Schlüters Käse- und Obstladen schließt

Ausverkauf im Obst-, Gemüse- und Käselädchen.

Ausverkauf im Obst-, Gemüse- und Käselädchen.

„Zum Jahresende ist Schluss.“ Das gibt Torsten Schlüter, der eiligen Kundin, die mit Kind und Käse noch schnell die Bahn erreichen muss, mit. Dann bestätigt er das Gerücht, dass nun schon seit ein paar Tagen durch die Neustadt geistert. Schlüters Käse-Eck schließt.

„Das ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen“, erklärt er. Zwar laufe das Geschäft ganz gut, aber ein bisschen mehr Zeit für die Familie wäre auch nicht schlecht und seine Mutter Ilona, die im Lädchen immer für das Obst zuständig war, sei ja nun auch schon eine Weile im Rentenalter.

Die Öffnungszeiten hat er schon abmontiert und ob er am Sonnabend nochmal aufmacht, soweit will er sich noch nicht festlegen. „Wenns alle ist, ist es alle“, grinst er. Und schon wieder stehen Kunden im Laden. Vor einer Weile noch hatte er geklagt, dass mit der Sanierung der Albertbrücke weniger Kundschaft komme, aber wirtschaftliche Gründe zwingen ihn nicht zum Schließen. Das zu betonen, ist ihm wichtig.

Käse-Eck Schlüter schließt zum Jahresende

Käse-Eck Schlüter schließt zum Jahresende

Schlüters Käse-Eck

Die Schlüter’schen Geschäftstätigkeiten blicken auf über 45 Jahre zurück. Der erste Laden wurde 1970 auf der Helgoland-Straße eröffnet, mit dem Umzug auf die Fritz-Reuter-Straße konzentrierten sich die Schlüters auf Obst und Gemüse, 1989 eröffnete der zweite Laden auf der Rothenburger Straße. Der Käse kam dann dank Torsten in den 1990ern ins Spiel, aber die „Dresdner Berle“, der wohl berühmteste Neustädter Käse neben den Pfund-Produkten ist dann doch wieder eine Erfindung von Ilona, sagt zumindest Torsten. Das Neustadt-Geflüster hatte den Laden vor vier Jahren vorgestellt.

Dresdner Berle soll es weiterhin geben

Die „Berle“ soll es auch weiterhin geben. Die wird man dann online bestellen können, verspricht Torsten. Über seine Jahre in der Neustadt meint er nur: „Es war schön und vielen Dank an alle Kunden.“

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11 Kommentare zu “Schlüters Käse- und Obstladen schließt

  1. David
    28. Dezember 2016 at 18:01

    och nö
    sind denn 2016 nicht schon genug Große gestorben??

    und jetzt schnell hin solange nochwas da ist

  2. Enna
    28. Dezember 2016 at 18:14

    Buhuhuu! Das ist aber nicht schön! Waren erst kurz vor Weihnachten dort um für die Familie das traditionelle Käse-und Wurstpaketgeschenk für Weihnachten zusammen zu stellen. :( Wir mochten das Lädchen sehr! Vielen Dank und alles Gute!

  3. fräulein
    28. Dezember 2016 at 18:29

    Was für ein Jammer für alle aus der Neustadt. Ich danke für wunderbares Obst und leckeren Käse und wünsche für die Zukunft alles Gute.

  4. KennstDuDresden
    28. Dezember 2016 at 19:29

    Das ist sehr traurig. Wo tippel ich denn jetzt mit meinen Gästen hin?

    Die Dresdner Berle war ein tolles Souvenir.
    Sehr traurig.
    Lg Anett

  5. deddeho
    30. Dezember 2016 at 14:17

    Schade, kannte den ersten Laden der Schülter’s auf der Helgolandstrasse, gelegen zwischen der Bäckerei Knittel an der einen Ecke und dem Fleischer an der anderen Ecke, noch. Als Steppke „durfte“ ich dort, wie auch auf der Fritz Reuter Straße, einkaufen.
    Aber jetzt erst einmal alles Gute für die Zukunft :)

  6. Urs
    1. Januar 2017 at 23:49

    Ganz klar: ein großer Verlust für die Neustadt. Wir haben uns gerade vor Weihnachten wieder mit erlesenen Käsen eingedeckt….

    Schade. Jeder Einkauf war ein Erlebnis.

  7. Jubee
    2. Januar 2017 at 10:57

    Hat Herr Schlüter nicht nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin gesucht?
    Ein gut gehendes Geschäft gibt man doch in vertrauensvolle Hände und macht nicht einfach zu! Anton, du hättest doch bestimmt geholfen!

    Jetzt kommt noch ’ne Burgerbude…

  8. 2. Januar 2017 at 11:00

    Wollte er nicht. Er wilk ja die „Berle“ perspektivisch weiter herstellen und vermarkten.

  9. Daniela
    5. Januar 2017 at 21:53

    Heute sagte ich erst zu meiner Tochter : wir müssen noch Obst kaufen. Kam als Antwort ja bei Frau Schlüter.
    Traurig, aber ich wünsche einen sooooo sehr verdienten Rentenabend.
    Und was werde ich den lecker Käse vermissen.
    Hätte noch gern Tschüss gesagt, das ging ja so schnell.
    Dann aber eben hier: Alles Gute und auf Wiedersehen.

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