Nachttanzdemo mit Linken und Piraten

Die Linksjugend Dresden ruft für heute Abend zur Nachttanzdemo unter dem Motto „Reclaim the Streets!“ auf. Sie wollen lautstark, bunt und fröhlich für die Rückeroberung der Straße zu demonstrieren. Start der Demo ist ab 20 Uhr am Jorge-Gomondai-Platz. Über die Bautzner und Lutherstraße geht es in die „Kamenzer“, dort ist eine Zwischenkundgebung vor dem Netto geplant. Weiter geht es über den Bischofsweg, die „Königsbrücker“, die Tannen-, Schanzen- und Seitenstraße bis hin zur Hechtstraße. Vor der Hausnummer 7 soll es wieder eine Zwischenkundgebung geben. Danach führt die Demo über die Fritz-Reuter-, Hansa-, Conrad- und Großenhainer Straße bis zum Großenhainer Platz.

Mit dem Ruf: „Faschist_Innen die Straßen nehmen!“ wollen die Veranstalter Neonazis nicht nur zu historischen Jahrestagen die Straßen nehmen, sondern zu jeder Tages- und Jahreszeit. Außerdem fordern die Organisatoren mehr Freiräume auf der Straße, für Kreativität und freie Entfaltung.

Auch die Neustadtpiraten beteiligen sich an dem Tanz durch das Viertel. Wie die stellvertretende Vorsitzende Anna Vogelgesang auf Nachfrage mitteilte, geht es darum, den Neustädtern einen Raum zu geben und zu erhalten. Außerdem wollen sie ein Zeichen setzen, dass für rassistisches und menschenverachtendes Gedankengut kein Platz ist. Etwa 20 Piraten wollen mittanzen und sich bunt machen.


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54 Kommentare zu “Nachttanzdemo mit Linken und Piraten

  1. @ Ohne jetzt Vorurteile bedienen zu wollen: aber würde man nicht in anderen Stadtteilen ein paar mehr „Faschist_Innen die Straßen nehmen!“ können???

  2. E-Haller geht es wirklich nur darum?Es geht auch um die Gentrifizierung etc. Alle Themen dieser Art bündeln sich halt in der Neustadt.Wenn sich andere aktive in anderen Stadtteilen finden sollen sie sich doch nicht behindert fühlen jenes auch zu tun!

    und btw http://g.co/maps/tv8cz route per googlemaps

  3. @E-Haller
    Sicherlich kein falscher Gedanke, aber ich glaube es ist sinnvoll erst einmal vor der eigenen Haustür zu kehren!
    Ich bin gespannt, wie es heute Abend läuft, das Wetter jedenfalls scheint auf unserer Seite zu seien. ;)
    Ich wünsche allen viel Spaß!

  4. Ich habe „Reclaim the Streets“ eben anders verstanden. Wenn Radfahrer das machen, dann gehen sie ja auch dahin, wo es wehtut und fahren nicht auf dem besten und breitesten Radweg der Stadt.

    Ok, es wird schon noch den/die einen oder anderen Faschist_Innen hier geben, der sich angesprochen fühlt, wenn man Glück hat…

    Das man nebenbei jetzt noch irgendwie gegen Gentrifizierung vorgeht – vielleicht kriegt man noch Hundekot und den Alaunplatz mit rein ;)

  5. „Reclaim the Streets“ als angemeldete Demo- das nenne ich mal frech!
    Schade dass diese Aktionsform hier so lächerlich gemacht wird.

    Naja soll der Parteienklüngel halt mal n bischen Freiheit spielen…

  6. warum überhaupt eine kundgebung vorm netto? erst waren alle dagegegn das er gebaut wird und nun rennt jeder dahin zum einkaufen …einfach nur lächerlich solche veranstaltungen!

  7. Eine entsprechend traurige Veranstaltung war das dann auch. Bin vorhin vorbeigeradelt, als sie gerade auf der Bautzner langschlichen. Ein ganz kleines Häufchen übrigens wenig bunter Leute (ich hab überwiegend schwarze Kapu-Sweater gesehen), die so n bisschen peinlich berührt und wenig enthusiastisch vor sich hinwippten. War das eigentlich der Bully von Lothar König? :D

  8. Scheint ja ein voller Erfolg gewesen zu sein. Bin eben an der Ecke Louisen-/Kamenzer vorbei, als die Veranstaltung aufgelöst wurde und irgendwas über „genügend Linkssein“ und Blockaden verkündet wurde. Auf die Leute ist Verlaß, das muß man sagen.

    Wer hat eigentlich wen blockiert, diesmal?

  9. Hm, was haben Reclam und die Linksjugend gemeinsam? Außer der Schulbuchlektüre natürlich. Letztens hieß das doch noch „Okkjupai Heiopai“ oder so.
    Ich versteh schon, die jungen Leute wollen eben was eigenes machen. Ganz wie Tocotronic singt: „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“
    Früher, in den 80ern, hatten wir auch unsere Küchen zu atomwaffenfreien Zonen erklärt. Sofern uns die Vorgängerpartei dieser Linksjugend eine eigene Küche zugestand.

  10. die wollten „party machen“ und nicht irgendwelche „streets reclaimen“. war dann vor der 33 plötzlich schluss damit. so ein pech aber auch. :evil:

  11. Komisch, dass grad die hier sich ein Urteil erlauben, welche die Demo von weitem gesehen haben oder eh alles blöd finden, was nicht angepasst ist. Einfach mal was selber machen…

  12. Mal nebenbei bemerkt: So sehr ich das große ‚I‘ hasse, es freut mich dass jetzt zumindest auch die FaschistInnen genderneutral behandelt werden, denn in der Regel (haha) sind Faschisten, Polizisten, Nazis, Terroristen, etc. grundsätzlich böse Buben!

  13. In den frühen 90ern stand mal der Spruch: „Faschisten sind Männer“ an der Wand eine Jugendzentrums. Ein Freund merkte an, dass es doch korrekt heißen müsste: „FaschistInnen sind Männer“. Der Tiefstrich war damals noch nicht angesagt und seine Bemerkung fand keiner lustig.

  14. @ Anton: waren also doch paar mehr. Aber der Bericht ist schon cool – „Weil wir Sitzblockaden für legitim halten…“. Jetzt blockieren also Linke Linke, und 10 Mann reichen, um 200 zu stoppen. Mal schauen, ob das nächste Mal eine 1-Mann-Blockade akzeptiert wird ;)

    Das ist das schöne an der linken Szene: im Wahn, alles irgendwie politisch korrekt machen zu müssen, wird solange der kleinste gemeinsame Nenner gefunden, bis nix mehr rauskommt.

    Ich war mal in einem Protestcamp, in dem die Volxküche als kleinsten gemeinsamer Nenner vegan kochte (was dem lokalen Fleischer mit seinem Grillstand Rekordumsätze bescherte) und an jeder Laterne hing ein Hinweiszettel auf das Team zur Beratung bei sexuellen Übergriffen im Camp, verfasst in 7 Sprachen. Vor dem entsprechenden Zelt warteten dann 4 Spezialistinnen (kein großes I!!!) auf sexuell Übergegriffene, ich vermute mal: Umsonst.

  15. Hm, da müssen dann nach 21 Uhr noch n paar dazugekommen sein. Als ich nebenherradelte, waren das höchstens 50, 60 Leute.

    Und was ich schon ziemlich merkwürdig fand, waren die Plakate, die die Leute teilweise trugen. Da standen dann so geheimnisumwitterte Weisheiten drauf wie: „Ich hab grad kräftig geschissen.“ Äh… ja. Dann brauchen wir uns um den Weltfrieden ja keine Sorgen mehr zu machen…

  16. und siehe da, blockaden fetzen.
    ’ne angemeldete „rts“, bei der parteien „…Selbstbestimmung und freie[r] Entfaltung…“ einfordern. drollig!

  17. @Jane:

    Wo bleibt eigentlich dein Aufschrei, dass eine angemeldete Demonstration blockiert wurde? Bei anderen Blockierten hattest du in der Vergangenheit ja sofortiges Verständnis für die ihnen widerfahrene Ungerechtigkeit.
    Das Foto in der DNN bestätigt zu dem auch deine Wahrnehmung bezüglich der „schwarzen Kapu-Sweater“ ;-)

  18. @Anton, sorry wegen OT
    Meine ebenfalls in den 90ern gemachte Bemerkung, dass man zur Entdiskriminierung von Transsexuellen konsequenterweise auch MännInnen und FrauInnen benutzen müsste kam ebensowenig an! ;-)
    Und wieder was gelernt: ‚Gender gap‘, mich schüttelts …

  19. Man könnte auch auf die Idee kommen, dass es sich um ein gelungenes Freilufttheaterstück gehandelt hat und gar nicht schlecht aufgeführt wurde. Also quasie ein Piratentheater!
    Eine Sitzblockade an der Kamenzerstraße, ich schmeiß mich weg! ;D

  20. Also irgendwie ist das doch eine völlig lächerliche Aktion gewesen, den Standpunkt der Inhaltslosigkeit der Demo kann man durchaus nachvollziehen und das müssen sich die Veranstalter wohl auch nachsagen lassen. Als langjähriger Neustadtbewohner kommt schon fast sowas wie Fremdschämen auf wenn man sich sowas mit anschauen muss. Auch grundsätzlich recht geben muss ich denen die Kritik daran äußern warum unbedingt sowas mal wieder in der Neustadt abgefeiert werden muss, lauft doch mal durch Prohlis oder Gorbitz, das wäre vielleicht mal ein wirkliches Statement zu den Inhalten, die so eher sehr schwach angebracht wurden.

  21. Man, hier wird wieder gemeckert.
    Seid doch froh, dass etwas in der Neustadt passiert, dass sich Menschen auf den Straßen bewegen. Scheint ja auch dringend nötig zu sein, wenn das hier solchen Aufruhr verursacht.
    Klar, könnten auch alle zu Hause vor dem TV hängen bleiben.
    Und in Prohlis können die Anwohner doch selber was organisieren, warum sollten die Neustädter dort demonstrieren?
    Also ehrlich!

  22. @ FX: Ich glaube, hier stört sich niemand daran, DASS demonstriert wird. Das wie und wogegen wirkt seltsam.

    „Wir tanzen mal lustig auf der Straße und sind damit gegen alles gleichzeitig – aber auch nicht so richtig.“

  23. Diese Störaktion kam von einer kleinen Gruppe, der sogenanten Antideutschen einer Gruppierung die Ihr Wissen von Seiten wie “Lizas Welt” herholen. Eine Diskussion mit solchen Leuten ist eigentlich unmöglich.

  24. Man muss sich mal die Begründung für die Blockade auf der Zunge zergehen lassen. Da wird eine Aktion blockiert, weil sie zu inhaltsleer wäre. Mit der Begründung könnte man alles Mögliche blockieren. Z.B, Dynamospiele, die BRN oder schlussendlich müsste die Blockade selbst auch noch mal blockiert werden, da die auch ziemlich inhaltsleer war.

  25. dynamospiele haben keinen inhaltlichen anspruch, die brn boykotieren jetzt schon (blockieren wäre schwierig) ’ne ganze menge menschen und die blockade könnte als inhaltsleer angesehen werden, wenn mensch die geäußerte kritik nicht versteht/verstehen will. und ob die „anti-deutsche keule“ hier zu recht zum einsatz kommt mag ich zu bezweifeln.

  26. Hatte gestern auch mit mehr gerechnet. Mit der Kundgebung am Netto war es wohl nichts. Als nur gelegentlich in Dresden Weilender frage ich mich nach wie vor nach dem Sinn der ganzen Veranstaltung? Man demonstriert so vor sich hin und schon nehmen die Vermieter die Mieten runter und machen die Neustadt wieder studentenfreundlich? Aber bitte die Häuser nicht sanieren! Wir sind zwar ökologisch korrekt, aber das müssten wir ja dann bezahlen. Naja keine Ahnung, wer da was will. Ist glaube ich auch nach eingehender Beschäftigung mit der Problematik nicht zu verstehen.

  27. Rudi:

    War die Frage tatsächlich ernst gemeint, oder sind dir nur die Gäule durchgegangen?

    DAS soll eine DEMO gewesen sein? Außerdem: Die „Demonstranten“ haben in diesem Fall *freiwillig* auf ihr Recht zu demonstrieren verzichtet. Unter diesen Voraussetzungen ist das ein Kompromiss, kein Konflikt. Aber ich nehme zu deinen Gunsten an, dass du den Unterschied tatsächlich kennst und hier bloß auf dicke Hose machen wolltest.

  28. Tut mir leid, aber dazu muss ich meinen Senf dazu geben. Linke blockieren Linke, weil die einen der Meinung sind, dass die anderen nicht konsquent genug sind? Ich halte die offiziell verlautbarten Mottos der Linksjugend, dem Studentenrat und den Piraten vernünfig und sympatisch. Muß man eine solche Aktion blockieren, weil sie vernünftig ist? Ich denke nicht. Das ist meine Meinung. Und ich sage gleich dazu, dass ich mich eher zur politischen Mitte zähle. Auch ein solcher Neustadtbewohner, wie ich, hat eine Meinung. Und sicher bin ich kein Einzelfall. Ich bin mir sicher, dass ich für einen Teil der Bewohner spreche, auch wenn ich mich möglicherweise zum Buhmann mache.

  29. @egal
    Du kannst das vermutlich besser einschätzen, aber den blog auf dem die Erklärung veröffentlicht wurde, würde ich klar zum antideutschen Spektrum zählen. In der Linkliste sind bestimmt nicht zufällig die antideutschesten der Antideutschen aufgeführt. Deshalb kann der Eindruck schon entstehen.

    Und man kann also alles blockieren, was irgendwie einen politischen Anspruch hat? Bloß weil es einem irgendwie nicht passt?

    Ich fasse mal die Kritikpunkte zusammen:
    – ernsthafte Auseinandersetzung mit selbstgewählten Themen findet nicht statt
    – ein selbstbestimmtes Leben im Kapitalismus ist nicht möglich
    – mit Tanzen kann man nichts an Alltagsrassismus und Nazis ändern
    – politische Inhalte sind vorgeschoben und Täuschen über irrationales Aufbegehren hinweg

    Dazu kommen noch die Anarchisten, denen die Linke offenbar die Schaufel weggenommen hat. Das lass ich mal außen vor.

    Ich kann die Kritikpunkte zum Teil nachvollziehen, aber Gründe für eine Blockade sind das nicht. Das wirkt für mich so, als wenn alles was nicht der reinen Lehre der Blockierer entspricht unterbunden werden muss. Das grenzt in meinen Augen an Stalinismus.

    @Jane
    Wenn eine Demonstration durch eine Blockade abgebrochen werden muss, kann man das wohl kaum als Kompromiss bezeichnen. Und dass die Frau Bonk in dem Fall gar keine andere Wahl hatte, als die Demonstration abzubrechen, wenn die Blockierer nicht freiwillig das Feld räumen, ist doch klar. Das wäre ihr doch sonst von Leuten wie dir bis in alle Ewigkeit vorgehalten worden. ;)

    Insgesamt gesehen, finde ich es sehr verwunderlich, wie eine harmlose und meinetwegen auch naive Veranstaltung soviel Gegenwind in der Neustadt bekommt. Man könnte fast den Eindruck bekommen, die Neustadt ist ein kleines schwäbisches Dorf, das zum ersten Mal mit Punkern konfrontiert wird. :)

  30. Ich bin ja sehr dafür, dass ein paar Straßen in unserer Neustadt autofrei werden. Aber im Vergleich zur Linksjugend ist doch so manches Auto bunter und lustiger anzusehen.

  31. Was ist denn eigentlich eine Blockade? 10 Menschen stehen/sitzen auf der Straße? Die werden doch nicht mit Gewalt versucht haben, die Demo-Teilnehmer am Weitergehen gehindert zu haben – oder? Also warum sind die nicht einfach um die 10 Leutchen drumrumgelaufen und haben dann weitergemacht?
    Oder gibt es eine Blockadeethik
    „Eh, wir blockieren hier eure Demo“
    „Ach so, na dann hören wir mal auf zu demonstriene, noch einen schönen Tag“
    „Danke, euch auch“
    ???

  32. OK, na dann ging es natürlich nicht weiter: „Vor dem Lauti kam es nun zu Rageleien und sexistischen Beleidigungen.“

  33. da hatten sie aber recht, die leute vor der 33. solch eine demosntration gehört nicht in die hände derer, die solch eine veranstaltung als vehikel nutzen, um sich politisch zu profilieren. und frau bonk wieder ganz dicke ;) mit dabei, schon klar.

  34. @Someone Else
    Das ist aber auch nur eine Unterstellung von dir, die noch dazu sehr nach Stammtisch klingt und auch nicht zu Ende gedacht ist. Den Anarchisten könnte man genau dasselbe unterstellen.

    Und selbst wenn, jeder kann sich erst mal prinzipiell in der Öffentlichkeit soviel profilieren, wie er will. Deswegen irgendwas verhindern zu wollen, ist weder demokratisch noch libertär.

  35. @zschertnitzer:
    ich meine ja nur, dass eine solche demo, insofern man sie überhaupt als solche bezeichnen kann, von den neustädtern und/oder dresdnern selbst initiiert werden muss. demnächst wird noch die BRN von irgendeiner partei beflaggt. mich stört übrigens auch, dass man zum jährilchen „gehdenken“ die fahnen von parteien und gewerkschaften wehen sieht. für mich ist das die vereinnahmung solcher veranstaltungen durch parteien. welche von denen eher links stehen, weiß ich auch so.

    „anarchisten“ sind für mich aber nicht wählbar, die LINKE schon und da besteht ein unterschied zwischen den beiden gruppen. die aktion war so sinnfrei und durchschaubar wie die „hier könnte deine flasche stehen!“-aktion und das nur scheinbar sinnvolle einsetzen für den tunnel auf der hauptstraße, als angeblichem treffpunkt für jugendliche. komischerweise sind es auch stets die gleichen gesichter, die sich solche dinge ausdenken und die auch in der vergangenheit schon mit unsinnigen und teils peinlichen aktionen die schlagzeilen lieferten. ich kann’s leider nicht ernstnehmen und verbuche es unter infantilem pipfax, denn unter echter demokratischer partizipation.

  36. @Someone else
    1.) Warum muss so eine Demonstration von Neustädtern oder Dresdnern initiiert werden? Es wäre zwar hilfreich, da man sich dann z.B. besser auskennt, aber warum ist das ein Muss?

    2.) Die Linksjugend Dresden und die anderen Parteiorganisationen, sind alle aus Dresden und wahrscheinlich sogar größtenteils aus der Neustadt. Und soweit ich weiß, gehört die Neustadt zum Wahlkreis von Frau Bonk.

    3.) „Die Neustädter“ oder „Die Dresdner“ gibts sowieso nicht.

    Beflaggung zur BRN wäre mir ziemlich wurst, aber das können ja die Veranstalter festlegen, dass die Veranstaltung unpolitisch sein soll.

    Und ob zum Gehdenken irgendwelche Parteifahnen wehen, ist mir ebenfalls ziemlich egal. Das ist nun mal so, dass alle möglichen Organisationen bei solchen Sachen Flagge zeigen, das sind ja nicht nur die Parteien. Mich stört das nicht, mir stehlen die damit nicht die Show.

    Die Anarchisten sind vielleicht nicht wählbar, aber wie jede andere politische Gruppierung versuchen sie durch alles Mögliche Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und möglichst viele andere von ihren gesellschafts-politischen Vorstellungen zu überzeugen. Und die Anarchisten sind sicher nicht die Vertretung von „Den Neustädtern“. ;) Am Inhalt und damit z.B. auch an der Kritik aus der antideutschen Ecke dürfte es auch nicht viel ändern, ob nun die Anarchisten oder die Linksjugend die Nachttanzdemo organisieren.

    Was die Frau Bonk und die Linke sonst so machen ist mir ebenso egal wie irgendwelche Freiräume in der Neustadt oder dieser Tunnel. Mir gehts hier nur ums Prinzip.

  37. Mensch Zschertnitzer,
    wenn dir alles egal oder auch „wurst“ ist, musst du dir dann doch nicht so eine Mühe mit dem ganzen Geschreibe hier machen;-) Am Ende interessieren deine Prinzipien auch Niemanden.

    Im Übrigen ist die BRN keine unpolitische Veranstaltung, kann es gar nicht sein, schon der Name ist hoch politisch und einen Veranstalter, der die Veranstaltung als unpolitisch deklarieren könnte, gibt es glücklicherweise auch nicht. Beflaggung war übrigens schon zur ersten BRN absolute Bürgerpflicht!

  38. Mir ist es nicht egal, wie leichtfertig damit umgegangen wird, dass eine Veranstaltung einfach mal so verhindert wird, ohne dass entsprechend schwerwiegende Gründe vorliegen. Und das hat was mit den Prinzipien unserer Gesellschaft zu tun. Anscheinend sind aber in der Neustadt doch nicht alle so tolerant, wie das gern dargestellt wird.

    Und der politische Gehalt der BRN liegt in etwa auf dem Niveau der Loveparade.

  39. Möglicherweise haben/hatten aber Blockierer und Blockierte gleiche Ziele und so hat die Blockade doch zum Diskurs zwischen den Gruppen geführt, welcher vielleicht mehr Sinn macht als ein ewiger Fußmarsch zum Donnerstagabend. Deine hier hochgehaltenen Prinzipien, interessieren die Beteiligten dabei eventuell nicht wirklich.
    Außerdem waren wohl auch Einige ganz froh, dass die Veranstaltung schon beim Bui zu Ende war, wo man sich stärken konnte und wer will schon so weit laufen/tanzen. ;-)

    Und auch wenn die BRN seit 20 Jahren tatsächlich eher wie die Loveparade wirkt, hat sie doch ein politisches Anliegen, welches man bei 99 Prozent der Beteiligten nicht wahrnimmt, aber 1 Prozent bleibt ja doch.

  40. Welche gleichen Ziele? Den Kapitalismus bis zu seinem Ende kritisieren, statt rumzutanzen oder dass Parteien nicht für Freiräume demonstrieren sollen? Was soll ein Diskurs bringen, wenn nicht mal die Unterschiedlichkeit der Positionen klar ist.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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