Augenzeugenbericht

Soeben hat mir ein Augenzeuge seine Eindrücke zu den Geschehnissen heute Nacht gesandt.

    Meine Hände voller Blut und sein Leben, das uns verließ.
    Guten Tag.

    Ich heiße B* und bin Franzose.

    Am gestrigen Abend assistierte ich bei der Wiederbelebung eines jungen 23-Jährigen, der dann leider im Krankenhaus verstarb. In Frankreich habe ich Erste Hilfe-Kurse beim Roten Kreuz absolviert – es war offensichtlich, dass sich das Überleben des jungen Mannes innerhalb von Sekunden entscheiden würde. Uns trennten nur 800 Meter vom Krankenhaus, aber die Ambulanz erschien nicht in der erforderlichen Zeit. Ich bin sicher, dass es keinen Arzt in der Mannschaft der Retter gab. Einer der Retter intubierte den jungen Mann, um eine Beatmungsgerät anzuschließen. Derselbe Retter bemühte sich, das Beatmungsgerät mit Hilfe einer jungen Frau anzuwenden, die sich auf Höhe des Kopfes des jungen Mannes befand, der von dem Messerstich getroffen worden war. Diese junge Frau wusste das Gerät nicht zu bedienen. Ich hatte nach einer Decke gefragt, sehend, dass nichts kam habe ich den Körper des jungen Mannes mit allem bedeckt, was ich an mir hatte. Die Polizei war schon vor Ort, sie hatten Decken dabei, aber sie benutzten sie für nichts anderes außer eine Sichtsperre für die Fotografen und Journalisten zu machen.


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    Warum brauchte der Rettungswagen so lange, um zu kommen?
    Warum hat uns die Polizei nicht die Decken gegeben?
    War ein Arzt dabei?
    Warum hat die Polizei nicht die Gelegenheit genutzt, die Identität aller Personen aufzunehmen, die vor Ort waren, meine eingeschlossen?

    Meiner Meinung nach bedarf dieser Tod einer minutiösen Überprüfung und es ist nötig, das, was passiert ist, ganz genau zu verstehen. Obwohl es sich nicht um ein rassistisch motiviertes Verbrechen handelt, sind wir gleich wieder bei den 17 Messerstichen auf Marwa.

    Und dieser junge Mann, der sich mit einem solchen Messer mit „seinen Freunden“ auf den Straßen der Neustadt schlug?
    Kann man es nicht vermeiden, dass die Leute jetzt schon mit solchen Waffen auf der Straße den Tod eines Menschen nach sich ziehen?

    Für mich ist das heute ein sehr trauriger Tag. Ich kannte diesen 23-Jährigen nicht, aber eines ist sicher, es ist ein weiteres dieser Verbrechen, von denen Dresden keines mehr braucht.

    Ich stelle mich an die Seite der Familie dieses jungen Mannes und empfinde deren Trauer.

Der Name des Augenzeugen ist mir bekannt. Der Text ist aus dem französischen übersetzt.

50 Kommentare zu “Augenzeugenbericht

  1. Danke dafür, lieber B. Dein Einsatz war wirklich heldenhaft – und das meine ich nicht kategorisierend, sondern voll ehrlicher Bewunderung. Ich hätte es nicht gekonnt. Ich wäre zu feige gewesen.

  2. Ich habe auch eine Ausbildung beim DRK, anscheinend hat der Rettungseinsatz nicht nach Voragabe funktioniert.

    Ich bitte alle Augenzeugen gemeinschaftlich die Vorgänge zu rekunstruieren und gegebenfalls auch eine Klage einzureichen.

    der Bericht oben macht mich irgendwie auch sehr ärgerlich und noch trauriger…

  3. Lieber B.
    Dein Einsatz ehrt dich sehr, in jeglicher Hinsicht. Ich kann verstehen wie du dich gefühlt hast in Anbetracht der ‚Leistung‘ der Einsatzkräfte. Es ist einfach unverantwortlich. Womöglich hätte ein schnelleres medizinisches Eingreifen noch die Rettung bedeuten können.
    Als ich unlängst in unmittelbarer Nähe der Uniklinik einem älteren Mann bei einem Zuckerschock erste Hilfe leistete, kam sogar ein Rettungshubschrauber! obwohl das absolut nicht nötig war und die Klinik gleich nebenan. Was für ein Ungleichnis.
    Leider macht es nichts ungeschehen.
    Mein tiefstes Beileid gehört der Familie und Angehörigen des Opfers.

  4. Ich bin fast sprachlos, versuche meine Gedanken irgendwie in brauchbare Sätze zu quetschen.

    Ersteinmal vielen Dank an B.! Solch ein Einsatz ist leider nicht selbstverständlich und damit umso lobenswerter. Ich wünsche dir von Herzen, dieses Ereignis bestmöglich zu verdauen!

    Ich habe die ganze Zeit eine Frage im Kopf rumschwirren: Wie kann so etwas passieren? Nun kommt noch die Frage dazu, ob diese schreckliche Tat so hätte ausgehen müssen. Ich bitte darum, genau diese extrem wichtige Frage zu klären, befürchte aber, dass dies nicht ausreichend getan wird.

  5. L ieber B*,
    ich schenke dir ein Herz, als Freund und werde dich heute Abend umarmen und für dich da sein!
    Wir hätten ja eigentlich unseren Termin gestern zusammen gehabt…

    Denen, die diese leidigen Neustadt-Diskussionen führen möchte ich persönlich sagen: Es hätte überall sein können! Wir leben hier nun mal auf engstem Raum mit vielen Menschen zusammen. Wir leben, lieben, wohnen, feiern, benehmen uns korrekt und auch mal daneben. Es gibt aber Grenzen!!!

    Jane sagt:
    16. April 2010 um 13:54
    Danke dafür, lieber B. Dein Einsatz war wirklich heldenhaft – und das meine ich nicht kategorisierend, sondern voll ehrlicher Bewunderung. Ich hätte es nicht gekonnt. Ich wäre zu feige gewesen.

    Liebe Jane,
    die Ehrlichkeit sich zu melden ist heldenhaft!!! Wie man sich persönlich in Notsituationen verhält, kann keiner im Voraus sagen. Möglicherweise hättest du sogar mehr Energie als du glaubst!

    Ich wünsche denen die jetzt Kraft brauchen alles erdenklich Gute!!!

    Ich danke von Herzen: B*, Anton Launer für die Unterstützung und all denen die noch helfen werden!

    O.

  6. Hallo B.

    du hast das richtige getan. Helfen ist erste Pflicht, dem Opfer, hilft meist Niemand… Die Polizei interessiert nur ein Täter.

    Ich war auch am Rande Neustadt mal in der Situation, dass mir Polizei mal hätte helfen können… Und sie kam zu spät… Ging bei mir noch glimpflich aus aber hätte auch schnell ähnlich schlimm werden können…

  7. Besonders schlimm finde ich die Fotos, die von Reportern schlechter Zeitungen gemacht werden und im Internet „ausgestellt“ werden.. abscheulich.

    Mein Beileid für die Angehörigen und Respekt für die, die geholfen haben..

  8. Wie garantieren Sie denn für die Aussage dieses „Augenzeugen“?
    Wie haben Sie diese nachgeprüft?
    (Es ist ja nicht so das es nicht Menschen gitb, die sich bei solchen Aktionen gern in den Vordergrund spielen!).

  9. Ich finde dieser Bericht sollten viel mehr Menschen lesen. Vor allem die Dresdner Behoerden. Letzten Sommer fand ich ca 22.00 einen jungen Mann im Dresdner Stadtzentrum, auf der Augustusbruecke, der offensichtlich das Bewusstsein verloren hatte, ca. 20, Student. Er reagierte nicht auf meine Stimme. Ich rief einen Krankenwagen, der brauchte 40 Minuten, wusste angeblich nicht wo die Augustusbruecke ist. Wie ein Passant anmerkte, lag der junge Mann dort schon seit 2 Stunden.

    Lieber B. du hast ein wunderbares Beispiel gesetzt. Die Umstehenden sollten darueber nachdenken warum sie nicht das gleiche getan haben. Und wie oft sie schon nichts gemacht haben. Denkt darueber nach das ab heute zu aendern.

  10. unglaublich – habs gerade gelesen und weiss nicht was ich dazu sagen soll und das in unserem kiez wo man sich doch entspannen kann

  11. Also vielleicht um einmal ein wenig Stoff beizutragen. Ich war zur Tatzeit zufällig 30 Meter vom Tatort entfernt auf der Louisentraße. Zum Tathergang kann ich nichts sagen, weil ich nichts gesehen habe, nur dass, als ich hörte, dass jemand einen Notarzt rufen soll, die Polizei etwa 3 Minuten später mit etwa 3 Einsatzwagen eintraf. Kurz darauf (vielleicht zwei Minuten später) kam auch gleich der erste Rettungswagen. Letztendlich traf dann auch (es waren insgesamt wenn überhaupt nicht viel mehr als 5 Minuten vergangen) ein Wagen mit der Aufschrift „Notarzt“ ein, gefolgt von einem weiteren Rettungswagen. Inwieweit dort natürlich ein Notarzt drin saß, kann ich natürlich nicht beurteilen, was man aber vielleicht annehmen kann und weshalb 5 Polizeiautos vor dem Rettungswagen eintreffen auch nicht.

    Bloß eins möchte ich sagen: Sich bitte nicht schon wieder durch wildeste Spekulationen schlagen und alles verfluchen, was es gibt. Ich denke, dass niemand ein Interesse daran hat, einen Verletzten absichtlich dort leiden zu lassen.

    Mein Beileid.

  12. @oli

    Wenn Du nicht weißt, was du sagen sollst, sei einfach mal still!
    Hier wurde ein Mensch umgebracht!
    Und dank solcher gegenderter Supertolerasten verkommt die Neustadt immer mehr wieder zu einem Asozialenviertel wie vor der Wende.

    :(

  13. Nanu? Automatik-Aussortierung auch in der BRN?
    Dann noch einmal:

    Jetzt macht sogar der Neustadt-Ticker bei den ganz großen Schlagzeilen mit.

    Lieber Anton, ich bin zutiefst gerührt. Aber das Märchen mit diesem Augenzeugen, der angeblich Franzose ist, kannst Du Deiner Großmutter erzählen.

    Erstens, was trägt das zur Sache bei, unbedingt hier den „Franzosen“ zu erwähnen?
    Zweitens, die fast schon literarische Wortwahl, der geschliffene Satzbau etc. macht wohl niemanden hier stutzig?

    Ich tippe eher auf einen sehr dresdner Germanistik- oder Medienpraktikanten. Kann sein, daß ich mich irre, aber ein Franzose mit solch guten deutschen Sprachkenntnissen muß erst noch gebacken werden. Und literarische Genies werden sich wohl nicht zu diesem Stadtteilkäseblatt herablassen.

    Nichts für ungut.
    Ich kenne meine Pappenheimer.

  14. ich bin ebenfalls augenzeuge und möchte hiermit klarstellen, dass diese geschichte nicht den tatsachen entspricht.

    dem opfer wurde bestmöglich geholfen und natürlich war auch ein arzt vor ort.

    jeder beteiligte hat in dieser äußerst schwierigen situation versucht, sein bestes zu geben und ich finde es nicht fair von b*, dies (meiner meinung nach sehr unüberlegt) so zu verurteilen. es waren fachleute anwesend, die mehr als nur erste-hilfe-kurse absolviert haben.
    man sollte also mit vorschneller kritik vorsichtig sein, wenn man das ausreichende wissen nicht besitzt.

    meine personalien wurden jedenfalls aufgenommen und ich werde auch bei der polizei aussagen.

  15. http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=2439711

    neueres… erschreckend!

    @Olli (Menschen für Toleranz) du triffst den richtigen Ton. Sehr gut, weiter so!

    Lasst uns alles tun um die Sache aufzuklären. Auf unser Rechtssystem sollten wir uns da nicht allein verlassen. Es sollte sich unbedingt jemand kümmern das der Bericht von B sowohl an die Angehörigen, Medien, Polizei und Staatsanwaltschaft geht!!!

  16. Lieber Eskimo,
    dass der Text vielleicht etwas literarisch ist, liegt daran, dass ich es vorgezogen habe, den französischen Originaltext übersetzen zu lassen. Dabei habe ich einfach nur sein Statement, was sicher aus einer sehr emotionalen Stimmung heraus kam, hier widergegeben.
    Ich werde bei Gelegenheit die Übersetzerin fragen, wie es kommt, dass sie ihr literarisches Genie für ein solches „Stadtteilkäseblatt“ hergibt?

    @ Einer: Fünf Minuten können sehr lang sein, wenn man versucht ein Leben zu retten.

  17. das schlimmste an der ganzen sache ist dass die 2 brüder waren und sowas öfter vor kam wenn sie was getrunken hatten dass sie sich einfach mal so prügelten aber sie haben sich geliebt und das sollte man nicht vergessen mir tut nur die mutter leid die gestern zu seiner ex verlobten sagte sie habe keine söhne mehr :(

  18. Hi, Eskimo.
    Wer Kritik übt, sollte dies offen tun und sich dabei nicht hinter irgendwelchen Synonymen verstecken. Ich bestätige hiermit, dass der Augenzeuge/Helfer echt ist. Ich habe an der Übersetzung des Originaltextes als Sekretär mitgewirkt und kenne den Verfasser. Er ist im Übrigen auf den einschlägigen Zeitungsfotos zu sehen. Darüber hinaus wünsche ich Dir Kontakt mit vielen Dresdner Germanistik- und Medienpraktikanten, damit Du lernst, wie man das schreibt. C. Springer/Journalist

  19. Auch mir erscheinen sowohl der „Augenzeugenbericht“ als auch die Mehrzahl der Kommentare dazu irgendwie gekünstelt und unehrlich. Anteilnahme in allen Ehren, aber was soll der Rest? Zunächst ein paar Worte zu den offenen Fragen, die B. formuliert hat:

    „Warum brauchte der Rettungswagen so lange, um zu kommen?“
    Ob fünf Minuten Reaktionszeit zwischen Anruf und Eintreffen der medizinischen Erstversorger zu viel sind, vermag ich leider nicht zu beantworten. Intuitiv halte ich das aber für angemessen und realistisch erwartbar.

    „Warum hat uns die Polizei nicht die Decken gegeben?“
    Dass du deine eigenen Klamotten dafür hergeben musstest, ist natürlich eine unschöne Angelegenheit. Indes halte ich es für nicht weniger selbstverständlich, dass derartige Geschehnisse eines gewissen Schutzes vor medialer Sofortberichterstattung bedürfen. Vielleicht lag auch einfach ein Verständigungsproblem vor? Der Verfasser ist bekanntlich Franzose und sein „Bericht“ bedurfte der Übersetzung …

    „Warum hat die Polizei nicht die Gelegenheit genutzt, die Identität aller Personen aufzunehmen, die vor Ort waren, meine eingeschlossen?“
    Es gibt hier in Deutschland etwas, das wir Verhältnismäßigkeitsprinzip nennen. In diesem Zusammenhang würde ich es für unverhältnismäßig halten, wenn dort die Identitäten aller zufällig Anwesenden festgestellt werden. Wenn der Täter eineindeutig identifiziert wurde, wird man sich garantiert diverser Zeugen zur Absicherung des strafrechtlichen Verfahrens bedienen. Darüber hinaus fehlt die Handhabe zum Kassieren von IDs. Wäre ich da ein paar Minuten nach dem Vorfall zufällig vorbeigelaufen, hätte ich meinen Ausweis wohl nur unter hartem und ausdauernden Widerstand rausgerückt. Selbst derart finstere Gewalttaten setzen nicht das komplette Rechtsystem außer Kraft.

    @FabianF
    „Ich bitte alle Augenzeugen gemeinschaftlich die Vorgänge zu rekunstruieren und gegebenfalls auch eine Klage einzureichen.“
    Solche Beiträge amüsieren mich. Wo, gegen wen und aufgrund welchen Tatbestandes willst du nochmal genau Klage einreichen?

    @Medienfuzzi
    „Ich habe die ganze Zeit eine Frage im Kopf rumschwirren: Wie kann so etwas passieren? Nun kommt noch die Frage dazu, ob diese schreckliche Tat so hätte ausgehen müssen. Ich bitte darum, genau diese extrem wichtige Frage zu klären, befürchte aber, dass dies nicht ausreichend getan wird.“
    Warum willst das eigentlich du klären? Dafür gibt es Ermittlungsbehörden. Zu allen anderen Fragen kann man in wissenschaftlichen Bibliotheken allerhand Literatur zu Delinquenz, Psychopathologie, … finden.

    @Einer
    „… und weshalb 5 Polizeiautos vor dem Rettungswagen eintreffen auch nicht.“
    Vielleicht weil die nur 300 Meter weiter ihre Homebase haben, sowieso die ganze Zeit in ihren Karren durch die Neustadt cruisen und entsprechend schneller zur Stelle sind, wenn man sie – insbesondere zu einem derart schweren Verbrechen – ruft?

    Und nochmal @FabianF
    „Lasst uns alles tun um die Sache aufzuklären. Auf unser Rechtssystem sollten wir uns da nicht allein verlassen. Es sollte sich unbedingt jemand kümmern das der Bericht von B sowohl an die Angehörigen, Medien, Polizei und Staatsanwaltschaft geht!!!“
    Alter, cool down. Was soll dieser blinde und gedankenlose Aktionismus? Hier haben sich schon zwei Personen gemeldet, die der Darstellung des ominösen B. widersprechen. Hältst du solche scheinbar fehlerhaften „Augenzeugenberichte“ für eine angemessene Grundlage strafrechtlichen Vorgehens? Ganz ehrlich, ich verlasse mich da lieber auf unser Rechtssystem und bin eigentlich ganz froh, dass die Ermittlungen professionell und höchstwahrscheinlich nicht von dir durchgeführt werden.

    Alles in allem: Ein merkwürdiger „Augenzeugenbericht“ mit noch merkwürdigeren Kommentaren. Ich vertraue weder B. noch all den anderen, die hier ganz schnell unheimlich hilfreich sein wollen.

  20. Hallo! Es ist schon schlimm was alles passiert aber was ihr dem rettungsdienst antut ist wirklich das letzte! Wenn man keine ahnung hat,einfach mal den mund halten! 1. Es gibt eine hilfsfrist für rettungsdienst und feuerwehr,diese beträgt in dd aktuell 12 min. Allerdings sind die retter oft innerhalb 5-8 min da. 2. Ein solches ereigniss ist immer! notarztindikation,d.h. der arzt kommt mit. Zwar mit einem anderen fahrzeug,aber halt auch innerhalb dieser 12 min. Wenn da notarzt auf dem wagen steht,wird kein friseur austeigen. 3. Der hubschrauber ist nur ein fortbewegungsmittel für den notarzt,nicht mehr und nicht weniger und wenn kein nef(notarzteinsatzfahrzeug) in der nähe ist,kommt halt der heli. 4. Zu reanimierende personen werden absichtlich nicht gewärmt,die sogenannte „Hypothermie“ sorgt dafür das sie im falle eines überlebens deutlich bessere neurologische ergebnisse liefern werden. Wie ihr merkt is der ganze kram mein job,wo und wie ist egal,dennoch überlegt was ihr da schreibt! EIN GANZ GROSSES LOB AN DIE ERSTHELFER! DIE MACHEN EIN RETTEN DURCH FACHPERSONAL OFT ERST MÖGLICH.DANKE!

  21. Ich finde, wir sollten alle einen Gang zurückschalten. Sicher war das Ereignis für B., der helfen wollte, einen Sterbenden zu retten, dessen Tod am Ende wohl unausweichlich war, ein traumatisierendes und aufwühlendes. Ich kann seine Flucht in verzweifelte Anklagen und auch die Suche nach Schuldigen durchaus nachvollziehen.
    Und sicherlich ist B. kein Medizin-Profi, so manche Routine vor Ort mag ihm also seltsam oder das Vorgehen der Polizei auch herzlos vorgekommen sein. Es sind Emotionen, die zu kontrollieren die Profis sehr wohl gelernt haben, B. aber mit großer Wahrscheinlichkeit nicht.

    @ Friedrich:
    vielen Dank für den Einblick vonseiten eines Profis, aber auch die Bitte, Nachsicht mit B.s Reaktionen zu üben. „Ratschläge“ der Marke „Mund halten, wenn keine Ahnung“ sind da sicherlich nicht sonderlich angebracht.

    Ansonsten finde ich es wenig zielführend, hier über die Echtheit des Augenzeugenberichtes oder dergleichen zu mutmaßen, darum kann es hier gar nicht gehen.

  22. BRENNPUNKTFOTO hat noch richtig schmutzige Fotos von diesem schrecklichen Geschehen gemacht. Und die liebe SZ-ONLINE hat nichts besseres zu tun, als diese (10!) Bilder für eine Fotostrecke zu nutzen! Mit Journalismus hat dies nichts mehr zu tun. Und das Wort „Respekt“ verliert komplett seine Bedeutung! Alles sehr traurig!

  23. @Ronny: Dennoch sind die Leute ja an jeder Einzelheit interessiert. Jeder will wissen, wo sie lang gegangen sind, in welchem Lokal sie waren, wie ihr Familienverhältnis war, was der Auslöser war usw. Ich denke, da ist die Fotoberichterstattung nur ein etwas extremes Spiegelbild unserer eigenen Neugier. Medien bestehen ja bekanntermaßen aus Sender und Empfänger. Wenn kein Empfänger da wäre, müsste der Sender was ändern um am Markt zu bestehen.

  24. Ein Foto mit der Blutlache zu zeigen oder aber das Opfer, das noch am Boden behandelt wird, ist einfach nur schäbig und bedient die Neugier einer obszönen Gesellschaft.

    Das ist Bildzeitungsniveau, auf das sich sz online begibt…

  25. Ronny:

    „Und die liebe SZ-ONLINE hat nichts besseres zu tun, als diese (10!) Bilder für eine Fotostrecke zu nutzen! Mit Journalismus hat dies nichts mehr zu tun.“

    Du irrst, Ronny, das IST Journalismus pur. Oder was glaubst du, womit Kevin Carter oder Seymour Hersh ihre Pulitzer-Preise gewannen? Bestimmt nicht mit Fotos von blühenden Landschaften, sondern die knallharte und schockierende Wirklichkeiten abbildeten.

  26. schlimm genug, dass es überhaupt zu so etwas kommt, schlimm genug, dass es gerade auf der Görlitzer auch immer wieder zu Aggressionsausbrüchen kommt, aber am schlimmsten ist es eigentlich, dass man als couragierter Bürger, bedroht wird, wenn man die Polizei holt sobald sich eine Schlägerei anbahnt.
    Mir ist das vor einigen Monaten genau an der Stelle passiert, „man regele so etwas unter sich“ wurde mir gesagt und ich solle mal aufpassen was ich tue…

  27. Perfide:

    Die schlimmen Bilder vom Freitagbend kann man zwischen „Merkel in Hollywood“ und „Mann rast in Friedhofsmauer-tot“ unter der Rubrik „Fotogalerien“ in der SZ finden.

    Muß ein toller Beruf sein, mit solchen Bildern sein Geld zu verdienen.

    Brennpunktfoto ist immer ganz nah dran. Wenn ein Schüler vom Bus überrollt wird, wird das ebenso gnadenlos geknippst, wie Menschen, die von der Bahn überrollt werden. Ganze Fotostrecken. Unglaublich. Aber solange sich damit Geld verdienen läßt und der Zeitungsabsatz stimmt, ist ja alles „in Ordnung“…

  28. cs sagt:17. April 2010 um 14:37

    HerrIn Springer, kennen Sie den:
    „Getroffene Hunde bellen.“

    :))
    Sie sollten Drehbücher fürs Schauspielhaus schreiben.

    p.s.Meinen aufrichtigen Dank an die Ersthelfer, Zeugen und diejenigen, die die Rettungskräfte in Schutz nehmen und die Herrschaften Redakteure daran erinnern, nicht ganz die Bodenhaftung zu verlieren.

  29. Viele Kommentare sind hier etwas suspekt, da immer wieder Plastikwörter vorkommen:

    „unglaublich“
    „Bild-Zeitungs-Niveau“
    „schäbig“
    „obszöne Gesellschaft“
    „verzweifelt“
    „traumatisierendes“
    „aufwühlendes“

    @cs
    „Wer Kritik übt, sollte dies offen tun und sich dabei nicht hinter irgendwelchen Synonymen verstecken… Darüber hinaus wünsche ich Dir Kontakt mit vielen Dresdner Germanistik- und Medienpraktikanten, damit Du lernst, wie man das schreibt. C. Springer/Journalist“

    Kindchen, das heißt PSEUDONYM!
    Nicht überall, wo Journalist draufsteht, ist auch Journalist drin. Du solltest Dir mal ein gutes Wörterbuch zulegen. So ein Phrasenbaukasten ist schnell ausgelaugt. ;)

  30. Richtig, danke. War ein Test. ;-) Trotzdem stimmt: Wer Kritik übt, sollte dies offen tun und sich dabei nicht hinter irgendwelchen Pseudonymen…usw. usf.

  31. Hallo,

    ich kannte das Opfer persönlich und bin sehr geschockt über diese Nachricht.
    Dass es sich bei dem Täter um den eigenen Bruder handelt, macht mich noch ergriffener. Mein Mitgefühl gilt vor allem den Eltern und der Familie. Was für ein hartes Schicksal muss es sein, einen Sohn auf solch tragische Weise zu verlieren? Und wie soll man mit seinem anderen Kind umgehen, der derjenige ist, der ihn umgegbracht hat?
    Dieser Bericht gibt zu denken. Es läuft viel zu viel schief in diesem Staat:
    – die geschulte Ausbildung (unwissende Frau)
    – das patientengerechte Handeln (Decken etc.)
    – das pünktliche Erscheinen (Rettungsdienst)
    – gründliche Polizeiarbeit (Erfassen der Daten)
    – Jugendarbeit (Aggressivität der Jugend wird hingenommen)
    – Kinderbetreuung (Was wäre, wenn man mehr auf die Entwicklung des Täters geachtet hätte?)
    – Waffenbesitz (So etwas wird einfach hingenommen)
    – Alkoholkonsum (Hemmschwelle vermindert)
    – etc. …

  32. Ich kenne die Brüder persönlich.
    Noch wenige Tage vorher war ich mit den beiden in Dresden.Doch auch an diesem Tag tranken sie wie so oft wenn sie zusammen waren. Beide waren unter diesem Einfluss wie ausgewechselt. An diesem Tag war die Welt jedoch noch völlig in Ordnung.
    Ich weis dass sie sich geliebt haben. Und frsge mich immer wieder was zu dieser Tragödie geführt hat.
    Es gibt keinen Grund der dies rechtfertigt.
    Ich weis das Sebastian das nie gewollt hat. Und mit dieser Schuld nie fertig wird.
    Ich danke Gott für jeden Tag an dem nicht die schreckliche Nachricht kommt dass auch er von uns gegangen ist.
    Jede Spekulation und Diskussion von Leuten die sie nicht kannten sind dumm.Alle die die beiden kannten können sich nicht erklären was dort passiert ist.
    Auch wenn es mir niemand glaubt. Sebastian ist ein Mensch mit großer Moral und Herz.
    Der immer für die Menschen die ihm wichtig sind da war.
    Es iat das letzte lesen zu müssen „…schlimm dass solche Leute witer leben dürfen“. Er hat nicht nur seinen Bruder getötet. Auch er wird nie wieder so sein wie er war. Beide werden uns fehlen.

  33. @ Freundin

    Danke für den vernünftigen Beitrag.
    Für Sebastian wird es auch ganz wichtig sein, daß Ihr ihn nicht hängen laßt und sobald ihr dürft vielleicht auch besucht, so schlimm das auch ist, was er getan hat.

  34. Freundin:

    Danke für die erhellenden Zeilen. Ich respektiere deinen Schmerz und deine Trauer als von diesem Fall direkt Betroffene. Dennoch sollte man versuchen, Umsicht zu wahren. Dass Menschen, die aus nächster Nähe solch eine Tat mitansehen mussten oder auch nur davon hören und geschockt sind, weil sie vielleicht direkt nebenan wohnen und einfach nicht damit rechneten, dass Derartiges direkt vor der Haustüre passieren kann, über Ursachen und Gründe spekulieren ist nicht dumm, sondern ganz normal. Diskussionswürdig könnte sein *WIE* sie es tun. Also bitte habe auch etwas Verständnis, dass die Leute hier mit der Fassung ringen und versuchen, eine Erklärung für diese Tat zu finden. Ich denke, das wirst du nicht anders tun. Dass mancher sich dabei nicht benehmen kann, ist wieder eine andere Sache und tatsächlich dumm.
    Aber man sollte eben differenzieren und nicht pauschal alle Spekulationen verdammen – auch wenn das als Betroffene sicherlich schwer fällt und daher habe ich auch Verständnis dafür.
    Ich wünsche der Familie und auch den Freunden der beiden alles Gute.

  35. ich frage mich, ob eine diskussion, wie sie hier teilweise geführt wurde, wirklich not tut. das geht „uns“ nen scheiß an!
    und dann dieses ganze geheuschel, pfui!
    da gibt es menschen, die schreiben kurz nach bekannt werden der tat, auf diesem blog:

    „Mann, warum können solche Chaoten nicht einen Bogen um meine geliebte Neustadt machen. Das war bestimmt wieder am Lebowski, da hats zuvor schon öfter Krach gegeben und Polizei und Krankenwagen sind da Dauergast.“

    nur, um kurze zeit später wieder zurück zu rudern,
    um später schreiben zu können:

    „Dennoch sollte man versuchen, Umsicht zu wahren. Dass Menschen, die aus nächster Nähe solch eine Tat mitansehen mussten oder auch nur davon hören und geschockt sind, weil sie vielleicht direkt nebenan wohnen und einfach nicht damit rechneten, dass Derartiges direkt vor der Haustüre passieren kann, über Ursachen und Gründe spekulieren ist nicht dumm, sondern ganz normal. Diskussionswürdig könnte sein *WIE* sie es tun. Also bitte habe auch etwas Verständnis, dass die Leute hier mit der Fassung ringen und versuchen, eine Erklärung für diese Tat zu finden.“

    rafft ihr euch noch?!
    niemensch weiß was, warum passiert ist.
    wer trauern will, soll trauern.
    aber hier so etwas zu veranstalten ist pietätlos!

  36. @:
    Unter „Diskussionswürdig könnte sein *WIE* sie es tun.“ verstehe ich ehrlichgesagt genau deine Art, sich hier hochzuspielen und den Forenmaster raushängen zu lassen. Sorry, aber das geht einfach mal gar nicht, hier Kommentare zu verurteilen, die offenkundig unter dem Schrecken der Erstmeldung abgegeben wurden, und selber hier noch immer – obwohl nun schon einige Tage vergangen sind und man sich langsam mal wieder sammeln sollte – Gift und Galle zu spucken.

    Zu dem oben zitierten Satz stehe ich übrigens noch immer: Wer sich derart betrinken muss und nicht in der Lage ist, Konflikte friedlich und vor allem ohne Blutvergießen zu lösen, sondern sich selbst so wenig unter Kontrolle hat, dass er dabei sogar unter Umständen dem eigenen Bruder ein Messer in die Brust rammt, der fällt für mich in die Kategorie „Chaot“. So leid mir das Ganze insgesamt fällt, mir fehlt einerseits für eine solche Überreaktion absolut jegliches Verständnis und zum anderen auch dafür, dass man überhaupt mit einem Messer bewaffnet loszieht.

  37. @ Jane

    Da Du nichts weißt, solltest Du vielleicht aufhören, hier die Leute andauernd zurechtzuweisen und die Tatbeteiligten kategorisieren und aus deiner beschränkten Sicht beurteilen.

    Daß ausgerechnet Du hier behauptest, es würde sich irgendjemand hochspielen und den Forenmaster raushängen, ist geradezu grotesk.

  38. Knut, du scheinst doch selbst für nichts anderes hier herzukommen, als dafür, andere zu belehren, zu kritisieren und zu richten. DAS nenne ich grotesk.
    Und was das Wissen anbetrifft, finde ich deine arrogante Art hier geradezu lächerlich: Ich weiß nicht mehr und nicht weniger als jeder andere Dresdner, der sich ausschließlich auf die Zeitungsberichte verlassen muss. Das dürfte die absolute Mehrheit der Menschen hier sein.
    Was ich hingegen weiß, ist, dass jeder hier immer noch das Recht hat, in angemessener Weise seine persönlichen Eindrücke und Gefühle niederzuschreiben. Und wenn sich hier jemand hinstellt, und das verbieten möchte, dann wird er mit meiner Kritik rechnen müssen. Umgehen kann damit anscheinend nicht jeder.

  39. Wo hier unter anderem gerade so schön von Pietät geschrieben wurde….ist irgendjemandem schon die Blutspendewerbung zehn Meter weiter an der Kreuzung aufgefallen??
    Ich find das setzt dem geschreibe hier noch die Krone auf….

  40. @Christoph: Man kann Blogs ja für Vieles kritisieren, aber was hat denn „das Geschreibe hier“ (in das Du Dich ja selbst einreihst) für einen Einfluß auf Werbung im Stadtraum?

  41. @ Elbnymphe

    Schau Dir dieses Schild an der Stelle da an und überlege, ob es irgendwie vielleicht doch sehr makaber ist, es genau dort hinzuhängen.

  42. @ Knut: Wie wär’s mit einem Foto? (Das war ironisch.)
    Darüberhinaus: mit meinem letzten Kommentar wollte ich nicht in Abrede stellen, daß sich durch das Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren (auch Stadtbild genannt) immer wieder makabere Zusammenhänge ergeben. Sondern ich habe moniert, daß Christoph mit seiner Bemerkung ein Urteil über die Diskussion fällt, dieses aber mit Umständen begründet, auf die die Diskussion hier gar keinen Einfluß hat. Ansonsten gilt für mich auch elf Tage nach dem Geschehen: De mortuis nil nisi bene, und dasselbe sollte für den Bruder gelten.

  43. gut, ich hätte mich etwas präziser ausdrücken sollen….
    ich hab eigentlich nur drauf hinweisen wollen das das thema wieder mal in richtung alle gegen jane abdriftet….zugegeben lautete mein text nicht so…

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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