Ortsbeirat: Zum BRN-Sonntag sollen Läden zu bleiben

Läden zu zum BRN-Sonntag?

Läden zu zum BRN-Sonntag?

Na, das musste ja so kommen, kaum gehe ich einmal nicht zu einer Ortsbeiratstermin, verpasse ich eine spektakuläre Sitzung. Am Dienstag trafen sich die Räte in der Handwerkskammer. Auf der Tagesordnung stand viel Information und wenig Entscheidung. Zur Debatte stand auch ein Punkt, von dem ich annahm, dass er wohl durchgewinkt würde: „Gesetz über die Ladenöffnungszeiten, Aufnahme von besonderen regionalen Ereignissen im Jahr 2012“.

Gestern erreichte mich auf Umwegen die Nachricht, dass die Ortsbeiräte mit vier zu vier Stimmen, bei sechs Enthaltungen dafür gestimmt haben, dass die Läden zum BRN-Sonntag zu bleiben. Christoph Springer, Journalist einer großen Dresdner Tageszeitung war über einen Geschenke-Blog gestolpert und bat mich um ein Statement in meiner Funktion als Sprecher der Werbegemeinschaft Dresden Neustadt. Kurz: Die Werbegemeinschaft lehnt die Entscheidung ab.

Christoph Meyer, Ortsbeirat für die SPD, erklärte mir heute, warum er dagegen gestimmt habe. Für ihn solle der BRN-Sonntag eher ein ruhiger Familientag sein, „an dem man nicht auch noch Kommerz machen muss.“ Er gab mir auch noch eine kleine Einordnung der ganzen Sonntags-Öffnungsproblematik. Für ganz Dresden kann der Stadtrat acht Sonder-Sonntags-Öffnungen für Stadtteile beschließen. Das bedeute, so Meyer, dass die Neustadt vermutlich ohnehin nur einen Sonntag abbekommt. Und kurz vor der Abstimmung zum BRN-Sonntag beschloss der Rat mit knapper Mehrheit eine Öffnung der Läden zum Hauptstraßenfest, dass im September gefeiert wird.

Auch Valentin Lippmann, Orstbeirat der Neustadt-Grüne, betont, dass bei den Sonntagsöffnungen eine Priorisierung vorgenommen werden muss, bei zehn Ortsämtern und insgesamt acht möglichen Sonderöffnungstagen müsse abgewogen werden. Die Grünen haben sich mehrheitlich enthalten, da es ihrer Meinung auch bei den Händlern unterschiedliche Auffassungen zu einem verkaufsoffenen BRN-Sonntag gebe.

Protest gegen die Abstimmung kommt aus Reihen der FDP. Die Ortsbeirätin Benita Horst schreibt in einer Pressemitteilung: „Die Entscheidung des Ortsbeirates ist für mich völlig unverständlich und ein Schlag ins Gesicht der Einzelhändler in der Äußeren Neustadt.“ Durch das de-facto-Verkaufsverbot am BRN-Sonntag würden ausschließlich die zahlreichen kommerziellen Bier- und Bratwurststände gestärkt. Auch sie sieht den Sonntag als Familiensonntag, stellt aber fest, dass an diesem Tag die Besucher eben gern durch die typischen kleinen Geschäfte bummeln würden. Laut Michael Deutschmann, dem Sprecher der FDP-Dresden, seien Sonntagsöffnungen zu beiden Festen (BRN und Hauptstraßenfest) problemlos beantrag- und durchführbar. Die letzte Entscheidung wird nun der Stadtrat fällen.

  • Der Geburtstag der BRN im kommenden Jahr wird übrigens vom 15. bis 17. Juni gefeiert.
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30 Kommentare zu “Ortsbeirat: Zum BRN-Sonntag sollen Läden zu bleiben

  1. oLO.
    10. November 2011 at 11:21

    na dannmachen einfacxh alle was sie wollen, deswegen gibts doch ne bunte republik, oder hab ich was verpasst?

  2. L.C.
    10. November 2011 at 11:26

    hm, ruhiger familiensonntag?! ohne komerz? klaro, die kleinen stände müssen dann ein jahr später auch dicht machen, dannach die, die musik machen – soll ja ein ruhiger familiensonntag sein. und das, zu einr festivität, zu der sogar leute von hamburg und noch weiter her extra anreisen.
    ohne die offenen geschäfte würden auch viele der atraktionen fehlen, dass haben die otsbeiräte wohl noch nicht bemerkt. gerade zur brn lassen sie sich weit mehr einfallen, als nur im „lädchen“ zu stehe und die kundschaft „abzufertigen“ und zu kassieren.
    klingt für mich nach „umsatz-neid“ können wir diese schlimme erkrankung nicht irgend wie kurieren? meinungen oder unterschriften?
    hoffen wir, das im stadtrat menschen sitzen, die nicht nur über die neustadt reden, sondern auch hier wohnen und das flair zu schätzen wissen.

  3. 10. November 2011 at 11:27

    @oLO.: Ich glaube, dann hast Du die vergangenen 20 Jahre verpasst. Denn Dein Grundgedanke hat meines Wissens nach nur 1990 funktioniert.

    Aber ich würde vorschlagen, dass sich die Neustädter Läden für diesen Tag temporär als Waschstraßen oder Videotheken tarnen, die dürfen ja sonntags öffnen.

  4. hdk
    10. November 2011 at 11:48

    bin ich als Selbstständiger nun selbstständig oder brauch ich noch ein Vormund der mir vorschreibt wie, wann und wo ich mein Laden betreibe? Jedes Fest in Deutschland ist Kommerz. Das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Und wieso wird da schon wieder ein Unterschied zw. Laden und mobilen Stand gemacht die Stände sind also nach Meinung des Ortsbeirates kein Kommerz, weil die alles verschenken oder was? Lieber Ortsbeirat kümmert euch um wichtige Dinge wie saubere Strassen mehr Grün meinetwegen oder was auch immer aber nicht um SELBSTSTÄNDIGE UND IHRE KUNDEN denn die sind alt genug und wissen was sie tun. Wer sich am Kommerz stört geht einfach durch und schaut sich alles an ohne was zu kaufen.

  5. Steffen
    10. November 2011 at 11:51

    SPD und Grüne zeigen ein bemerkenswertes Desinteresse an der Arbeit im eigenen Ortsbeirat. 2011 war es problemlos möglich am 02. Okt. zum Hauptstraßenfest und am 19. Juni zur BRN Festsonntage zu bekommen und das obwohl der Stadtrat lediglich 6 von 8 möglichen Festsonntagen vergeben hat. Wieso soll es in diesem Jahr nicht möglich sein? Darüber hinaus stellt sich dann die Frage, warum der Ortsbeirat 2011 für die BRN gestimmt hat und für 2012 dagegen.

    Eine angebliche knappe Entscheidung im Stadtrat zu den Sonntagsöffnungen 2011 lag einzig und alleine an den knappen Mehrheitsverhältnissen, denn die Blockadehaltung bei Sonntagsöffnungen setzen Grüne, Linke und SPD ja auch konsequent im Stadtrat fort. Gut, dass sie da aber da keine Mehrheiten haben – im Unterschied zum Ortsbeirat.

  6. Johanna
    10. November 2011 at 13:34

    Ich bin überrascht, eine solche Welle der Empörung zu einer Entscheidung zu vernehmen, die keinem Selbstständigen am Dienstag eine persönliche Anwesenheit wert war. Ich wäre aber begeistert, wenn dieses plötzliche Engagement anhalten würde, wenn es darum geht, den Bau großflächiger Einkaufszentren im Viertel zu verhindern, welcher dem vorhandenen Einzelhandel wirklich schaden würde. Dagegen kämpfen nämlich fraktionsübergreifend viele Mitglieder im Ortsbeirat, denen viel daran liegt, den Charakter des Viertel mit seinem kleinteiligen Handel zu schützen; im Gegensatz zum hochgelobten Stadtrat.

  7. Micha
    10. November 2011 at 14:15

    Mensch Johanna, jetzt mach doch nicht gleich wieder das große Fass auf…;-). In diesem Falle dürfen wir doch einfach mal alle zusammen vernunftbegabt auf den Stadtrat hoffen. Die Signale von den Linken und den Grünen klingen ja ganz vernünftig. Die Entscheidung der OBR-Mehrheit ist nämlich gaga. Punkt. Im Übrigen – zur Ehrenrettung der Grün_Innen (schreibt man das so?): Auch der ein oder andere CDUler-In soll dem Vernehmen nach gegen die Ladenöffnung gestimmt haben.

  8. Someone Else
    10. November 2011 at 17:21

    es will nicht allen ernstes jemand zur brn am sonntag shoppen gehen, oder? es wird doch so schon genug geboten.
    also ich bin gegen ladenöffnungen am sonntag, schon weil die FDP dafür ist.
    gönnt doch euch und euern kindern mal einen tag ruhe! bitte!

  9. Claudia
    10. November 2011 at 17:29

    Da kann ich mich someone else – und Christoph Meyer – nur anschliessen!

  10. 10. November 2011 at 17:44

    Soweit ich das verstanden habe, wollen die Leute ihre Läden aber mehrheitlich öffnen und Geld für ihre Familien verdienen. Sie wollen lieber an den (48 oder 49) anderen Sonntagen im Jahr Freizeit mit der Familie haben.

    Wenn man sich mal spaßeshalber den Eintrag im Catapult-Blog zum Thema Kirchentag in Dresden durchliest, könnte man auch denken: Warum haben die ihren Laden an diesem Brückentag nicht einfach geschlossen? Schließlich waren gefühlte 50% der Dresdner aus der Stadt geflüchtet. Eine schöne Gelegenheit zum Ausspannen!

    Sie haben aber ihren Laden nicht geschlossen, sondern etwas riskiert und einen sehr guten Umsatz gemacht. Unter anderem — für ihre Kinder.

  11. gerd gensmann
    10. November 2011 at 17:54

    den quatsch ignorieren und einfach aufmachen. es müssten natürlich alle mitspielen.

  12. mulli
    10. November 2011 at 18:47

    „gönnt doch euch und euern kindern mal einen tag ruhe! bitte!“

    zur BRN??? sehr witzig!

  13. googlehupf
    10. November 2011 at 19:53

    „also ich bin gegen ladenöffnungen am sonntag, schon weil die FDP dafür ist.“

    Genial…

  14. Paul
    10. November 2011 at 20:38

    ja das ist nicht so einfach,
    einmal wird genehmigt, ein andermal nicht. wo werden da die maßstäbe angesetzt, was ist denn kommendes jahr so anders, bei denen die wollen, bei denen die nicht wollen? wessen interessen ist hier gedient, derer die geld verdienen wollen, derer die ruhe brauchen, derer die einfach nur feiern möchten?

    in einem gehe ich nicht mit, dass die „armen“ händler ja nur dann den umsatz für ihre familien, für ihre kinder machen können, denn ausgerechnet an solchen tagen sind sie eben nicht für diese da, wieder einmal mehr. denn es bliebe nicht nur bei diesem einen offenen wochenende.

    und wollen händler etwas mehr für ihre kunden tun, das können sie wirklich auch an jedem anderen tag und würde richtig gut ankommen.

  15. Claudia
    10. November 2011 at 22:11

    Ich sehe das natürlich aus der Sicht einer BRN-Besucherin, ich bin keine Ladenbesitzerin. Der BRN-Sonntag hat sich für mich, wahrscheinlich auch wegen des Katers, immer so schön aus der Zeit gefallen angefühlt…

  16. 10. November 2011 at 23:28

    Eine Entscheidung, die wahrscheinlich ohne großes Nachdenken über die Zusammenhänge und in dem Irrtum getroffen wurde, sich zwischen Hauptstraßenfest und BRN entscheiden zu müssen. So lange sich Leute ehrenamtlich in ihrer Freizeit vor Ort politisch engagieren, wird es immer wieder solche Entscheidungen geben. Damit muss man, insbesondere, wenn man sich nicht selbst engagiert, leben können. Und diese Entscheidung hat zu Glück keinen rechtsverbindlichen Charakter und kann vom Stadtrat korrigiert werden.

  17. 11. November 2011 at 02:02

    Der Witz ist ja: Von Weihnachten am BRN-Sonntag kann keiner sprechen. (Trotzdem ist der BRN-Sonntag in der Neustadt der Einzige, der in vielerlei Hinsicht lohnt.)

    Das Wort „Kommerz“ ist dermaßen irreführend und die Debatte ideologisch verschubladet. Hier geht es einigen ausgewählten Parteien oder Ihrer Vertreter um das Prinzip der Sonntagsschließung der Läden. Und da wird dieser Forderung auch gern mal die BRN geopfert. Erst am 10. Bowle-Stand werdet Ihr merken, was Euch fehlt. Prost.

    Stellt noch 10 weitere Regeln auf. Und die BRN ist tot.

    Kaum zu glauben, aber es gibt hier Unternehmer, die sich für die Neustadt engagieren und dafür Geld investieren. Man kann Ihnen vorwerfen, sie tun es nur, um Ihren Umsatz zu steigern. Das wäre eine Überlegung. Gibt es weitere Gedanken, die ins Weltbild passen?

  18. Ulla
    11. November 2011 at 09:30

    @Johanna: Danke, genau so wars!

  19. 11. November 2011 at 11:03

    Wenn der innere Zwang (formerly known as Untertanengeist) einen zum Hören auf solcherlei Regelungen treibt, hat man natürlich keine Chance.

    Abgesehen davon gehe ich in keinen einzigen Laden rein zur BRN, mir reicht das, was draußen steht.

  20. s.
    11. November 2011 at 13:34

    @Peter Macheli
    es gibt stände die werden von den ladenbesitzern betrieben. diese stehen naturgemäß vor dem laden. dieser hat dann meistens eine offene ladentür, um kurz die personaltoilette zu benutzen oder einfach mal neue ware zu holen. diese stände wird es nach deiner logik am sonntag nicht geben, sondern nur die von außerhalb (welche über strohmämmer sich einkauften). toll, ne!? sind sie nicht auch ladenbesitzer bzw. kneiper? aber wahrscheinlich ni in der neuse..?

  21. Someone Else
    11. November 2011 at 13:54

    @mulli: ich meine die ruhe vom konsumstress.

    es ist doch witzig. letztes jahr nach der BRN haben sich die meisten für die maßvolle entkommerzialisierung des stadtteilfestes ausgesprochen und jetzt plötzlich klingt das alles ganz anders.
    die läden haben eineinhalb tage zeit, sich gesundzustoßen und das wird doch wohl hoffentlich reichen.
    im grunde müssten das die anwohner entscheiden und nicht eine partei oder die gewerbetreibenden selbst.

  22. mulli
    11. November 2011 at 15:33

    @Someone Else

    der konsumstress findet nicht in den geschäften statt sondern davor. wenn die geschäfte sonntags geschlossen sind wird die BRN nur noch von bier- und bratwurstständen belagert.
    dann können wir auch zum stadtfest auf die andere elbseite gehen.

  23. Someone Else
    11. November 2011 at 16:18

    @mulli:

    ich empfehle einen gang in die altmarkgalerie zum samstag.
    es war ja konsens, dass das übermäßige angebot an bier und wurst durch engagement der neustadt-anwohner eingedämmt wird und mehr selbstgekochtes, trödel- und kunstgewerbestände etc. aufgeboten werden. „occupy/claim back the streets“ oder so. ;)
    das ist die einzige möglichkeit, dem kommerz und dem volksfestcharakter entgegenzuarbeiten und das wird sicher auch passieren.
    den zusammenhang zwischen geschlossenen geschäften und mehr fress- und saufbuden kann ich nicht nachvollziehen.

  24. alex
    11. November 2011 at 18:11

    es ist schon interessant, welche Unterschiede zwischen Ladenbesitzern (die immerhin auch Steuern zahlen) und privaten Händlern ( welche ihre Einnahmenn nicht versteuern) gemacht werden. Auch die ‚Anwohner‘ verschenken ihren Kuchen nicht.Außerdem wird es ohne Läden noch eintömiger.Soll lieber die Innenstadt keinen verkaufsoffenen Sonntag geben.

  25. 11. November 2011 at 18:40

    @s
    Nach meiner Logik macht jeder was er will. Behördenanweisungen kann und sollte man sich kreativ verweigern. Wer das nicht schafft, hat eben zu.

  26. Someone Else
    11. November 2011 at 19:29

    ja, mehr kreativität bitte! :)

  27. s.
    11. November 2011 at 20:17

    @Peter Michali
    ich bezog mich auf ihre aussage: „Abgesehen davon gehe ich in keinen einzigen Laden rein zur BRN, mir reicht das, was draußen steht.“
    es kann nur draußen stehen, wenn der laden offiziell geöffnet hat.

    „Nach meiner Logik macht jeder was er will. Behördenanweisungen kann und sollte man sich kreativ verweigern. Wer das nicht schafft, hat eben zu.“

    nu, die zeiten sind längst vorbei und hat es nur einmal gegeben. die leute von damals sind weg, machen nichts mehr oder haben sich halt verändert.
    so haben am sonntag nur die stände von außerhalb und kneipen die nicht unter das ladenschlussgesetz bzgl. des sonntags fallen die „hoheit“ über die brn.

    seit jahren werden kleine leute die mit handwagen voll bier über die brn ziehen von den behörden verfolgt. bands die einfach so auftreten werden verscheucht.

    natürlich sehen die meisten ladenbesitzer nur den umsatz bzw. den gewinn. dennoch gibt es auch immernoch ladenbesitzer die das bier (oder andere dinge) fast zum selbstkostenpreis raushauen.

    lässt man die brn ausfallen übernimmt der kommerz sie im darauffolgenden jahr gänzlich.
    ein back to the roots wird es auch nicht geben. dazu ist der kommerz zu weit fortgeschritten bzw. fehlen die leute die das durchziehen.
    es kann nur ein eingrenzen des kommerzes und der bürokratie geben. da sind alle gefragt!

  28. 11. November 2011 at 22:46

    @s
    „es kann nur draußen stehen, wenn der laden offiziell geöffnet hat.“

    Nun, in diesem Fall bliebe eben zu, wie ich weiter oben schon schrieb.

    „nu, die zeiten sind längst vorbei und hat es nur einmal gegeben.“

    Mit diesem Denken hätten sie nie stattgefunden.

  29. Dom
    12. November 2011 at 13:27

    Ihr vergesst glaube ich zwei Dinge:

    Es wohnen in der Neustadt nicht mehr die Anwohner der Wendezeit, der Gropteil kennt sie nur als „komerz“ BRN.

    Viele Anwohner sind einfach zu FAUL etwas zu machen… Ich habe nur wenige gesehen und ich bin mir sicher, dass einige die hier den guten alten Zeiten nachweinen letztes Jahr keinen selbstgebackenen Kuchen, Waffeln, etc. verschenkt haben!!!

    Der Aufwand den Laden- und Barbetreiber in den Tagen vor der BRN haben sollte nicht unterschätzt werden. Das Personal möchte bezahlt werden, die Bands würde auch gern wenigstens ihr Spritgeld wiederbekommen, dies führt halt dazu, das ein Bier nicht mehr 70 Cent sonder halt 1,50 oder 2 EUR kostet.

  30. Someone Else
    13. November 2011 at 03:20

    welcher anwohner möchte schon den ganzen tag neben einer dröhnenden musikanlage stehen?
    es geht hier nicht prinzipiell darum, dass auf der BRN geld gemacht wird, das war früher auch schon so, nur WER hier geld macht, ist das problem. im gegensatz zu dir habe ich letztes jahr sehr wohl wieder mehr private, kleine stände, die selbstgebackenes oder -gekochtes angeboten haben.
    es nimmt auch keiner anstoß daran, dass die ansässigen kneipen zur BRN ihr geschäft machen. was stört, ist der gastronomische overkill durch einen bier-/bratwurststand am anderen, wobei der eine mit lautstärke versucht, sich gegen den benachbarten durchzusetzen. es muss eben auch nicht vor jedem kneipchen ein selbsternannter dj stehen, der mit mainstreamgehacke das geschäft ankurbeln möchte.
    die von dir genannten kneipenpreise von 1,50 oder 2 euro für’s bier wird sicher auch keiner bemängeln. wer es billiger haben möchte oder braucht, findet auch alternative angebote.

    es geht einfach darum, dass die BRN wieder mehr von denen gestaltet wird, die hier wohnen und nicht unbedingt besitzer eines bierwagens, einer kneipe o.ä. sind und ich bin da sehr optimistisch. die diskussionen unmittelbar nach der letzten BRN zeigen, dass es ein bedürfnis danach gibt und das viele zum privaten engagement bereit sind. dazu muss natürlich auch die stadt mit günstigen standgebühren für anwohner gestaltend agieren.

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