Namaste – Guten Tag

Lola Kebap mit Soße und Reis

Lola Kebap mit Soße und Reis

Seit Anfang August ist die Alaunstraße ein wenig gelber. Aus dem ehemals afghanischen Restaurant „Hindukusch“ ist jetzt der indische Imbiss „Namaste“ geworden, der mit grell-gelber Reklame auf sich aufmerksam macht.

„Namaste“ heißt so viel wie „Guten Tag“ erklärt der Koch legt die Hände begrüßend zusammen. Mit einem Freund will ich die Qualität nach der freundlichen Übernahme testen. Schon vor ein paar Wochen hatte ich erfahren, dass Schengul Niazi, der ehemalige Besitzer des „Hindukusch“, nicht mehr weiter machen wollte und sein Sohn nicht das nötige Interesse an dem Restaurant gezeigt hat. Daher nun die scheinbar indische Übernahme. Denn, so der Koch, er habe afghanisch-pakistanische Wurzeln, daher könne er auch die Gerichte des „Hindukusch“ zubereiten. Auch wenn die bislang nicht so stark nachgefragt würden. Liegt vielleicht auch am Preis. Denn während alle indischen Gerichte für 4 Euro angeboten werden, kostet zum Beispiel das „Lola Kebab“ weiterhin 7 Euro. In der winzigen Imbiss-Stube wurde aber gründlich umgeräumt. Die bisherige Gemütlichkeit hat der neue Eigentümer entfernt, dafür ist jetzt mehr Platz.

Mehr Tische statt Gemütlichkeit - Schade

Mehr Tische statt Gemütlichkeit – Schade

Ich bin gespannt, ob es immer noch so gut schmeckt wie einst (Vergleiche Neustadt-Geflüster vom 18. Januar 2012). Schon nach kurzer Zeit stehen unser Gerichte auf dem Tisch, wir genießen die letzten warmen Sonnenstrahlen und ich bin überrascht. So hatte ich mir die Speise nicht vorgestellt. Die Bouletten schwimmen in einer Soße und statt Pommes Frites gibt es jetzt Reis. Nun, das muss ja kein Nachteil sein. Und tatsächlich der Reis, gespickt mit Rosinen und durchtränkt von der würzigen Soße ist sehr schmackhaft und auch den Kebab-Rollen tut die Soße gut. Allerdings ist jetzt der Koch zerknirscht, er habe das Gericht verwechselt. Bittet um Entschuldigung und will austauschen. Ach was, schmeckt doch. Und von der Portion werde ich mehr als satt. Mein Begleiter hat sich für einen Käse (Allu Matar Paneer) entschieden und zeigt auch zufriedene Gesichtszüge.

    Infos und Öffnungszeiten

  • Fazit: Trotz geraubter Gemütlichkeit im Innenraum, es schmeckt noch immer sehr gut. 4,- Euro für die indischen Gerichte sind eine Kampfansage.
  • Namaste, Alaunstraße 72
    Sonntag bis Donnerstag 11.00 bis 23 Uhr, Freitag und Sonnabend 11 bis Mitternacht, Telefon: 0351 48434698 (für Vorbestellungen)
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8 Kommentare zu “Namaste – Guten Tag

  1. Anne
    21. Oktober 2014 at 17:09

    Wie Schade, den Hindukusch gibt es nicht mehr. Ich fand es eine tolle Abwechslung und es war immer lecker. Indisch esse ich auch gern, bin aber trotzdem enttäuscht, dass es jetzt wieder ein Inder ist, der den Laden übernommen hat… da gibt es doch schon einige… der Afghane war etwas Besonderes.
    Naja, wenn es schmeckt, ist es ja irgendwie ok.

  2. HinzundKunz
    21. Oktober 2014 at 21:39

    Die Portion sieht aber schon etwas mickrig aus. Wird man davon satt?
    „…, gespickt mit Rosinen …“
    Deshalb geh ich nicht gern zum Inder essen, denn diesem Rosinenfetish kann ich einfach nichts abgewinnen.
    Außerhalb von Stollen, Eierschecke bzw. allgem. Gebäck, so denke ich, haben Rosinen einfach nichts verloren.

  3. Jemand
    22. Oktober 2014 at 08:11

    Schade, schade, schade. Die Aubergine mit Reis waren mein absolutes Lieblingsessen in der Neustadt.

  4. Jutta B.
    22. Oktober 2014 at 09:56

    Ist das auf dem Teller denn nun das, was drunter steht?

  5. 22. Oktober 2014 at 10:29

    @Jutta B. serviert wurde es mir als Lola Kebab. Und zumindest die Fleischrollen sind solche, die Soße gehörte früher im Hindukusch genauso wenig dazu wie der Reis.

  6. Olaf
    22. Oktober 2014 at 12:44

    na, so richtig glücklich sahste ja nich aus, anton :P

  7. Hindukusch-Reis
    22. Oktober 2014 at 16:59

    @HinzundKunz
    Dein Rosinenkommentar wirkt, als wärest Du nie im „Hindukusch“ gewesen, um Familie Niazis köstlichen Reis zu probieren. Schade eigentlich. Diese Geschmackserfahrung wird Dir nun auf ewig verschlossen bleiben.

  8. Louise
    25. Oktober 2014 at 14:27

    Wirklich schade, dass der nette Herr das Hindukusch nicht weiterbetreiben konnte (wohl aus gesundheitlichen Gründen). Aber das wirklich gemütliche Gefühl im Gastraum stellte sich für mich früher auch nicht so richtig ein.

    Nichtsdestotrotz ist das „Namaste“ auf jeden Fall einen Besuch wert! Die Besitzer sind immer freundlich und zum Plausch aufgelegt und über die Gerichte konnte ich mich bisher nie beschweren (habe auch stets das Bestellte bekommen), die waren köstlich und machten auch bei näherem Hinsehen noch einen sehr guten Eindruck und nicht zu vergessen: Es geht angenehm schnell und war stets mehr als reichlich. Auch kann ich nur raten – probiert das Brot anstatt des Reises als Beilage! Nur für den Pizzahunger sollte man dann doch ein anderes Lokal (ungeschlagen Sapori) aufsuchen, die richtigen Pizzateig verwenden.
    Dass die afghanischen Speisen nicht stark nachgefragt werden liegt wohl vor allem daran, dass die nur auf ner kleinen Karte an der Wand stehen. Der „Neuling“ übersieht das schlichtweg neben den großen, gelbleuchtenden Spiesekarten.

    Was mir aber wirklich zu denken gibt, ist die „Kampfansage“, die Anton beschreibt. Klar ist man froh was Leckeres für 4 Euro mitnehmen zu können, aber so richtig kann ich mir nicht vorstellen, dass das die Kosten deckt, geschweige dem einen Gewinn abwirft. Und wenn doch, na dann kommen erst recht Fragen auf. Ich habe ja die Vermutung, dass 4 Euro wieder ein Lockangebot sind und dann (ähnl. wie Evas) die Preise nach oben gehen, wenn der Laden läuft.

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