Auf der „Rothenburger“ wird es schlüpfrig

Bis zur Eröffnung hat Dina Stiebing noch eine Menge zu tun.
Bis zur Eröffnung hat Dina Stiebing noch eine Menge zu tun.
Weil ihr Laden auf der Prager Straße zu versteckt lag und außerdem zu klein war, hat Dina Stiebing beschlossen in die Neustadt zu ziehen. Ab Montag gibt es unmittelbar neben der Creperie in der Rothenburger Straße Schlüpfer und andere Drunterziehsachen. „Ich rechne hier mit deutlich mehr Laufkundschaft“, sagt Dina. Das mag verwundern, gilt die Prager Straße doch als die Einkaufsstraße in Dresden. „Leider lag mein Laden aber ziemlich versteckt zwischen Rundkino und den großen Einkaufstempeln“, nun ist Dina froh, den Laden hier gefunden zu haben.

Zurzeit ist sie mit ihrem Vater dabei das Lädchen auszubauen, die Kollektionen müssen noch warten, aber bis zum Sonnabend soll alles fertig sein. „Da feiere ich mit den Stammkundinnen die Eröffnung, ab Montag haben wir dann ganz normal geöffnet“. „fem2glam“ heißt das Geschäft und es gibt eigentlich nur Wäsche, die im normalen Geschäft nicht zu haben ist. Dazu zählen Ziercorsagen, Korsetts, Strümpfe, Schmuck aber auch High Heels und Sandstein-Dildos.

Darauf angesprochen, dass es ein paar Meter weiter mit dem dem „Infit“ schon einen Schlüpper-Laden gibt, sagt Dina: „Das ist ein toller Laden, den Andrea dort führt, aber unsere Angebote sind doch sehr verschieden, ich denke, wir werden uns nicht beißen.“ Ihr Angebot sei ein bisschen verruchter, ein bisschen erotischer und frivoler, einfach mit mehr Rock’n’Roll.

    Infos und Öffnungszeiten

  • fem2glam, Rothenburger Straße 7, Montag bis Sonnabend: 12 bis 20 Uhr, weitere Infos auf der Website und der Facebook-Site


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20 Kommentare zu “Auf der „Rothenburger“ wird es schlüpfrig

  1. @Max: Ich skizziere mal. Du sparst 20-30 Prozent beim Einkauf im Internet, weil der Internethändler keinen Laden anmieten muss, sein Lager irgendwo in der Pampa ist und er seine Steuern in einer Steueroase zahlt und die Mitarbeiter nach Konditionen der Logistik-Branche bezahlt werden, weil sie ja keine Verkäufer mehr sind.

    Das Ergebnis: Die Innenstädte veröden, außer Friseuren und Lebensmittelhändlern gibt es keine Läden mehr. Die Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen sinken, dadurch die Möglichkeiten der Stadt in Straßen, Schulen etc. zu investieren. Aber schön, wenn Du beim Online-Shoppen mal 30 Prozent gespart hast.

  2. @ Anton: Recht haste ja – aber: was tun? Betrifft ja quasi alles Branchen, die nichts mit Frische oder Dienstleistung zu tun haben…

    Ich hab mal in einem Laden gearbeitet, da kam die „klügste“ moderne Einkäuferspezies gern mal vorbei: sich stundenlang beraten lassen, Größe ausprobieren und dann wieder abziehen, um im Internet die berühmten 20-30% zu nutzen… Frustrierend, wenn man im Verkaufsgespräch gemerkt hat, wo der Hase hinläuft.

  3. für die Beratung Geld verlangen das wäre richtig! Nur, wenn die Ware doch im Laden gekauft wird, dann ist die Beratung gratis.

  4. Zur Diskus weiter oben: Kauft doch einfach im Internet oder lebt und liebt den Laden mit Dina, denn sie ist die Charmanteste in Sexdresden!

  5. @ anton richtig skizziert und aktuell auch Stand der Dinge: es ist zwar nicht so, das die Kosten eines online Händlers geringer sind, als ein Laden und dabei sind die Margen natürlich auch geringer.
    Und grundsätzlich bleibt eins bestehen, als Ladeninhaber habe ich gegen große Ladenketten zu kämpfen, als online Händler gegen Multiplayer mit Millionen Etat. Es ist also mit beiden Verkaufsformen ähnlich schwer, wenn man nicht auf das Millionenvermögen zurückgreifen.

    Aber aktuell haben alle Händler, auch die wirklich Großen eine Umsatzproblem stationär, das ist zumeist hausgemacht. Center können keinen wirklichen Ansturm standhalten, einen wirklichen Vorteil gegenüber dem online Handel ist aktuell nicht auszumachen, die Beratungsqualität läßt zu wünschen übrig, also warum soll es der Kunde nicht online kaufen?
    Nur weil es schlecht für den Ladeninhaber ist ? Da ist sich „fast“ jeder selbst der nächste.

    Ich kann das leider sehr gut beurteilen, weil wir sowohl online, als auch stationär verkaufen und sehr gut sehen kann was aktuell los ist. Ich denke wir werden noch eine Weile ein sterben von Läden (wahrscheinlich) auch bei den großen sehen, bis eine Boden gefunden ist, den die Leute nicht mehr akzeptieren wollen. Dann geht es von vorne los.

    Allen kleinen Ladenhändlern kann ich nur empfehlen, ihre Stammkundschaft zu pflegen, zu Hause abzuholen und mit offenen Karten spielen. Die meisten Kunden denken ja, mann macht die Preise mit Absicht 30% teurer, damit man richtig Kohle scheffeln kann. Aber wenn ich mir die meisten Läden in der Neustadt (und auch anderswo) anschaue, dann muss ich doch sagen, das das Eis sehr dünn ist und wahrscheinlich bei korrekter Buchf. schon gebrochen ist.

    In diesem Sinne wünsche ich Frau Stiebing viel Erfolg und hoffe das es nicht schon der Anfang vom Ende war.

  6. @Anton so ein büschen hinken deine Argumente. Sicherlich ist einiges davon richtig, nur nicht alles. Einen starken Versandhandel gab es in D schon immer, der ist dann heute neu der Onlinehandel und die Eigentumsverhältnisse haben sich dann auch etwas verschoben. Was mir viel zuwenig erwähnt wird: die Anzahl der Niedriglöhner ist mittlerweile deutlich zu hoch, wobei ich behaupte, dass auch „normale Löhne“ nicht mehr die Kaufkraft wie noch vor 15 Jahren haben. Folglich, will ja keiner die Verschlechterung seines Lebensstandard, also wird über den Preis gekauft, für mich nachvollziehbar…

  7. Liebe „Kommentatoren“!

    Jetzt melde ich mich mal zu Wort :)
    Ich finde es toll, dass das Thema Online-Einkauf vs.Direkt-Einkauf-im-ortsansässigen-Laden offen angesprochen wird und der Bericht zum Austausch einlädt.

    Ich bin der Meinung, dass KEIN Onlinekauf das emotionale Einkaufserlebnis vor Ort ersetzen kann.
    Klar kann man 5-10 EUR sparen und viel Zeit für Recherche nach dem perfekten Teilchen verschwenden.. doch ganz ehrlich…
    Wie schön ist es denn, mit einem freundlichen „Guten Tag!“ und einem Lächeln persönlich begrüßt zu werden?
    Mit einem Espresso oder Sekt lässt sich der Aufenthalt hier im Laden genießen und wenn dann auch noch zielorientiert und ehrlich beraten wird, ist jeder Kunde begeistert.
    Zum Glück schätzen dies viele Stammkunden und kommen immer wieder sehr gern zu mir und haben das Vertrauen.

    Der Vorteil vor Ort ist ganz klar.. Frau kann alles anprobieren, auswählen und Stoffe erfühlen.
    ..denn im Internet ist das ja nicht möglich.
    Was Online toll aussieht (an den retouchierten Modellfiguren), ist nicht immer deckungsgleich mit dem realen und individuellen Körpern der Kundinnen oder auch Kunden ;)

    Da ich gleichzeitig auch einen Onlineshop betreibe, stelle ich immer wieder fest, dass falsche Größen bestellt werden und daher eine persönliche Beratung oftmals schneller zum Ziel führt.
    Wer Qualität erwartet, sollte auch bereit sein, dafür den entsprechenden und gerechtfertigten Preis zu zahlen.
    Da freut sich die Frau, der Mann und ich, als Ladeninhaberin.

    Es gibt nichts schöneres, als einen glücklichen Kunden zu verabschieden UND ihn dann auch wiederzusehen!
    You know, what I mean?
    Ich diene, um zu verdienen… und das gern.
    Das spürt jeder Gast und was man mit Liebe macht, läuft.

    Ich wünsche mir, dass charmante kleine Boutiquen und Geschäfte erhalten bleiben.. da wird man nicht abgefertigt und wer will schon nur eine Nummer oder Adresse sein?!?

    In diesem Sinne…
    „Hallo Neustadt! Ich bin jetzt da :)“
    Beste Grüße,
    Dina Stiebing

  8. Ich finde, der Besuch bei fem2glem macht auf jeden Fall viel mehr Spaß als Internetshopping. Ich war vor ein paar Jahren mit einer Freundin zu Besuch in Dresden und durch reinen Zufall sind wir auf das Lädchen gestoßen und ich muss zugeben, es lag wirklich etwas versteckt.
    Wir wurden dort von Dina sehr herzlich und humorvoll begrüßt und bedient. Einen Artikel, den meine Freundin haben wollte und der nicht da war, wurde problemlos nach Hause geschickt, da wir ja schon am nächsten Tag wieder abreisen mussten.
    Weil das Einkaufserlebnis so schön war, verfolgen wir den Werdegang von fem2glem auch heute noch weiter im Internet und ich wünsche alles Gute für den neuen Standort – viel Erfolg!

    @all: Schaut ruhig dort vorbei, die Sachen sind wirklich sehr hübsch!

  9. Ohja, ehrliche Beratung ist sehr viel wert!! und die findet man bei dir in jedem fall! ich freu mich -auf ein nächstes!

  10. online kaufen ist super – wenn ich weiß, was ich will. (z.B. bei technisch. geräten oder standard jeans etc.) aber um mal zu gucken, was es gibt und um mich beraten zu lassen, was wozu passt, muss man in den laden gehen. gerade fülligere damen sind oft der meinung, es gäbe NICHTS für sie,…und dann haben sie doch 100 euro im fem2glam ausgegeben und strahlen. und wer dann nach intensiver beratung so dreist ist und im netz nach 5 euro rabatt forscht, ist selber schuld. aber gerade in so einem laden will man doch die sachen gleich mitnehmen und nicht noch umständlich bestellen. … und abschließend: Ja, auch Männer kaufen bei Dina ein! ;-) ps: ich bin ein dina freund und war lange gast/beobachter im alten laden. (viel interessanter ist für mich, wie die uuunzähligen jeans + t shirt läden überleben können.)

  11. Hier redet wieder die Wurst über die Pelle:
    Aus einer kleinen Unterwäschemanufaktur in Chemnitz ist Schiesser entstanden – also das was jeder 2 in Dtl im Alltag trägt.

    Die Retourenquote, da man ja wirklich jeden Mist zurückschicken kann, ist beim Internethandel extrem hoch. Am Besten probiert Ihr die erworbenen Sachen noch in eurer Stube, bei bescheidenem Licht und nem sehr ungünstigen Spiegel. Also ab ins Lädchen und @Anton Launer – lass es zu schreiben oder geh zur Bild!!!

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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