Anzeige

Semper Oberschule Dresden

Dresden rückt Graffiti mit Lasertechnik zu Leibe

Bei der Google-Suche bevorzugen!

Die Stadt Dresden will illegale Graffiti an öffentlichen Gebäuden schneller beseitigen. Den Auftrag übernimmt künftig die Stadtreinigung Dresden. Zum Einsatz kommt auch ein neuer Laser, der Farbe entfernen kann, ohne den Untergrund zu beschädigen. Zunächst stehen vor allem Schulen im Mittelpunkt.

Mit Laserstrahlen gegen Schmierereien. Foto: Anton Launer
Mit Laserstrahlen gegen Schmierereien. Foto: Anton Launer

Die Stadtreinigung Dresden GmbH (SRD) hat rund 200.000 Euro in die Lasertechnik investiert. Das Unternehmen kaufte zwei Geräte mit Lasern der Klasse 4 und eine mobile Stromversorgung. Damit können die Mitarbeiter auch ohne Stromanschluss arbeiten.

Fünf speziell geschulte Mitarbeiter kümmern sich um die Graffiti-Entfernung. Die Laser sollen vor allem bei empfindlichen Oberflächen helfen. Dresden hat zahlreiche Gebäude aus Sandstein. Da ist die Beseitigung von aufgesprühter Farbe besonders schwierig. Bisher kamen häufig Hochdruckreiniger mit chemischen Zusätzen zum Einsatz. Auch Trockeneis eignet sich zur Reinigung, ist aber vergleichsweise teuer.

Laser entfernt Farbe, schont den Stein

Bei der neuen Methode treffen kurze, energiereiche Laserimpulse auf die Farbschicht und lösen sie vom Untergrund. Je nach Farbe und Oberfläche können die Mitarbeiter das Gerät unterschiedlich einstellen. So lassen sich Graffiti entfernen, ohne die natürliche Patina des Steins anzugreifen.

Anzeige

Coffee Party

Anzeige

teilAuto

Anzeige

Die Linke

Anzeige

tranquillo

Anzeige

tranquillo

Anzeige

Lesetheater im Alaunpark

Anzeige

Societaetstheater

Anzeige

Jüdische Woche Dresden

Anzeige

Zeitlos

Anzeige

Volkskunstmuseum

Anzeige

Mädelsabend in der Schauburg

Anzeige

Alternatives Akustikkollektiv

Anzeige

Radensleben Transporte

Anzeige

VG Biomarkt

Anzeige

Kaffkiez

Nach Angaben der Stadtreinigung eignet sich das Verfahren auch für Klinkerfassaden. Selbst Holzoberflächen sollen sich mit der Lasertechnik von Farbe befreien lassen. Im Vergleich zur Reinigung mit Hochdruckgeräten und Chemie sei das Verfahren umweltfreundlicher, erläutert SRD-Geschäftsführer Alf Schwaten.


Graffiti-Entfernung an der Campus-Cordis-Gemeinschaftsschule. Video: Anton Launer

Im vergangenen Jahr prüften die Verantwortlichen verschiedene Reinigungstechniken. Entscheidend waren neben der Wirkung auch die Kosten und mögliche Schäden an den Oberflächen.

Inzwischen lässt sich die Lasertechnik zu vertretbaren Kosten einsetzen. Die Reinigung eines etwa zwei Quadratmeter großen Graffitos kostet nach Angaben der Stadtreinigung einen mittleren dreistelligen Eurobetrag. Je nach Untergrund und Art der Farbe kann der Preis variieren.

Anzeige

teilAuto

Anzeige

Volkskunstmuseum

Anzeige

Kieferorthopädie Dr. Manuela Beltz

Anzeige

Jüdische Woche Dresden

Anzeige

Mädelsabend in der Schauburg

Anzeige

Kieferorthopädie

Anzeige

Coffee Party

Anzeige

Radensleben Transporte

Anzeige

Lesetheater im Alaunpark

Schulen haben Vorrang

Die Stadt will künftig betroffene Flächen erfassen und die Stadtreinigung mit der Entfernung beauftragen, sagte Bildungsbürgermeister Jan Donhauser bei der Vorstellung der neuen Technik. Grundlage ist ein sogenannter Inhouse-Vertrag. Damit kann die Stadt das kommunale Unternehmen direkt mit den Arbeiten betrauen.

Vor vier Jahren hatte die Stadt einen Vertrag zur Graffiti-Entfernung mit einem Tochterunternehmen der Deutschen Bahn abgeschlossen (Neustadt-Geflüster vom 4. Juli 2022). „Wir waren vor allem mit der Geschwindigkeit der Entfernung nicht zufrieden“, sagte Donhauser am Donnerstag. Deshalb habe sich die Stadt nun entschieden, die Stadtreinigung mit den Arbeiten zu beauftragen.

Zunächst konzentriert sich die Reinigung auf Schulen. Aber auch Brückenbauwerke und andere kommunale Gebäude sollen berücksichtigt werden.

Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (CDU), Campus-Cordis-Schulleiterin Miriam Bankert und die beiden Geschäftsführer der Stadtreinigung Alf Schwaten und Michael Hamacher zum Auftakt der Graffiti-Beseitigung an der Gemeinschaftsschule an der Stauffenbergallee. Foto: Anton Launer
Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (CDU), Campus-Cordis-Schulleiterin Miriam Bankert und die beiden Geschäftsführer der Stadtreinigung Alf Schwaten und Michael Hamacher zum Auftakt der Graffiti-Beseitigung an der Gemeinschaftsschule an der Stauffenbergallee. Foto: Anton Launer

Verfassungsfeindliche Parolen will die Stadt möglichst umgehend entfernen lassen. Donhauser will mit der schnellen Beseitigung auch Nachahmer abschrecken. Frische Schmierereien könnten weitere illegale Graffiti nach sich ziehen.

Geld reicht nur für einen kleinen Teil

Für das Jahr 2026 stehen insgesamt 80.000 Euro bereit. In den kommenden Jahren sind jeweils 100.000 Euro vorgesehen. Das reicht allerdings bei Weitem nicht aus, um alle betroffenen Flächen zu reinigen. Nach Einschätzung von Donhauser wären jährlich zwei bis drei Millionen Euro nötig, um das Problem umfassend anzugehen. Ob die Stadt dafür künftig mehr Geld bereitstellen kann, hängt von der Haushaltslage ab.

Für den Bildungsbürgermeister zeigen illegale Graffiti auch mangelnden Respekt vor öffentlichem Eigentum. Die Stadt dürfe bei der Beseitigung nicht aufgeben. Neben der Reinigung unterstützt Dresden weiterhin legale Möglichkeiten zum Sprühen. Das Thema beschäftigt auch den Kriminalpräventiven Rat.

Die beiden Geschäftsführer der Stadtreinigung, Michael Hamacher und Alf Schwaten, stellten die Lasertechnik am Donnerstag an der Campus-Cordis-Gemeinschaftsschule vor. Die Stadtreinigung will die Anschaffungskosten mit den künftigen Reinigungsaufträgen wieder einspielen.

♥ Neustadt-Geflüster unterstützen ♥

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert