Anzeige

Heavy Saurus am 20. August im Augusto Sommergarten

Nachttanzdemo mit Linken und Piraten

Die Links­ju­gend Dres­den ruft für heute Abend zur Nacht­tanz­demo un­ter dem Motto „Re­c­laim the Streets!“ auf. Sie wol­len laut­stark, bunt und fröh­lich für die Rück­erobe­rung der Straße zu de­mons­trie­ren. Start der Demo ist ab 20 Uhr am Jorge-Go­mon­dai-Platz. Über die Bautz­ner und Lu­ther­straße geht es in die „Ka­men­zer“, dort ist eine Zwi­schen­kund­ge­bung vor dem Netto ge­plant. Wei­ter geht es über den Bi­schofs­weg, die „Kö­nigs­brü­cker“, die Tannen‑, Schan­zen- und Sei­ten­straße bis hin zur Hecht­straße. Vor der Haus­num­mer 7 soll es wie­der eine Zwi­schen­kund­ge­bung ge­ben. Da­nach führt die Demo über die Fritz-Reu­ter‑, Hansa‑, Con­rad- und Gro­ßenhai­ner Straße bis zum Gro­ßenhai­ner Platz. 

Mit dem Ruf: „Faschist_​Innen die Stra­ßen neh­men!“ wol­len die Ver­an­stal­ter Neo­na­zis nicht nur zu his­to­ri­schen Jah­res­ta­gen die Stra­ßen neh­men, son­dern zu je­der Ta­ges- und Jah­res­zeit. Au­ßer­dem for­dern die Or­ga­ni­sa­to­ren mehr Frei­räume auf der Straße, für Krea­ti­vi­tät und freie Entfaltung.

Auch die Neu­stadt­pi­ra­ten be­tei­li­gen sich an dem Tanz durch das Vier­tel. Wie die stell­ver­tre­tende Vor­sit­zende Anna Vo­gel­ge­sang auf Nach­frage mit­teilte, geht es darum, den Neu­städ­tern ei­nen Raum zu ge­ben und zu er­hal­ten. Au­ßer­dem wol­len sie ein Zei­chen set­zen, dass für ras­sis­ti­sches und men­schen­ver­ach­ten­des Ge­dan­ken­gut kein Platz ist. Etwa 20 Pi­ra­ten wol­len mit­tan­zen und sich bunt machen.

Ar­ti­kel teilen
An­zeige

Wiedereröffnet: Villandry Dresden

An­zeige

Tranquillo Sommer Sale

An­zeige

Semper Oberschule Dresden

An­zeige

Die Seilschaft am 15. August bei den Filmnächten am Elbufer

An­zeige

Sachsen-Ticket

54 Ergänzungen

  1. @ Ohne jetzt Vor­ur­teile be­die­nen zu wol­len: aber würde man nicht in an­de­ren Stadt­tei­len ein paar mehr „Faschist_​Innen die Stra­ßen neh­men!“ können???

  2. E‑Haller geht es wirk­lich nur darum?Es geht auch um die Gen­tri­fi­zie­rung etc. Alle The­men die­ser Art bün­deln sich halt in der Neustadt.Wenn sich an­dere ak­tive in an­de­ren Stadt­tei­len fin­den sol­len sie sich doch nicht be­hin­dert füh­len je­nes auch zu tun!

    und btw http://g.co/maps/tv8cz route per googlemaps

  3. @E‑Haller
    Si­cher­lich kein fal­scher Ge­danke, aber ich glaube es ist sinn­voll erst ein­mal vor der ei­ge­nen Haus­tür zu kehren!
    Ich bin ge­spannt, wie es heute Abend läuft, das Wet­ter je­den­falls scheint auf un­se­rer Seite zu seien. ;)
    Ich wün­sche al­len viel Spaß!

  4. Ich habe "Re­c­laim the Streets" eben an­ders ver­stan­den. Wenn Rad­fah­rer das ma­chen, dann ge­hen sie ja auch da­hin, wo es weh­tut und fah­ren nicht auf dem bes­ten und brei­tes­ten Rad­weg der Stadt.

    Ok, es wird schon noch den/​die ei­nen oder an­de­ren Faschist_​Innen hier ge­ben, der sich an­ge­spro­chen fühlt, wenn man Glück hat…

    Das man ne­ben­bei jetzt noch ir­gend­wie ge­gen Gen­tri­fi­zie­rung vor­geht – viel­leicht kriegt man noch Hun­de­kot und den Alaun­platz mit rein ;)

  5. "Re­c­laim the Streets" als an­ge­mel­dete Demo- das nenne ich mal frech!
    Schade dass diese Ak­ti­ons­form hier so lä­cher­lich ge­macht wird.

    Naja soll der Par­tei­en­klün­gel halt mal n bi­schen Frei­heit spielen…

  6. warum über­haupt eine kund­ge­bung vorm netto? erst wa­ren alle da­ge­gegn das er ge­baut wird und nun rennt je­der da­hin zum ein­kau­fen …ein­fach nur lä­cher­lich sol­che veranstaltungen!

  7. Eine ent­spre­chend trau­rige Ver­an­stal­tung war das dann auch. Bin vor­hin vor­bei­gera­delt, als sie ge­rade auf der Bautz­ner lang­schli­chen. Ein ganz klei­nes Häuf­chen üb­ri­gens we­nig bun­ter Leute (ich hab über­wie­gend schwarze Kapu-Swea­ter ge­se­hen), die so n biss­chen pein­lich be­rührt und we­nig en­thu­si­as­tisch vor sich hin­wipp­ten. War das ei­gent­lich der Bully von Lo­thar Kö­nig? :D

  8. Scheint ja ein vol­ler Er­folg ge­we­sen zu sein. Bin eben an der Ecke Loui­sen-/Ka­men­zer vor­bei, als die Ver­an­stal­tung auf­ge­löst wurde und ir­gend­was über "ge­nü­gend Links­sein" und Blo­cka­den ver­kün­det wurde. Auf die Leute ist Ver­laß, das muß man sagen.

    Wer hat ei­gent­lich wen blo­ckiert, diesmal?

  9. Hm, was ha­ben Re­clam und die Links­ju­gend ge­mein­sam? Au­ßer der Schul­buch­lek­türe na­tür­lich. Letz­tens hieß das doch noch "Okkju­pai Hei­o­pai" oder so.
    Ich ver­steh schon, die jun­gen Leute wol­len eben was ei­ge­nes ma­chen. Ganz wie To­co­tro­nic singt: "Ich möchte Teil ei­ner Ju­gend­be­we­gung sein"
    Frü­her, in den 80ern, hat­ten wir auch un­sere Kü­chen zu atom­waf­fen­freien Zo­nen er­klärt. So­fern uns die Vor­gän­ger­par­tei die­ser Links­ju­gend eine ei­gene Kü­che zugestand.

  10. das war eher re­c­laim the bür­ger­steig.… so wild sind die jun­gen wil­den halt doch nicht mehr…

  11. die woll­ten "party ma­chen" und nicht ir­gend­wel­che "streets re­c­lai­men". war dann vor der 33 plötz­lich schluss da­mit. so ein pech aber auch. :evil:

  12. Ko­misch, dass grad die hier sich ein Ur­teil er­lau­ben, wel­che die Demo von wei­tem ge­se­hen ha­ben oder eh al­les blöd fin­den, was nicht an­ge­passt ist. Ein­fach mal was sel­ber machen…

  13. Mal ne­ben­bei be­merkt: So sehr ich das große 'I' hasse, es freut mich dass jetzt zu­min­dest auch die Fa­schis­tIn­nen gen­der­neu­tral be­han­delt wer­den, denn in der Re­gel (haha) sind Fa­schis­ten, Po­li­zis­ten, Na­zis, Ter­ro­ris­ten, etc. grund­sätz­lich böse Buben!

  14. In den frü­hen 90ern stand mal der Spruch: „Fa­schis­ten sind Män­ner“ an der Wand eine Ju­gend­zen­trums. Ein Freund merkte an, dass es doch kor­rekt hei­ßen müsste: „Fa­schis­tIn­nen sind Män­ner“. Der Tief­strich war da­mals noch nicht an­ge­sagt und seine Be­mer­kung fand kei­ner lustig.

  15. @ An­ton: wa­ren also doch paar mehr. Aber der Be­richt ist schon cool – "Weil wir Sitz­blo­cka­den für le­gi­tim hal­ten…". Jetzt blo­ckie­ren also Linke Linke, und 10 Mann rei­chen, um 200 zu stop­pen. Mal schauen, ob das nächste Mal eine 1‑­Mann-Blo­ckade ak­zep­tiert wird ;)

    Das ist das schöne an der lin­ken Szene: im Wahn, al­les ir­gend­wie po­li­tisch kor­rekt ma­chen zu müs­sen, wird so­lange der kleinste ge­mein­same Nen­ner ge­fun­den, bis nix mehr rauskommt.

    Ich war mal in ei­nem Pro­test­camp, in dem die Volx­kü­che als kleins­ten ge­mein­sa­mer Nen­ner ve­gan kochte (was dem lo­ka­len Flei­scher mit sei­nem Grill­stand Re­kord­um­sätze be­scherte) und an je­der La­terne hing ein Hin­weis­zet­tel auf das Team zur Be­ra­tung bei se­xu­el­len Über­grif­fen im Camp, ver­fasst in 7 Spra­chen. Vor dem ent­spre­chen­den Zelt war­te­ten dann 4 Spe­zia­lis­tin­nen (kein gro­ßes I!!!) auf se­xu­ell Über­ge­grif­fene, ich ver­mute mal: Umsonst.

  16. Hm, da müs­sen dann nach 21 Uhr noch n paar da­zu­ge­kom­men sein. Als ich ne­ben­her­ra­delte, wa­ren das höchs­tens 50, 60 Leute.

    Und was ich schon ziem­lich merk­wür­dig fand, wa­ren die Pla­kate, die die Leute teil­weise tru­gen. Da stan­den dann so ge­heim­nis­um­wit­terte Weis­hei­ten drauf wie: "Ich hab grad kräf­tig ge­schis­sen." Äh… ja. Dann brau­chen wir uns um den Welt­frie­den ja keine Sor­gen mehr zu machen…

  17. und siehe da, blo­cka­den fetzen.
    'ne an­ge­mel­dete "rts", bei der par­teien "…Selbst­be­stim­mung und freie[r] Ent­fal­tung…" ein­for­dern. drollig!

  18. @Jane:

    Wo bleibt ei­gent­lich dein Auf­schrei, dass eine an­ge­mel­dete De­mons­tra­tion blo­ckiert wurde? Bei an­de­ren Blo­ckier­ten hat­test du in der Ver­gan­gen­heit ja so­for­ti­ges Ver­ständ­nis für die ih­nen wi­der­fah­rene Ungerechtigkeit.
    Das Foto in der DNN be­stä­tigt zu dem auch deine Wahr­neh­mung be­züg­lich der "schwar­zen Kapu-Sweater" ;-)

  19. @Anton, sorry we­gen OT
    Meine eben­falls in den 90ern ge­machte Be­mer­kung, dass man zur Ent­dis­kri­mi­nie­rung von Trans­se­xu­el­len kon­se­quen­ter­weise auch Män­nIn­nen und Frau­In­nen be­nut­zen müsste kam eben­so­we­nig an! ;-)
    Und wie­der was ge­lernt: 'Gen­der gap', mich schüttelts …

  20. Man könnte auch auf die Idee kom­men, dass es sich um ein ge­lun­ge­nes Frei­luft­thea­ter­stück ge­han­delt hat und gar nicht schlecht auf­ge­führt wurde. Also qua­sie ein Piratentheater!
    Eine Sitz­blo­ckade an der Ka­men­zer­straße, ich schmeiß mich weg! ;D

  21. Also ir­gend­wie ist das doch eine völ­lig lä­cher­li­che Ak­tion ge­we­sen, den Stand­punkt der In­halts­lo­sig­keit der Demo kann man durch­aus nach­voll­zie­hen und das müs­sen sich die Ver­an­stal­ter wohl auch nach­sa­gen las­sen. Als lang­jäh­ri­ger Neu­stadt­be­woh­ner kommt schon fast so­was wie Fremd­schä­men auf wenn man sich so­was mit an­schauen muss. Auch grund­sätz­lich recht ge­ben muss ich de­nen die Kri­tik daran äu­ßern warum un­be­dingt so­was mal wie­der in der Neu­stadt ab­ge­fei­ert wer­den muss, lauft doch mal durch Proh­lis oder Gor­bitz, das wäre viel­leicht mal ein wirk­li­ches State­ment zu den In­hal­ten, die so eher sehr schwach an­ge­bracht wurden.

  22. Man, hier wird wie­der gemeckert.
    Seid doch froh, dass et­was in der Neu­stadt pas­siert, dass sich Men­schen auf den Stra­ßen be­we­gen. Scheint ja auch drin­gend nö­tig zu sein, wenn das hier sol­chen Auf­ruhr verursacht.
    Klar, könn­ten auch alle zu Hause vor dem TV hän­gen bleiben.
    Und in Proh­lis kön­nen die An­woh­ner doch sel­ber was or­ga­ni­sie­ren, warum soll­ten die Neu­städ­ter dort demonstrieren?
    Also ehrlich!

  23. @ FX: Ich glaube, hier stört sich nie­mand daran, DASS de­mons­triert wird. Das wie und wo­ge­gen wirkt seltsam. 

    "Wir tan­zen mal lus­tig auf der Straße und sind da­mit ge­gen al­les gleich­zei­tig – aber auch nicht so richtig."

  24. Diese Stör­ak­tion kam von ei­ner klei­nen Gruppe, der so­gen­an­ten An­ti­deut­schen ei­ner Grup­pie­rung die Ihr Wis­sen von Sei­ten wie “Li­zas Welt” her­ho­len. Eine Dis­kus­sion mit sol­chen Leu­ten ist ei­gent­lich unmöglich.

  25. Man muss sich mal die Be­grün­dung für die Blo­ckade auf der Zunge zer­ge­hen las­sen. Da wird eine Ak­tion blo­ckiert, weil sie zu in­halts­leer wäre. Mit der Be­grün­dung könnte man al­les Mög­li­che blo­ckie­ren. Z.B, Dy­na­mo­spiele, die BRN oder schluss­end­lich müsste die Blo­ckade selbst auch noch mal blo­ckiert wer­den, da die auch ziem­lich in­halts­leer war.

  26. dy­na­mo­spiele ha­ben kei­nen in­halt­li­chen an­spruch, die brn boy­ko­tie­ren jetzt schon (blo­ckie­ren wäre schwie­rig) 'ne ganze menge men­schen und die blo­ckade könnte als in­halts­leer an­ge­se­hen wer­den, wenn mensch die ge­äu­ßerte kri­tik nicht versteht/​verstehen will. und ob die "anti-deut­sche keule" hier zu recht zum ein­satz kommt mag ich zu bezweifeln.

  27. Hatte ges­tern auch mit mehr ge­rech­net. Mit der Kund­ge­bung am Netto war es wohl nichts. Als nur ge­le­gent­lich in Dres­den Wei­len­der frage ich mich nach wie vor nach dem Sinn der gan­zen Ver­an­stal­tung? Man de­mons­triert so vor sich hin und schon neh­men die Ver­mie­ter die Mie­ten run­ter und ma­chen die Neu­stadt wie­der stu­den­ten­freund­lich? Aber bitte die Häu­ser nicht sa­nie­ren! Wir sind zwar öko­lo­gisch kor­rekt, aber das müss­ten wir ja dann be­zah­len. Naja keine Ah­nung, wer da was will. Ist glaube ich auch nach ein­ge­hen­der Be­schäf­ti­gung mit der Pro­ble­ma­tik nicht zu verstehen.

  28. Rudi:

    War die Frage tat­säch­lich ernst ge­meint, oder sind dir nur die Gäule durchgegangen?

    DAS soll eine DEMO ge­we­sen sein? Au­ßer­dem: Die "De­mons­tran­ten" ha­ben in die­sem Fall *frei­wil­lig* auf ihr Recht zu de­mons­trie­ren ver­zich­tet. Un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen ist das ein Kom­pro­miss, kein Kon­flikt. Aber ich nehme zu dei­nen Guns­ten an, dass du den Un­ter­schied tat­säch­lich kennst und hier bloß auf di­cke Hose ma­chen wolltest.

  29. Tut mir leid, aber dazu muss ich mei­nen Senf dazu ge­ben. Linke blo­ckie­ren Linke, weil die ei­nen der Mei­nung sind, dass die an­de­ren nicht kon­squent ge­nug sind? Ich halte die of­fi­zi­ell ver­laut­bar­ten Mot­tos der Links­ju­gend, dem Stu­den­ten­rat und den Pi­ra­ten ver­nün­fig und sym­pa­tisch. Muß man eine sol­che Ak­tion blo­ckie­ren, weil sie ver­nünf­tig ist? Ich denke nicht. Das ist meine Mei­nung. Und ich sage gleich dazu, dass ich mich eher zur po­li­ti­schen Mitte zähle. Auch ein sol­cher Neu­stadt­be­woh­ner, wie ich, hat eine Mei­nung. Und si­cher bin ich kein Ein­zel­fall. Ich bin mir si­cher, dass ich für ei­nen Teil der Be­woh­ner spre­che, auch wenn ich mich mög­li­cher­weise zum Buh­mann mache.

  30. @egal
    Du kannst das ver­mut­lich bes­ser ein­schät­zen, aber den blog auf dem die Er­klä­rung ver­öf­fent­licht wurde, würde ich klar zum an­ti­deut­schen Spek­trum zäh­len. In der Link­liste sind be­stimmt nicht zu­fäl­lig die an­ti­deut­sches­ten der An­ti­deut­schen auf­ge­führt. Des­halb kann der Ein­druck schon entstehen.

    Und man kann also al­les blo­ckie­ren, was ir­gend­wie ei­nen po­li­ti­schen An­spruch hat? Bloß weil es ei­nem ir­gend­wie nicht passt?

    Ich fasse mal die Kri­tik­punkte zusammen:
    – ernst­hafte Aus­ein­an­der­set­zung mit selbst­ge­wähl­ten The­men fin­det nicht statt
    – ein selbst­be­stimm­tes Le­ben im Ka­pi­ta­lis­mus ist nicht möglich
    – mit Tan­zen kann man nichts an All­tags­ras­sis­mus und Na­zis ändern
    – po­li­ti­sche In­halte sind vor­ge­scho­ben und Täu­schen über ir­ra­tio­na­les Auf­be­geh­ren hinweg

    Dazu kom­men noch die An­ar­chis­ten, de­nen die Linke of­fen­bar die Schau­fel weg­ge­nom­men hat. Das lass ich mal au­ßen vor.

    Ich kann die Kri­tik­punkte zum Teil nach­voll­zie­hen, aber Gründe für eine Blo­ckade sind das nicht. Das wirkt für mich so, als wenn al­les was nicht der rei­nen Lehre der Blo­ckie­rer ent­spricht un­ter­bun­den wer­den muss. Das grenzt in mei­nen Au­gen an Stalinismus.

    @Jane
    Wenn eine De­mons­tra­tion durch eine Blo­ckade ab­ge­bro­chen wer­den muss, kann man das wohl kaum als Kom­pro­miss be­zeich­nen. Und dass die Frau Bonk in dem Fall gar keine an­dere Wahl hatte, als die De­mons­tra­tion ab­zu­bre­chen, wenn die Blo­ckie­rer nicht frei­wil­lig das Feld räu­men, ist doch klar. Das wäre ihr doch sonst von Leu­ten wie dir bis in alle Ewig­keit vor­ge­hal­ten worden. ;)

    Ins­ge­samt ge­se­hen, finde ich es sehr ver­wun­der­lich, wie eine harm­lose und mei­net­we­gen auch naïve Ver­an­stal­tung so­viel Ge­gen­wind in der Neu­stadt be­kommt. Man könnte fast den Ein­druck be­kom­men, die Neu­stadt ist ein klei­nes schwä­bi­sches Dorf, das zum ers­ten Mal mit Pun­kern kon­fron­tiert wird. :)

  31. Ich bin ja sehr da­für, dass ein paar Stra­ßen in un­se­rer Neu­stadt au­to­frei wer­den. Aber im Ver­gleich zur Links­ju­gend ist doch so man­ches Auto bun­ter und lus­ti­ger anzusehen.

  32. Was ist denn ei­gent­lich eine Blo­ckade? 10 Men­schen stehen/​sitzen auf der Straße? Die wer­den doch nicht mit Ge­walt ver­sucht ha­ben, die Demo-Teil­neh­mer am Wei­ter­ge­hen ge­hin­dert zu ha­ben – oder? Also warum sind die nicht ein­fach um die 10 Leut­chen drumrum­ge­lau­fen und ha­ben dann weitergemacht?
    Oder gibt es eine Blockadeethik
    "Eh, wir blo­ckie­ren hier eure Demo"
    "Ach so, na dann hö­ren wir mal auf zu de­mons­triene, noch ei­nen schö­nen Tag"
    "Danke, euch auch"
    ???

  33. Da wurde wohl ein­fach das Auto mit der Mu­sik nicht vor­bei ge­las­sen. Da­mit war Schluss.

  34. Na dann fährt das Auto eben ei­nen klei­nen Um­weg, gibt doch noch mehr Stra­ßen in der Neustadt ;-)

  35. OK, na dann ging es na­tür­lich nicht wei­ter: "Vor dem Lauti kam es nun zu Ra­geleien und se­xis­ti­schen Beleidigungen."

  36. da hat­ten sie aber recht, die leute vor der 33. solch eine de­mo­sntra­tion ge­hört nicht in die hände de­rer, die solch eine ver­an­stal­tung als ve­hi­kel nut­zen, um sich po­li­tisch zu pro­fi­lie­ren. und frau bonk wie­der ganz di­cke ;) mit da­bei, schon klar.

  37. @Someone Else
    Das ist aber auch nur eine Un­ter­stel­lung von dir, die noch dazu sehr nach Stamm­tisch klingt und auch nicht zu Ende ge­dacht ist. Den An­ar­chis­ten könnte man ge­nau das­selbe unterstellen.

    Und selbst wenn, je­der kann sich erst mal prin­zi­pi­ell in der Öf­fent­lich­keit so­viel pro­fi­lie­ren, wie er will. Des­we­gen ir­gend­was ver­hin­dern zu wol­len, ist we­der de­mo­kra­tisch noch libertär.

  38. @zschertnitzer:
    ich meine ja nur, dass eine sol­che demo, in­so­fern man sie über­haupt als sol­che be­zeich­nen kann, von den neu­städ­tern und/​oder dresd­nern selbst in­iti­iert wer­den muss. dem­nächst wird noch die BRN von ir­gend­ei­ner par­tei be­flaggt. mich stört üb­ri­gens auch, dass man zum jäh­ril­chen "geh­den­ken" die fah­nen von par­teien und ge­werk­schaf­ten we­hen sieht. für mich ist das die ver­ein­nah­mung sol­cher ver­an­stal­tun­gen durch par­teien. wel­che von de­nen eher links ste­hen, weiß ich auch so.

    "an­ar­chis­ten" sind für mich aber nicht wähl­bar, die LINKE schon und da be­steht ein un­ter­schied zwi­schen den bei­den grup­pen. die ak­tion war so sinn­frei und durch­schau­bar wie die "hier könnte deine fla­sche stehen!"-aktion und das nur schein­bar sinn­volle ein­set­zen für den tun­nel auf der haupt­straße, als an­geb­li­chem treff­punkt für ju­gend­li­che. ko­mi­scher­weise sind es auch stets die glei­chen ge­sich­ter, die sich sol­che dinge aus­den­ken und die auch in der ver­gan­gen­heit schon mit un­sin­ni­gen und teils pein­li­chen ak­tio­nen die schlag­zei­len lie­fer­ten. ich kann's lei­der nicht ernst­neh­men und ver­bu­che es un­ter in­fan­ti­lem pip­fax, denn un­ter ech­ter de­mo­kra­ti­scher partizipation.

  39. @Someone else
    1.) Warum muss so eine De­mons­tra­tion von Neu­städ­tern oder Dresd­nern in­iti­iert wer­den? Es wäre zwar hilf­reich, da man sich dann z.B. bes­ser aus­kennt, aber warum ist das ein Muss?

    2.) Die Links­ju­gend Dres­den und die an­de­ren Par­tei­or­ga­ni­sa­tio­nen, sind alle aus Dres­den und wahr­schein­lich so­gar größ­ten­teils aus der Neu­stadt. Und so­weit ich weiß, ge­hört die Neu­stadt zum Wahl­kreis von Frau Bonk.

    3.) "Die Neu­städ­ter" oder "Die Dresd­ner" gibts so­wieso nicht.

    Be­flag­gung zur BRN wäre mir ziem­lich wurst, aber das kön­nen ja die Ver­an­stal­ter fest­le­gen, dass die Ver­an­stal­tung un­po­li­tisch sein soll.

    Und ob zum Geh­den­ken ir­gend­wel­che Par­tei­fah­nen we­hen, ist mir eben­falls ziem­lich egal. Das ist nun mal so, dass alle mög­li­chen Or­ga­ni­sa­tio­nen bei sol­chen Sa­chen Flagge zei­gen, das sind ja nicht nur die Par­teien. Mich stört das nicht, mir steh­len die da­mit nicht die Show.

    Die An­ar­chis­ten sind viel­leicht nicht wähl­bar, aber wie jede an­dere po­li­ti­sche Grup­pie­rung ver­su­chen sie durch al­les Mög­li­che Auf­merk­sam­keit auf sich zu zie­hen und mög­lichst viele an­dere von ih­ren ge­sell­schafts-po­li­ti­schen Vor­stel­lun­gen zu über­zeu­gen. Und die An­ar­chis­ten sind si­cher nicht die Ver­tre­tung von "Den Neu­städ­tern". ;) Am In­halt und da­mit z.B. auch an der Kri­tik aus der an­ti­deut­schen Ecke dürfte es auch nicht viel än­dern, ob nun die An­ar­chis­ten oder die Links­ju­gend die Nacht­tanz­demo organisieren.

    Was die Frau Bonk und die Linke sonst so ma­chen ist mir ebenso egal wie ir­gend­wel­che Frei­räume in der Neu­stadt oder die­ser Tun­nel. Mir gehts hier nur ums Prinzip.

  40. Mensch Zschertnit­zer,
    wenn dir al­les egal oder auch "wurst" ist, musst du dir dann doch nicht so eine Mühe mit dem gan­zen Ge­schreibe hier ma­chen;-) Am Ende in­ter­es­sie­ren deine Prin­zi­pien auch Niemanden.

    Im Üb­ri­gen ist die BRN keine un­po­li­ti­sche Ver­an­stal­tung, kann es gar nicht sein, schon der Name ist hoch po­li­tisch und ei­nen Ver­an­stal­ter, der die Ver­an­stal­tung als un­po­li­tisch de­kla­rie­ren könnte, gibt es glück­li­cher­weise auch nicht. Be­flag­gung war üb­ri­gens schon zur ers­ten BRN ab­so­lute Bürgerpflicht!

  41. Mir ist es nicht egal, wie leicht­fer­tig da­mit um­ge­gan­gen wird, dass eine Ver­an­stal­tung ein­fach mal so ver­hin­dert wird, ohne dass ent­spre­chend schwer­wie­gende Gründe vor­lie­gen. Und das hat was mit den Prin­zi­pien un­se­rer Ge­sell­schaft zu tun. An­schei­nend sind aber in der Neu­stadt doch nicht alle so to­le­rant, wie das gern dar­ge­stellt wird.

    Und der po­li­ti­sche Ge­halt der BRN liegt in etwa auf dem Ni­veau der Loveparade.

  42. Mög­li­cher­weise haben/​hatten aber Blo­ckie­rer und Blo­ckierte glei­che Ziele und so hat die Blo­ckade doch zum Dis­kurs zwi­schen den Grup­pen ge­führt, wel­cher viel­leicht mehr Sinn macht als ein ewi­ger Fuß­marsch zum Don­ners­tag­abend. Deine hier hoch­ge­hal­te­nen Prin­zi­pien, in­ter­es­sie­ren die Be­tei­lig­ten da­bei even­tu­ell nicht wirklich.
    Au­ßer­dem wa­ren wohl auch Ei­nige ganz froh, dass die Ver­an­stal­tung schon beim Bui zu Ende war, wo man sich stär­ken konnte und wer will schon so weit laufen/​tanzen. ;-)

    Und auch wenn die BRN seit 20 Jah­ren tat­säch­lich eher wie die Love­pa­rade wirkt, hat sie doch ein po­li­ti­sches An­lie­gen, wel­ches man bei 99 Pro­zent der Be­tei­lig­ten nicht wahr­nimmt, aber 1 Pro­zent bleibt ja doch.

  43. Wel­che glei­chen Ziele? Den Ka­pi­ta­lis­mus bis zu sei­nem Ende kri­ti­sie­ren, statt rum­zu­tan­zen oder dass Par­teien nicht für Frei­räume de­mons­trie­ren sol­len? Was soll ein Dis­kurs brin­gen, wenn nicht mal die Un­ter­schied­lich­keit der Po­si­tio­nen klar ist.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.