Nach fünf Wochen Sperrung können Reisende die Empfangshalle des Bahnhofs Dresden-Neustadt seit dem 13. Mai wieder nutzen. Damit sind auch die Bahnsteige vom Schlesischen Platz aus wieder erreichbar – nicht mehr nur über den Hintereingang an der Hansastraße. Auch Aufzug, Reisezentrum und DB-Information stehen wieder zur Verfügung.

Ein Gerüst für die historische Decke
Der Grund für die Sperrung: Die DB InfraGO hat in der Halle ein massives Schutzgerüst errichtet. Rund 180 Tonnen Stahl, verteilt auf 30 Stützen, tragen die Konstruktion – auf der eine begehbare Arbeitsplattform entstanden ist. Von dort soll die historische Hallendecke in den kommenden rund anderthalb Jahren gründlich auf Schäden untersucht werden. Erst danach entscheiden Fachleute, wie die Sanierung konkret aussehen wird.
Die eigentlichen Sanierungsarbeiten sollen 2028 beginnen und etwa zwei Jahre dauern. Das Gerüst dürfte damit bis voraussichtlich 2030 stehen bleiben – für den Abbau muss die Halle dann erneut gesperrt werden. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Halle für Reisende geöffnet. Für Sicherheit sorgen 35 neu installierte Funkmelder sowie eine angepasste Beleuchtung.

Geschäfte öffnen schrittweise wieder
Einige Mieter nutzten die erzwungene Pause für Umbauarbeiten. Die Bahnhofsbuchhandlung will in den nächsten Tagen wieder öffnen, der Drogeriemarkt Rossmann plant seine Wiedereröffnung für den 30. Mai.
Umbauarbeiten auch auf dem Vorplatz
Parallel laufen auf dem Schlesischen Platz die Vorbereitungen für das geplante Fahrradparkhaus. Zunächst gestaltet die Stadt den nordöstlichen Teil des Vorplatzes um: Pkw-Stellplätze, Verkehrsinseln und Fahrwege werden angepasst, die Platzentwässerung verändert. An der Dr.-Friedrich-Wolf-Straße entsteht zudem eine neue Bedarfshaltestelle für Busse, die öffentliche Beleuchtung wird geringfügig angepasst.



















OK, paar Schlösser sind da jetzt abhanden gekommen, aber aufgrund der weiterhin recht hohen Decke ist es erträglicher als befürchtet. Jetzt braucht es noch paar fähige Künstler, welche die diversen Trockenwände gestalten. Vielleicht können die beiden Aufgangstürme auch noch ein Stück weiter nach oben verkleidet werden, dann sieht es noch etwas weniger nach Baustelle aus. Der Außenbereich wird ja hoffentlich noch beräumt, so dass es auch vom Schlesischen Platz wieder wie gewohnt aussieht.
Stefan E.: meinst du mit wie gewohnt, die ganzen Rad „Leichen „ oder die „ Bewohner des Platzes? Bald kommt ja das neue Fahrrad Parkhaus. Vielleicht verschiebt sich ja die ganze angespannte Situation samt „Bewohner“auf dem Platz. Der Platz ist einfach schrecklich. Richtung Hansa Straße nicht besser. Müll und völlig verdreckt. Aber, wir schaffen das
@TomDD: Bei dem Fahrradparkhaus wird die wichtigste Frage sein, ob man sich für Zutritt und Nutzung registrieren muss. Wenn man da einfach so sein Fahrrad abstellen kann, dürfte die weitere Entwicklung absehbar sein. Aber darüber haben sich die Verantwortlichen sicher in den letzten Jahren umfangreich Gedanken gemacht, das zugrundeliegende Radverkehrskonzept ist ja nun auch schon neun Jahre alt. Und ansonsten hat der Vorplatz im Laufe der letzten Jahre in der Tat immer weiter an Qualität verloren, war schon schön damals mit den Bodenfontänen, die nun seit etlichen Jahren nicht mehr in Betrieb sind.
Ja alles geht den Bach runter.