Schnee am Elbufer

Am Wochenende findet der Weltcup im Skilanglauf-Sprint statt.

Am Wochenende findet der Weltcup im Skilanglauf-Sprint statt.

Die Vorbereitungen für den FIS-Skiweltcup laufen auf Hochtouren. Seit heute Morgen wird der Elberadweg in eine Ski-Loipe verwandelt. Mit 4.000 Kubikmetern Kunstschnee wird die 1,4 Kilometer lange Strecke präpariert. Bis heute Abend soll die Schneedecke komplett liegen.

Der Schnee wird bereits seit Dezember auf dem Dresdner Flughafen produziert. Dafür wird Regenwasser gefrostet und dann zu kleinen Eiskügelchen geschreddert. Die sind auch bei den frühlingshaften Außentemperaturen nicht aufgetaut. Außerdem wird der Kunstschnee mit Naturschnee durchmischt.

Die Linke nutzte den Anlass, um noch einmal gegen die Finanzierung des Weltcups zu protestieren, der von Stadt und Land mit jeweils 300.000 Euro unterstützt wird. Linken-Stadtrat, André Schollbach: „Für wichtige Aufgaben im Sozial- und Bildungsbereich fehlt es in unserer Gesellschaft vielfach an Geld. Gleichzeitig wird aber mehr als eine halbe Million Euro an Steuergeldern dafür ausgegeben, dass Tonnen an Kunstschnee an den Elbwiesen ausgekippt werden.“

Mit großartigen Wintersportveranstaltungen kennt man sich in der Neustadt aus, das internationale Ski-Fliegen an der Pionierschanze auf dem Alaunplatz sorgt auch bei knausrigen Schneeverhältnissen für Begeisterung und kommt ohne staatliche Förderung aus.

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47 Kommentare zu “Schnee am Elbufer

  1. Dana
    11. Januar 2018 at 19:43

    Gibt es eigentlich irgendwo organisierten Protest?
    Würde mich gern anschließen.

    Da sieht man die Dekadenz unserer Gesellschaft.
    Wir haben in Dresden selten Schnee ——————–egal
    Dresden ist überhaupt nicht bekannt für Wintersport —-egal
    Ressourcenverschwendung —————————– egal, Braunkohle, Atommeiler….haben wir alles, lasst uns Kunstschnee produzieren
    zu viel Verkehr auf den straßen —– egal fahren wir mit LKWs den Schnee ans Elbufer
    Naturbereiche——————— egal lasst ihn uns unter Kunstschnee vergraben
    Fahrradwege———————-egal wer braucht die Schon die Fahradfahrer können auch auf den Straßen fahren oder überfahren werden

    Haupsache der Spaßgesellschaft wird nicht langweilig. Ich möchte so nicht leben.

  2. Alexander Rösch
    11. Januar 2018 at 20:42

    Hallo Dana,

    ich stimme dir nur in Teilen zu, sicher kann man darüber streiten was sinnvoll ist und was nicht, das möchte ich hier gar nicht ausdiskutieren.
    Was allerdings an mangelnder Unkenntnis liegt, ist der Umstand das Dresden nicht bekannt für Wintersport (war) ist.
    Gerade im Nachwuchsbereich (also dort wo keine Kamera hinschaut) gibt es in Dresden sehr wohl eine Skitradition.

    für Infos kann man sich gerne einmal bei der SG Klotzsche umschauen…

    leider sehr einseitig deine Meinung…aber zum Glück ist das ja deine…

    Grüße Alexander

  3. Falk
    11. Januar 2018 at 20:43

    naklar gibts Protest!
    Hier kannst Du dich anschließen:
    https://www.facebook.com/adfc.dresden/posts/1348853581885807

  4. Steffan
    11. Januar 2018 at 21:00

    Ich frage mich gerade wie man mal eben über Nacht an die Strecke an Teiltücken vom Schnee befreien könnte. (ganz altmodisch mit Schaufel und Spaten oder etwas moderner mit einigen Säcken Streusalz aus dem Obi)

    Ganz ehrlich, ich finde als vernunftbegabter Mensch kann man eine solche Veranstaltung nicht gut heißen. Was ist denn bitte die Intention der beiden Herren, die sich so für die Durchführung eingesetzt haben. Leider wollen mir da nur negative Gründe einfallen.

    Die „Spaßgeselschaft“ von Dana trifft es schon ganz gut. Die Massen müssen eben unterhalten werden. Nicht das mal der Eine oder Andere sich eine Minute besinnt und eventuell über das eigene Leben oder die Zustände, die dafür sorgen, das unser Planet an allen Ecken und Enden verbrannt wird, nachdenkt oder Gott bewahre an seinem eigenem Leben, der eigenen Ökobilanz mal was ändert. Ich frage mich wie sich solche Menschen Ihren Kindern gegenüber mal rechtfertigen wenn sie ihnen einen unbewohnbaren Wüstenplaneten übergeben.

  5. oha
    11. Januar 2018 at 22:54

    Öko, Verkehr behindern, Natur, Spaßgesellschaft …..

    oder

    Alaunpark grillen mit Kohle, Dreck liegen lassen, Assieck Verkehr behindern, Spassgesellschaft

    zzzz

  6. falky
    11. Januar 2018 at 23:29

    @Steffan
    Die werden die ganze Nacht machen und Wachschutz gibts auch(nehme an auch nachts), wird wohl eher schwierig ;-)

  7. Daner
    12. Januar 2018 at 05:46

    Ich kann Alexander nur zustimmen. Es gibt in Dresden so vieles Sportarten, die im Schatten der Investitionen in den Fußball immer wieder hinten runter fallen. Über die Verhältnismäßig könnte man da auch mal diskutieren. Man könnte z.B. mal die Kosten des Weltcups gegen die Kosten für einen bekannten Fußballverein gegenüber stellen. Auch wenn der finanzielle und ökologische Effekt beim Skilanglauf fraglich ist, so ist es schön zu sehen, dass auch mal andere Sportarten die Plattform bekommen, welche diese verdienen. Jetzt hat zumindest Dana schon Mal gelernt, welche Tradition es im Skilanglauf gibt.

  8. 12. Januar 2018 at 06:12

    Schon jetzt ein ökologisches Desaster

  9. Rico
    12. Januar 2018 at 07:03

    @Dana…tut mir leid, dir das sagen zu müssen, aber heute vor einem Jahr lag über ein paar Wochen Schnee,zum Teil war da der Elbradweg auch nicht nutzbar, weil eben zu viel Schnee lag.
    https://www.wetteronline.de/wetterdaten/dresden?pcid=pc_rueckblick_data&gid=10488&pid=p_rueckblick_diagram&sid=StationHistory&iid=10488&month=01&year=2017&period=4&metparaid=SNLD
    Wenn das für dich das wichtigste ist, kannst du natürlich dagegen protestieren. Ich selbst heiße die Aktion gut, aber so wird es immer sein, es gibt Befürworter und Gegner. Ob das für Dresden wirklich etwas bringt, ist wahrscheinlich im Nachgang besser bewertbar (so wie bei der Elbphilharmonie in HH, wo auch erst mal alle dagegen waren). Wenn es tatsächlich für den Ar… ist, stimme ich Dir auch gern zu, es nicht noch mal zu machen, aber vorab könnte man manchen Dingen auch eine Chance geben. Und wegen des Geldes….es wird sich immer jemand finden, egal bei welcher Investition, der diese nicht für gut empfindet, egal ob Brutkästen, Radwege, Autobahnen, Schule, gesunde Ernährung oder was auch immer, das ist halt der Nachteil, wenn man mit vielen Menschen zusammenlebt und nicht allein im Wald.

  10. Vincent
    12. Januar 2018 at 07:25

    Stand heute in einer Zeitung, das sollten sich die ewig meckernden Menschen mal durchlesen, und – noch besser – mal drüber nachdenken!

    „Professor Ralf Roth vom Institut für Natursport und Ökologie der Sporthochschule Köln beschäftigt sich schon lange mit der Klimabilanz von Wintersportveranstaltungen. „Vergleichbare Wettkämpfe, die in Städten stattfinden, haben häufig eine bessere -Bilanz als Wettkämpfe in den Bergen“, sagt er. Denn wenn Tausende Zuschauer mit dem eigenen Auto in die Berge fahren, wirke sich das negativer aus. Beim innerstädtischen Wettkampf herrschten dagegen kurze Wege. Mit Letzteren werben die Veranstalter René Kindermann und Torsten Püschel schon lange. Das Wettkampfhotel liegt direkt an der Strecke, Ticketbesitzer und freiwillige Helfer können kostenlos mit Bus und Bahn fahren. „Betrachtet man andere Sportstätten, ist der Energieaufwand für die Schneeproduktion eigentlich relativ überschaubar“, sagt Professor Roth. Die genutzten Schneemaschinen verbrauchen bei maximaler Leistung rund 8 000 Kilowattstunden Strom pro Tag. Zum Vergleich: Die außenliegende Eisschnelllaufbahn im Ostragehege verbraucht täglich etwa 2 500 Kilowattstunden – im Schnitt. Bei warmem Südwind und bis zu 9 Grad Celsius Außentemperatur wird für die Bahn sogar das Doppelte verbraucht. So kommen pro fünfmonatiger Saison insgesamt etwa 375 000 Kilowattstunden zusammen.“

    Und wie sagte der Stadtsprecher so schön: Beim Stadtfest oder Striezelmarkt fragt auch keiner nach der Ökobilanz, wenn zig Buden von überall her nach Dresden rein- und später wieder rausgekarrt werden.

    Dresden, eine Stadt der Nörgler, Besorgten, Meckerer und Besserwisser. Es nervt..

  11. schneewalzer
    12. Januar 2018 at 07:57

    Immerhin brettern Zuschauer und Sportler nicht kilometerweit mit dem Auto ins Gebirge, wo auch auf Kunstschnee gefahren wird und
    es gibt aus Dresden mal anderen Input als Montags vom Theaterplatz und gebissene Migranten.

  12. 12. Januar 2018 at 08:55

    Danke Vincent für den Hinweis, der ganze Artikel auf SZ-Online.

  13. Friede
    12. Januar 2018 at 09:18

    Das stimmt Schneewalzer,
    Ablenkung tut da immer gut. Lassen wir die Probleme in der Stadt weiter unbearbeitet, drehen wir uns um und schauen nun gespannt den Ski Läufern an der Elbe zu. Hei, das wird ein Spaß!

  14. Steffan
    12. Januar 2018 at 09:46

    Kritiker als Nörgler zu verunglimpfen, ist natürlich einfach, dem ist ja dann auch nichts mehr hinzuzufügen. Mir fällt statt Nörgeln, eher das Attribut Vernunft ein.

    Die Vernunft zu besitzen, solche Kommerzveranstaltungen, deren ökologische Verträglichkeit ich nach wie vor absolut anzweifle, eben nicht durchzuführen. Was ist denn bitte der Sinn einer solchen Veranstaltung? Nichts anderes als eine weitere Party mit „toller Altstadtkulisse“ abzuhalten.

    Und welches Bild senden wir mit der Durchführung aus? Nichts anderes als „wir kümmern uns nicht um die Verhältnisse“, wenn es keinen Schnee gibt, machen wir eben welchen. Die Ökologie ist uns egal, denn schließlich können wir es uns ja leisten. Aber wofür?

    Mittlerweile sollte es vielleicht auch im Mainstream angekommen sein, dass nicht alle Dinge sinnvoll sind, auch wenn wir sie uns scheinbar monetär gerade leisten können. Ich kann mich auch noch an Zeiten erinnern, da wurden die Elbwiesen als ökologisch wichtiger Kontrapunkt in der Stadt gehandelt, aber da scheint ja mit dem Fall des Welterbetitels ein Dammbruch vonstatten gegangen zu sein. Heute ist es völlig ok, tausende Tonnen Schnee mit dem LKW anliefern zu lassen.

    Wacht endlich auf uns seht, dass wir lernen müssen die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen.

    Steffan

  15. Andreas
    12. Januar 2018 at 10:13

    @Rico:

    Der Verweis auf den Schnee im Vorjahr ist irreführend. Für den Elberadeweg zwischen Waldschlösschenbrücke und Pieschen gibt es seit diesem Winter eine Schneeräumungszusage seitens der Stadt.

    https://pieschen-aktuell.de/2017/winterdienst-fuer-elberadweg-zwischen-ballhaus-watzke-und-waldschloesschenbruecke/

  16. Vincent
    12. Januar 2018 at 10:38

    Lieber Steffan, dann bitte echauffiere dich mit der gleichen Vehemenz gegen all die anderen Kommerzveranstaltungen, wie Stadtfest, die diversen Weihnachtsmärkte, die Filmnächte, und und und…
    Was soll man da erst zu den ganzen Skipisten sagen, die den ganzen Winter über mit Kunstschnee aufgefüllt werden, da ist die Ökobilanz ungleich schlimmer. Ich finde die Argumentation in dem SZ-Artikel sehr schlüssig, aber manche sind eben beratungsresistent.

    Immer gegen den Kommerz zu wettern ist so dermaßen altbacken.
    Wir leben in einer Großstadt und nicht in der Uckermark.

  17. SHARP
    12. Januar 2018 at 10:52

    @Vincent,
    mit Gutachten, die letztlich von befangenen Menschen erstellt werden (ein Professor von der Sporthochschule in Köln – Mensch, der lebt davon, dass genau solche Veranstaltungen stattfinden), kann man alles und nichts beweisen. Die Welt ist voll von Gefälligkeitsstudien, Glyphosat und diverse Medikamente sind nur Beispiele der jüngsten Vergangenheit.
    Und der Verweis, dass ja in der Stadt noch eine Menge mehr Unsinn stattfindet, um dann zusätzlichen Unsinn mit einer beträchtlichen Menge Steuermitteln zu unterstützen, ist ein so offensichtliches Ablenkungsmanöver.
    Wenn hier Leute diese geldverschwendende Aktion verurteilen, heißt es nicht im Umkehrschluss, dass diese Leute den anderen Unsinn kritiklos hinnehmen. (Ich persönlich finde auch das Stadtfest in seinem Umfang nicht in Ordnung. Wir gehen da nicht hin und sind ganz sicher sowieso nicht die Zielgruppe.)

    Für alle Kritiker:
    Wendet Euch z. B. auch an Eure Vertreter im Stadtrat. Für die Neustadt fällt mir da unmitelbar der Herr Lichdi von den Grünen ein. Erst hat ihm die Äußere Neustadt ein Traumergebnis bei der letzten Kommunalwahl bereitet, ganz klar mit dem Hintergrund, ihn als vermeintlichen Vertreter „wahrer grüner Werte“ im internen Machtkampf mit den sächsischen grün-schwarzen Planspielen zu stärken. Bei diesem ökologisch äußerst fragwürdigen Projekt „Skiweltcup am Königsufer“ hat er sich dann in die erste Reihe der Unterstützer gestellt – ganz großes Kino! Tausende Kilowattstunden für Kunstschnee zu verballern (Wie ist das mit dem deutschen Strommix, ganz viel dreckige Braunkohle!), 4 große Lkws pendeln ständig vom Flughafen zum Königsufer (Feinstaub & Stickoxide in der Stadt – egal!) usw. usf., das müssen alles ganz urgrüne Werte sein.
    Ich habe mich jetzt nicht im Detail mit dem Abstimmverhalten der anderen Fraktionen beschäftigt, aber beim Herrn Lichdi als Vertreter unseres Wahlkreises finde ich die Diskrepanz zwischen Anspruch bzw. Erwartungshaltung und dem konkreten Abstimmverhalten gepaart mit dem unverschämten Greenwashing des ganzen Unterfanges als besonders erschütternd.
    Man sieht sich bei der nächsten Wahl!

  18. Frank
    12. Januar 2018 at 11:25

    Ob diese Veranstaltung nach Dresden paßt,laß ich mal dahingestellt Ich weiß nicht,ob Eintrittsgelder die Unkosten decken.Was mich hier nervt,sind diese Ökobotschaften.Meines Wissens wird der Radweg dafür genutzt und der düfte bestimmt nicht dadurch leiden.Was ich dagegen im Sommer nach durchzechten Grillabenden an den Elbwiesen (vor allem auf der Neustädter Seite) sehe,scheint mir das Umweltbewußsein auch nicht all zu sehr ausgeprägt zu sein.Zum Thema Verkehrsbehinderung;was sich da jede Nacht am Assieck abspielt mit den Sraßenbahnstreichler ist auch nicht gerade verkehrsfördernt.Vom CSD und anderen Demos mal abgesehen.Also Leute,seid mal bißchen toleranter und fordert das nicht immer nur von Anderen ein.Wenn es international übertragen wird,macht es unsere schöne Stadt wieder ein klein wenig bekannter und zeigt,daß es hier nicht nur Pegida gibt.

  19. Christina
    12. Januar 2018 at 13:52

    Auch ich kann nicht nachvollziehen, warum ausgerechnet in einer keinesfalls schneesicheren Stadt wie Dresden ein solcher ökologischer Irrsinn stattfinden muss. Energie- und Ressourcenverschwendung, bezahlt zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln, die der Stadtrat locker bewilligt! Was sagt die CO2-Bilanz dazu? Wenn es schon sein muss, warum findet das nicht in Altenberg statt, wo die Infrastruktur dafür vorhanden ist? Für die Region brächte es eher eine Aufwertung. Wobei, eine Großveranstaltung ist in ökologischer Hinsicht immer mit Vorsicht zu betrachten. Muss wirklich alles, was technisch möglich ist, realisiert werden, nur weil damit Aufmerksamkeit erzielt werden kann? Wie war das eigentlich mit den Schildbürgern? Oder heißt die geplante Aufkündigung der Klimaziele, jetzt ist eh alles wurscht? Irgendwie passt das aber auch zu Dresden, wo Modernität mit den Tiefen der Mottenkiste verwechselt wird. Das nörgelnde Volk kriegt alles, was es will und wird auf MDR-Niveau gehalten! Wie (war das früher doch) schön! Dummerweise spielt nun noch das Wetter einigermaßen mit, was sich die Verantwortlichen wahrscheinlich auf die eigenen Fahnen schreiben werden. Damit wird die Veranstaltung natürlich ein voller Erfolg! Klar! Wer braucht das eigentlich, und die Frage nach dem Gemeinwohl will ich hier zu guter Letzt nicht vergessen, meinen anderen wütenden hinzufügen. Na dann, Zukunft, Ski Heil! Was kommt als nächstes, die olympischen Winterspiele?

  20. bob
    12. Januar 2018 at 14:10

    @Steffan

    „Wacht endlich auf uns seht, dass wir lernen müssen die Verantwortung für unser Handeln zu übernehmen.“

    Im Gegensatz zu @Vincent , @schneewalzer und @rico hab ich hier von Dir bisher nur irgendwelche Parolen gehört, die dazu aufrufen, etwas zu zerstören.

    Die Verantwortung für dein eigenes Handeln fehlt leider vollständig. Aber Hauptsache rumgemotzt……ganz unabhängig davon, ob diese Veranstaltung Sinn macht.

    Ich finde es jedenfalls gut, dass Dresden auch mal ausserhalb von irgendwelchen Leuten, die Montags viel zu häufig die Presse bestimmen und das Bild Dresdens in der Wahrnehmung in der Welt komplett verfälschen, wahrgenommen wird.

  21. Christina
    12. Januar 2018 at 14:19

    Sehr gut Steffan (und Dana eingangs), ihr trefft den Punkt! Alle anderen Schönredner des „Events“, feiert weiter Party, lasst es krachen, freut euch des Lebens, als gäbe es kein Morgen, geht zum Fußball oder Wintersport im Sommer, steigt über den Dreck, den andere hinterlassen einfach drüber, Hauptsache ihr lasst euch den Spaß nicht verderben! Die Verantwortung für die Folgen unses heutigen Zusammenlebens wird schon irgendein Dussel übernehmen!

  22. Felix
    12. Januar 2018 at 14:28

    Aber bitte zum Protest nur in fairgehandelten Multifunktionsjacken erscheinen! ;)

  23. Ski frei
    12. Januar 2018 at 14:49

    Falls es regnet fällt die ganze Sache sowieso ins Wasser und dann kann man sich wirklich über verschwendete Gelder aufregen..

    Räumt die Stadt den Schnee dann auch wieder weg (falls er sich hält) oder darf man als Normalo-Stadtbewohner am Montag die schöne Schneestrecke für Wintersport selbst noch nutzen? ;-)

  24. Tobias
    12. Januar 2018 at 14:54

    Dresden ist halt Dresden ;)

    Mal angenommen, die Fakten unter https://www.skiweltcup-dresden.de/weltcup/nachhaltigkeit/ sind so korrekt, dann ist es doch eigentlich ein ziemlich gut durchdachter Event.

    Darüber hinaus wird die Strecke ja scheinbar auch noch weiter benutzt.

    „Sonntag, 21.01.2018
    10:00 Uhr: Skifahren für Jedermann – wir öffnen die Piste für alle Dresdner“

    Tobias

  25. SHARP
    12. Januar 2018 at 15:40

    Als nächstes kommt der America’s Cup!
    Da müssen wir doch nur noch einen großflächigen Anschluss von der Elbe bis zu den Lausitzer Tagebaurestlöchern schaffen und mit ein paar Windmaschinen wird das sicher ein Super-Event!
    Harte Wendemanöver am Königsufer mit der Frauenkirche im Hintergrund, kommt sicher gut im 4k-Fernsehen.
    The Show must go on!

    Aber vielleicht ist es ja doch eher in der Art:
    Keine Bretter für die Laube,
    für das Auto keine Schraube,
    für den Lokus kein Papier.
    Aber einen Kosmonauten haben wir!
    (Wie das endete, sollte bekannt sein. Für die jüngeren Jahrgänge: Politischer Witz in der DDR, Ende der 70er Jahre.)

    Wenn das Produkt in seiner Funktion nicht überzeugend ist, muss man es durch entsprechendes Marketing kompensieren.

  26. Steffan
    12. Januar 2018 at 15:50

    Lieber Bob,

    im Rahmen meiner Möglichkeiten, nehme ich meine Verantwortung durchaus war. Z.B. fahre ich kein Auto sondern jeden Tag 20km mit dem Rad zur Arbeit. Ich esse zeit vielen Jahren so gut wie kein Fleisch und das nicht weil es mir nicht schmecken würde, sondern weil ich den gezielten Verzicht als notwendig und sinnvoll ansehe. Den Konsum im Sinne von unsinnigen Einkäufen, ist mir schon seit Jahrzehnten fremd. Und genau diese Mentalität versuche ich auch meinen Kindern beizubringen. Konsum ist Politik! Und jeder von uns kann durch eigene Entscheidungen, durch persönliches Handeln seinen Teil beitragen. In einer Stadt wie DD kann man m.E. leicht auf Pkw verzichten und so einen Beitrag zur Luftreinhaltung liefern.

    Ich wiederhole gerne noch einmal meine Frage: Was ist der konkrete Sinn dieser Veranstaltung? Entsprechend der Logik einer vergleichsweise guten Ökobilanz (die ich schlichtweg anzweifle), müssten wir zukünftig ja alle Wintersportereignisse in Großstädten austragen, oder?

    Ich hatte naiver weise angenommen, dass die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Verantwortung“ inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Und nun diese Veranstaltung, die m.E. in genau die entgegengesetzte Richtung zeigt.

    Und ja, auch die Sinnhaftigkeit und anderer Großveranstaltungen können m. M. nach gerne diskutiert werden.

    Steffan

  27. tom
    12. Januar 2018 at 15:51

    Anstatt sich mal zu freuen, wird wieder nur rumgenörgelt.

    Ich freu mich drauf und werd’s mir anschauen, genau wie tausende andere auch.

  28. Steffan
    12. Januar 2018 at 16:00

    Der Gedanke eines selbst auferlegten Verzichts scheint vielen Mitmenschen völlig fremd zu sein. Man stelle sich vor, Wintersport müsste komplett ohne künstliche Hilfsmittel auskommen. Wenn kein Schnee liegt, fällt die Veranstaltung eben aus.

    Ich weiß, für Euch ein völlig absurder Gedanke. Aber glaubt mir, die Sonne würde am nächsten Tag trotzdem wieder aufgehen.

  29. Steffan
    12. Januar 2018 at 16:43

    Ich fände es übrigens auch gut, wenn Dresden in der Berichterstattung wieder positiver wahrgenommen werden würde. Warum man dafür aber eine in meinen Augen unsinnige Sportveranstaltung inszenieren muss, erschließt sich mir nicht.

    Daher hier meine Vorschläge zur Verbesserung des Stadtimage:

    a) Schaffung einer autofreien Zone im Umkreis des Goldenen Reiters von 10km in Kombination mit einem kostenlosen ÖPNV
    b) Massiver Ausbau der Fahrradwege
    c) Abschaffung der Kita-Gebühren
    d) Bereitstellen einer kostenlosen Mittagsversorgung in den Schulen
    e) Installation eines Bürgerforums zur lokalen Mitbestimmung über die Ausgestaltung in Fragen des Verkehrs, öffentlichen Nahverkehrs usw.

    Ich denke für den Anfang würde das für eine positive Berichterstattung reichen.

    @ Bob und Vincent:
    Los Jungs, jetzt gebt es mir aber mal so richtig ;-)

  30. Marko
    12. Januar 2018 at 16:56

    Ob das Event nun tendenziell positiv oder negativ in den Folgen ist sei mal dahingestellt.

    Aber zwei Punkte: 1 – Warum um Himmels Willen kommen die nicht selber auf den Trichter, – noch dazu bei nem Sportevent – eine halbwegs adäquate und sinnvoll beschilderte Radwegumleitung zu basteln? Versteh ich nicht.

    2 – Die Auflistung der Nachhaltigkeitspunkte ist tatsächlich lächerlich. ”Vegetarische Angebote, Gleichgewicht an Männern und Frauen, Kommunikation vorzugsweise elektronisch“ … man hatte bestimmt nicht genug Platz, um nachhaltige Errungenschaften wie die Dampfmaschine oder die Elektrizität mit aufzuführen. Meine Fresse!

  31. Erichsen F.
    12. Januar 2018 at 17:01

    Yes! Skiweltcup im beheizten Fluss-Canyon. Wo jedes zarte Flöckchen vorm Touchdown verdampft.

    Und demnächst: Segelweltcup auf dem Zwingerteich!

    So wird der (angeblich durch xxx) ramponierte gute Ruf der Gemeinde wieder gerettet. Weltweit.

    Tätää-tätää-tätääää! Tusch!

  32. bob
    12. Januar 2018 at 18:12

    @Steffan

    Nee. Ich will es Dir nicht geben.

    Was mich allerdings interessieren würde ist, woher du wissen willst, ob ich nicht auch lieber ÖPNV benutze, bei Fernreisen mit BLABLA fahre, bewusst und sinnvoll konsumiere und wie ich Lebensmittel einkaufe ?

    Und was hat diese Veranstaltung bitte mit der Sperrung der Dresdener Innenstadt im Umkreis von 10 km im allgemeinen zu tun. Wir können auch den Flughafen sperren und dort die Waren auf Pferdekarren laden um Sie dann zu verteilen.

    Und mit Nachhachhaltigkeit und Verantwortung habe ich mich schon zu einer Zeit auseinandergesetzt, als Nachhaltigkeit noch kein Modewort war und man noch wusste, dass Nachhaltigkeit in drei ! Dimensionen stattfinden sollte.

    Also spar dir deine Belehrungen für deine Kinder. Die fallen bestimmt drauf rein. Zumindest bis sie erwachsen sind.

  33. Tomdd
    12. Januar 2018 at 18:19

    Also ich freue mich auch schon. Echt mal wieder was los in DD. @Dana: was möchtest du denn für eine Demo??? Weltfrieden??Keinen Schnee in Dresden??Du musst ja ne Zeit haben*g* Solche Leute sind mir echt die liebsten. Erst mal gegen alles sein, was nicht Öko ist und mehr als drei Räder hat(außer Moderen Kinderwagen)Pferden setzt man Scheuklappen auf

  34. Tomdd
    12. Januar 2018 at 18:29

    @Steffan: deinen Kommentar hatte ich leider zu spät gelesen. Ich lache noch immer:-)) deine armen Kinder, samt Familie. Da fehlt bloß noch ein Beitrag, das die tolle Familie auf freien Schulen waren, sind und gaaaanz toll aufgewachsen sind. Ich musste das echt zwei mal lesen, aber …. naja. Jetzt muss ich mir vor freude einen Pullover stricken, damit ich auf dieser schei…Kommerzveranstaltung keine Erkältung hole und morgen Arnikakügelchen essen muss. Montag muss ich ja wieder auf Arbeit, um Geld zu verdienen. Sozialhilfe muss ja auch irgendwie finanziert werden:-)

  35. Vincent
    12. Januar 2018 at 18:48

    @Steffan

    Was sollen wir dir geben? Noch mehr Aufmerksamkeit? Reicht es dir noch nicht? Du konntest dich doch nun lang und breit erklären. Nur weiß ich nicht was deine Ausführungen mit dem Skiweltcup zu tun haben.
    Viele deiner Punkte unterschreiben ich. Die habe mit dem Thema aber gar nix zu tun. Gelder für deine Wünsche kommen aus nem ganz anderen Topf als für dieses Event jetzt.
    Du kannst doch nicht allen Ernstes glauben dass die Stadt, weil sie das Event unterstützt, deswegen bei den Kindern und anderen sozialen Themen spart.

  36. nepumuk
    12. Januar 2018 at 21:23

    Hat man die Nachnutzung des Schnees für die Internationalen Apark-Ski-Weit- und Kunstsprungmeisterschaften für Stadtteilvölkerverständigung schon organisiert? Wäre noch besser für die Gesamtbilanz, geht aber vermutlich nicht, auch gibts nicht ausreichend Lastenräder. Schade. Bleibt also nichts anderes übrig, als den Schnee dann mit Heizpilzen zu tilgen. Ich hol mir morgen nen Marmeladenglas Frischschnee (natürlich den vom Fichtelberg) und bewahre ihn im heimischen Frost. Das Gegurke (schon wieder nur im Kreise loofen) erspare ich mir natürlich. Ich gucke erstmal, wo im Keller noch der alte stromfressende Heizpilz steht …

  37. Daniel
    13. Januar 2018 at 03:04

    Auszug aus dem geplanten Programm der Veranstaltung: Samstag Weltcup Sprint Einzel, Sonntag Weltcup Team Sprint, Montag Demonstrations-Wettkampf Paralympics Schülermannschaft, Dienstag Junior City Biathlon, Montag bis Freitag Schulsport auf Schnee, Samstag internationaler Sachsencup, Sonntag Skifahren für Jedermann

    Wäre schön, wenn alle die Veranstaltungen wie geplant durchgeführt werden können, so dass möglichst viele Dresdner und Gäste die Gegebenheiten nutzen können bzw. anderen bei der Nutzung zuschauen können.

  38. Stephan
    13. Januar 2018 at 08:55

    Fahrt doch mit euren alten dieselkarren vorbei.dann wird der Schnee bald weg sein. Zumindest optisch. Aus Schnee wird Asphalt und der radweg ist wieder da. Und wenn alle das event verfolgen,ist genug zeit seinen Müll vor die haustür zu stellen und den Hund auf die Gehwege scheißen zu lassen. Sieht ja keiner.

  39. enrico
    13. Januar 2018 at 14:14

    Der Schnee schmilzt: https://www.sz-online.de/nachrichten/schneeschmelze-am-koenigsufer-3858589.html

    So what, Dresden ist im Fernsehen.

  40. Schulz
    13. Januar 2018 at 14:34

    Nee, Vincent, die Stadt spart ganz sicher nicht an Ausgaben für Kinder, das hat sie ja schon die vergangenen 10 bis 12 Jahre ganz konsequent getan!
    Wollen wir uns mal Schulsporthallen ansehen gehen? Aber nicht nur die paar Vorzeigeobjekte an sanierten Gymnasien.
    Aber jetzt ist ja alles gut, die SPD ist in Stadt und Land mit am Ruder, da könnt Ihr alles schick machen, gelle? Aber vielleicht erleben wir das alle nicht mehr.

  41. qwertz
    13. Januar 2018 at 16:55

    @enrico
    realsatire. wir dresdner sind berühmt dafür. weltweit

  42. jens der weit flog
    13. Januar 2018 at 21:40

    So geht sächsisch!

    Wo genau wird die Schneeschmelze live übertragen? Immerhin sollte das doch ne Werbung für Dresden werden. Auf ZDF gibt es mehrere Stunden nach dem Rennen eine ca. 20-25min „Zusammenfassung aus
    Dresden“. Respekt.

  43. Marcel Proust
    14. Januar 2018 at 19:00

    Ein wunderbares Bild in der DNN unterschrieben mit „Eindrücke vom Ski-Weltcup in Dresden am Sonntag“

    In diesem Sinne: Ski heil!

    Und: Die Form des Wintersportlers wird im Sommer gemacht.

    Achja: So geht sächsisch!

  44. Daniel
    14. Januar 2018 at 19:07

    Sportübertragungen im öffentlich rechtlichen Fernsehen bedeuten in Deutschland leider vor allem Fußball mit winterlichem und sommerlichem Beiwerk anderer Sportarten. Wer wirklich an Sport interessiert ist, sollte einfach Eurosport oder Sport 1 schauen. Die privaten Sender setzen die eigentlichen Vorgaben des Rundfunkstaatsvertrages um – eine breite Berichterstattung über möglichst viele Sportarten. Auf Eurosport konnten auch die Wettkämpfe in Dresden beobachtet werden. Im Player sind die Beiträge auch im Nachgang abrufbar.

  45. abrazzo
    14. Januar 2018 at 19:55

    @Daniel: Sorry, aber vom sportlichen Standpunkt aus gesehen verdienten die Dresdener FIS-Rennen bestimmt keinen breiteren Senderaum. 1,4 km Flachstrecke mit Hügelchen als Herausforderung für die weltbesten Langläufer! Lächerlich.
    Und Eurosport und Sport 1 haben den ganzen Tag Zeit, um so wichtige Sportarten wie Darts oder Billard zu zeigen. Bei denen richtet sich das Programm nach den Interessen der Wettmafia. Auch toll!
    Ich vermisse übrigens auch vieles im öffentlich rechtlichen TV. Rugby z.B. Aber auch da fehlen wohl die Wettquoten, den auch in den Sportprogrammen gibts das nüsch.

  46. Daniel
    14. Januar 2018 at 21:43

    @Abrazzo: Als Redakteur der Verbandsseite einer sogenannten „Randsportart“ in Deutschland (die in anderen europäischen Ländern live im öffentlich rechtlichen Fernsehen übertragen wird), kann ich bestätigen, dass die Meinungen sicher weit auseinandergehen was nun übertragen werden soll. Aus meiner Sicht hat jeglicher Leistungssport auf höchstem Niveau eine entsprechende Plattform verdient. Gut wäre auch in Deutschland ein öffentlich rechtlicher Sportsender wie in vielen anderen europäischen Ländern. Sofern du mir die entsprechenden Quellen zu deinen Thesen benennst, kann ich mich gern damit beschäftigen (Stichwort Wettmafia).

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