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Ab morgen wird wieder demonstriert!

Der Stadt­rat setzt sich über den Wil­len der Neu­städ­ter hin­weg. Mit 37 zu 32 Stim­men ent­schie­den sich die Räte heute Abend um kurz nach 21 Uhr für die so­ge­nannte Or­osz-Va­ri­ante mit vier Spu­ren für die Kö­nigs­brü­cker Straße. 

Verwaltungsvariante von 2011 südlicher TeilStadtratsvariante von 2006 nördlicher Teil
Vier Spu­ren – Ver­wal­tungs­va­ri­ante von 2011 – An­kli­cken zum Vergrößern

Die Neu­stadt-Grü­nen re­agier­ten so­fort mit der An­kün­di­gung, ein Bür­ger­be­geh­ren zu dem Thema ein­lei­ten zu wol­len. Au­ßer­dem soll mor­gen um 17 Uhr an der Schau­burg eine Fahr­rad­demo star­ten. Die Neu­städ­ter SPD-Ab­ge­ord­nete Sa­bine Frie­del kom­men­tierte die Ent­schei­dung so: "Lan­de­bahn Kö­nigs­brü­cker Straße wird mit Stim­men von CDU, FDP und Bür­ger­frak­tion be­schlos­sen." FDP-Pres­se­spre­cher Mi­chael Deutsch­mann sprach da­ge­gen von ei­nem Sieg der Vernunft.

Das Neu­stadt-Ge­flüs­ter be­rich­tete von der vier­spu­ri­gen Va­ri­ante aus­führ­lich am 25. März 2011.

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46 Ergänzungen

  1. dazu fällt mir echt nix mehr ein, au­ßer böse böse böse worte…

    kann die neu­stadt doch noch was ro­cken oder sind die zei­ten vorbei?

  2. Eine kluge Ent­schei­dung. Das Ge­rede von der "Au­to­bahn" grenzt an Rea­li­täts­ver­wei­ge­rung. Die Va­ri­ante mit zwei Spu­ren und be­fahr­ba­ren Glei­sen hat nichts mit vier­spu­ri­gem Aus­bau zu tun.

    Und Üb­ri­gens: wie­der er­wei­sen sich Rote, Grüne und Linke als ganz schlechte Ver­lie­rer. Kaum hat der Stadt­rat ent­schie­den, gehts los und es wird ein Bür­ger­be­geh­ren an­ge­kün­digt. Nur zu, wir freuen uns drauf. Wird si­cher ähn­lich deut­lich, wie bei der WSB aus­ge­hen. Üb­ri­gens: Di­rekte De­mo­kra­tie passt schein­bar nur, wenn das Er­geb­nis den ei­ge­nen Wün­schen entspricht.

  3. @Micha Doch, vom MIV be­fah­rene Stra­ßen­bahn­stre­cken sind eine Ka­ta­stro­phe für den ge­sam­ten Dres­de­ner Nah­ver­kehr. Durch ei­nen Stau auf der Kö­nigs­brü­cker wer­den so die Li­nie 7 und 8 in der Haupt­ver­kehrs­zeit er­heb­lich ver­spä­tet. Dann kommt es nicht nur in der Neu­stadt son­dern auch im Sü­den und Wes­ten von Dres­den zu Engpässen.

  4. Bür­ger­be­geh­ren wird wirk­lich nichts bringen…Das funk­tio­niert nicht bei ei­ner Straße, die 80 % der Dresd­ner nur durch­fah­rend erleben.

    An­sons­ten ist es er­staun­lich, dass FDP und CDU den ei­ge­nen Ver­spre­chun­gen, mit de­nen die WSB be­grün­det wurde, nicht glau­ben. Dem­nach müsste es ja we­ni­ger Ver­kehr wer­den auf der Königsbrücker…und dann müsste die Straße nicht brei­ter wer­den, als sie heute ist.

  5. @rak3ta Das kann ich wirk­lich nicht nach­voll­zie­hen. Ich fahre selbst re­gel­mä­ßig Bahn UND Auto. Und ich finde, dass auch der MIV das Recht hat, nor­mal vor­an­zu­kom­men und nicht auf Höhe Tan­nen­straße in die Ein­spu­rig­keit und da­mit zum Stau ge­zwun­gen zu wer­den. Üb­ri­gens, eine ei­gene Gleis­trasse für die Stra­ßen­bahn hätte sa­gen­hafte 2 km/​h mehr für die Bim­mel gebracht.

  6. Den Stras­sen­bau in sei­nem Lauf hält we­der Ochs noch Esel auf.

    Es zeigt sich mal wie­der, dass die Re­si­denz­bau­ern kei­nen Spass ver­ste­hen, wenn sie das Ge­fühl ha­ben, dass sie je­mand am Trak­tor fah­ren hin­dern will.

  7. @Micha
    Weil ja auch man­gelnde mehr­spu­rig­keit ein ganz drin­gen­des Pro­blem ist… vor al­lem weil man ja an der Tan­nen­straße im­mer steht, da die Am­pel blö­der­weise hin­ter der Stra­ßen­bahn die PKW an­hällt und nicht we­gen Abbiegern.

  8. Um Him­mels Wil­len, vier­spu­rig, VIERSPURIG?
    Klar, im Be­rufs­ver­kehr si­cher­lich ner­vig, aber so schlimm auch wie­der nicht. Eine ein­fa­che Sa­nie­rung hätts gemacht .….

  9. Trau­rig, er­bärm­lich, be­scheu­ert. Sorry, aber viel fällt mir zu die­ser Ent­schei­dung nicht mehr ein. Und dann noch von ei­nem Sieg der Ver­nunft zu spre­chen … wie sehr kann man sich ei­gent­lich den Rea­li­tä­ten in Pro­gno­sen und der Si­tua­tion vor Ort ver­wei­gern??? Dres­den ist jetzt da an­ge­kom­men, wo an­dere Städte schon in den 70ern ver­sagt ha­ben – al­les grö­ßer und brei­ter bauen, um es Jahr­zehnte spä­ter zu bereuen.

    Aber haupt­sa­che man hat be­wie­sen, dass man Ent­schei­dun­gen durch­bo­xen kann, wie man das eben will. Da freue ich mich fast schon ein we­nig, bald in ei­ner an­de­ren Stadt zu woh­nen … diese wird ja er­folg­reich zerstört.

  10. Vier­spu­rig? Ist sie doch schon! Und wenn die Kö durch die Rad­wege brei­ter wird, ist das im­mer noch ein Ge­winn für Rad­fah­rer und Fußgänger.

    Die Fahr­spu­ren für die Au­tos soll­ten al­ler­dings nicht deut­lich brei­ter wer­den. Wer­den sie das?

  11. Nach dem un­rühm­li­chen Stadt­rats­abend zur Kö­nigs­brü­cker Straße tref­fen wir uns heute 17 Uhr vor der Schau­burg. Die grü­nen Stadt­räte Jens Hoff­som­mer und Tors­ten Schulze wer­den aus dem Stadt­rat berichten…

  12. @ Mi­chael

    "in den Stau zwingt"? 

    Das Grund­pro­blem ist, dass hier viele die ge­gen­wär­tig da­lie­gende Kö­nigs­brü­cker über­schät­zen. Es han­delt sich da­bei nicht um eine vier­spu­rige Straße, weil sie da­für zu schmal ist. Tat­säch­lich fährt nie­mand zwi­schen den Kreu­zun­gen ne­ben­ein­an­der, son­dern erst vor den Am­peln wird zum ne­ben­ein­an­der­fah­ren oder Ab­bie­gen auf die linke Spur gewechselt…

    Wenn Du da an­de­rer Mei­nung bist, kannste das gern mal ausprobieren.

  13. @E‑Haller: Die der­zei­tige Vier­spu­rig­keit be­steht, wenn man ge­willt ist Sla­lom zu fah­ren. Mit ei­nem gu­ten Schuss Rück­sichts­lo­sig­keit kann man da­durch zwi­schen Al­bert­platz und Schau­burg schon mal eine Mi­nute sparen.

  14. Ich bin da­für, die gan­zen CDU- und FDP-Fuz­zis zwangs­um­zu­sie­deln an die Kö­nigs­brü­cker. Mal se­hen, was dann für eine Va­ri­ante ge­baut wird… Pack elendes.

  15. Ein Pro­blem ist, das nur we­nige Bür­ger sich diese Pläne ge­nau an­ge­se­hen ha­ben. Die Le­bens­qua­li­tät im Be­reich der Strasse lei­det durch die mas­sive Fahr­bahn­ver­brei­te­rung auf Kos­ten v.a. der Fuß­gän­ger, es gibt viel we­ni­ger Park­plätze und Grün, der Stadt­teil wird noch mehr ge­trennt als bis­her, und die Kö­nigs­brü­cker ver­liert an Wert als Wohn- und Geschäftsstrasse.
    Ob tat­säch­lich eine we­sent­li­che Be­schleu­ni­gung des Ver­kehrs er­reicht wer­den kann, ist frag­lich, da die Kreu­zun­gen wei­ter­hin das Pro­blem blei­ben wer­den. Die­ser über­di­men­sio­nierte Aus­bau ist völ­lig über­flüs­sig und schädlich.
    Und üb­ri­gens: Auch För­der­mit­tel sind Steuergelder…

  16. auf der köni lässt sich doch be­stimmt auch ein juch­ten­kä­fer oder eine huf­ei­sen­nase fin­den, oder? ;)

  17. Große Klasse auch Herrn Hil­berts Hin­weis dar­auf, dass die be­schlos­sene Va­ri­ante "min­des­tens viel spä­ter, wahr­schein­lich aber nie ge­baut" wer­den wird, weil sie wohl als kaum ge­neh­mi­gungs­fä­hig gilt (SZ heute).

    Wer igno­riert hier ei­gent­lich wel­che Realität?

  18. Auf Ver­gess­lich­keit be­ruht wohl der nun er­ho­bene Vor­wurf der FDP, dass die Un­ter­le­ge­nen "schlechte Ver­lie­rer" seien, die Mehr­hei­ten nicht ak­zep­tie­ren könn­ten, nach dem die FDP selbst über 5 Jahre den Be­schluss des Stadt­rats mit al­len Mit­teln be­kämpft haben.
    Er­schüt­tert ist auch wie­der mein De­mo­kra­tie­ver­ständ­nis: 11 von 23 CDU Ab­ge­ord­ne­ten wa­ren laut DNN für Va­ri­ante 6. Aber Frak­ti­ons­ge­hor­sam geht vor.

  19. Jen­seits von grenz­wer­ti­gen Be­schimp­fun­gen und im Sinne ei­ner Ver­sach­li­chung: Hier mal die sie­ben wich­tigs­ten Fakten: 

    1.Behauptung:
    Die Ver­kehrs­be­las­tung wird in Zu­kunft stark sin­ken, des­halb brau­chen wir nur noch eine klei­nere Kö­nigs­brü­cker Straße.

    1.Wahrheit
    Na­tür­lich wird die Kö­nigs­brü­cker Straße durch die neue Wald­schlöss­chen­brü­cke grund­sätz­lich ent­las­te­tet, dass stellt nie­mand in Ab­rede. Die ak­tu­elle Ver­kehrs­pro­gnose mit dem Aus­blick bis ins Jahr 2025 zeigt aber eine Zu­nahme der Ver­kehrs­be­las­tung im ge­sam­ten Stra­ßen­netz im Durch­schnitt um 2 Pro­zent im Ver­gleich zum Ba­sis­jahr 2008. Diese neue Pro­gnose liegt da­mit ein­deu­tig über al­len be­kann­ten Zah­len für die Kö­nigs­brü­cker Straße. Im Teil­ab­schnitt zwi­schen Tan­nen­straße und Bi­schofs­weg be­deu­tet es bei­spiels­weise eine Stei­ge­rung des Ver­kehrs um über 2200 Au­tos pro Tag oder an­ders aus­ge­drückt um über 10 Pro­zent mehr Ver­kehr, wenn man die neue Pro­gnose 2025 mit der äl­te­ren Ver­kehrs­pro­gnose ver­gleicht. Dar­aus er­gibt sich, dass auch zu­künf­tig rund 20.000 Fahr­zeuge pro Tag die Kö­nigs­brü­cker be­nut­zen werden.

    Be­grün­det lie­gen diese Ver­kehrs­zah­len ganz ein­fach in der deut­lich hö­he­ren Be­völ­ke­rungs­zahl. Die ak­tu­elle Ver­kehrs­pro­gnose 2025 geht zum Bei­spiel von ei­ner Be­völ­ke­rungs­zahl von 532.000 im Jahr 2025 aus. Da in Dres­den aber be­reits zum 31.12.2010 über 523.000 Ein­woh­ner ge­mel­det wa­ren, dürfte der tat­säch­li­che Wert im Jahr 2025 noch ein­mal deut­lich hö­her lie­gen und da­mit auch der Ver­kehr noch ein­mal deut­lich stei­gen. Dres­den ist eine ra­sant wach­sende Stadt und die Kö­nigs­brü­cker die wich­tigste Nord-Süd Ver­bin­dung. Wenn in den kom­men­den Jah­ren neue Ar­beits­plätze ent­ste­hen, dann vor­ran­gig im Dresd­ner Nor­den. Da­mit wird die Be­deu­tung der Kö­nigs­brü­cker noch ein­mal deut­lich steigen.

    2.Behauptung
    Der vier­spu­rige Aus­bau mit be­fahr­ba­ren Glei­sen sei viel zu teuer. 

    2.Wahrheit
    Nach Be­rech­nun­gen der Stadt­ver­wal­tung hätte der Aus­bau mit ei­ge­nem Gleis­bett und ei­ner Fahr­spur für den In­di­vi­du­al­ver­kehr ca. 33,8 Mil­lio­nen Euro kos­ten. Da­ge­gen geht die Ver­wal­tung für ei­nen weit­ge­hen­den Aus­bau im Be­stand mit be­fahr­ba­ren Glei­sen von Kos­ten von ca. 37,9 Mil­lio­nen Euro aus. Da­mit ist die so­ge­nannte Va­ri­ante mit un­ech­ter Vier­spu­rig­keit – mit be­fahr­ba­ren Glei­sen – tat­säch­lich rund 4 Mil­lio­nen Euro teu­rer. Als An­woh­ner der Neu­stadt sollte man sich aber ge­nau an­se­hen, wie diese Kos­ten­stei­ge­rung zu Stande kommt. Denn fast 3 Mil­lio­nen da­von sind für ge­setz­lich vor­ge­schrie­bene Lärm­schutz­maß­nah­men ge­plant. Bei ei­ner zwei­strei­fi­gen Va­ri­ante ent­ste­hen keine ein­klag­ba­ren Lärm­vor­sor­ge­maß­nah­men der An­woh­ner. Die Stadt nimmt da­bei in Kauf, dass die An­woh­ner sehr ho­hen Lärm­be­las­tun­gen ohne ent­spre­chende Lärm­schutz­maß­nah­men aus­ge­setzt wer­den, denn un­ab­hän­gig von der Va­ri­ante, die ge­wählt wird, pas­sie­ren die pro­gnos­ti­zier­ten 20.000 Au­tos die Straße und ver­ur­sa­chen Lärm

    3.Behauptung:
    Der vier­spu­rige Aus­bau mit be­fahr­ba­ren Glei­sen führt zu mas­si­ven Ver­zö­ge­run­gen beim Bau.

    3.Wahrheit
    Seit Ende 2010 gibt es die so­ge­nannte Va­ri­ante 5 der Ober­bür­ger­meis­te­rin mit be­fahr­ba­ren Glei­sen in der Ver­wal­tung. Hätte die Ver­wal­tung 2010 be­gon­nen die Vor­lage zu die­ser Pla­nungs­va­ri­ante zu er­stel­len, an­statt noch eine neue wei­tere Va­ri­ante 6 zu ent­wi­ckeln, wä­ren wir heute in der kom­for­ta­blen Po­si­tion be­reits an der Plan­fest­stel­lung ar­bei­ten zu kön­nen. Wenn es also zu Ver­zö­ge­run­gen in der Pla­nung und da­mit beim Bau­be­ginn kommt, dann ist dies ein­zig und al­lein auf die neu­er­li­chen und selbst­stän­di­gen Pla­nun­gen der Stadt­ver­wal­tung zu­rück­zu­füh­ren. Dass eine Va­ri­ante 6 an­geb­lich schnel­ler um­zu­set­zen sei, scheint dar­über hin­aus auch äu­ßerst frag­lich, da be­reits bei der Plan­fest­stel­lungs­va­ri­ante aus dem Jahr 2006 die Lan­des­di­rek­tion mas­sive Be­den­ken für die Durch­läs­sig­keit an­ge­mel­det hat. Be­kannt­lich be­ruht die neue Va­ri­ante 6 auf die­ser man­gel­haf­ten Va­ri­ante aus 2006.

    4. Be­haup­tung
    Der vier­spu­rige Aus­bau mit be­fahr­ba­ren Glei­sen geht zu Las­ten von Rad­fah­rern und Fußgängern.

    4. Wahr­heit
    Auch bei der vier­spu­ri­gen Va­ri­ante mit be­fahr­ba­ren Glei­sen wird es neue Rad­wege in beide Fahrt­rich­tun­gen ge­ben. Diese neuen Rad­wege wer­den eine durch­gän­gige Min­dest­breite von 1,50 Me­ter ha­ben und teil­weise so­gar zwei Me­ter breit sein. Da­mit wird eine deut­li­che Ver­bes­se­rung zum ak­tu­el­len Zu­stand er­reicht. Dar­über hin­aus ist diese Pla­nung in ei­ni­gen Teil­ab­schnit­ten der Kö­nigs­brü­cker so­gar bes­ser als die zwei­spu­rige Va­ri­ante 6. Nur in ei­ni­gen we­ni­gen Teil­ab­schnit­ten ist der ge­plante Rad­weg um 10 bis 20 Zen­ti­me­ter schmaler. 

    Auch die Be­haup­tung, dass mit ei­nem vier­spu­ri­gen Aus­bau mit be­fahr­ba­ren Glei­sen die Fuß­wege dann nur noch zwei Me­ter breit seien ent­spricht nicht der Wahr­heit. Vor dem Café Eu­ropa (Kö­nigs­brü­cker Str. 68) wird der Fuß­weg mit der vier­spu­ri­gen Va­ri­ante mit be­fah­ren Glei­sen im­mer noch zwi­schen 4,45–4,70 Me­ter breit sein, das ist im Üb­ri­gen ge­nauso breit wie bei der zwei­spu­ri­gen Variante.

    5. Be­haup­tung
    Der vier­spu­rige Aus­bau mit be­fahr­ba­ren Glei­sen wird eine Au­to­bahn durch die Neu­stadt und soll nur für die Au­to­fah­rer ge­macht werden.

    5. Wahr­heit
    Der vier­spu­rige Aus­bau mit be­fahr­ba­ren Glei­sen wird haupt­säch­lich im Be­stand durch­ge­führt. Da die zweite Spur für den In­di­vi­du­al­ver­kehr auch heute be­reits über die Gleise führt, ist für den Au­to­ver­kehr in wei­ten Tei­len über­haupt keine Ver­brei­te­rung der Straße not­wen­dig. Ein­zige Aus­nahme dazu stel­len die Hal­te­stel­len­be­rei­che dar, denn hier sol­len neue be­hin­der­ten­ge­rechte Hal­te­stel­len ge­schaf­fen wer­den. Da­für wer­den die Au­tos in zwei Spu­ren mit je­weils drei Me­tern aus dem Gleis­bett her­aus ne­ben die Hal­te­stel­len ge­führt. Im Ver­gleich dazu hätte die zwei­spu­rige Va­ri­ante 6 eine über­breite Spur mit 5,50 Me­ter ne­ben der Hal­te­stelle ste­hen. Die Be­haup­tung, es gäbe eine Au­to­bahn für die Au­to­fah­rer durch die Neu­stadt, ent­spricht also ei­nem Un­ter­schied von 50 Zen­ti­me­tern pro Fahrt­rich­tung oder ins­ge­samt 1 Me­ter auf die ge­samte Breite der Straße. Wo­bei es auf der Kö­nigs­brü­cker keine zwei Hal­te­stel­len auf ei­ner Kreu­zungs­seite gibt. Das Glei­che, was für die Hal­te­stel­len­be­rei­che gilt, gilt auch für den Teil­ab­schnitt zwi­schen Loui­sen­straße und Al­bert­platz, dort liegt es aber an ei­nem ei­ge­nen Gleis­bett. Als An­mer­kung: Die Ver­brei­te­rung des Achs­ab­stan­des der Stra­ßen­bahn von ak­tu­ell 2,40 auf 3 Me­ter kos­tet durch das ei­gene Gleis­bett in die­sem Teil­ab­schnitt be­reits 60 Zen­ti­me­ter – ohne dass Stra­ßen­bahn­gäste da­von ei­nen Nut­zen hätten.

    6. Be­haup­tung
    In der vier­spu­ri­gen Va­ri­ante mit be­fahr­ba­ren Glei­sen wird die Be­schleu­ni­gung des In­di­vi­du­al­ver­kehrs auf Kos­ten des öf­fent­li­chen Nah­ver­kehrs durch­ge­drückt, ob­wohl auch in der zwei­spu­ri­gen Va­ri­ante der In­di­vi­du­al­ver­kehr be­reits be­schleu­nigt wird.

    6. Wahr­heit
    Zu­nächst muss man ein­mal fest­hal­ten, dass bei ei­nem zwei­spu­ri­gen Aus­bau – wie in der Va­ri­ante 6 – der In­di­vi­du­al­ver­kehr fast gar nicht be­schleu­nigt wor­den wäre. So geht man ak­tu­ell von ei­ner Rei­se­ge­schwin­dig­keit beim In­di­vi­du­al­ver­kehr von 20,9 km pro Stunde und beim öf­fent­li­chen Nah­ver­kehr auf Grund der vie­len Hal­te­stel­len von 14,8 km pro Stunde aus. Bei ei­nem zwei­spu­ri­gen Aus­bau wurde in ei­ner Si­mu­la­tion mit der Ver­kehrs­pro­gnose 2020 eine Rei­se­ge­schwin­dig­keit für Au­tos von 21,5 km pro Stunde er­rech­net und für Stra­ßen­bah­nen von 21,2 km pro Stunde. Das be­deu­tet quasi, trotz bes­se­rer Straße und trotz we­ni­ger Ver­kehr 2020 wird sich der Au­to­ver­kehr nicht wirk­lich be­schleu­ni­gen. Dies ent­spricht 3 Pro­zent beim Auto und 43 Pro­zent beim Nah­ver­kehr. Dies war auch ein Grund für die Lan­des­di­rek­tion die al­ten Pla­nun­gen zur Kö­nigs­brü­cker abzulehnen. 

    Wenn man da­ge­gen eine vier­spu­rige Va­ri­ante mit be­fahr­ba­ren Glei­sen be­trach­tet, wird der Au­to­ver­kehr auf 25,1 km pro Stunde be­schleu­nigt und die Stra­ßen­bah­nen im­mer noch auf 19,8 km pro Stunde. Dies ent­spricht 20 Pro­zent beim Auto und 33 Pro­zent beim Nah­ver­kehr. Nur diese Pla­nun­gen ha­ben die Chance, eine Ver­bes­se­rung für ALLE Ver­kehrs­teil­neh­mer zu lie­fern und so­mit auch durch die Auf­sichts­be­hör­den ge­neh­migt und ge­för­dert zu werden. 

    7. Be­haup­tung
    Die neue zwei­spu­rige Va­ri­ante 6 hat eine bes­sere Durch­läs­sig­keit und ist eine stadt­teil­ver­träg­li­che Va­ri­ante, wo­ge­gen die vier­spu­rige Va­ri­ante mit be­fahr­ba­ren Glei­sen nicht stadt­teil­ver­träg­lich ist. 

    7. Wahr­heit
    Hier ist die Va­ri­ante 6 der Ver­wal­tung be­son­ders nach­tei­lig für die An­woh­ner der Neu­stadt, wenn man sich die Ne­ben­stra­ßen in der Neu­stadt und dem Hecht­vier­tel an­schaut. Um die Durch­läs­sig­keit der zwei­spu­ri­gen Va­ri­ante zu er­hö­hen, wollte die Ver­wal­tung die mitt­le­ren War­te­zei­ten auf den Zu­fahrts­stra­ßen zur Kö­nigs­brü­cker Straße zwi­schen dem Al­bert­platz und der Stauf­fen­berg­al­lee im Ver­gleich zur vier­spu­ri­gen Va­ri­ante deut­lich er­hö­hen. Das be­deu­tet nichts an­de­res, als die mut­wil­lige Ver­la­ge­rung des Ver­kehrs von der Kö­nigs­brü­cker in die Ne­ben­stra­ßen. Wäre die zwei­spu­rige Va­ri­ante ge­kom­men, hät­ten die An­woh­ner der Neu­stadt mit deut­lich mehr Stop-and-Go-Ver­kehr vor ih­rer Tür und mit ei­ner hö­he­ren Lärm- und Ab­gas­be­las­tung als in Va­ri­ante 5 rech­nen. Dies ist ob­jek­tiv aus den Zah­len der Ver­wal­tung zu entnehmen.

    Das Glei­che gilt im Üb­ri­gen für die zwei­spu­rige Va­ri­ante am nörd­li­chen Ende zur Stauf­fen­berg­al­lee. Der hier in Va­ri­ante 6 ur­sprüng­lich ge­plante Fla­schen­hals mit der Ein­engung auf eine Fahr­spur mit le­dig­lich 3 Me­ter für die stadt­ein­wer­tige Rich­tung hätte zwang­läu­fig viele orts­kun­dige Au­to­fah­rer zu Schleich­ver­kehr über die Ru­dolf-Le­on­hard-Straße ver­lei­ten, um die ver­stopfte Haupt­straße zu meiden. 

    Fa­zit: Die Va­ri­ante zwei­spu­ri­ger Aus­bau der Kö­nigs­brü­cker Straße hätte den Ver­kehr in die An­woh­ner­vier­tel (Hecht) ver­scho­ben. Da­mit wäre der zwei­spu­rige Aus­bau nie­mals stadt­teil­ver­träg­lich gewesen.

  20. @Micha: zum Punkt 2: Du ver­gisst, dass eine un­at­trak­ti­vere Stra­ßen­ge­stal­tung auch zu ei­ner Verin­ge­rung des Ver­kehrs füh­ren kann – wenn ich weiß, dass ich auf der Kö­brü so­wieso im Stau stehe, nehme ich eine an­dere Route – das nennt sich Verkehrsplanung!

  21. @ Mi­cha,

    bei Punkt 1 irrst Du zwar (das Wachs­tum in der Stadt Dres­den hat nicht zu mehr Ver­kehr ge­führt, was wie­der­rum in der Ver­kehrs­pro­gnose nicht be­ach­tet wurde) – aber beim Rest hast Du nicht unrecht. 

    Legt man beide Va­ri­an­ten ne­ben­ein­an­der, sind die Ein­griffe tat­säch­lich bei ei­ner über­brei­ten Spur grö­ßer: weil ich die eben ne­ben dem Gleis­be­reich ent­wi­ckeln muss, was ge­gen­über ei­ner nor­ma­len Fahr­spur un­ge­fähr 2 m mehr (pro Rich­tung) bedeutet.

    Frag­lich für mich ist, ob man vor den Hal­te­stel­len wirk­lich auf Krampf 2 Spu­ren ne­ben die Stra­ßen­bahn füh­ren muss. Dass sich zwei Rich­tungs-Strei­fen ab und zu auf eine Spur ver­en­gen ist nor­mal und nicht die zwangs­läu­fige Ur­sa­che von Staus. Die längs­ten War­te­zei­ten ent­ste­hen an Kreuzungen…

  22. Ja Mi­cha, erst Kon­kur­ren­ten-Ba­shing, jetzt Jour­na­lis­ten-Ba­shing. Das muss der rich­tige Weg sein. 

    Mal im Ernst, Du glaubst doch nicht wirk­lich, dass die Straße so ge­baut wird, wie es ges­tern be­schlos­sen wurde, oder?

  23. Ich hätte mich mit Va­ri­ante 6 an­freun­den kön­nen bin aber froh wenn ein­fach mal was pas­siert. In­wie­fern da was ge­neh­mungs­fä­hig ist kann we­der Denni Klein noch H. Za­strow mit ent­schie­de­ner Si­cher­heit sa­gen. Dass Hil­bert und die Ver­wal­tung ge­gen diese Va­ri­ante ar­gu­men­tie­ren dürfte nicht ver­wun­dern, da man dort ja auch die Va­ri­ante 6 fa­vo­ri­siert hat.

  24. Emo­tio­nen Pur!
    Leute lasst doch bitte mal die Kirch im Dorf, holt tief Luft und dann sagt was. 

    Also mal ganz ehr­lich, eine hö­her Be­völ­ke­rung führt au­to­ma­tisch zu mehr Ver­kehr – bea­men geht lei­der noch nicht. Die Men­schen müs­sen ver­sorgt wer­den, zur Ar­beit kom­men, möch­ten Frei­zeit An­ge­bot wahr­neh­men – also mehr Verkehr.
    Ich finde die Ar­gu­mente von Mi­cha sehr klar, sach­lich und nachvollziehbar.

  25. @ Mi­cha ich nehme Denni Klein so Ernst wie ich Dich Ernst nehme.….Nimm doch mal Stel­lung zu der Ge­neh­mi­gungs­fä­hig­keit der be­schlos­se­nen Va­ri­ante. Ich denke OB Hil­bert und die DVB ha­ben hand­feste Ar­gu­mente die da­ge­gen sprechen

  26. Mal was zur Be­völ­ke­rungs­ent­wick­lung in Dres­den: Noch ha­ben wir viel we­ni­ger Ein­woh­ner als vor 1945!

    Nein, das ist der Wahn­sinn, war aber zu er­war­ten, da die Stadt nur Stra­ßen und Bahn­gleise baut, die för­der­wür­dig sind. Und nur 4 Spu­ren wer­den ge­för­dert, wie auch se­pa­rate Bahn­gleise. Nur um der För­de­rung we­gen wer­den von der Stadt diese Mam­mut­pro­jekte aus dem Bo­den ge­stampft! Das ist der reine SUBVENTIONSBETRUG!!
    Au­ßer­dem ist die Stadt ex­trem ÖPNV – und Bau­in­dus­trie­hö­rig durch "kleine In­ter­es­sen­för­de­run­gen ( Häpp­chen, Cham­pus, Aus­flüge und an­de­ren lob­by­is­ti­sche Ak­ti­vi­tä­ten. – Ich weiß wo­von ich rede.)
    Was heute von DBV-(Unter)Chef ( der rich­tige hält sich de­zent im Hin­ter­grund und ist üb­ri­gens gleich­zei­tig der Chef der DREWAG)in der MOPO stand (über Klage der DVB etc.), ist reine Heu­che­lei um die Geg­ner zu be­ru­hi­gen. Ich habe die­sen Mann bei ei­ner Ver­samm­lung er­lebt: Im nächs­ten Au­gen­blick wird frech das Ge­gen­teil be­haup­tet: "Was küm­mert mich mein Ge­schwätz von gestern."
    Die DVB ist der Haupt­strip­pen­zie­her sol­cher Tras­sen­pla­nun­gen. Die nächste soll auf der Os­kar­straße ent­ste­hen für 5 Bus­li­nien (schon vor­han­den) und 2 neue Straßenbahnen.

  27. Danke Mi­cha, das nenne ich sach­lich argumentiert!
    Ich kenne zwar nicht die Be­last­bar­keit die­ser Fak­ten, doch ist dem so, spricht es eine deut­li­che Sprache.
    An­ton hob bei­spiels­weise her­vor, dass der Fuß­weg Hal­te­stelle – Ecke Louise nur 2m breit wird, ja – aber das ist er jetzt dort auch. Da­für wird es durch­ge­hende Rad­wege ge­ben, also ich sehe diese Va­ri­ante po­si­tiv. Kein fau­ler Kom­pro­miss, wie die Zwei­spu­rig­keit, die weil diese brei­ter, ge­nauso we­nig Platz für Fuß­gän­ger und Rad­ler hätte.
    Wenn es den Ver­kehrs­be­trie­ben und den Ge­neh­mi­gungs­be­hör­den mit vier Spu­ren zu ge­fähr­lich wird, be­steht da nicht die Mög­lich­keit an den Hal­te­stel­len auf eine Fahrt­rich­tungs­spur zu ver­en­gen, da­nach aber wie­der mit zwei Spu­ren pro Rich­tung die Durch­lass­fä­hig­keit zu erhöhen?
    Prin­zi­pi­ell halte ich es für ver­tret­bar, viel­leicht mit der ei­nen oder an­de­ren klei­nen ge­neh­mi­gungs­fä­hi­gen Anpassung.

  28. @ Tho­mas:

    Mehr Ver­kehr ist eben UNGLEICH mehr Kfz-Ver­kehr. Es gibt in Dres­den mehr Rad­ver­kehr, es wird ÖPNV und S‑Bahn gefahren…

    Und der KFZ-Ver­kehr ist des­we­gen eben nicht ge­wach­sen in der Stadt. Trotz mehr Einwohner.

    Und die neuen Ein­woh­ner- oder Ar­beits­schwer­punkte im Nor­den lie­ßen sich bei­spiels­weise auch mit ei­ner zu­ver­läs­si­gen Stra­ßen­bahn­ver­bin­dung (mit Bah­nen, die keine Lang­sam­fahr­stel­len ha­ben oder stän­dig im Stau ste­hen) an­bin­den. Es muss nicht im­mer das Auto sein, oder?

  29. Mal was zur Be­völ­ke­rungs­ent­wick­lung in Dres­den: Noch lange nicht hat die Stadt die Ein­woh­ner­zah­len vor 1945 erreicht…

    Nein, die Ent­schei­dung ist eine Ka­ta­stro­phe, war aber zu er­war­ten, da die Stadt nur Stra­ßen und Bahn­gleise baut, die för­der­wür­dig sind. Und nur 4 Spu­ren wer­den ge­för­dert, wie auch se­pa­rate Bahn­gleise. Nur um der För­de­rung we­gen wer­den von der Stadt diese Mam­mut­pro­jekte aus dem Bo­den ge­stampft! Das ist der reine SUBVENTIONSBETRUG!!
    Ma­rode Stra­ßen und Bahn­tras­sen wer­den nicht sa­niert, weil nicht för­der­bar. Siehe zum bei­spiel die Wasastraße

    Au­ßer­dem sind die Ent­schei­dungs­trä­ger der Stadt ex­trem ÖPNV – und Bau­in­dus­trie-hö­rig durch spe­zi­elle Lob­by­ar­bei­ten im Hin­ter­grund (Häpp­chen, Cham­pus u.a. Zu­wen­dun­gen.- Ich weiß wo­von ich spreche.)
    Und was heute von DBV-(Unter)Chef in der MOPO (DVB will kla­gen etc..) stand ( der Ober­chef hält sich dis­kret im Hin­ter­grund und ist üb­ri­gens gleich­zei­tig Chef der DREWAG), ist reine Heu­che­lei um die Geg­ner zu be­ru­hi­gen. Ich habe Ihn bei ei­ner An­woh­ner­ver­samm­lung er­lebt: Im nächs­ten Au­gen­blick be­haup­tet er das Ge­gen­teil. Nach dem Motto:"Was küm­mert mich mein Ge­schwätz von ges­tern." Die DVB legt eine der­ar­tige Haus­her­ren­men­ta­li­tät an den Tag und ver­schlei­ert es nicht einmal.
    Die DVB ist ei­ner der Haupt­strip­pen­zie­her sol­cher Tras­sen­pla­nun­gen, auch auf der Kö­nigs­brück­er­straße. Das ist wohl ab­ge­stimmt mit den Bauinteressen.
    Die nächste Trasse soll üb­ri­gens auf der Os­kar­straße ent­ste­hen für 5 Bus­li­nien (schon vor­han­den) und 2 neue Straßenbahnen.
    Wenn dies al­les ge­baut wird, sind diese für mich Mahn­male für die nächs­ten Ge­nera­tio­nen, daß wir es nicht ge­schafft ha­ben die Ver­kehrs­aus­wüchse, egal wel­cher Art einzudämmen.
    Das Stre­ben nach "Mo­bi­li­tät" ist schon lange nicht mehr die Er­fül­lung des Men­schen ( Sinn des Le­bens), das habe se­riöse Un­ter­su­chun­gen gezeigt.
    Im üb­ri­gen sind die sog. In­sti­tute, die sol­che Ver­kehrs­pro­gno­sen tref­fen, nie un­ab­hän­gig vom Auf­trag­ge­ber (hier die Stadt). "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing."
    Grüße! Johann

  30. Kann mir mal je­mand sa­gen, wie das al­les zu­sam­men­passt mit so tol­len Schlag­zei­len wie: die Kö ist jetzt eine der schon ab­gas­be­las­tets­ten und lau­tes­ten Stra­ßen der Stadt – da sollte doch die ei­gent­li­che Frage sein: Wie kann ich dem was ent­ge­gen­set­zen. Dass zu­künf­tig noch mehr Dresd­ner die Achse be­fah­ren wol­len – diese Ar­gu­ment ist so was von Old School, als wür­den wir noch in den 80ern leben.
    Fand die Al­ter­na­tiv­va­ri­ante auch schon schreck­lich, Kom­pro­misse sind nicht sel­ten reich­lich schau­der­haft. Über den neuen Miss­griff müs­sen wir tat­säch­lich nicht wei­ter re­den. Ich freue mich auf neue Prognosen

  31. @Micha: »Ver­sach­li­chung«? Glaub ich dir so­fort: http://neusprech.org/versachlichung/

    Auf den Thumb­nails ist je­weils das glei­che PDF Ver­linkt. Der nörd­li­che Teil fehlt. Ist das ein Tip­feh­ler, oder seh ich schlecht?

    Der Ver­gleich mit der ak­tu­el­len Stra­ßen­füh­rung ist in­ter­es­sant. In der neuen Va­ri­ante scheint man von der Post di­rekt auf die Fahr­bahn zu purzeln.

  32. @Paul: Wenn im­mer je­der nur das De­tail her­vor­hebt, dass seine Mei­nung un­ter­stützt, kann von Sach­lich­keit keine Rede sein. Ich habe nicht her­vor­ge­ho­ben, dass der Fuß­weg 2 Me­ter breit wer­den soll, son­dern es war ein Teil ei­ner Be­schrei­bung des Straßenabschnitts.

    Mi­cha hin­ge­gen schnappt sich den ein­zi­gen Ab­schnitt auf der Kö­nigs­brü­cker auf der eine Ver­kehrs­zu­nahme pro­gnos­ti­ziert wird und lässt die an­de­ren, teils er­heb­li­chen Ver­kehrs­rück­gänge un­ter den Tisch fallen.

    @David: Danke für den Hin­weis, ich hab es mal korrigiert.

  33. Da wer­den in an­de­ren Städ­ten für viel Geld über­breite Stra­ßen zu­rück­ge­baut und ver­schmä­lert um de­ren stadt­raum­tren­nende Bar­rie­re­wir­kung zu be­en­den und was macht Dresden?…Baut die Feh­ler der 60/​70er kon­se­quent wei­ter aus.

    Zur Be­völ­ke­rungs­sta­tis­tik ist zu sa­gen: Wer sagt, dass je­der oder fast je­der neue Ein­woh­ner die­ser Stadt sich mit dem KFZ be­wegt und dass er die Kö auch stän­dig oder zu­min­dest re­gel­mä­ßig pas­siert? Des Wei­te­ren, wer weiß denn wirk­lich was bis 2025 pas­siert? Da gibt es so viele jetzt noch un­be­kannte Fak­to­ren, die die ge­machte Be­völ­ke­rungs­pro­gnose wohl­mög­lich schon in den nächs­ten 3–4 Jah­ren als ob­so­let er­schei­nen lassen.

  34. Wer Rad­wege in der Stadt als Ver­bes­se­rung für den Fahr­rad­ver­kehr be­zeich­net, be­nutzt das Rad wohl nur am Wo­chen­ende, um mal eine kleine Tour ins Grüne zu fah­ren. Mitt­ler­weile sollte sich die Ge­fähr­lich­keit die­ser An­la­gen für alle! Ver­kehrs­teil­neh­mer all­mäh­lich her­um­ge­spro­chen haben!
    Und im üb­ri­gen sollte die Kö­nigs­brü­cker schnellst­mög­lich sa­niert wer­den und zwar in der heu­ti­gen Breite.

  35. @flueggus: In der heu­ti­gen Breite be­deu­tet: 2,50 Me­ter für die Au­tos, sprich, die Bahn muss sich hin­ter je­dem LKW mit­an­stel­len. Dann kann man eine Sa­nie­rung gleich lassen.

  36. @ An­ton: Du musst Deine Ar­gu­men­ta­tion um­keh­ren, um sie Mi­cha-ge­rech­ter zu machen!

    Rich­tig heißt es:
    "@flueggus: In der heu­ti­gen Breite be­deu­tet: 2,50 Me­ter für die Au­tos, sprich, die müs­sen sich hin­ter je­dem LKW, der hin­ter ei­ner Bahn fährt, mit an­stel­len. Dann kann man eine Sa­nie­rung gleich lassen."

    ;)

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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