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Aus Leonardo wird Kokolores

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Nach sechs Jahren zieht wieder Leben in die Räume der Kultkneipe Leonardo. Lisa Meißner und Andrea Bottke, beide gestandene Service-Kräfte der Dresdner Gastro-Szene haben sich zusammengetan und eröffnen nun am Freitag die Tageskneipe „Kokolores“.

Andrea Bottke und Lisa Meißner in ihrer neuen Tageskneipe - Rauchen ist übrigens erlaubt - Foto: Anton Launer
Andrea Bottke und Lisa Meißner in ihrer neuen Tageskneipe – Rauchen ist übrigens erlaubt – Foto: Anton Launer

Im Innenraum haben sie ordentlich ausgestaubt und umgeräumt. Die Wände wurden neu und tiefgrün gestrichen, die Künstlerin Bimmi aka Brim/Borium hat die seitlichen Wände mit kunterbunter Pop-Art gestaltet. Die Tische stammen aus dem Borowski von der Prager Straße, die Stühle, die sie im Internet fanden, erinnern stark an Polytechnische Oberschule. Aktuell ist noch eine Menge zu tun, aber die Eröffnung am Freitag steht felsenfest. Es gibt Live-Musik mit ED Serious, früher bekannt als ‚RNSTL, eine One-Man-Cover-Band.

Kokolores bedeutet Unsinn, Blödsinn oder Quatsch. Danach sieht das Konzept der beiden Frauen aber nicht aus. „Wir machen, was wir gut können“, sagt Meißner, und Bottke ergänzt: „Das ist Bier zapfen und Cocktails mixen“. Die beiden haben sich vor Jahren im Madness kennengelernt, aber auch schon in der Groovestation oder im Hebedas gekellnert. Nun also der Sprung in die Selbstständigkeit, dafür haben sie extra eine Firma gegründet. Ein bisschen Unterstützung aus dem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es auch. Selbst der langjährige Chef des „Leo“, Stefan Pinske hat schon vorbeigeschaut und mitgeholfen. Zum benachbarten „Café Kleinschmidt“ haben sie genauso Kontakt wie zum Heartbreak am unteren Ende der Rudolf-Leonhard-Straße. „Es ist ein bisschen wie eine Familie hier“, sagt Bottke.

Leuchtende Kunstwerke von Bimmi - Foto: Anton Launer
Leuchtende Kunstwerke von Bimmi – Foto: Anton Launer

Auf den familiären Charakter im Umfeld des Hecht-Viertels wollen sie mit dem Konzept der „Tageskneipe“ auch Rücksicht nehmen. „Wir öffnen nicht wie drüben auf der Görlitzer bis 5 Uhr früh“, sagt Meißner. Werktags soll um Mitternacht und am Wochenende spätestens um 2 Uhr Schluss sein. „Dafür öffnen wir schon um 16 Uhr, da kann man hier schön in der Sonne sitzen“, sagt Bottke.

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Neben dem Bier- und Alkoholangebot soll es auch Saft, Limo und Cola geben. „Wir mixen auch Mocktails und haben natürlich auch alkoholfreies Bier“, sagt Meißner. Darüber hinaus gibt es Snacks wie Erdnüsse und Co. aber keine warmen Speisen. Wer will, kann sich gerne auch seinen Döner mit in die Kneipe bringen.

Kokolores

  • Rudolf-Leonhard-Straße 24, 01097 Dresden
  • Montag bis Donnerstag: 16 Uhr bis Mitternacht
  • Freitag und Sonnabend: 16 Uhr bis 2 Uhr
  • Sonntag: geschlossen
  • www.kokolores-dresden.de
Neu in der Rudolf-Leonhard-Straße 24: Tageskneipe Kokolores - Foto: Anton Launer
Neu in der Rudolf-Leonhard-Straße 24: Tageskneipe Kokolores – Foto: Anton Launer

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20 Kommentare

  1. Viel Erfolg!
    Nebebei gefragt: Muss eigentlich die mittlerweile doppelt vorhandene und verschraubte „Baustellenabsperrung“ auf der Leo (gebaut wird ja seit Wochen nicht wirklich) erst in den restlichen Gruben landen, damit irgendwer kapiert, dass das jetzt doch endlich fertig werden muss? Frage für Freunde!

  2. Aus dem Internetauftritt des „Kokolores“: Queerfreundlich, antirassistisch…

    Das sollte ja wohl selbstverständlich sein und keiner Erwähnung bedürfen.

    Etwas verwirrend finden wir auch den Hinweis: Wir versuchen dabei, mit Produzentinnen und Partnerinnen aus der Region…..

    und

    Ein Ort für Nachbarinnen, Freundinnen….

    Die beiden hübschen können natürlich machen was sie wollen, aber irgendwie scheint es uns nicht so clever, 50% der potenziellen Kundschaft auszuschliessen…..

  3. @statler & waldorf: Exakt! Ich als Frau sehe es auch so, dass nur Frauen angesprochen werden! Wenn auch Männer gemeint sind, müssen diese dazu geschrieben werden. Oder aber gleich die beide Geschlechter ansprechende Form nehmen: Nachbarn und Freunde (ohne jegliche Zusätze).
    In jedem anderen Land ist das kein Problem, da gbt es noch nicht mal eine weibliche Form, nur hier wird rumgejammert, weil Frauen nicht gesondert hervorgehoben werden!

  4. Liebe Stef, wenn ich es richtig sehe, jammern hier die Herren vom Balkon (statler & waldorf) rum, dass Männer nicht gesondert hervorgehoben werden. Sonst jammert eigentlich keine*r.

    Außerdem: definiere in jedem anderen Land. Mir fällt spontan ein: la cuoca (Köchin in Italien), actress (Schauspielerin in England), sprzedawczyni (Verkäuferin Polen), la boulangère (Bäckerin in Frankreich), selbst im überwiegend geschlechtsneutral formulierenden Schweden gibt es eine sångerska (Sängerin).

  5. @Anton

    Wir jammern doch gar nicht. Wir haben noch nicht mal rumgestänkert. Es ist nun mal einfach mißverständlich. Punkt. Und wir glauben auch nicht, dass sich jedem/r LeserIn ein generisches Femininum erschließt und als solches erkannt wird.

    So. Und jetzt haben wir genug Werbung für die Website gemacht… ;-)

  6. @statler&waldorf, @Stef
    Na ja, im Text steht aber auch (Hervorhebung von mir): „Wer will, kann sich gerne auch SEINEN Döner mit in die Kneipe bringen.“
    Ich denke, wer den Artikel unbedingt missverstehen möchte, muss sich da schon ein bisschen anstrengen…

  7. Man schreibt mir hier ja keine revolutionären Ideen und Erkenntnisse zu aber dennoch würde ich kurz festhalten: jede Frau* oder jeder Mann* kann im Rahmen rechtlicher Vorgaben, auf die eigene Website oder auch Speisekarte schreiben was dem eigenen Belieben entspricht.

    @Peter Macheli
    Ein wenig wie bei der Volksfront von Judäa. Aber immerhin bleibt neben der Autorität zumindest nicht der Humor auf der Strecke.

    *Alle dazwischen und außerhalb eingeschlossen

  8. Unter Tageskneipe hatte ich mir nicht unbedingt 16:00-24:00 vorgestellt :) Raucherkneipe ist leider bei mir Ausschlusskriterium. Aber vielleicht kann man ja draussen mal ein Getränk testen. Viel Erfolg wünsche ich! Und in den Nachtstunden gern ein Gedanke an die schlafenden Nachbarn.

    Zum Gender-Thema (wird das nicht langsam langweilig?): „Es ist nun mal einfach mißverständlich. Punkt. Und wir glauben auch nicht, dass sich jedem/r LeserIn ein generisches Femininum erschließt und als solches erkannt wird.“
    Gleiches kann man vom generischen Maskulinum sagen. Nur da ist es den meisten egal. Punkt.

  9. Ich habe mich tatsächlich hinreißen lassen, der Werbung von @statler & waldorf zu folgen und bin dabei zufällig am Kontaktformular hängen geblieben. Wenn gemäß der beispielhaft gewählten E-Mail-Adresse, Pippi Langstrumpf ein Problem mit der Polizei hätte, egal ob aus Überzeugung oder schlechten Erfahrungen, würde mich das sehr wundern. Auch wenn Sie die Welt gern so macht wie es ihr gefällt, könnte man die Wahl der Email-Adresse als „speziell“ bezeichnen.

  10. @Monsieur Calvin Candie Vermutlich sogar vegane Bärchenwurst! ;)
    @Schweesdo Onie „Wer will, kann sich gerne auch SEINEN Döner mit in die Kneipe bringen.“ Wenn bei mir etwas ausfällt, und umgehend unterbunden wird, dann genau dieses Ding! Die Leute können einfach nicht mehr normal essen. Erfahrungswerte! Wer 3-4x Dreck wegmachen musste, von Dingen die im Laden gar nicht verkauft werden, ändert seine Einstellung sehr schnell. – Wetten? ;D

  11. Was hier immer für ein Theater ist ey. Früher war es Corona, nun das Gendern. Egal welcher Beitrag, sobald Leute getriggert werden gibt’s eine endlose offtopic Diskussion, bei der Leute wohl tatsächlich annehmen, die Andersdenkenden überzeugen zu können.

    Deshalb: Schön dass der Laden wieder belebt wird! Ich finde das Konzept echt passend und freue mich, dass das Hecht eine Perle mehr hat. Bin mit sicher dass der Laden bald schon nicht mehr wegzudenken sein wird. Nun soll nur noch diese Endlosbaustelle verschwinden, damit ihr auch noch den Sommer mit Außenplätzen nutzen könnt. Ich freu mich auf Freitag!!!

  12. @rc
    Eventuell können Sie zur Aufklärung beitragen.

    @DD-Hecht-Bewohner
    Wirklich erfrischend fände ich hier die klassische Leberkassemmel. Bis auf die Semmel, ist keine namensgebende Zutat enthalten und die Semmel ist unter den Bewohnern von Freistaaten wenigstens im Sprachgebrauch üblich.

  13. @Monsieur Calvin Candie sagt:

    Was ist an „All Clits Are Beautiful“ verkehrt?

    Ansonsten das, was hEcht sagt. Wir sehen uns am Freitag!

    Beste Grüße
    Peter

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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