Corona-Fälle in Dresden

Seit rund sechs Wochen werden die Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie Stück für Stück gelockert, gastronomische Einrichtungen sind wieder geöffnet, es gibt inzwischen auch wieder Kino und Theatervorführungen. Kinder gehen wieder zur Schule, die Kitas sind in Betrieb. Seit Sonnabend ist eine neue Verordnung in Kraft, nach der es weitere Lockerungen gibt. So sind nun zum Beispiel Treffen mit bis zu zehn Personen möglich. Details im Bericht vom Mittwoch.

Die wichtigsten Zahlen für Dresden

Ein neuer Fall in den vergangenen 7 Tagen. 603 Genesene (Schätzung). 11 aktuell Infizierte. 0,2 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen. 624 bestätigte Fälle insgesamt. 10 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona.
Ein neuer Fall in den vergangenen 7 Tagen. 603 Genesene (Schätzung). 11 aktuell Infizierte. 0,2 Fälle pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen. 624 bestätigte Fälle insgesamt. 10 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona. Quelle: Gesundheitsamt Dresden

Die Stadtverwaltung zeigt auf dresden.de eine sogenannte Corona-Ampel. Dort sieht man auf den ersten Blick, wie viele Fälle es pro 100.000 Einwohner in Dresden in den vergangenen sieben Tagen gab.

Corona-Ampel des Gesundheitsamtes. Stand: 7. Juni
Corona-Ampel des Gesundheitsamtes. Stand: 7. Juni

Am Sonntag, dem 7. Juni zeigte die Ampel weiterhin auf Grün mit dem Wert 0,2. Zur Verdeutlichung: Bund und Länder hatten sich auf einen Wert von 50 geeinigt, bei dem die Maßnahmen wieder verschärft werden müssen. Dieser Wert wird aktuell bundesweit in einem Landkreis überschritten. Eine gute grafische Übersicht gibt es auf zeit.de.

Mit der neuen Corona-Verordnung, die seit gestern gilt, weist das Sächsische Sozialministerium an, schon ab 35 Fällen zu reagieren. Die gesamte Verordnung gibt es hier als PDF.

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16 Kommentare zu “Corona-Fälle in Dresden

  1. Unglaublich, dass man angesichts dieser gegen Null gehenden Zahlen 100000de Einwohner weiterhin zur (nahezu nutzlosen) Mundschutzpflicht beim Einkaufen u.ä. verdonnert. Wie lange lässt sich die Bevölkerung diese verordnete Schildbürgerei noch gefallen? Zur Erinnerung: infiziert heisst nicht gleich krank, krank bedeutet nicht zwingend Krankenhaus, Krankenhaus heisst nicht gleich Intensivstation und Intensivstation bedeutet nicht sofort Beatmungspflicht und Todeskandidat. Wir sind meilenweit von einer „Überlastung des Gesundheitssystems“ entfernt und darum ging es doch angeblich nur…

  2. Diesen Zirkus mit der Maske beim Einkaufen oder in Bus und Bahn finde ich total übertrieben somal die Mitarbeiter in manchen Bereichen auch keine Maske tragen aber dir Bevölkerung soll. Das ist totaler Schwachsinn. Es ist nichts anderes gewesen wie eine normale Grippe. Betrachtet man die Zahlen weltweit 2019 oder 2018 da sind die Zahlen Spaß die die uns jetzt vorlegen. Also Masken weg und zum normalen Leben also reisen feiern etc zurück. Lasst euch von der Regierung nicht verarschen.

  3. So ein (enfernt, bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und ohne Beleidigungen): infiziert ist nicht gleich krank, schon richtig. Aber infiziert ist gleich ansteckend. Aber das ist euch ja völlig egal wie viele weltweit dran gestorben sind. Ihr wisst alles besser, genau. (enfernt, bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und ohne Beleidigungen)

  4. Bevor einige Egomanen wieder reisen und feiern dürfen sollten wir erstmal alle Kinder wieder in die Schule schicken! Denn, wie man sieht, gibt es jetzt schon gewaltige Defizite bei der Bildung der Bevölkerung!

  5. Lieber Heiko, du hast zwei Fehler in Deinem Kommentar.
    1. schreibst Du von der Vergangenheit. Laut Johns-Hopkins-Universität gab es gestern wieder mehr als 115.000 amtlich bestätigte Covid-19-Neuinfizierte weltweit, es ist also beim besten Willen noch nicht vorbei. Von einem Rückgang ist da aktuell noch nichts zu spüren.

    2. Die Zahlen sind kein Spaß, auch wenn wir in Deutschland vergleichsweise glimpflich davon gekommen sind. Zum Vergleich mit der Grippe-Saison 2017/18 gibt es hier einen aufschlussreichen Artikel. Tatsächlich wurden damals 1.674 Todesfälle „mit laborbestätigter Influenza-Infektion“ an das RKI gemeldet. Zum Vergleich, Stand heute wurden mehr als 8.000 Todesfälle „mit Covid-19-Infektion“ an das RKI gemeldet und, wie schon gesagt, die Pandemie ist noch nicht vorbei.

  6. @Peter: Diese Grafik halte ich auch für irreführend. Laut WHO sterben jedes Jahr rund 3 Millionen Menschen durch Alkoholkonsum (Quelle: Ärzteblatt), in der Grafik sollen es bis Ende Mai nur rund 75.000 gewesen sein. An Hunger rund 30 bis 40 Millionen (Wikipedia), laut Grafik an Unterernährung (Malnutrition) rund 200.000 in den ersten fünf Monaten. Außerdem ist die Gesamtsumme an Toten viel zu gering. Statt knapp 2 Millionen Toten gab es weltweit knapp 25 Millionen Tote bis Ende Mai.

  7. @Bis: Nein, infiziert ist nicht gleich ansteckend. Für eine Infektion ist eine bestimmte Virusmenge nötig. Selbst in einem 2-Personenhaushalt beträgt die Ansteckungswahrscheinlichkeit nur ca. 43%. Im Supermarkt, wenn Sie Abstand einhalten, dürfte die Wahrscheinlichkeit viel geringer sein. Erst recht, wenn es in der Stadt so gut wie keine „Infizierten“ mehr gibt.
    Es geht mir wie gesagt um die Verhältnismäßigkeit. Die ist nicht gegeben.

  8. Schön das die Zahlen so sind, wie sie sind.
    Maske tragen beim Einkaufen, ist eine vergleichsweise leichte wie minimale Einschränkung. Kurz mal an Italien denken, und Ball flach halten.

    Das „Gerede“ um die Verhältnismäßigkeit ist aus Sicht einzelner und persönlicher Gewichtungen verständlich, für Gruppen und Menschenansammlungen greift das nicht. Da reicht ein einziger Superspreader.

  9. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum die niedrigen Zahlen ein Beleg dafür sein sollen, dass die Beschränkungen unnötig seien. Für mich sind die niedrigen Zahlen ein Beleg dafür, dass die Beschränkungen zu diesem Erfolg geführt haben. Das ergibt sich doch schon aus einem Vergleich mit anderen Ländern, in denen es diese Beschränkungen nicht gab.

  10. Inzidenz kann ich pro 1000 Einwohner oder pro 100.000 Einwohner berechnen. Damit steigen die Krankheitszahlen obwohl es nicht mehr Kranke gibt. Schon darin zeigt sich eine Unwahrheit der Berichterstattung. Das heißt pro 1000 Einwohner liegt der Wert bei 0,002, Irgendeiner schwindet immer. Sie sind nicht kritisch genug.

  11. Es steht doch eindeutig da: 0,2 pro 100.000 Einwohner, was soll daran unwahr sein. Es ist genau das Gleiche wie 0,002 pro 1.000 Einwohner.

    Es geht doch um die Vergleichbarkeit und um die Entwicklung.

  12. Es ist Sprach-Manipulation, wie ich es schon sagte. 0,2 klingt mehr als 0,002.
    Und wer ein bissel was von Mathe und Physik versteht, da reicht normales Schulwissen aus, wird nachvollziehen können, das sich ein Virus nicht so einfach abschrecken lässt. Weder von Zahlen noch von einer selbst gebastelten Nase-Mund Bedeckung und von 1,50 Abstand schon gleich gar nicht.

    Um es zu verdeutlichen. Laut Wiki niest die Nase mit ca. 100 bis 200 km/h, der Tagesspiegel berichtet von 900 km/h und Focus niest mit 450 Stundenkilometern, alle Medien auch Wiki, wie üblich ohne Quellenangabe bzw. unzureichend und fragwürdig zugleich.

    Ich will nicht noch deutlicher werden, denn Menschen haben ja selbst einen Kopf um „nach“ zu denken

  13. Nein, du sagtest es so nicht. Du hast es als unwahr bezeichnet.

    Der Wert mit den Neuinfektionen pro 100.000 wird verwendet, seit es die ersten Lockerungen gibt. Eine zeitlang war auch der R-Wert im Gespräch, der aber aufgrund seiner starken Schwankungen als Vergleichswert nicht geeignet ist.

    Es geht um die Vergleichbarkeit, wir haben jetzt 0,2 vorige Woche war es 0,7. Der Grenzwert für erneute schärfere Beschränkungen liegt bei 50.

    Wenn du das alles auf 1.000 beziehst, hast du eben 0,002 zu 0,007 zu 0,5. Mag sein, dass du das als Manipulation empfindest, aber diese Angabe entspricht nun mal dem internationalen Standard.

    Solche Standards findest du dauernd. So geben wir die Geschwindigkeit eines Autos in Kilometer pro Stunde an, warum nicht in Meter pro Sekunde, das würde doch viel schneller klingen. Oder die Belastung mit Stickoxiden in der Luft, die wird mit Mikrogramm pro Kubikmeter angegeben, warum nicht mit Gramm.
    Die unterstellte Manipulation halte ich für sehr weit hergeholt.

    Was die Geschwindigkeit des Luftausstoßes beim Niesen angeht, bin ich überfragt. Vor allem, welche Rolle das spielt. Aber der Virologe Christian Drosten hat sich kürzlich dazu geäußert, wie die Corona-Viren dabei verbreitet werden. Siehe hier.

    Natürlich lässt sich der Virus nicht von Masken oder Abstand abschrecken, aber selbst mit einer einfachen Stoffmaske wird der Ausstoß verringert und jeder Zentimeter mehr Abstand verringert die Ansteckungsgefahr. Zum Thema Masken und Ausbreitung beim Husten hat die Bauhausuniversität ein interessantes Video angefertigt. Wir hatten darüber im April berichtet.

    Bezüglich des Tagesspiegel-Artikel mit den 900 km/h. Stimmt, da stehen keinerlei Quellen dran. Der Artikel ist von 2004 und wohl eher nicht aus dem Bereich Wissenschaft, sondern aus der Rubrik Unterhaltung, außerdem gehe ich davon aus, dass der Artikel wohl hauptsächlich für die gedruckte Zeitung geschrieben wurde und erst nachträglich, dem Online-Angebot hinzugefügt wurde. Das ist keine Entschuldigung für den fehlenden Quellenverweis, sondern nur ein Erklärungsversuch. Ich denke, der Tagesspiegel bezieht sich auf die Untersuchungen von Dr. Michael Benninger, Hals-Nasen-Ohren-Arzt an der Cleveland Klinik, siehe Bericht auf time.com.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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