Natur, die Stadt findet

Wo wohnt der Fuchs in Dresden? - Foto: Pixabay

Wo wohnt der Fuchs in Dresden? – Foto: Pixabay

Einmal kurz durchatmen, den Zilpzalp im Gebüsch entdecken, und kein Auto rauschen hören. Die Natur in der Stadt hat viele Gesichter: In Form von Parks, Fassadenbegrünung, Brachfläche oder Kleingarten erfüllt sie einige Funktionen für uns Menschen. Wir können in der Stadtnatur frische, gesunde Luft atmen,  Obst und Gemüse anbauen, uns austauschen und spazieren gehen. Stadtnatur kühlt unsere heißen Städte ab und dämmt den Lärmpegel. Das kostbare Stadtgrün hat viele Facetten.

Trotzdem ist der Busch, der Baum, die Wiese in der Stadt rar. Um das Stadtgrün noch weiter in die Öffentlichkeit zu rücken, widmet der BUND Dresden der Stadtnatur einen ganzes Wochenende.

Nächstes Wochenende, vom 26. bis 27. Mai 2018, werden Führungen, Vorträge sowie Workshops für jung und alt angeboten, um das Stadtgrün zu entdecken. 2015 startete der BUND Dresden mit dem Tag der Stadtnatur. Die Idee kommt ursprünglich aus Berlin, fand aber raschen Anklang in anderen Städten, wie Hamburg oder Nürnberg.

In Dresden stiegen die Besucherzahlen auf 300 Teilnehmer an, sodass seit 2017 das Konzept auf zwei Tage erweitert wurde. Auch in und um der Neustadt sind für dieses Jahr wieder einige Veranstaltungen geplant:

Am Sonntag, den 27. Mai laden die Organisatoren des Abenteuerspielplatzes Panama in die Seifhennersdorfer Straße ein, um Nistkästen für Vögel sowie Schlafstätten für Igel und Fledermäuse zu bauen und Samenbomben zu kneten. Das Angebot ist für alle von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Der Abenteuerspielplatz ist ein Projekt der Dresdner Treberhilfe.

Außerdem wollen die Stadtgärtner auf dem Alaunplatz von 14 bis 18 Uhr gemeinschaftlich gärtnern. Sie laden dazu ein,  Setzlinge zu pflanzen, sowie Samen zu tauschen.

Um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen, wird von 17 bis 20 Uhr im St. Pauli Salon in der Hechtstraße 32 gemeinsam diskutiert. Die Veranstaltung ist offen für alle, und lädt dazu ein Zukunftsvisionen zu besprechen. Gemeinsam will der BUND Forderungen an den Dresdner Stadtrat entwickeln.

Und wer an diesem Wochenende schon was anderes geplant hat, wird trotzdem vom BUND-Mitglied Hannes Hermann aufgefordert, etwas für die Stadtnatur zu tun: „Jede einzelne Person kann dazu beitragen, der Stadtnatur zu helfen. Wer einen eigenen Garten hat, kann eine wildbienenfreundliche Wiese mit z.B. Krokussen und Hyazinthen anlegen. Wer mit anpacken möchte, kann an einem der zahlreichen Arbeitseinsätze des BUND oder an der jährlichen Elbwiesenreinigung teilnehmen. Und dass jede Person selbst dafür verantwortlich ist, ihren Müll vom Elbwiesenpicknick oder vom Grillen im Alaunpark zu entsorgen versteht sich von selbst.“

Der Gemeinschaftsgarten auf dem Alaunplatz

Der Gemeinschaftsgarten auf dem Alaunplatz

Weitere Informationen:

linie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

linie