgeschirmte Covid19-Station. Bis zu ihrer Entlassung war sie vollkommen symptomfrei. Die Frage ob alle auf der Covid19-Station auch als Covid19-Patienten gemeldet werden, ist leider für mich nicht zu beantworten, da ich nichts dazu finden kann. Es liegt aber Nahe, da ich auch keinen Hinweis auf Coronapositive die wegen etwas anderem behandelt werden finden kann. Antons Zweizeiler ist da kein Gegenbeweis, da man bei gemeldeten Covid19-Patienten natürlich dann davon ausgeht, das sie auch aufgrund einer Covid19-Erkrankung behandelt werden.

    Unterm Strich ist der Umgang sowohl mit den Meldezahlen, als auch mit der Krankheit selbst höchst kontrovers und es ist gut, das diese selbstverliebte Einvernehmlichkeit so langsam zu einem Ende findet. Dieser „Konsens“-Gedanke, der in Wahrheit das absolute Gegenteil von Wissenschaft überhaupt aussagt, ist am Ende.

  22. @Hans
    Ich werd nicht mehr: Sie dürfen die Zielgruppe hier doch nicht mit ihrer fehlenden Medienkompetenz betreffend der „asozialen Medien“ konfrontieren. Was soll man denn sonst zur eigenen Argumentation hier nach einer intensiven Nacht bei Facebook und Co. posten, außer YouTube- und Zeitungsartikel-Links, die einem über den eigenen Feed oder der eigenen Timeline ins Bewusstsein gespült worden und die der „Gegner“ dann ja erstmal widerlegen muss?

  23. Mal eins noch Hans. Du sagt du kennst eine Diktatur aus Erzählungen und noch eine hast du selbst erlebt. 2 innerhalb eines Menschenlebens. Im Grunde war doch auch die Kaiserzeit wie eine Diktatur. Wie alle Monarchien durch alle Zeitalter. Die Demokratie ist eine Ausnahmeerscheinung. Wir haben uns daran gewöhnt und halten sie für sicher und normal. Aber sie ist eine Ausnahmeerscheinung, die es schonmal gab und dann für Jahrhunderte wieder unterging. Nein wir leben in keiner Diktatur. Wenn die Demokratie aber dabei ist sich zu verabschieden, sollte man sich gut überlegen nur auf die Mahner und Warner zu schimpfen und alles zu verteidigen, was ihren Untergang rechtfertigt. Womit ich jetzt nicht explizit dich meine. Wenn wir dieses Virus nicht ohne jahrelange Eingriffe in unsere Freiheitsrechte in den Griff kriegen, und genau danach sieht es bis jetzt aus, werden wir bald auch andere Probleme so angehen. An Krisen mangelt es schließlich nicht und die Effektivität und Schnelligkeit von „Sonderbefugnissen“ dürfte sehr verlockend sein.

    Wir leben in einer globalisierten Welt. Sollte es eines Tages doch global zu einer totalitären Machtzentrierung kommen, wird es kein regulierendes Gegengewicht mehr geben. Keine Alliierten und keine Befreier. Dann wird es zu spät sein.

  24. @das Philosovieh: Das bei den Griechen und Römern seinerzeit kann man nicht guten Gewissens als Demokratie bezeichnen, da nur ein kleiner Teil des Volkes (männlich, kein Sklave) am Parlamentarismus beteiligt war. Ansonsten mag ich Deinem Kommentar sehr gern zustimmen. Ich weiß nicht, ob Demokratie die beste Gesellschaftsform ist, allerdings erscheint sie mir von allen bisher bekannten, die Beste. Das gilt es zu verteidigen.

  25. Ja, so wie es heute ist, war es natürlich nicht. Es zeigt auch was sich in Wahrheit für Zustände hinter dem Wort Demokratie verbergen können. Es hat sicher humanere und freiere Autokratien gegeben. Wenn der Herrscher eben ein guter Herrscher war. Aber der Haken ist eben, irgendwann kommt er, der Tyrann, als Thronerbe, als bestimmter Nachfolger oder als Eroberer. Das hat dann eher was mit Glück als mit Grund- oder Mitbestimmungsrechten zu tun.

    Ich mache ja auch gar keinen Hehl daraus, das ich die heutige Demokratie sowieso nicht für das halte, was sie vorgibt zu sein. Aber sie ist jung und vielleicht wird sie es ja irgendwann. Solange die meisten sich aber lieber untereinander misstrauen und ihre kleinlichen Feindbilder pflegen, anstatt den Machthabern misstrauisch auf die Finger zu gucken und sie an ihren Taten, nicht an ihren Worten zu messen, wird’s wohl noch ein Weilchen dauern.

  26. Hier mal ein kleiner Einblick in ein Prager Krankenhaus. Wer es denn wissen will. Hier der Vorgeschmack.

    Schlagzeile:

    „Krankenhausdirektor: Fast die Hälfte unserer Krankenhauspatienten ist asymptomatisch“

    Auszug:

    Laut dem Direktor wird der Versuch, die Betten zu vergrößern, auch durch die große Anzahl sozialer Krankenhausaufenthalte erschwert. „Wir haben viele ältere Patienten aus verschiedenen sozialen Familien, die immer noch positiv sind, aber ansonsten sind sie bereits geheilt und haben keine Symptome“, erklärt Beneš.

    Diese Patienten benötigen daher keine medizinische Versorgung mehr, sondern Pflege und Sozialfürsorge. Solange sie jedoch positiv sind, können sie nicht in ihre sozialen Häuser zurückkehren, um andere Menschen in ihrer Risikogruppe nicht zu gefährden.

    „Es wäre sehr hilfreich, wenn wir diese Patienten zur weiteren Versorgung in anderen Einrichtungen und Betten bringen könnten. Dies würde zusätzliche akute Stellen für Patienten in einem schwereren Zustand freisetzen „, fügt Beneš hinzu.

    Allein im Thomayer-Krankenhaus gibt es derzeit 40 Fälle von sozialem Krankenhausaufenthalt, was fast der Hälfte aller 97 Krankenhausaufenthalte entspricht. Diese älteren, asymptomatischen Patienten belegen bis zu einem Fünftel aller verfügbaren Betten für kovid positive Patienten.

    https://www.novinky.cz/domaci/clanek/reditel-nemocnice-temer-polovina-hospitalizovanych-jsou-u-nas-bezpriznakovi-pacienti-40339693

    Im Klartext heißt das

    Erstens: Die Hälfte der Covid-Kranken in diesem Krankenhaus sind gesund.

    Zweitens: alle positiv Getesteten in Altersheimen oder anderen Pflege-oder Sozialeinrichtungen, kommen zur Abschirmung (soziale Krankenhausaufenthalte) ins Krankenhaus. Auch wenn sie asymptomatisch, mit anderen Worten kerngesund oder nur leicht verschnupft sind.

    Drittens: Sie müssen dort bleiben nicht bis sie genesen sind, sondern bis ein negatives Testergebnis vorliegt.

    Viertens: Sie werden in Tschechien mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit trotzdem als im Krankenhaus zu behandelnde Covidpatienten gezählt.

    Fünftens: Die Betten sind so knapp, das Deutschland aushelfen muss, weil man völlig Gesunde nicht in einer anderen Einrichtung zur Abschirmung unterbringen kann?

    https://www.berliner-zeitung.de/news/tschechien-fragt-intensivbetten-in-deutschland-an-li.112361

  27. Der Artikel in der Berliner Zeitung beschreibt die Lage wie Ursache in Tschechien ganz gut, … nichts spricht gegen gegenseitige Hilfe in Notfällen.

    Und sie scheinen Wissenschaft nicht zu verstehen, es kommt raus, was rauskommt und das wird ergebnisoffen interpretiert. Kognitive Verzerrung passiert, wenn man Informationen nur passend zur eigenen Meinung sucht, … falls sie die statistische und fachliche Qualität von Studien und Ergebnisse nicht selbst einschätzen können, sollten sie zusätzlich von Zeit zu Zeit, kritisch schauen, welche Quellen sie verwenden.
    Freundliche Grüße

  28. Und warum beschreibt der Berliner Zeitung Artikel die Situation in Tschechien recht gut und die Aussagen des Krankenhausdirektors nicht?

    Ansonsten bin auch ich sicher hin und wieder kognitiv etwas verzerrt. Genau wie alle anderen.

    Freundliche Grüße zurück

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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