Bunter die Louisenstraße

Auf der Pulsnitzer Straße leuchtet es orange.
Auf der Pulsnitzer Straße leuchtet es orange. Foto: Ronny Rozum/creaface
Heruntergelassene Rolläden wirken auf Tagger (das sind Schriftzeichen-Setzer) offenbar magnetisch. Vor allem, wenn sie grau sind. Diese Taggerei hat die Inhaber der Agentur „Creaface“ an der Louisen-/Ecke Pulsnitzer Straße schon seit einer kleinen Weile gestört. Nun haben sie sich einen Profi engagiert, der den Rolläden ordentlich Farbe aufgetragen hat.

Hirschmaler Christian Weiße
Hirschmaler Christian Weiße – Foto: Ronny Rozum/creaface
Eigentlich müsste man nun sagen: endlich. Immerhin ist „Creaface“ als Werbemittelgestalter ja dafür da, dass die Welt bunter wird. Da waren die grauen Rollos gar nicht mehr zeitgemäß. Die Gestaltung übernahm Christian Weiße (Fassadengestaltung Dresden), der sich auch schon im Treppenhaus der Adventure Rooms am Albertplatz verwirklichen durfte.

Ein weiteres Werk von ihm kennt in der Neustadt vermutlich jeder. Er durfte das High-Tech-Urinal auf der „Bunten Ecke“ an der Alaunstraße gestalten. Damals hieß er aber noch Christian Höhn.

Nicht ganz so schick: so sah die getaggte Rollade vorher aus.
Nicht ganz so schick: so sah die getaggte Rollade vorher aus. Foto: Ronny Rozum/creaface

Ob das Motiv mit dem Hirsch jetzt unbedingt so glücklich gewählt ist, sei dahin gestellt. Erst kürzlich wurde ein seit vielen Jahren in der Neustadt etablierter Hirsch mit Farbe angegriffen. Und der trug nur nen Schlüpper, nicht wie der Pulsnitzer-Hirsch einen Westover. An anderer Stelle röhrt ein Hirsch aber schon seit Jahren unbehelligt.

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11 Kommentare zu “Bunter die Louisenstraße

  1. Was soll man dazu sagen, ein Hirsch mit Pulli und eine kiffende Giraffe auf unsäglichem Orange … gibt’s denn kein Ästhetik Unterricht mehr?!
    Außerdem kippt man die Reste der Grundierfarbe nicht einfach in den Gulli … das ist Umweltverschmutzung.

  2. @ Julia: Liebe Julia, über Geschmack lässt sich trefflich streiten – auf jeden Fall kifft die Giraffe nicht :)
    Und über Deine „Umweltverschmutzung“ lässt sich nur sagen, dass das eine haltlose Behauptung ist – unsere Agentur sortiert den Müll, läuft mit Naturstrom und nutzt grüne Server. Da wird niemand auch nur auf die Idee kommen Farbe auf die Straße zu gießen.

  3. Beides ist sehr löblich ;)

    Pssst:
    Originalton eben, Mutter mit dreijährigen Kind: „Mama Mama, guck mal, einen rauchende Giraffe“, … stimmt also, die Giraffe kifft nicht.

  4. …sortiert den Müll, läuft mit Naturstrom und nutzt grüne Server…

    Wie cool. Na ja, ich trenne die von mir zuvor erzeugten Abfälle, da wo es sinnvoll ist. In den Genuss, Müll zu sortieren, bin ich bisher noch nicht gekommen. Laufen tu ich mit den Beinen. Strom aus der Steckdose hab ich gerne jederzeit, nicht nur dann, wenn der Blitz ins Kraftwerk einschlägt. Und mein Laptop ist leider nur grau/schwarz. Aber ich bitte um Verzeihung, ich bin nur ein kleines Menschenkind, keine Agentur. Agentur für was eigentlich? Damen, schwere Damen, leichte Damen, Herren, Schlüpper, Hirsche mit Schlüpper, Arbeit? :-)
    Immerhin käme ich nie in die Verlegenheit, orangene Farbe irgendwohin zu kippen. Jedem, der auf die Idee käme, solch Zeugs auch nur in meine Nähe zu schleppen, droht die fristlose Entfamilisierung. :-)

  5. Ich kanns bald nicht mehr hören….bunt hier, bunt da. Letztendlich ist es beschmiert, verschmiert, verdreckt. Bunt ist nicht mehr lustig.

  6. Nachtrag: So wie es aussieht, ist einer der Agentur Mitarbeiter „Hirschfan“, ich habe jedenfalls eine männliche Person im Hirsch T-Shirt gesichtet. Dann soll es so sein, solange nicht Eisbären mit Nasenringen und Pollunder an durch die Neustadt gezogen werden … Fine

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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