Autofreie Woche stößt auf Widerspruch

Die Stimmung im Projekttheater am gestrigen Abend war aufgeheizt. Die beiden Projektkoordinatorinnen Sindy Berndt und Judith Kleibs sahen sich erstmals heftigen Widersprüchen ausgesetzt.

Bei den bisherigen Veranstaltungen der „Woche des guten Lebens“ hatten sie vor allem Zustimmung aus der Bevölkerung erfahren. Zur Infoveranstaltung für Gewerbetreibende waren rund 50 Leute gekommen.

Projektkoordinatorinnen Sindy Berndt und Judith Kleibs stellten sich den Fragen der Gewerbetreibenden
Projektkoordinatorinnen Sindy Berndt und Judith Kleibs stellten sich den Fragen der Gewerbetreibenden
Zu Beginn stellten die beiden das Projekt im derzeitigen Planungszustand vor und traten dann ziemlich schnell in die Diskussion. Das größte Bedenken der Gewerbetreibenden, die Möglichkeit des Lieferverkehrs, konnten sie gleich zu Beginn zerstreuen. Der soll auf jeden Fall gewährleistet bleiben.

Sindy Berndt fragte nach, ob denn die Gewerbetreibenden sich vorstellen könnten, sich auf Zeitfenster für Belieferungen oder Auslieferungen zu einigen. Die Idee fand keine Zustimmung, zu unterschiedlich seien die Bedürfnisse der unterschiedlichen Gewerbe.

Die beiden Koordinatorinnen betonten immer wieder, dass das Projekt nicht kommen werde, wenn es keine Mehrheit dafür in der Bevölkerung, der Politik und der Verwaltung gäbe. Aus der Politik hatten sie am Montagabend positive Signale im Stadtbezirksbeirat erhalten, von der Bevölkerung bisher bei den Infoveranstaltungen auch. Eine Genehmigung der Stadtverwaltung stehe noch aus, so Sindy Berndt.


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Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, dass man doch eine Befragung der Neustädter durchführen solle. Ob es dazu schon konkrete Pläne gibt, blieb am Dienstagabend unbeantwortet.

Mehrfach kam die Frage, warum das in der Neustadt passieren müsse? Ein Anwohner platzte in die Runde „Warum sollen wir denn Versuchskaninchen sein?“ Mehrere Händler befürchteten Umsatzeinbußen, wenn die Kundschaft nicht mehr mit dem Auto kommen könne.

Peter Pfundt vom Musikhaus Neustadt fragte ganz konkret: „Wer kommt dafür auf, wenn mein Umsatz in der Woche um die Hälfte einbricht?“ Dann wurde auch immer wieder die Frage nach dem Nutzen dieser Aktion gefragt.

Lieferverkehr soll weiter möglich bleiben.
Lieferverkehr soll weiter möglich bleiben.

Idee von Anwohner*innen

Judith Kleibs erläuterte, dass das Projekt gewissermaßen in der Neustadt geboren wurde, die Idee stammt von Anwohner*innen. Außerdem sei das Viertel sehr gut an den ÖPNV angebunden und liege ziemlich zentral in der Stadt. Derzeit arbeite man an einem Konzept für den ruhenden Verkehr – sprich: wo sollen die parkenden Autos hin. Dazu sei man unter anderem mit den Parkhausbetreibern in der Umgebung im Gespräch. Von diesem Konzept hänge dann auch ab, ob tatsächlich alle Straßen innerhalb der Äußeren Neustadt autofrei werden können oder das Projektgebiet eingegrenzt wird.


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Mehrfach betonten die Beiden, dass es sich um ein temporäres Projekt handele, dass nicht die Grundlage für eine künftige dauerhaft autofreie Neustadt sein könne. In Hinsicht auf den Nutzen erwähnten sie, dass dieses Projekt schon jetzt ein bundesweite Aufmerksamkeit erfahre. Vielleicht besuchen dann ja in dieser Woche mehr Leute die Neustadt, einfach um mal einen autofreien Stadtteil zu erleben.

Auch Zuspruch

Nachdem die Anfangsempörung der Gewerbetreibenden etwas abgeklungen war, kam aus deren Reihen auch etwas Unterstützung. Friseur Christoph Steinigen sagte, wenn es eine vertretbare Lösung für Parkplätze für seine Kunden gäbe, könne er sich das gut vorstellen. „Das wirft schon ein cooles Licht auf die Neustadt“, sagte er. Auch andere Gewerbetreibende zeigten sich offen für ein solches Experiment. Jedoch müssen die Details geklärt werden.

Genehmigung unklar

Ob die autofreie Woche überhaupt stattfinden kann, steht derzeit jedoch in den Sternen. Um eine Straße für den Verkehr zu sperren, muss man eine Veranstaltung anmelden. Wie zum Beispiel für ein Straßenfest oder eine Demonstration. Eine temporäre Umwandlung einer Straße in eine Fußgängerzone ist in der Sondernutzungssatzung der Stadt nicht vorgesehen. Die Antwort auf eine Anfrage an die Stadtverwaltung, wie weit dieser Genehmigungsprozess bislang fortgeschritten ist, steht derzeit noch aus.

36 Kommentare zu “Autofreie Woche stößt auf Widerspruch

  1. „Die beiden Koordinatorinnen betonten immer wieder, dass das Projekt nicht kommen werde, wenn es keine Mehrheit dafür in der Bevölkerung, der Politik und der Verwaltung gäbe.“

    Ich wohne zwar glücklicher Weise knapp außerhalb des Aktionsgebiets der Aktivist*innen, aber frage mich wie man sich der Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung versichern will?
    Über die im Artikel subjektiv empfundene Zustimmung bei den den Infoveranstaltungen? Wo überproportional die Leute hingehen die eine solche Aktion unterstützen? Na das ist mir aber nicht sehr belastbar bzw. aussagkräftig.
    Ich finde hier nimmt eine Minderheit mit Ihren Ideen die Mehrheit in Sippenhaft. Aber gut, die Betreiber der REWE / Simmel Parkhäuser wird es freuen… ;-)

  2. Um mal zu gucken, wie ein Stadtteil ohne Autoverkehr aussieht, kann man in fast jeder größeren Stadt eine Fußgängerzone bestaunen. Dort gibt es dann alerdings rundherum Patkhäuser und in der Zone viele (teure) Gewerbeflächen und wenig Wohnraum.

  3. Einfach mal auf Youtube „Barcelona Superblocks“ suchen – da gibt es einen tollen Beitrag von Vox. Superblocks sind quasi frei von Autos.

    Und das hat auch den Gewerbe gut getan, denn die Kunden haben Zeit und schlendern an den Geschäften nicht nur vorbei.

  4. Auch ohne eigenes Auto stellt sich mir die Frage: wohin sollen die Autos der Anwohner, wenn nicht auf Kosten anderer Randgebiete und deren Bewohner? Das Hecht und das Preußische Viertel freuen sich schon. Die Autos sind ja (leider) nicht weg, auch wenn man mal eine Woche autofrei spielt. Auch die Parkhäuser reichen dafür nicht und müssen ja auch für Kunden offen sein, die nicht eine Woche parken wollen. Was ist mit den Anwohnern, die jeden Tag das Auto nutzen müssen, um zur Arbeit zu fahren, wenn diese nicht mit ÖPNV erreichbar ist? Und eine Frage, die sich die Stadt/ das Ordnungsamt stellen muss: wie und mit welchem Aufwand wird das Fahrverbot angesichts notwendiger Ausnahmen kontrolliert und sanktioniert?

  5. In Italien hat die „Zona Traffico Limitato“ zu einer rapideren Gentrifizierung geführt. Ruhe umd sauberere Luft trieben die Nachfrage nach Wohnraum in diesen Lagen und die Preise.
    Ist zu kurz gedacht. Wie bspw. auch alleiniges CO2 Sparen von Deutschland, was zur einem Nachfragerückgang an Öl, Gas und Kohle führt was die Preise für die anderen Länder senkt, da einige Länder auf den Export angwiesen sind. Die konsumierenden Länder haben dannd noch weniger Anreiz, CO2 zu sparen. Gepaart mit dem nunmehr höchsten Strompreis der westlichen Welt geben wir ein Anti-Beispiel ab, wie man es nicht macht. Die autofreie Neustadt ist sicherlich eine tolle Idee für die, die da leben, aber nicht die, die da wirtschaften.
    So langsam zweifel ich an der Fähigkeit einiger, die es sicher gut meinen, wirtschaftliche Zusammenhänge in Gänze zu durchblicken. Ökologie geht halt nur in den Grenzen der Ökonomie.

  6. Der Einzelhandel wird sich wundern, wie viele Menschen schlendern gehen und in Einkaufslaune sind. Die Geschäfte der gegenüberliegenden Straßenseite werden so überhaupt erstmal gesehen, wenn die parkenden Autos weg sind.
    Und jetzt fährt auch niemand ernsthaft mit dem Auto in die Neustadt zum Einkaufen :)
    Aus Einzelhandelsperspektive ein super Marketing mit Langzeitwirkung.
    Und das typisch-neustädterische Lebensgefühl wird dadurch auch gefördert.

  7. bei dem ganzen mimimi hier verliere ich ein bisschen den Glauben in die Szene der Gewerbetreibenden hier. Die glauben doch nicht ernsthaft, dass ein großteil ihrer Kunden mit dem Auto in die Neustadt kommen. Gerade vom Musikhaus bin ich hart enttäuscht. Hinter welchem Mond lebt der denn bitte? Es ist die Neustadt … Jeder potentielle Kunde weiß, dass es ein Generalfehler ist, mit dem Auto da rein zu gurken und es irgendwo loswerden zu wollen. Für die macht es dann auch keinen Unterschied, ob sie keinen Parkplatz finden, weil alles vollgeparkt ist, oder weil man da gar nicht parken darf. Am Ende werden es die Gewerbetreibenden noch Danken. Das Argument mit den Kunden im Blech ist so 90er.

    Ist ne geile Aktion. Ich hoffe, sie wird stattfinden und Erfolg haben. Jeder Anwohner, der in das mimimi hier einsteigt sollte mal hinterfragen, ob er sich nicht vielleicht für das falsche Stadtviertel entschieden hat. Das sind ja wirklich keine neuen Gedanken.

  8. „…ist so 90er…“ klingt für mich immer so „intelligent“. Aber eher so im Stile der Hoffnung auf die sich selbsterfüllende Prophezeiung der sehnlichst herbeigewünschten Weisheit. Zum Ausdruck gebracht von Leuten, die gezählt ab den 90-ern gut und gerne 20 Jahre brauchten, um aus den Windeln zu kommen… :-)

  9. Noch weit vor einer autofreien Neustadt kommen für mich:
    – radfahrerfreie Fusswege
    – Partytouristen nach Einbruch der Nachtruhe mucksmäuschenstill und mit Respekt vor dem Schlafbedürfnis der arbeitenden Bevölkerung
    – Verkehrsteilnehmerschulungen für jeden Rad- und Autofahrer, der nichtmal die einfachste Vorfahrtsregel rechts vor links beherrscht, wenn es dann immer noch nicht klappt: Führerscheinentzug
    – ein fest installierter Blitzer auf der Königsbrücker
    – Kinder, die miteinander auf dem Spielplatz spielen, anstatt mit ihren Eltern
    – etc., etc.

  10. „Peter Pfundt vom Musikhaus Neustadt fragte ganz konkret: „Wer kommt dafür auf, wenn mein Umsatz in der Woche um die Hälfte einbricht?“ „
    Total berechtigt die Frage. Genau wie „Wer kommt dafür auf, wenn der Umsatz eines supderdupertollen Musikladens wegen der ganzen Klimakacke, die Autofahrer seit Jahrzehnten machen, einbricht und die Zahl der Hitzetoten in Deutschland seit Jahren steigt?

    Lassen wir doch einfach alles wie es ist, Herr Pfundt, Hauptsache der Umsatz sinkt nicht!

  11. @Tnai Znuned

    Ich denke nicht, dass das Anzeigen einer Straftat, die andere Menschen gefährden kann (Fußgänger und Radfahrer) etwas mit Denunziantentum zu tun hat.

    Ich nehme an, du bist Autofahrer und fühlst dich bedroht, weil du auch mal gerne „nur schnell Brötchen holst“, abgesenkte Bordsteinkanten zuparkst (Ganz besonders cool für Behinderte & Kinder!) oder in zweiter Reihe parkst (Kommt für Radfahrer sau geil, vor allem, wenn der Gegenverkehr dann die Vorfahrt nicht einhält!).

    Anders kann ich mir die Umkehr der „Straftat“ hin zum Opfer nicht erklären.
    Aber nun gut, wer sich als Nichtautofahrer in die gefährliche Welt der Motorisierten wagt, ist selber schuld. Soll halt zu Hause bleiben!
    Freies Parken für freie Autofahrer!

  12. Leute, es geht um eine(!) Woche! Wer da einen Bankrott durch ausbleibende Kundschaft fürchtet, sollte an seiner Geschäftsführung arbeiten.

  13. @Anton: Du warst doch dabei. Ist es richtig, dass Anwohner mit Anwohnerparkschein (plus diejenigen mit eigenem festen Stellplatz) weiter reinfahren dürften? Wenn ja, dann ist aber nicht viel mit autofrei, höchstens besucherautofrei…

  14. @bautzner: Am Mittwoch kam das nicht zur Sprache (zumindest erinnere ich mich nicht), dafür aber in dem Vortrag vor den Stadtbezirksbeiräten, siehe hier. Von Anwohnern mit Bewohnerparkausweis war nicht die Rede, sondern nur von denen mit einem Stellplatz. Soweit ich weiß, ist dies aber noch in er Klärungsphase.

  15. Stellt sich die Frage, warum die Verantwortlichen keine Befragung, Unterschriftensammlung oder Bürgerentscheid durchführen, um für klare, demokratische Mehrheitsverhältnisse zu sorgen.
    Scheint eine Riesengroße Angst zu geben, dass der Schuss nach hinten losgeht und sich keine Mehrheit für diesen Laborversuch findet.
    Ergo wird alles mit der Keule durch gekloppt.
    Einfach nur Erbärmlich.

  16. @Paul: Ob es da eine Angst gibt, weiß ich nicht. Würde tendenziell eher vermuten, dass wohl die Mehrheit der Neustädter für eine autofreie Woche ist, wenn ich mir so die Wahlergebnisse zum Stadtrat ansehe.

    Ich würde eine Befragung, Abstimmung oder Ähnliches auch für sinnvoll halten. Am Besten mit wissenschaftlicher Begleitung, damit es auch repräsentativ ist. Sinnvollerweise sollten dafür aber erstmal wichtige Details geklärt sein, sonst stimmt man ja über etwas ab, das noch gar nicht klar ist.

    Ich würde zum Beispiel, wenn ich denn abstimmen dürfte, nach dem jetzigen Projektstand dagegen stimmen, da die Unterbringung der Autos außerhalb des Projektgebietes noch nicht geklärt ist. Sollte es dafür aber eine sinnvolle Lösung geben, könnte ich es mir vorstellen. Daher wäre eine Abstimmung zum jetzigen Zeitpunkt schwierig. Und eine Abstimmung mit mehreren Möglichkeiten führt immer zu unscharfen Ergebnissen.

  17. @Someone Else: so kann nur jemand quatschen, der jeden Monatsersten Geld auf´s Konto überwiesen bekommt, wie dieses erwirtschaftet wird, ist ja egal….

  18. @Julius
    „Das Argument mit den Kunden im Blech ist so 90er.“
    Richtig! Davor waren es Kunden in „Pappe“.

    @Markus
    „Ganz besonders cool für Behinderte & Kinder!“
    Behinderte ist so 90er. (danke @Julius)

  19. @mimimi: Für das (wenige) Geld, das bei mir übrigens am Ende des Monats auf dem Konto landet, gehe ich hart arbeiten und andere würden sich dafür nicht die Hände dreckig machen. Vielleicht sehen wir uns wieder, wenn Sie mal Hilfe bei Grundbedürfnissen brauchen. Dann „quatschen“ wir mal zusammen. See ya ‚round!

  20. „… oder in zweiter Reihe parkst (Kommt für Radfahrer sau geil, vor allem, wenn der Gegenverkehr dann die Vorfahrt nicht einhält!).“

    Diesen Satz verstehe ich nicht. Wenn ein Auto auf deiner Radspur blockiert und dich zum Überholen zwingt, musst du doch dafür sorge tragen das du sicher überholen kannst. Was macht hier der böse Autofahrer im Gegenverkehr falsch?

  21. Fakt ist doch, dass der Musikladen keine großen Instrumente verkaufen wird. Auch teure Instrumente die Marge machen hole ich lieber mit dem Auto als mit dem Rad.
    So fährt man lieber ins Zoundhouse oben in der Straße E. Fertig.
    Und ich denke auch, dass die Footprintminimierer eher eine geringere Finanzkraft besitzen und eher eine Klampfe für 200 Euro kaufen, als der Cayenne-Fahrer der die 1500 Euro dafür ausgibt. Kann mich täuschen, klar. Leben muss der Händler von den großen Verkäufen…

  22. ,,Sindy Berndt und Judith Kleibs sahen sich erstmals heftigen Widersprüchen ausgesetzt’’… ach nee da schau mal her, einmal die Filterblase verlassen und schon gibt es Widerstand? Könnte natürlich daran liegen daß die Leute im Raum mit ihren Steuern die geförderten Stellen bezahlen. Kopf hoch Mädels, nehmt es sportlich denn so ist es halt wenn man viel heiße Luft fabriziert, dann beim Chef zum Rapport antreten muss und der sich fragt was ihr eigentlich die ganze Zeit gemacht habt)))

  23. „Diesen Satz verstehe ich nicht. Wenn ein Auto auf deiner Radspur blockiert und dich zum Überholen zwingt, musst du doch dafür sorge tragen das du sicher überholen kannst. Was macht hier der böse Autofahrer im Gegenverkehr falsch?“

    Es geht darum, wenn auf der Gegenspur (Ohne Radweg) ein Auto parkt. Dann hat der Radfahrer Vorfahrt und der Gegenverkehr muss hinter dem parkendem Vehikel warten.

    Oft wird aber automatisch davon ausgegangen, dass der Radfahrer schon Platz macht, und es wird keine Vorfahrt gewährt.
    Das führt schon mal zu gefährlichen Situationen.

    Wenn allerdings ein Hindernis auf einem verpflichtendem Radweg steht (Blauer Lolly), dann darf man auf die Straße wechseln, und muss erst beim nächsten Schild wieder auf den Radweg fahren.

  24. @Ina
    Brauche ich nicht, so ohne Auto.
    Aber damit du nicht irgendwann nachholen musst:

    Radfahrer freie Bahn, Autofahrer Hindernis auf seiner Seite:
    https://www.focus.de/auto/ratgeber/recht/verkehr-nicht-auf-vorfahrt-pochen-an-engstellen-gilt-ruecksichtnahme_id_3441963.html

    Hindernisse auf dem Radweg und wechseln auf die Straße:
    https://praxistipps.chip.de/regeln-fuer-den-fahrradweg-wann-sie-ihn-nutzen-muessen-wann-nicht_110709

    Benutzungspflichtige Radwege:
    https://praxistipps.chip.de/regeln-fuer-den-fahrradweg-wann-sie-ihn-nutzen-muessen-wann-nicht_110709

  25. Sorry, letzter Link war falsch.
    http://bernd.sluka.de/Radfahren/rechtlich.html

    Übrigens, vielleicht hatte ich mich mißverständlich ausgedrückt.
    Falls nicht, denke ich, dass du jemand bist, der sich im Recht fühlt, es aber nicht ist.
    Z.B. Radfahrer gerne zur Benutzung eines nur für Radfahrer frei gegebenen Fußgängerweg nötigt, weil die Straße ja für Autofahrer da ist.
    Aber wahrscheinlich habe ich mein Anliegen nur schlecht dargestellt.

  26. Junge Junge ist die Neustadt kleinkariert geworden. Wer unbedingt mit dem Auto eine Mundharmonika beim Peter kaufen muss, sorry hab ich sowieso null Verständnis. Große Sachen werden doch eh bei Thomann und co. bestellt. Und wer seinen Maybach ordentlich abstellen will, um sein Plektrum abzuholen, fährt er zu Zoundhouse. Und zum Saufengehen soll man eh ohne Auto kommen.

  27. Mit dem Verkauf von Mundharmonikas wird Peter seinen Laden Nicht halten können.
    Man liest ja immer mal, dass ein Existenzgründer weg ist. Da gab’s mal so ein Kurierdienst oder auch eine junge Frau, die vom Trödel Möbel aufgearbeitet hat. Da hab ich mich schon gefragt, wie man auf die Idee kommen kann, dafür einen Laden zu öffnen, für den man Miete zahlen muss und seinen Lebensunterhalt draus zieht. Was kostet die Miete für so einen Laden? 2000 Euro? Lebensunterhalt auch nochmal. 4000 Euro, Nehmen wir weil es sich rechnet 20 Arbeitstage, sind 200 Euro Gewinn pro Tag Pflicht. Die Dame hatte dann erklärt, dass sie für einen refurbishten Hocker 1 Tag gebraucht hat und ihn für unter 100 Euro in den Laden stellt. Nun ja…
    Musste schmunzeln, weil der jungen Dame BWL und Kostenrechnung völlig abgingen.
    Der Musikladen hält sich schon ewig. Aber dahin gelaufen bin ich noch nie… Alles was ich gekauft habe, wurde nach Hause gefahren, im Kofferraum meines Kfz. Ne Mundharmonika, oder ne Blockflöter, klar, da reichts Radl. Aber der Kleinkram langt für keine Miete, geschweige denn den Lebensunterhalt. Ihm vorschreiben, was er verkaufen kann und sich dann über Schließungen wundern. Verstehe ich nicht. Die gestandenen Händler wissen allein am besten, wer ihre Kunden sind.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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