Reger Betrieb auf der A 30

Sarah Brendel am 31. Oktober 2011 in der A30
Sarah Brendel am 31. Oktober 2011 in der A30
Im ehemaligen Purple Haze auf der Alaunstraße 30 hat eine neue Kneipe Einzug gehalten, die zweimal im Monat – Tendenz steigend – Konzerte von gemütlich bis heftig, von Singer-Songwriter bis Indierock veranstaltet. Vorerst läuft das Lokal unter dem „Miet-Bar“-Konzept, was heißt, dass jeder den Raum für seine Zwecke anmieten kann. Betrieben wird das A 30 von den dazugehörigen Hausbewohnern und dem „Künstlerkommunität Schloss Röhrsdorf“. Als Gegenpol zur Verkommerzialisierung der Neustadt wird bei allen Konzerten nur eine Spende für die Künstler gesammelt. Die künftigen Besucher können sich an der gemütlichen Atmosphäre und qualitativ hochwertiger Musik erfreuen. Das nächste Konzert findet am 15. Januar um 20 Uhr statt. Da biegen „Vanda“ und „Miss Swallow And Me“ auf die A 30 ab.

28 Kommentare zu “Reger Betrieb auf der A 30

  1. Ja, da muss ich meiner Vorrednerin zustimmen. Diesen Zusammenhang verstehe ich auch nicht. Aber es entspricht leider der heute oft angetroffenen Mentalität, das Kunst und Kultur für ein Appel und ein Ei konsumiert werden kann. Wer ab und zu bei Konzerten an der Einlasskasse Dienst geschoben hat, weiss vermutlich wovon hier die Rede ist.

  2. Ich denke, dass die Veranstalter bei ihrer „unkommerziellen“ Variante die Intention haben, dass der Erlös direkt und vollständig von den Besuchern an die Musiker geht. Jeder Gast kann sich erst von der gebotenen Leistung überzeugen und dann nach eigenem Ermessen zahlen. Wobei man sich natürlich auf die Fairness der Gäste verlassen muss.

  3. Ich denke Roland spielt auf die Motivation an, die die Leute aus dem Schloss Röhrsdorf antreibt ;-)
    Da werden Kurse wie: „Theologie der Anbetung – Gott anbeten, egal wo“ und „Effektive Anbetungsleitung“ angeboten. So ganz selbstlos ist es also nicht, die Musiker dienen Gott oder wie ist das zu verstehen und daher brauchen sie kaum irdische Güter und kommen mit den milden Gaben der Gäste aus.
    Eigentlich fände ich ja eine „Miet-Bar“ eine obercolle Sache, nun bin ich skeptisch :-D

  4. Schön da muss ich also nicht mal etwas bezahlen um mich missionieren zu lassen :-)
    Ich finds schon ein bisschen gruselig…

  5. anti-komerz, aber nen fetten eintrag bei facebook, naja:-)
    aber an sich nen cooles konzept. Ich finde es ist ne gute bühne für kleinkünstler, die nicht wirlich wegen dem geld die musik machen. Und ich finde es eigentlich gut, dass jeder selbst eintscheiden kann, wieviel ihm die musik wert ist!

  6. Das PurpleHaze war früher auch mal das Kraftwerk. Betrieben von irgendwelchen Christusjüngern. Von daher wundert mich das jetzt nicht zu sehr, daß da die Jesusanbeter ein bischen mitmischen wollen. Vielleicht gehört denen ja das Gebäude, wer weiß.
    Mich stört das nicht so sehr. Zur Jesus-Rock-Night muß ja keiner hingehen :-)
    Das mit den Spenden ist einfach ein schlauer Schachzug. Unter Umständen kommt so mehr Geld zusammen, als mit festem Eintritt. Vorallem, wenn man die Spende als Austritt entrichten lässt.

    Kumbayo!

  7. ..@Lucy: Von wem willst du dich denn da missionieren lassen? Von Vanda am 15.1. ??? Vielleicht gibt es ja einfach auch nur Leute denen es wichtig ist, nette Konzerte anzubieten und den Raum zur Verfügung zu stellen für whatever? Die Kultur, die Kunst und was dadurch rüberkommt (Kunst hat immer ne Botschaft) bestimmt der Veranstalter. Das könntest ja auch Du sein :)

  8. sowie ich das verstehe, geht es bei der zunehmenden verkommerzialisierung um die zu beobachtende gentrifizierung in der neustadt oder eben z.b. den zunehmenden kommerz bei der BRN.
    als jemand, der selbst kunst betreibt, finde ich das konzept interessant, da es kleinen veranstaltern und musikalisch hochwertigen, aber vielleicht(???) noch nicht so bekannten bands eine unkonventionelle plattform bietet und die beiden im besten fall zusammenbringt! welche freude für liebhaber qualitativ guter musik!
    und zum thema christentum: ist nicht jeder selbst mündig genug, zu entscheiden, was er glauben möchte?

  9. Ist ja geil wie heiß hier die Geschichte der A30 diskutiert wird. Ich hab da selber über 10 jahre gewohnt. Christusjünger, Hendrix-Anbeter, Lila-rauch-einatmer .. … Ich glaube die Neustadt ist Gott sei Dank immer noch ein Platz wo jeder sein Leben so ausleben kann wie er will solange er dabei tolerant ist und keine anderen Meinungen und Glaubensrichtungen diskriminiert. Aber scheinbar ist der Geist von Adolf noch recht present in manchem guten Teutschen ;-)

  10. @ Ex…: Oh Mann, die Nazi-Keule, die kann man ja immer und überall bringen. Passt immer irgendwie. Fail…

  11. Wo der ExA30Bewohner recht hat, hat er recht. Der Geist von Adolf Hennecke ist in manchem guten Teutschen, wenn er die Neustadt besucht, noch sehr präsent. Abfeiern bis zum Umfallen, ohne Rücksicht auf kleine Wehwehchen, wie es sich für einen Aktivisten gehört, ist da Ehrensache!

    Mal sehen, was Arno zu Frieda Hockauf einfällt. Denn die sagte schon: „So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen feiern!“ (oder so ähnlich)

  12. @Claudia : sorry, ich war in Rage. Meine Frau sagt immer erst denken dann reden. Fürs tippen gilt wohl das gleiche.
    @Peter M : Hast du mal Bock mit mir ein Bier in der Neustadt trinken zu gehen ? Würde mich interessieren was du so denkst.
    Jedoch dein blöder Nordkorea-Vergleich war mindestens so tief unter der Gürtellinie wie mein Adolf. Deshalb schlag ich vor jeder zahlt des anderen Bier.
    @ Ernstl : Ja, wir sollten sie wohl feiern die Hennekes und Hockaufs dieser Erde. Ich glaub sie gehören irgendwie zu einer aussterbenden Spezies.

  13. Mein lieber Peter, wenn ich solche Videos sehe bete ich immer lieber Gott, mach das diese Leute nicht mit mir zusammen in den selben Himmel kommen.
    Was ich unter Anbetung verstehe klingt eher wie der Kollege hier : http://www.youtube.com/watch?v=K8k9rD7lx9c
    Ich hoffe dir entgeht da nicht der feine Unterschied …
    Die Läden hab ich verkauft. Wie wärs denn mit Samstag abend so gegen 8 in der Hundert ?

  14. @Ex A30 Bewohner: Nee, klappt bei mir leider nicht, ich bin in feste Rhythmen eingebunden (Kinder, Sport, Musikschule usw). Wenn Du eh dort sitzt, komme ich eventuell später, kann aber nix versprechen. 100 klingt aber gut, dort war ich schon ewig nicht mehr, wohne aber auch nicht mehr in der Neustadt.

  15. @ alle, die in der ständigen angst leben, heimtückisch von hinten christianisiert zu werden: vielleicht ist ja nicht alles, was leute initiieren, die an gott glauben, ein missionsversuch. und vielleicht sehen sie auch nicht in jedem menschen ein potentielles missionsopfer (was ziemlich lieb- und damit gottlos wäre). vielleicht haben sie einfach nur bock auf mucke.

  16. „heimtückisch von hinten christianisiert“ ROFL, sehr schön

    Warum muss Glaube eigentlich immer so laut und in der Öffentlichkeit ausgelebt werden? Ich finde ja Nichtrücksichtnahme auf Nichtchristen ziemlich lieblos – und dafür kommt ihr dann doch alle in die Hölle.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.