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Neuer Chefarzt und ein Operationsroboter fürs Diako

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Das Diakonissenkrankenhaus in der Dresdner Neustadt hat einen neuen Chefarzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Dr. Markus Grebe wechselt vom Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt ans Diako. Der 56-Jährige will vor allem die gynäkologische Krebsmedizin ausbauen. Dafür investiert das Krankenhaus rund 1,5 Millionen Euro in einen Operationsroboter.

Hasan Akgün (Kaufmännischer Direktor), Markus Grebe (Chefarzt der Kliniken für Gynäkologie und Geburtshilfe) und Jens-Uwe Erk (Medizinischer Direktor). Foto: Anton Launer
Hasan Akgün (Kaufmännischer Direktor), Markus Grebe (Chefarzt der Kliniken für Gynäkologie und Geburtshilfe) und Jens-Uwe Erk (Medizinischer Direktor). Foto: Anton Launer

Der gebürtige Hamburger Markus Grebe arbeitet seit 16 Jahren in Dresden, zuletzt als Chefarzt am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt. Am Montag trat er seine neue Stelle im Diakonissenkrankenhaus an. Um 7 Uhr begann sein erster Arbeitstag. Das Haus und seine Mitarbeiter sind ihm nicht völlig fremd. Einige Ärzte im Diako hat er selbst ausgebildet. „Das ist ein sehr gutes Team hier“, sagt er. Eigene Vorstellungen habe er bereits, die müssten sich aber erst noch entwickeln.

Für den Wechsel spricht aus Grebes Sicht auch die Größe des Krankenhauses. In einem kleineren Haus seien manche Bedingungen besser, insbesondere bei der Betreuung der Patienten.

Operationsroboter für 1,5 Millionen Euro

Ab Januar 2027 soll am Diakonissenkrankenhaus das Operationssystem „Da Vinci“ zum Einsatz kommen. Dabei steuert der Operateur die Instrumente über eine Konsole. Der Roboter setzt die Bewegungen um und ermöglicht präzise Eingriffe auf engem Raum. Das Verfahren kann besonders bei komplizierten Operationen im Becken Vorteile bieten und die Erholung der Patienten erleichtern.

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Grebe hat bereits in Friedrichstadt mit dieser Technik gearbeitet. Nun will er weitere Ärzte am Diako darin ausbilden.

Der medizinische Direktor des Diakos, Prof. Dr. Jens-Uwe Erk, räumt ein, dass sich ein Krankenhaus dieser Größe eine solche Anschaffung eigentlich kaum leisten könne. Aufgrund der Spezialisierung des Hauses hält er die Investition dennoch für sinnvoll.

Für den kaufmännischen Direktor Hasan Akgün stellt sich nun die Frage, wie sich die teure Anschaffung rechnet. Der Roboter müsse möglichst gut ausgelastet werden. Zugleich hofft Akgün auf kürzere Operationen und weniger Aufwand bei der Nachbetreuung.

Schwerpunkt Krebsbehandlung

Grebe will vor allem die gynäkologische Onkologie stärken. Dazu gehört die Behandlung von Krebserkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane. Das bestehende gynäkologische Krebszentrum soll weiterentwickelt werden.

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Ein Schwerpunkt liegt auf komplizierten Eingriffen bei Tumorerkrankungen. Dazu zählt beispielsweise Gebärmutterhalskrebs, in der Fachsprache Zervixkarzinom. Grebe verweist darauf, dass die roboterassistierte Chirurgie bei dieser Erkrankung bislang nur an wenigen spezialisierten Zentren angeboten wird.

Auch die Brustkrebsbehandlung gehört zum Aufgabengebiet der Klinik. Daneben sollen die Angebote für Patientinnen mit Endometriose und auffälligen Zellveränderungen am Gebärmutterhals ausgebaut werden. Bei Endometriose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter. Die Erkrankung kann starke Schmerzen verursachen.

„Wichtig ist mir die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen“, sagt Grebe. Besonders die Urologie und die Gynäkologie sollen bei komplizierten Eingriffen enger zusammenarbeiten. Auch Erk hält das für entscheidend. Für die Behandlung von Tumoren im Bauchraum brauche das Krankenhaus sowohl eine starke Urologie als auch eine leistungsfähige Frauenheilkunde.

Geburtshilfe bleibt wichtiger Bestandteil

Bei aller Konzentration auf die Krebsmedizin soll die Geburtshilfe nicht zu kurz kommen. Das Diakonissenkrankenhaus betreut Schwangere im Rahmen seines perinatologischen Schwerpunkts ab der 35. Schwangerschaftswoche. Für Neugeborene steht auch ein neonatologisches Intensivzimmer zur Verfügung.

Dr. Markus Grebe mit seinen Mitarbeiterinnen Franziska Naumann, kinderärztliche Leiterin, und Lisa Mühlberg, Bereichsleitung Geburtshilfe. Foto: Anton Launer
Dr. Markus Grebe mit seinen Mitarbeiterinnen Franziska Naumann, kinderärztliche Leiterin, und Lisa Mühlberg, Bereichsleitung Geburtshilfe. Foto: Anton Launer

Die Zahl der Geburten liegt nach Angaben des Krankenhauses derzeit etwa auf dem Niveau des Vorjahres, obwohl in Dresden insgesamt etwas weniger Kinder zur Welt kommen. Grebe sieht eine Stärke des Diakos in der persönlichen Betreuung der Schwangeren und jungen Familien.

Die Krankenhausleitung verbindet mit Grebes Wechsel große Erwartungen. Medizinischer Direktor Erk sieht in ihm einen erfahrenen Spezialisten für gynäkologische Krebschirurgie. Mit seiner Berufung will das Diako diesen Bereich ausbauen und zugleich seine Rolle in der medizinischen Notfallversorgung auf der rechtselbischen Seite Dresdens stärken.

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