Hunderte Biker rasen durch die Heide

Nach gut zwei Stunden durch die Heide gabs noch etliche Schlussspurts
Nach gut zwei Stunden durch die Heide gabs noch etliche Schlussspurts
Der Wettergott hat es gut gemeint mit den grobstolligen Radlern. Die Wege waren trocken, die Sonne lachte und zu heiß war es auch nicht. Rund 500 Mountainbiker hatten sich zum MTB-Marathon für die etwa 50 Kilometer lange Strecke angemeldet.

Auch auf den Plätzen wurde um jede Sekunde gekämpft.
Auch auf den Plätzen wurde um jede Sekunde gekämpft.
Nach 1 Stunden und 45 Minuten war der Erste im Ziel nach massenhaft Steigungen und Abfahrten, Kehren, Wenden, graden Wegen und Holperpisten.

Veranstalter Markus Weinberg war begeistert. „Ich habe viel Lob von allen Seiten bekommen“, erzählt er. Er schickt auch ein dickes Dankeschön an die rund 35 Helfer, die gemeinsam die Strecke abgesichert haben.

Auch wenn der Marathon eigentlich der Hauptevent sein sollte, die Kleinsten auf ihren kunterbunten Laufrädern haben den Großen ganz sicher die Show gestohlen.

Wenn der Nachwuchs losradelt, kommen die Eltern ins Schwitzen.
Wenn der Nachwuchs losradelt, kommen die Eltern ins Schwitzen.
Wenn Zweijährige auf dem Laufrad so schnell über den Alaunplatz rasen, dass die mitrennenden Mütter und Väter außer Puste sind, ist das schon ein tolles Bild.

Von den Fahrern wurde die gute Organisation gelobt und auch das Rahmenprogramm mit Band, engagiertem Ansager und DRK-Blutspendeaktion, stimmte.

Zieleinlauf am Alaunplatz
Zieleinlauf am Alaunplatz

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25 Gedanken zu „Hunderte Biker rasen durch die Heide

  1. Kann mir jemand erklären, warum die Strecke schon am Sonntag tagsüber abgesteckt und abgesperrt war? Das war völlig sinnlos, und auch eine Zumutung für diejenigen, die dort unterwegs waren, um die Heide zu genießen.

  2. @S. Ebnitzer:
    Ja, ich! Man hat das getan um Sie und alle zu ärgern, reine Boshaftigkeit und böser Wille. Mich schüttelt es auch jedesmal, wenn andere sich amüsieren, besonders Kinder!
    Ich hoffe, dass das professionelle & hochbezahlte Orga-Team die Strecke im nächsten Jahr in Echtzeit absteckt und absperrt!!

  3. @Grinch: Ironie und Sarkasmus werden häufig falsch verstanden.

    @S. Ebnitzer: Die Veranstaltung hauptsächlich von ehrenamtlichen Engagement getragen. Das heißt, diejenigen, die die Strecke abgesteckt haben, fahren selber mit. Das wäre am Montag vor Rennstart nur sehr schlecht möglich gewesen. Bzw. hätten diejenigen, die dann so früh aufstehen und dann zig Kilometer Wanderung in den Knochen haben, beim Rennen so gut wie keine Chance mehr.

    Aber offenbar gab es mehrere, die das Flatterband als Zumutung empfanden, denn teilweise war das am Montag früh niedergerissen.

  4. Ich finden die Veranstaltung auch etwas fragwürdig, da meiner Meinung nach die Natur darunter leidet. Vor allem die kleinen Wege werden durch die Mountainbikes sehr beansprucht und durch Erosion beschädigt.
    Außerdem möchte ich hinzufügen, dass wie im letzten Jahr nicht alle Markierungen nach dem Rennen beseitigt wurden und nun überall in der Heide die rot-weißen Plastikbänder herumhängen. Deshalb die Bitte und Aufforderung an den Veranstalter, diese restlos zu entfernen!

  5. @S.Ebnitzer:

    Wann soll die Strecke den sonst abgesteckt werden als 1-2 Tage im voraus? Die paar Fähnchen und Schilder können Sie ja wohl kaum daran gehindert haben, die wunderschöne Natur genießen zu können.

    Sorry, aber da fehlt mir jegliches Verständnis, der Veranstalter hat das Event sehr gut vorbereitet.

  6. @ Fußgänger,

    die Natur leidet unter jeglicher Nutzung, ihr größtes Problem ist der Mensch in seiner schieren Quantität, egal ob er zu Fuß, auf 2 muskelbetriebenen oder 2 oder mehr motorgetriebenen Rädern in ihr unterwegs ist.

    Grundsätzlich ist der Vorwurf der Erosionsschäden durch MTB-Fahrer alt und zahlreiche Studien haben nachgewiesen, dass sie nicht höher oder niedriger als durch andere Formen der „Waldnutzung“ sind. Kann man in Sammlung der Quellen gern bei der DIMB nachlesen.
    Das befreit natürlich nicht von den einzelnen Rabauken, die ohne Rücksicht überall quer durch und vor allem ohne Beherrschung ihres Sportgerätes fahren. Dies trifft aber auch auf Wanderer zu, die abseits der Wege unterwegs sind. Und wenn man mal einen über Jahre völlig kaputten Wald sehen will, empfehle ich die Besichtigung nach Einsatz von Harvestern, das sind bis zu 40 Tonnen schwere Baumfäll-Großgeräte, die außer im extrem unwegsamen Gelände – die Dresdner Heide zählt nicht dazu – inzwischen faktisch immer eingesetzt werden. Reine Ökonomie, da Hand- und Pferdearbeit (zum „Rücken“ der gefällten Bäume) zu teuer im internationalen Holzmarkt sind.

    Die Streckenabsperrungen werden im Laufe dieser Woche von ehrenamtlichen Helfern entfernt werden. Die machen das, wie das Wort „Ehrenamt“ schon sagt, alle nebenbei zu einer Vollzeitbeschäftigung.

    Sport frei!

  7. @ Fußgänger,

    Sie sind ja trollig.Diese bösen Mountainbiker in „Ihrer“Heide machen alles kaputt.Was für ein Skandal !!!
    Nachdenlich macht mich nur ,das es vor kurzem etwas windig in Deutschland war und seit dem in jeden Waldstück,Havester,40t LKW,Traktoren umherfahren.Die Fahrspuren bis 30cm tief,verschlammt und abseits der Wege sieht es nicht besser aus.Und dann noch der Lärm dieser Motorkettensägen…….

  8. @SHARP
    „Die machen das, wie das Wort „Ehrenamt“ schon sagt, alle nebenbei zu einer Vollzeitbeschäftigung.“
    Arbeitslose ausgeschlossen! Ehrenamt ist bekanntlich durch die Art des Lohnerwerbs definiert.

  9. Also 1 – 2 Tage im voraus abstecken, ist ja wohl völlig daneben. Und, ehrlich gesagt, denke ich, das kann man am Morgen der Veranstaltung schaffen. Gegen 5 Uhr geht die Sonne auf. Das können ja auch Fans, Mitglieder, etc. machen, die nicht selbst fahren. Sinnlos war es auch deshalb, weil sowieso viel bereits am Sonntag weggerissen wurde, was jeder, der auch nur ein bisschen die Neustädter kennt, auch wissen muss. Übrigens: Ich habe nichts weggerissen. Und Pfeile am Boden, wo noch zig Leute d’rauf gehen und radfahren? Ich kann bei einem Straßenmarathon auch nicht Tage, nicht mal einen, nicht mal einen halben, vorher die Straßen blockieren. Ist das jetzt klar? Ich hoffe und wünsche, die Natur und der Freizeitwert in ihr, ist euch genauso viel wert. Sollte eigentlich mehr sein. Gerade hier.

  10. Hallo Sebnitzer,
    Vorschlag meinerseits: Melde Dich im nächsten Jahr als ehrenamtlicher Helfer, wenn sich ausreichend Helfer für solche Veranstaltungen finden, lassen sich Deine Vorschläge sicher umsetzen.
    Realität in der (anonymen) Großstadt ist allerdings: Wir konsumieren gern, wollen aber nicht mitmachen. Und wenn es uns nicht gefällt, meckern wir natürlich gern. Gerade hier, in der Neustadt.

  11. SEbnitzer. Wo war was blockiert, außer in deinem Kopf? Das hing am Bäumen und lag auf dem Boden.

  12. Hallo SHARP, es gibt für mich einen relativ großen Unterschied, zwischen meckern. und – zumindest bemühter – Kritik.
    Ich wäre dabei, wenn ich innerlich dabei wäre. Warum auch sonst???

  13. „Die machen das, wie das Wort „Ehrenamt“ schon sagt, alle nebenbei zu einer Vollzeitbeschäftigung.“
    Wie das Wort schon sagt, machen sie das eben gerade nicht in Abhängigkeit einer VZB. Was für eine absurde Definition von Ehrenamt.

  14. @Grinch
    Ich habe nichts gegen augenzwinkernde Ironie. Aber diese Aggressivität ist schon schwer auszuhalten. Super jedenfalls, dass so was auf die Beine gestellt wurde. Ein Spaß war´s, danke!

  15. Na das ist ja wirklich absurd, da klaut jemand Nicks. Der will also auch nicht ernstgenommen werden…

    @ Sebnitzer,
    auch ich sehe einen großen Unterschied zwischen Meckern und ernsthafter Kritik.
    Nur bei einer Wortwahl wie „ist ja wohl völlig daneben“ und „Ist das jetzt klar?“ kann zumindest ich nicht wirklich Kritik im Sinne „lass uns durch konstruktive Diskussion einen besseren Weg finden“ erkennen.
    Aber vielleicht war das ja auch durch einen ironischen Beitrag (nicht von mir) weiter oben ausgelöst.

  16. @ zeit frei,
    verstehe leider nicht, was dieser Kommentar zum Thema sagen soll.

    Ich kenne einige der Beteiligten, die haben alle noch eine andere Tätigkeit zum Bestreiten ihres Lebensunterhaltes.
    Das schließt nicht aus, dass es auch erwerblose Helfer gibt, aber mit ihrer Hilfe bei der Veranstaltung werden sie nicht ihren Lebensunterhalt bestreiten (können).

  17. Das fällt zwar nicht in die offizielle Kurzdefinition, aber ich denke, der Begriff des Ehrenamts sollte im sozialen Bereich bleiben und nicht auf Freizeitaktivitäten bzw. Hobbys von einzelnen Sportfreunden bezogen werden. Ehre sollte man sich für die selbstlose Hilfe gegenüber Bedürftigen verdienen, nicht aber für den Fahrspaß.
    Abgesehen davon möchte ich keinem den Fahrspaß vermiesen!
    Hals und Beinbruch!

  18. @SHARP

    Danke ! ich bin ja nun wirklich nicht „everybodys darling“

    aber ein bisschen netikette sollte schon sein !

  19. Der vorletzte „bob“-beitrag ist auf den paligro-Blog verlinkt… Interessant :-)
    Agent Provocateur?

    Aber lieber Bob oder Paligro oder wer immer nun den Begriff „Ehrenamt“ definieren will:
    Es gibt steuer- und vereinsrechtlich eine klare Begrifflichkeit, der folge ich erstmal. Davon abgesehen wird die Abgrenzung von Sport und sozialen Aktivitäten spannend. Im ganz konkreten Beispiel eines meiner „Ehrenämter“ (= Übungsleiter Radsport): Meine Trainingsgruppe umfasst ca. 15 Kinder bzw. Jugendliche. Bei der Hälfte ist das Sport im Sinne von Leistung bringen und sich sportlich entwickeln wollen, auch mal einen Wettkampf mitfahren, um sich in sportlicher Fairness zu messen und nicht unbedingt als letzter ins Ziel zu kommen. (Keiner von denen wird wahrscheinlich jemals Bundesliga oder sogar Weltcups fahren, obwohl wir in anderen Gruppen schon ein paar echte Talente haben.) Für die andere Hälfte ist das wöchentliche Training aber „nur“: Man sitzt nicht allein zu Hause vor der Spielkonsole oder lungert vor langer Weile in irgendwelchen Ecken rum, kriegt in der Sportgemeinschaft noch ein paar Werte vermittelt, die sonst in Schule oder Elternhaus aus den verschiedensten Gründen zu kurz kommen.
    Letzteres fällt für mich ganz klar unter „soziale Tätigkeit“ – sozial als die Gesellschaft/Gruppe bzw. menschliches Miteinander betreffend.

  20. Wieso wundert mich das mit dem Link nicht ? Somit ist also der Beweis erbracht, das sich Niveau jederzeit weiter verringern lässt.

    Viel Spass als „bob“…….

  21. Meine zwei Jungs hatten jedenfalls viel Spaß. Auch wenn einer als Vorletzter ins Ziel kam. Daher Danke an die Organisatoren und alle Beteiligten. Hat eventuell jemand den Track der Schülerrunde? Würde die gern selbst mal fahren.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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