Neue Bar im Bermuda-Dreieck

Chef-Barkeeper Max kann lachen, das meiste ist geschafft. Morgen wird eröffnet.

Chef-Barkeeper Max kann lachen, das meiste ist geschafft. Morgen wird eröffnet.

Morgen wird um 18 Uhr die Trinkkulturbar „08fünfzehn“ auf der Görlitzer Straße eröffnet. Nach reichlich drei Monaten Umbauzeit zieht so neues Leben in das kleine Lädchen ein.

Im August hatte der Gastronom Stefan Voigt die Bar übernommen, die zuletzt als „Queens & Kings“ von Silvio Berger betrieben wurde (Neustadt-Geflüster vom 1. August 2014). Voigt kennt man schon von verschiedenen anderen Etablissements, er führt unter anderem das „Stilbruch“, den „Luden“ und den Craft-Beer-Store. „Man muss ja mindestens drei Läden in der Neustadt haben, sonst wird man nicht ernst genommen“, schmunzelt er. Selber wird er aber selten im Laden zu sehen sein. Dafür steht Chef-Barkeeper Max hinterm Tresen, der dem einen oder anderen auch schon aus anderen Lokalen bekannt sein dürfte. Er erklärt das Konzept: „Es gibt gute Wein und Cocktails, die es nicht überall gibt, mit viel Alkohol.“ Als Konkurrenz zu den zwei Bars um die Ecke sehen sie sich nicht, der Kontakt zu den anderen Gastronomen sei gut, man versteht sich und die Trinkkulturbar sei eine Bereicherung für die Ecke. Ein Türsteher, wie vor den anderen Lokalen im Bermuda-Dreieck üblich, sei nicht geplant.

Das Lädchen ist klein und voller Barhocker, der Tresen illuminiert und das Schönste sind wohl die Bilder an den Wänden. Der Neustadt-Fotograf Sebastian Löder hat ein paar seiner schönsten Werke zur Verfügung gestellt.

Die kleine Bar am Südende des Bermuda-Dreiecks hat schon viel erlebt. Vor etwa zehn Jahren gab es an dieser Adresse einen Klamottenladen namens Koma, betrieben von Thomas Röpke, der sich inzwischen auf Partys im Parkhotel und im Kiez-Klub spezialisiert hat. 2008 verkaufte er in einer spektakulären Aktion den Laden per ebay. 2010 wurde der Laden dann von Silvio Berger in eine Formbar verwandelt, heiße Maschinen und kühle Drinks sollten zu Muskel- und anderen Katern führen. Anfang 2012 schloss dann das Queens gegenüber und Berger verwandelte die Formbar erneut, diesmal in das „Kings & Queens„. Der Bedarf an Gay-Bars in der Neustadt scheint jedoch mit dem „Boys“ auf der Alaunstraße, dem „Valentinos“ und dem „Pick-Up“ auf der Jordanstraße gedeckt. Daher nun Trinkkultur an diesem Ort.

    Infos und Öffnungszeiten

  • 08fünfzehn – Trinkkulturbar: Görlitzer Straße 2b, 01099 Dresden, täglich (außer Montag) 18 bis 3 Uhr, Facebook-Site

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15 Kommentare zu “Neue Bar im Bermuda-Dreieck

  1. Jutta B.
    11. Dezember 2014 at 14:54

    Wird es auch Ratsherren-Bier geben?

  2. Friedemann
    12. Dezember 2014 at 09:03

    Wann kommt mal etwas neues? Bzw. etwas Anderes? Wieviel prollige Cocktail Bars brauchen wir noch in der Neustadt? Und immer die selben Nasen! Das werde ich nie verstehen. Wie wäre es denn mal mit einem Burger Laden?

  3. Zackbäm
    12. Dezember 2014 at 11:01

    Friedemann, ich muss entschieden widersprechen, die Neustadt braucht dringend ne Dönerbude sowie Friseure.

  4. herebsahne
    12. Dezember 2014 at 11:09

    Wie wäre es mal mit nem Laden, der nicht richtig gute und große Auswahl an alkoholfreien Getränken hat und damit meine ich nicht nur alle Bionade Sorten oder Softgetränke, sodern was leckerers.

  5. steffi
    12. Dezember 2014 at 11:14

    Ja der Drops ist echt gelutscht. Nur noch Ottonormalbars ubd Bürgerbuden. Anscheinend gehen den Investierenden und Betreibenden langsam die Ideen aus. Wenn schon Kneipe- wie wäre es denn mal wieder mit dem Konzept einer schönen alten Ranzkneipe oder einem Projektraum. Da diese Konzepte ja in der Neustadt schon fast verdrängt wurden, wäre das doch DIE Idee!! (:D) ach nee…ich vergaß- das macht ja kein gutes Touristisches Bild.

  6. E-Haller
    12. Dezember 2014 at 11:58

    Tja – wenn einer seine x-te Kneipe aufmacht, wird er schon wissen, womit er das meiste Geld generiert. Scheinbar mit solchen Buden.

    Es stellt sich natürlich die Frage, ob die „alte Ranzkneipe“ des kleinen Mannes heute nicht das Sitzen am Streichel-Eck ist (was einem Ranzkneipenbesitzer Potenzial abzieht). Vielleicht sitzt man am Streichel-Eck aber auch nur, weil es (vermeindlich) keine Ranz-Kneipen mehr gibt?

    Henne-Ei?

  7. 12. Dezember 2014 at 12:16

    Neustadtfotograf klingt ja edel ;) Unter meinem normalen Namen findet man übrigens wenig Fotografie. Wer sich für meine Arbeiten interessiert kann nach dem halbrunden zimmer googeln oder mag hier schauen: https://halbrundeszimmer.wordpress.com/ bzw. facebook.

    Und ich bin heute am Abend anwesend, um zu schauen was sie so mit meinen Bildern veranstaltet haben in der Bar. Wer also Lust auf einen Plausch hat, mag vorbeikommen,

    die gemütlichen Ranzkneipen gibt es übrigens noch aber sie sind nur gemütlich solange sie nicht erkannt werden.

  8. E-Haller
    12. Dezember 2014 at 13:13

    @ halbrundes Zimmer/ Anton: Darauf zielte auch mein „vermeindlich“ ab ;)

    • 12. Dezember 2014 at 13:15

      Alter Sachse, Du. :-)

  9. Tobias
    12. Dezember 2014 at 13:25

    Herrlich… eine Bar zu Ehren des Maschinengewehrs oder doch eher der Rechtsrock-Band? Bin ja schon gespannt auf die Klientel. Wann eröffnet eigentlich mal jemand die HJ-Kneipe? Naja, jedem das Seine.

    • 12. Dezember 2014 at 13:36

      Hallo Tobias, ich schiebe mal für die Google-Faulen die entsprechenden Links bei der Wikipedia nach: 08/15 Redewendung | 08/15 Band

      Das der Kneipeninhaber ein Händchen für Namen hat, bewies übrigens schon die Diskussion um den „Luden„.

  10. HinzundKunz
    12. Dezember 2014 at 13:42

    @Anton Launer
    Offensichtlich! ;)

  11. E-Haller
    12. Dezember 2014 at 15:30

    @ Anton: Vertammd! ;) Aber immerhin mehr als eine halbe Mio. Google-Treffer. Ich bin nicht allein…

  12. micros
    17. Dezember 2014 at 11:58

    ganz traurige geschichte. gehobene weine, 08/15 …was für ein verhältnis. und das in relation zu den aktuellen politischen geschehnissen. ein konzept lässt sich nicht vermuten denn letztlich isses nicht mehr als eine weitere direktverkausstelle von flack und flack, was eine ungeheure wettbewerbsverzerrung bedeutet. unter den getränkelieferanten sind ebenjene aufgrund dieser verkaufs- und abnahmestartegie verschrien… es ist ein „no go“. und auch im eck sympathisiert niemand mit den luden, 08/15s und sonstwas alles. hört euch ruhig mal um…

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