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Am Amtsgericht Dresden wurde am Donnerstag ein 24-jähriger Mann verurteilt. Nach Auffassung des Gerichtes hat er eine Frau beklaut und einen Mann verletzt.

Das war schon eine spezielle Kneipen-Tour auf die sich Wael H. im März begeben hat. Gemeinsam mit einem Bekannten besuchte er kurz nach Mitternacht am 17. März zuerst die MyBar24 auf der Alaunstraße. Dort legt der Bekannte gleich richtig los, beschimpft die Leute im Laden als Rassisten und macht Krawall. Wael nutzt die Gelegenheit und klaut ein ziemlich neues iPhone im Wert von rund 650 Euro vom Tresen.

Die beiden ziehen weiter. Nächstes Ziel – das Zille auf der Görlitzer Straße. Hier bestellen sie erstmal zwei Bier, dann beginnt wieder die Masche mit den Beleidigungen. Der Barkeeper will abkassieren und die beiden rausschmeißen. Doch dann zieht der Bekannte von Wael Reizgas aus der Tasche und sprüht in die Bar. Wael ist inzwischen schon draußen und gibt Fersengeld.

Aber mehrere Gäste und der Barkeeper setzen ihnen nach. Ein Gast holt ihn ein, Wael streckt ihn mit einem Schlag ins Gesicht zu Boden und sein Kompagnon sprüht nochmal Reizgas. Die beiden flüchten weiter, die anderen Verfolger haben inzwischen die Polizei verständigt.

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Die Diebe trennen sich, die Verfolger bleiben an Wael dran. Sie verfolgen ihn bis zum Jüdischen Friedhof an der Pulsnitzer Straße. Dort klettert er über eine Mauer, zerreißt sich die Hose, verliert sein Handy und auch das geklaute. Dann ist die Polizei da, nimmt ihn fest.

Vor Gericht erzählt Wael, dass er wohl ziemlich betrunken war und der andere alles angezettelt habe. Von dem fehlt jede Spur. Letztlich gesteht er aber die Taten und bittet um Verzeihung, es sei seine erste Straftat. Der Libyer ist erst seit Januar in Deutschland und wohnt eigentlich in einer Flüchtlingsunterkunft.

Richter Harald Römmelt verurteilte ihn zu 70 Tagessätzen zu je 10 Euro und folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Dazu kommen die Kosten des Verfahrens. Wael befand sich bis zum Prozess in Untersuchungshaft – also rund vier Monate. Der Haftbefehl wurde aufgehoben. Gegen das Urteil besteht die Möglichkeit, Rechtsmittel einzulegen.

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Fit together mit Claudia Seidel

5 Ergänzungen

  1. „Wael ist inzwischen schon draußen und gibt Fersengeld.“
    Humor passt nicht zu dieser biederen Seite.

    „MyBar24 auf der Alaunstraße. Dort legt der Bekannte gleich richtig los, beschimpft die Leute im Laden als Rassisten“
    Wieso beschimpfen?
    (entfernt, bitte unterlassen Sie Unterstellungen)

  2. Wieso beschimpfen?
    (entfernt, bitte unterlassen Sie Unterstellungen)
    -> wie Thierse damals schon sagte: „Sächsische Demokratie“: „Dresden hat kein Nazi-Problem.“
    Ich hätte da auch noch eine Unterstellung: Da die rechtskonservative CDU die neue Mitte ist, sind Linke per se radikal und Nazis gar nich so schlimm wie immer alle dachten (als die CDU noch nich die Mitte war).

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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