Die Nacht wird lang

Martin-Luther-Kirche bei Nacht

Zeitumstellung: Die Uhr an der Martin-Luther-Kirche wird schon am Abend zurückgestellt

Achtung, heute Nacht, wenn der kleine Zeiger auf die 3 vorgerückt ist, bitte aufstehen und an der Uhr drehen. Also den großen Zeiger einmal rum, entgegen dem Uhrzeigersinn.

Alternativ kann man es auch so machen, wie bisher an der Martin-Luther-Kirche. Da werden die Zeiger schon heute Abend zurück gedreht. Und ganz Verwegene können in der Nacht ein städtisches Ritual erleben. Dafür muss man aber die Neustadt verlassen, den Strom überqueren und zu dunkelster Stunde den Zwinger entern, um dann von 3.00 Uhr bis 3.00 Uhr ein ganz besonderes Glockenspiel zu erleben. Mehr unter: inverse-dresden.eu

Die Sommerzeit wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Angeblich soll mit der gewonnenen Tageslichtstunde Energie gespart werden. Allerdings kam ein Gutachten des Büros für Technikfolgen-Abschätzung (TAB) 2016 zu dem Ergebnis, dass die Sommerzeit den Energieverbrauch in der Bundesrepublik zwar reduziert, die Ersparnis beläuft sich jedoch nur auf 0,21 Prozent.

Eine Umfrage von YouGov in diesem Frühjahr ergab, dass drei von fünf Deutschen gern die Umstellung abschaffen würde.

Achtung Zeitumstellung

Achtung Zeitumstellung – auch an der Turmuhr der St.-Martin-Kirche

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9 Kommentare zu “Die Nacht wird lang

  1. Erichsen F.
    28. Oktober 2017 at 16:07

    …wobei ich bezweifle, dass tatsächlich 3 von 5 die Sommerzeit abschaffen wollen. Die Eigenart solcher Umfragen etc. ist doch bekanntermaßen, dass einige „Besorgte“, die sich eindeutig in der Minderheit befinden, die Schreihälse geben, um doch noch ihren Willen zu kriegen.
    Sämtliche Leute, die alles völlig und normal finden, sehen keine Gründe, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, rumzuschreien und mit Umfrageteilnahmen Zeit zu verschwenden.

    Also: Ruhe bewahren. Und ich finde die Sommerzeit schön. Sommers im Biergarten wird’s immer irgendwann dunkel. Schön, wenn man aber ne Zeit lang noch was sehen kann. Hingegen frühs um Dreie aufzustehen, wäre nich so mein Ding.

  2. Alauner
    28. Oktober 2017 at 18:52

    Der einzig Besorgte scheinst du zu sein. Und dazu hast du auch nicht verstanden wie solche Umfragen funktionieren.

  3. bob
    28. Oktober 2017 at 19:00

    @Alauner

    ich finde es schon erstaunlich, wie man sich über etwas wie die Zeitumstellung in die Haare geraten kann. Schön, dass du sonst keine Sorgen hast.

  4. abrazzo
    28. Oktober 2017 at 19:25

    Hah! Ich hatte immer schon den Eindruck, daß es sich bei „Alauner“ um einen Bot handelt. Jetzt sieht man es deutlich: Standardreaktionen auf Schlüsselworte! Siehste mal.

  5. bob
    28. Oktober 2017 at 19:41

    @abrazzo

    „Alauner“ ist nicht das einzig Erstaunliche in diesem blog. Dennoch amüsant.

  6. rimalp
    29. Oktober 2017 at 12:18

    Wer die Sommerzeit abschaffen will ist entweder arbeitslos oder hat den Luxus von Gleitzeit auf Arbeit.

    Für mich ist die Stunde extra Sonne nach der Arbeit einfach nur Gold wert. Da lohnt es sich wenigstens nochmal raus zu gehen und was zu unternehmen. Oder einfach nur nichts zu tun und die Sonne zu genießen.

  7. Seldon
    30. Oktober 2017 at 08:33

    Ach Du liebe Zeit…klar für Abschaffung der Sommerzeit! UNd für rimalps Problem wäre die Lösung: radikale Verkürzung der Arbeitszeit durch Abschaffung des Kapitalismus!
    (scnr)
    „Je weniger Zeit die Gesellschaft bedarf, um Weizen, Vieh etc. zu produzieren, desto mehr Zeit gewinnt sie zu anderer Produktion, materieller oder geistiger. Wie bei einem einzelnen Individuum hängt die Allseitigkeit ihrer Entwicklung, ihres Genusses und ihrer Tätigkeit von Zeitersparung ab.
    Ökonomie der Zeit, darin löst sich schließlich alle Ökonomie auf.
    Ebenso muss die Gesellschaft ihre Zeit zweckmäßig einteilen, um eine ihren Gesamtbedürfnissen gemäße Produktion zu erzielen;
    wie der Einzelne seine Zeit richtig einteilen muss, um sich Kenntnisse in angemessenen Proportionen zu erwerben oder um den verschiedenen Anforderungen an seine Tätigkeit Genüge zu leisten.
    Ökonomie der Zeit, sowohl wie planmäßige Verteilung der Arbeitszeit auf die verschiedenen Zweige der Produktion, bleibt also erstes ökonomisches Gesetz auf Grundlage der gemeinschaftlichen Produktion. Es wird sogar in viel höherem Grade Gesetz.“ K. Marx

  8. Erichsen F.
    30. Oktober 2017 at 10:48

    Na Seldon, da pass aber ma uff, dassde nich von die Grünen uffde Mappe kriegst. Denn wie man Zeitersparnis bei der Produktion von Weizen, Vieh etc. erzielt, wissen wir alle. :-D

  9. bob
    30. Oktober 2017 at 11:30

    @Seldon

    Was ist denn los mit Dir ? Schwächelst Du ? Ich dachte du zitierst den ollen Kalle auch bei „Herwart fällt Birke an der Prießnitzstraße“. Streng dich mal ein bisschen an.

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