Finn sucht Partner auf vier Pfoten

Finn wurde mit einem seltenen Gen-Defekt geboren. Um ihm seinen Alltag zu erleichtern, sucht seine Familie nach Spender*innen. Denn Finn braucht jemanden, der ihn wortlos versteht.

Finn spricht nicht. Aber auch ohne Worte ist allen klar, was er abgöttisch liebt: Tiere. Darum ist er Stammgast im ASP Panama und im Zoo Dresden. „Unser letzter Urlaub waren vier Tage lang Zoo“, sagt David, Finns Vater. Es komme auch immer wieder zu unfreiwilligen Taubenjagden. Wenn Finn ein Tier erspäht hat, will er hinterher. Das kann dauern. Und wenn für die Safari keine Zeit ist, kostet es Nerven.

Hund statt Medikamente

Finn ist sechs Jahre alt und besucht bald die Schule. Es hat nach seiner Geburt lange gedauert, bis seine Ärtz*innen sich auf eine Diagnose festlegten. Vor zwei Jahren stand dann fest: Finn hat das Coffin Siris Syndrom. Diese Diagnose teilen weltweit etwa 2.500 Menschen mit ihm. Zudem leidet Finn unter Bluthochdruck und hat frühkindlichen Autismus, was eine Folge des Gen-Defektes ist. Um Finns Leben selbstständiger und stressfreier zu gestalten, bittet seine Familie um Spenden für einen Begleithund.

Finn kann ungeahnte Wutanfälle bekommen, berichtet seine Mutter Ivonne. Meltdown heißt dieser Affekt, der besonders bei Menschen mit Autismus auftritt. Schreien, Toben, Schlagen, Haareziehen – Finn kann sich in diesen Momenten nicht beruhigen. Er wird für seine Umwelt unerreichbar. Reize von außen wie Berührungen oder Worte können den Zustand hinauszögern. Dass diese Ausbrüche enorm strapaziös sind, lässt sich denken.

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Tranquillo bunt und fair

Deshalb ist seine Familie auf den Hund gekommen. Lars, der Lebensgefährte von Ivonne erklärt: „Tiere sind immer Finns Ziel. Wenn wir ihm direkt mit seinem Ziel zusammenbringen, kann Finn sich mehr entspannen.“ Mit einem „ganz normalen“ Hund wird das Zusammenleben jedoch für beide Seiten schwierig, das hat Ivonne bereits erprobt. Für Finn kommt nur ein speziell auf seine Bedürfnisse ausgebildeter Vierbeiner infrage, der ihn gezielt begleitet und unterstützt.

David, Finn, Ivonne und Lars.
David, Finn, Ivonne und Lars.

Finns Familie erhofft sich, dass Finn mit einem Hund mobiler wird, seine Motorik verbessern kann und Stress reduziert wird. Vielleicht könnten auf diese Weise auch die Medikamente abgesetzt werden, die Finn momentan zur Beruhigung einnehmen muss, die jedoch Nebenwirkungen hervor rufen.

Es fehlen noch 18.000 Euro

Der Rehahunde Deutschland e.V. unterstützt das Vorhaben und hat womöglich schon den passenden Hund für Finn gefunden. „Es könnte jetzt alles ganz schnell gehen“, sagt Ivonne. Familie, Freund*innen und Bekannte haben bereits an die 10.000 Euro gesammelt. Es fehlen noch 18.000 Euro, die sich Ivonne, Lars und David von Spender*innen erhoffen. Die Summe kommt durch Anschaffung, Ausbildung und Futter zusammen. Kind und Hund werden aneinander gewöhnt und aufeinander eingestimmt, bevor das Tier ins neue Zuhause einzieht. „Es ist notwendig, dass ein entsprechender Trainer vor dem Umzug zwei Wochen täglich Besuche abstattet“, erklärt Ivonne. Die Kosten für seine Unterbringung sind ebenfalls in dem Betrag enthalten.

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