Applaus für die Scheune

Die Scheune-Crew bei der Preisverleihung - Foto: Frank Schoepgens - Applaus 2016, Initiative Musik
Die Scheune-Crew bei der Preisverleihung – Foto: Frank Schoepgens – Applaus 2016, Initiative Musik
Gestern Abend gab es in Köln einen fetten Applaus für die Scheune. Der Musik-Club wurde für sein Livemusikprogramm mit dem „Applaus“ ausgezeichnet. „Applaus“ ist die Kurzform für „Auszeichnung der Programmplanung unab­hängiger Spielstätten“. An der Auszeichnung hängt eine Prämie von 25.000 Euro. Die Scheune ist damit der einzige Dresdner Club, der diese Auszeichnung erringen konnte und steht damit in einer Reihe mit Locations wie „Horns Erben“ oder „Werk II“ in Leipzig.

Programmdirektor Frank Schöne freut sich über Preis und Geld. „Das werden wir verwenden um die Auftrittsbedingungen für die Künstler zu verbessern“, kündigt er an. Außerdem sollen neue Programmreihen und Konzepte entwickelt werden.

Die Scheune erhält den „Applaus“ bereits zum zweiten Mal. Dieser Preis der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien soll konkrete finanzielle Unterstützung für Club-Betreiber mit mehr öffentlicher Aufmerksamkeit für ihre musikalischen Angebote und Belange verbinden.

Scheune an der Alaunstraße
Scheune an der Alaunstraße
Ausgezeichnet werden kulturell herausragende Livemusikprogramme, die maßgeblich zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Deutschland beitragen. Die Initiative Musik realisiert den Spielstättenprogrammpreis seit 2013 unter Einbeziehung der Bundeskonferenz Jazz und der Live Musik Kommission – Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V.


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Geburtstagsgeschenk

Für die Scheune ein schönes vorfristiges Geburtstagsgeschenk. Im Dezember feiert der Club immerhin schon seinen 65. Geburtstag.
Weitere Infos und Programm unter www.scheune.org

5 Kommentare zu “Applaus für die Scheune

  1. Hallo Rolf, es gibt Spielstätten in kommunaler Verwaltung (z. B. Staatsoperette) oder in Verwaltung des Freistaates (z. B. Semper-Oper) und es gibt sogenannte freie Träger, wie die Scheune, die zwar von der Stadt gefördert wird aber eben ein von staatlichen Vorgaben unabhängiges Programm gestalten kann.

  2. … oder zumindest doch etwas mitbespielen? Die kürzlich erfolgte Absage an die Stadt war ja noch vor der monetär beeindruckenden Preisverleihung. Eine bauliche Nachkorrektur am Vorplatz ist nahezu unmöglich. Nicht mal für ein paar – vormals ohnehin angeregte – Baumpflanzungen dürfte man den Deckel nochmals öffnen. Dabei wäre hier ein drängender Grün-Ausgleich für das Rohdungsvergehen im Alaunpark sinnvoll – selbstredend auf Kosten der Stadt. Aber die bürokratischen Hürden… . Nee, vielleicht Mitspielen, das wars und das wärs eventuell. Ich denke, der Verein hat unabhängig des Preises sein Urteil gefällt – nix zu machen. Der neue Scheunevorplatz steht damit symptomatisch für die „erfolgreiche Stadtentwicklung“ unserer Amtsmännels und -frauen: alle meinen es gut, ja zu gut, doch heraus kam: Verpostplatzung, fehlendes Nutzungskonzept, Streit darum und um die nacksche Gestaltung, Kriminalitätsschwerpunkt. Chapeau!

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