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Gepackt und geschnürt: Wie Nomaden ihre Habe transportieren

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Teppiche, Taschen, Säcke und Zeltbänder: Das Museum für Völkerkunde im Japanischen Palais zeigt ab dem 12. November Textilien aus Vorder- und Mittelasien. Die Ausstellung „Gepackt & Geschnürt“ erzählt vom Leben in Steppen, Wüsten und Gebirgen.

Japanisches Palais an der Großen Meißner Straße - Foto: Anton Launer
Japanisches Palais an der Großen Meißner Straße – Foto: Anton Launer

Wer mit seinen Tieren von Weide zu Weide zieht, muss seinen Besitz transportieren können. Zelte, Decken und Taschen gehören deshalb seit Jahrhunderten zum Alltag nomadisch lebender Menschen. Wie kunstvoll diese Gegenstände gestaltet sein können, zeigt eine neue Sonderausstellung im Japanischen Palais an der Großen Meißner Straße.

Unter dem Titel „Gepackt & Geschnürt. Unterwegs in kargen Landschaften“ präsentiert das Museum für Völkerkunde Dresden rund 40 Objekte aus seiner Sammlung. Die Stücke stammen aus Regionen zwischen Anatolien und Afghanistan. Hinzu kommen einige Leihgaben aus Privatbesitz.

Taschenfront einer Schultertasche
Foto: Museum für Völkerkunde Dresden, SKD
Taschenfront einer Schultertasche
Foto: Museum für Völkerkunde Dresden, SKD

Textilien für ein Leben unterwegs

In Steppen, Wüsten und Gebirgen bestimmen Hitze, Kälte und Trockenheit den Alltag. Hirten ziehen mit ihren Tieren zu Wasserstellen und Weideflächen. Ihre Ausrüstung muss dabei einiges aushalten. Viele der gezeigten Textilien entstanden in Handarbeit. Sie dienen als Transportbehälter, Schlafunterlage oder Bestandteil eines Zeltes. Oft erfüllen sie mehrere Zwecke und halten über viele Jahre.

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Dabei geht es nicht nur um den praktischen Nutzen. Farben und Muster verraten mitunter, welcher Familie oder Gemeinschaft die Besitzer angehören. Manche Verzierungen zeigen auch den gesellschaftlichen Rang.

Sammlung zeigt bislang selten ausgestellte Stücke

Das Dresdner Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung solcher Textilien. Viele davon waren nach Angaben des Museums seit Jahren nicht mehr öffentlich zu sehen. Die Ausstellung stellt die unterschiedlichen Materialien, Webtechniken und Verwendungszwecke vor. Im April 2027 tauscht das Museum einen Teil der Exponate aus. Dann kommen weitere Stücke aus dem Bestand hinzu.

Kameldecke/Lastenüberwurf, Bänder. Foto: Museum für Völkerkunde Dresden, SKD
Kameldecke/Lastenüberwurf, Bänder. Foto: Museum für Völkerkunde Dresden, SKD

Die Schau läuft knapp ein Jahr bis Ende Oktober 2027. Der Eintritt ist frei.

Gepackt & Geschnürt. Unterwegs in kargen Landschaften

  • Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 11. November 2026, 18 Uhr
  • Laufzeit: 12. November 2026 bis 31. Oktober 2027
  • Ort: Museum für Völkerkunde Dresden, Japanisches Palais, Palaisplatz 11
  • Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
  • Eintritt: frei
  • Weitere Infos: Völkerkundemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Detail einer Schultertasche der Khamseh (Arabi)
Foto: Museum für Völkerkunde Dresden, SKD
Detail einer Schultertasche der Khamseh (Arabi)
Foto: Museum für Völkerkunde Dresden, SKD
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