Am Spielplatz: Pappeln gefällt

Pappelstümpfe am Spielplatz

Pappelstümpfe am Spielplatz

Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft (ASA) hat die drei riesigen Pappeln am Spielplatz Talstraße fällen lassen. Die Pressesprecherin der Stadtverwaltung, Anke Hoffmann, teilte mit, dass das Amt an den Bäumen multiple Vorschäden festgestellt habe.

Dabei handele es sich um „Morschungen, Schäden am Wurzelhals, Astausbrüche, aber vor allem Totholz im Stark- und Grobastbereich“. Da die Baumart Pappel dazu neigt, Totholz abzustoßen, liege hier ein besonderes Gefährdungspotenzial für den angrenzenden Spielplatz und das Nachbargrundstück vor.

Im Rahmen der Regelkontrolle wurde durch das ASA eine eingehende Untersuchung festgelegt. Diese hat als Maßnahme die kurzfristige Fällung festgelegt.

Wie ein Anwohner berichtet, standen die Bäume schon seit mehr als 60 Jahren an dieser Stelle. Laut ASA ist eine Neuanpflanzung geplant. Aber weder ein Termin noch die Art der Bäume, die angepflanzt werden sollen, stehen fest. Das Holz der Pappel-Stämme liegt derzeit noch auf dem Spielplatz, soll aber bald abtransportiert werden. Da es sich um eine kurzfristige und ungeplante Fällung handelt, tauchen die drei Pappeln auch nicht in der Fäll-Liste der Stadtverwaltung auf.

Die Pappelreste liegen neben der Schaukel.

Die Pappelreste liegen neben der Schaukel.

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7 Kommentare für “Am Spielplatz: Pappeln gefällt

  1. ella ehrlich
    1. Dezember 2018 um 17:12

    Ich glaub nicht das neue Bäume gepflanzt werden.

  2. Motörjörg
    2. Dezember 2018 um 12:26

    Sauber gefällt! Hat das jemand komplett gefilmt?

  3. Amts_mann
    2. Dezember 2018 um 17:55

    Wer seid Ihr und was habt Ihr mit den Neustädtern gemacht?

    Ist denn hier keiner mehr der sich über ne baumfällung aufregt? ….

    Bin schon der Meinung das da neue Bäume hinkommen.

  4. Jens Traurig
    2. Dezember 2018 um 19:43

    Ach, einfach nur traurig. war da auch mit meinen Kindern, als sie noch klein waren, öfter mal, weil es einfach eine schöne besondere und romantische kleine Nische in der Neustadt war. Hätte man da nicht einfach nur ein paar gefährdete Äste entfernen können? Aber nein, zack, sind einfach mal gleich alle 3 Bäume auf einmal weggeholzt, ist für ein Amt natürlich leichter und schneller erledigt, als die Sache vlt. etwas sensibler und mit mehr Respekt vor solch gewachsenen alten Bäumen zu prüfen. Passiert besonders in Dresden aber öfter mal, dass da eher sehr technokratisch und ohne jeglichen Sinn für sensible Naturräume vorgegangen wird. Ich dachte eigentlich immer, dass in einem Amt für Stadtgrün auch Leute arbeiten, die sich sogar für den Erhalt so schöner Naturräume einsetzen, aber hier scheinen viele Stellen (sicher nicht alle) eher mit Abfallwirtschaftern oder Motörjörgs besetzt zu sein, sehr bedauerlich. Vielleicht waren die Bäume auch einfach nur wieder irgendeinem Anwohner mit Beziehungen zum Amt zu sehr in der Sonne oder jemand brauchte billiges Kaminholz, keine Ahnung, das wäre natürlich noch abstoßender.

  5. Gerda Wolters
    2. Dezember 2018 um 20:49

    Die hatten es nicht so gut, wie Brechts “ Pappel am Karlsplatz“. Sehr schade.
    Baumschutz wird in Dresden hauptsächlich bei den Privaten beäugt und überwacht. Selbst ist die Stadt schnell mit der Säge dabei. Am ehemaligen P+R-Parkplatz in Bühlau wurden die Pappeln auch in nullkommanichts abgesägt.

  6. grünlandlaudator nepumuk
    2. Dezember 2018 um 21:24

    Doch, Amts_männel, gerne doch, morgen früh stehen „wir“ mit wütenden Mistgabeln als 1-Person-Großdemo im Reich des Bösen: Grunaer Zwo, 5.Stock. Im kadavergehorsamen Verk.sich.pflicht-Nebel schafft es das Amt für Stadtentgrünung immer wieder, neue Überhitzungsbereiche ohne Hinterhofverdichtungsdebatte zu erschaffen. Die Kleinen wollen ja lieber 42 Grad im Sommer, als die bisherigen 37 Grad auf der Rübe.
    Die neuen Ersatz-Bäumchen für Sebnitzer kamen nun auch nicht seit Herbst – das ist bestimmt Arbeitsverweigerung im Amt. Also bitte noch die restlichen Straßenbäume der Neustadt rausnehmen.
    Die Hauptausrede am Spielplatz war laut auskunftgebender Person oben das Vorhandensein von Totholz, was ja nun überall gang&gebe ist. Selbst viel Totholz kann besser entfernt werden, die Bäume in Gänze waren mopsfidel und kernholz-gesund. Die Morschungen sind eher in manch Amts-Oberstübchen zu finden – und das reichlich. Warum solche Angst vor einer Fälllllliste Spielplätze? Dann sinds höchstens zwei Mistgabeln im 5.Stock – also keene Sorge. Alles nur Belustigung, volles Rohr in die Klimakatastrophe. Merkt ja nichtmal jemand.
    Ist das Spielplatzmassacker mit dem Klimastutzstab oder der obersten Dienstherrin abgesprochen worden? Hauptsache, wieder einen ganzen Tag lang Lärm gemacht, mit Großtechnik – protestantisches Arbeitsethos eben, …unser täglich Lärm gib uns heute. Tätigkeitsnachweis erfüllt! Nun aber konsequent sein: Stämme so liegen lassen! Ist nun Abenteuerspielplatz – mit Ü-Hitz-Tendenz. Gegenüber ist schon solcher, nächtens, da liegen morgens oft 5-6 leere Bierflaschen im Sandkasten. Siehe Hausordnung Spielplätze. Ach so, das Amt hat 16uhr Feierabend, auch wenns nix mehr zu feiern gibt. Pappel-Papperlapapp, Amts_mann ist nun wieder hochbelustigt, freu freu, Bäume weg. Wer braucht schon Bäume?! Wer einen will, soll sich einen ins Zimmer stellen! Wie wärs mit Parkhaus auf Panama?

    Und nicht vergessen: wenn dann letzter Baum weg, dann machen wir alle feierlich das ASA zu. Gibt ja kein Arbeitsfeld mehr.

    herzliche Grüße, GrüLaLa Nepu.

  7. 4. Dezember 2018 um 15:32

    Das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft (ASA) ist mittlerweile völlig verrückt. Jeder normale Mensch würde statt Bäumen Kinder umsägen. Es gibt nichts, was schlechter für die Umwelt ist, als ein Kind: https://www.youtube.com/watch?v=rcx-nf3kH_M

    Es muss ja nicht gleich Kinder-Zersägen auf dem Spielplatz sein, das laute Kettensägenkreischen kann schließlich ganz schön nerven, zumal in einem Wohngebiet wie der Neustadt. Kinder-Vergiften im A-Park würde sicher auch sehr gut gehen und wäre evtl. auch energiesparender.

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