Notrettung an Kirche – eine Übung

Feuerwehr an der Lutherkirche
Feuerwehr an der Lutherkirche
Heute am Morgen an der Lutherkirche. Die Feuerwehr ist mit mehreren Fahrzeugen angerückt. Aber ganz leise. Die Männer setzen Helme auf, erklimmen die Leitern des Baugerüstes. Plötzlich poltert es. Rufe. Sprechfunk. Ein Seil fliegt.

„Die Feuerwehr hat heute Vormittag eine Notrettung am Kirchturm geprobt“, berichtet Pfarrer Eckehard Möller. So haben sie geprobt, wie sie zum Beispiel einen Verwundeten oder Betrunkenen vom Gerüst heil wieder auf den Boden bekommen. Und genau dafür wird das fliegende Seil gebraucht. Einer der Kameraden ist am Boden geblieben, er vertäut das Seil mit einem Fahrzeug. Ein zweites fliegt hinterher, auch das wird fest verzurrt.

Vorsichtig heben die Feuerwehrmänner eine große Schale über die Brüstung, langsam wird sie zu Boden gelassen. Ein Mann darin soll den Verletzten simmulieren. Alles klappt und zur Mittagsstunde rücken die Herren in rot wieder ab.

Immernoch: nächtliche Kletter

Dass eine solche Übung notwendig ist, verraten dem Pfarrer die Spuren auf dem Baugerüst. Erst diese Woche hat er die Scherben einer großen Schnapsflasche zusammengetragen. Bislang sind zwar noch alle nächtlichen Kletterkünstler wieder auf eigenen Beinen hinuntergelangt, aber bei derartigem Alkoholkonsum ist das nicht unbedingt selbstverständlich.

Zwar schreckt die vier Meter hohe Palisade rund um den Gerüst-Zugang etliche Turmabenteurer ab, aber einige Kletterer schaffen es dennoch hinauf. Und einige von ihnen sehen sich jetzt mit einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch konfrontiert. Der Pfarrer schaut schon ungeduldig auf die letzten Tage des Gerüstes, denn ab Mitte September wird das dann wieder Stück für Stück abgebaut.

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1 Kommentar zu “Notrettung an Kirche – eine Übung

  1. @Anton

    was issn das fürn Banner an der Kirche…ach Entschuldigung, am Gerüst. Dynamowerbung oder Massenmanipulation. Ist das jetzt ein Grund mehr das Stadion zu kaufen? ;-)

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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