Am 7. September 2026 startet der Umbau der Königsbrücker Straße – eines der größten Verkehrsprojekte, die die Neustadt in den kommenden Jahren beschäftigen werden. Wer wissen will, was auf ihn zukommt, kann sich bereits zwei Wochen vorher informieren.

Infoveranstaltung am 20. August
Der erste Bauabschnitt führt vom Albertplatz bis zur Stauffenbergallee. Bevor die Bagger anrollen, lädt die Landeshauptstadt Dresden zu einer Informationsveranstaltung: Donnerstag, 20. August 2026, 18 Uhr, Gesamtschule Campus Cordis, Stauffenbergallee 8.
Vor Ort stellen sich die Ansprechpartner für das Bauprojekt vor und informieren über die ersten Bauphasen. Vertreter der Landeshauptstadt Dresden, der SachsenEnergie und der Dresdner Verkehrsbetriebe AG beantworten Fragen.
Wer nicht persönlich kommen möchte, kann die Veranstaltung per Livestream unter www.dresden.de/koebrue verfolgen – inklusive Chatfunktion für Fragen.
Für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung nötig, die Platzzahl ist begrenzt. Anmelden kann man sich bis zum Veranstaltungstag, ebenfalls über www.dresden.de/koebrue.
Was sich auf der Königsbrücker Straße ändert
Fahrbahn und Fußwege werden komplett erneuert. Die Straßenbahn bekommt eine breitere zweigleisige Trasse für moderne Stadtbahnwagen, alle Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Hinzu kommen durchgehende Radwege in beide Richtungen.
Fahrleitungen, öffentliche Beleuchtung, Ampelanlagen und Straßenentwässerung werden modernisiert. Geplant sind zudem Sanierungen an den Leitungen für Trinkwasser, Gas, Strom und Abwasser sowie an Fernmeldekabeln. Beteiligt sind neben der Stadt die SachsenEnergie, die Stadtentwässerung Dresden, Vodafone Kabel Deutschland und die Telekom. Auf beiden Straßenseiten werden außerdem neue Bäume gepflanzt.
Ab Anfang September richtet die Landeshauptstadt zudem einen Infopunkt mit Sprechzeiten am Albertplatz ein, an dem Fragen zum Baugeschehen beantwortet werden sollen.
Fragen zum Projekt können jederzeit per E-Mail an koebrue@dresden.de gestellt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.dresden.de/koebrue.
- Debatten und Berichte im historischen Verlauf unter dem Hashtag „köbrü“.

















Endlich, und ich hoffe auf einen zügigen Bau mit wenig Verzögerungen. Die eine oder andere Überraschung wird da bestimmt zum Vorschein kommen. Freue mich, wenn alles fertig ist
Echt jetzt?, Baubeginn??
Nein, DOCH, …OHHH !
Ich weiß bis jetzt nicht, wo denn nun tatsächlich angefangen wird, ist das denn bekannt? Also: wo tatsächlich gesperrt wird, Bauzäune das Baufeld umgeben, wieviel Stellplätze oder Räume wegfallen, und für wie lange gemäß Bauabschnitt.
Ich meine, man kann doch nicht erst 3 Tage vorher darüber bescheid geben. Sowas sollte man doch paar Monate vorab, im engsten Falle wenigstens einige Wochen vorher bekanntgeben bzw. verwaltungsseitig klarstellen. Gabs diese Infos schon?
Jedenfalls hat nun der Wut-Eigentümer Köbrü11 endlich mal sein peinliches Wut-Protestschild entfernt, im Link unten ist es verewigt, damals stand noch OB Roßberg dran. Aber ob auf dieser Seite überhaupt in die Vorgärten eingegriffen wird, also man jene abknappst und nicht nur baubedingt temporär ran muß, ist mir auch nicht geläufig. Gegenüber sollen angeblich die Vorgärten teils wegkommen.
https://maps.app.goo.gl/RZUwWVLU1MTGcoUD6
Tjoa, da wäre jetzt der Haltepunkt Stauffenbergallee eine schöne Alternative zum Bus-SEV gewesen….
Der Vorgarten des Wutbürgers Köbrü11 bleibt sogar vollständig samt Einfriedungsmauer erhalten, insofern war sein jahrelanger Protest eh für die Katz (das Schild stand bis vor Kurzem). Hingegen reicht die neue Köbrü bis direkt an die Putzi-Villen gegenüber. Vor diesen liegt ein 4m breiter Gehweg.
Den genauen Ablaufplan scheint niemand zu wissen. Dann ist es eben auch egal. Gut zwei Wochen vor Baubeginn gibt es erst die Infoveranstaltung. Was für die Verwaltung offenbar zeitlich zureichend ist, finde ich arg zu kurzfristig.
Hier gehts zum nur sehr groben Ablaufplan laut Ratsanfrage:
https://ratsinfo.dresden.de/getfile.asp?id=891880&type=do
Ich hätts gern deutlich detaillierter. Das Gleichrichterbauwerk ab Q3 ging schonmal bis jetzt nicht los. Ok, bis ins Q4 hinein ist ja noch Zeeeeit.
@Dresdner Eierschrecke
Ich möchte Ihnen auf keine Fall zu nahe treten, sehe ich doch, dass das Thema KöBrü-Ausbau für Sie ein hoch emotionales ist. Ich hätte eigentlich eine Menge Fragen zu Ihren Posts hier, möchte mich aber doch auf nur drei beschränken:
Was macht den Besitzer von Nr. 11 zum „Wutbürger“? Das Schild, dessen Existenz Sie offensichtlich nachhaltig geärgert hat, scheint mir in Ton und Art eigentlich recht zahm. (Vielleicht bin ich auch nur abgestumpft…)
Und muss man nicht sagen, dieses Schild hat seinen Zweck ganz offensichtlich erreicht, wenn der Vorgarten nicht angetastet wird? Wäre somit genau das Gegenteil von „für die Katz“?
Abschließend: Was wäre denn jetzt der signifikante Unterschied zwischen „einigen Wochen“ die zur Not als Informationsfrist ausreichen und „gut zwei Wochen“, die „arg zu kurzfristig“ sind? Ich war noch nie Betroffener, deswegen weiß ich nicht, wie viel Zeit man im Vorfeld fürs Umplanen braucht, aber zwei Wochen wollen mir doch als recht ausreichend erscheinen…
Die zugunsten der Königsbrücker Straße geopferten Vorgärten dürften auch erheblich wertmindernd sein, weil es wirklich nicht so dufte ist, wenn dann an einer Villa (möglicherweise bewohnt) direkt vor dem Fenster der Verkehr einer Bundesstraße läuft. Nur zu verständlich, dass einige der Eigentümer dagegen gekämpft haben.
Wurde eigentlich im Laufe der Jahre mal von Stadtseite versucht, das Gebäude Königsbrücker Straße 32 (frühere Rißmann-Bäckerei) zu erwerben um es dann abzureißen? OK, man wird vermutlich die Straße ein ganzes Stück weiter nach Westen verschwenken, aber das Haus ist dort für die Verkehrsführung sehr störend und steht offenbar auch nicht unter Denkmalschutz.
Hat mich jetzt mal interessiert, also am 9. April 2000 schrieb ein gewisser Anton Launer in einer Kolumne: „Der Ausbau der Königsbrücker Straße ist beschlossene Sache.“
Viele der heutigen Leser des Neustadt-Geflüsters waren da überhaupt noch nicht geboren, während etliche andere zwischenzeitlich verstorben sind. Ist wirklich irre, glaube am 7. September 2026 wird hier und da eine Sektflasche geöffnet werden. In den 1990er Jahren wurden übrigens die Planungen für den Ausbau der Königsbrücker Straße gestartet, wann genau weiß vermutlich niemand mehr so genau, weil zwischenzeitlich … s.o.
Den Plan, das Rissmann-Haus abzureißen, gab es tatsächlich mal.
uimm. nun jut. ..damit is DD raus. als eventueller wohn ort. best memories. als student mit sleeper wbx 2.1er t3 multivan funny street races. only tuned cars and Trabis waren schneller! 180 grad wende ueber 2 gleise uund kopfsteinpflaster beim bäcker. parking on sidewalk at edge köni 53.. ich war der party bus king der stadt! 1996 bis 1998. nu macht ihr Wessi shit? prost mahlzeit! uumm.. macht es doch kaput! Ich komm nich wieder… eh keine ruine mehr, hinter der Schauburg.. r i p, geliebtes Dresden… schade..
@stefan.e: nee, gar nicht verständlich, denn dort lief die Straße schon immer lang (Reichsstraße, Fernverkehrsstraße, Bundesstraße). Könnte man ja noch verlegen auf Hansa und Autobahn. Wer da kauft oder erbt, bekommt das Erwartbare.
@sweesdo onie: da scheinen basics zu fehlen, da wees isch do onie warum. Und nee, um mich gehts nicht, mir ist das schnuppe, die Straße wird für mich viel zu spät in einen erträglichen Zustand gebracht.
Frage1: wer sich als Einziger so exponiert, kann zum Schluß ja nochmal eingeordnet werden, und da sieht man den schnöden NIMBY, das war ein Riesenschild über Jahrzehnte, m.E. echt peinlich, natürlich nicht justiziabel formuliert, der Wutbürger hatte m.E. keine Ahnung von Planungsverfahren. Es ist aus den Gründen gesetzlich geregelt, daß dringende Vorhaben der Infra und Daseinsvorsorge, die im großen öffentlichen Interesse stehen, im Zweifel auch NIMBYs und sture Eigentümer (heute ja leider der Regelfall) überstimmen bzw gut entschädigend enteignen können. Meist geht es nur um paar Meter Grundstück. Verkehrswege, Energietrassen, Schifffahrt, Bahnprojekte, Flughäfen und ggf. nun Militär sind dabei bevorzugt. Sonst könnte ein Staat einpacken. Das Schild nützt insofern nichts, das weiß der Dortige sicher, er griff zum letzten Strohhalm eben um die Verantwortlichen langfristig zu ärgern. Hat sich jemand geärgert? Glaube nicht. Ich fand es peinlich. Ein ähnliches Schild gabs an der Kesselsdorfer, dort wütete man gegen den Denkmalschutz, da war zuviel Wut dabei, die Personendaten mußten polizeilich entfernt werden. https://maps.app.goo.gl/GYspFhxmvXTqcsgh9
Es werden hunderte Parkplätze wegfallen (aber wann jeweils?), wir werden ja sehen wie gut die Leute dann so kurzfristig „vorbereitet“ sind. Vielleicht will man auch mal Chaos testen. Who knows…
Frage2: I wees nu onie, ob das anfangs (V1-7?) mal anders geplant war, er fühlte sich bedroht und machte den Schild(bürger)streich. Könnte sein, daß er „Erfolg“ hatte, glaube ich eher weniger, man opferte leichter das brache Gestrüpp gegenüber.
3.: hier gehts nicht um ne kurze Leitungsbaustelle, das wird Jahre Sperrungen geben, die Plandetails sind der Stadt nun lange bekannt, paar Wochen so 8 bis 10 Wochen vorab sollten es schon sein, keine Ahnung ob all die Geschäftsinhaber wissen wann sie „versperrt sind“, ich stellte auch nur die Frage ob es schon Infos früher gab, hier gibts aber oft auch keine Antworten, hat also nix mit Emotionalität zu tun, ich selbst bin nicht betroffen. Aber es könnte sein, daß die Verwaltung so kurz vorher erst ankommt, weil sie von ihren MitbürgerInnen annimmt, die würden es in Wochen sicher vergessen, aber kurz vorher bleibt noch was hängen.
gelassen und herzlichst, ihre Eierschrecke
@Eierschrecke: Ja, vor dem Haus war schon immer ein Weg/Straße. Aber als das Haus gebaut wurde (1833), waren da maximal Pferdefuhrwerke unterwegs, der Rest war noch gar nicht erfunden. Da hat der Urururopa einfach nicht bedacht, dass knapp 200 Jahre später der Vorgarten dem Straßenausbau zum Opfer fallen könnte ;-) *SCNR*
PS: Habe mal früher in einem Gründerzeithaus im Erdgeschoß gewohnt, so dolle ist es nicht, wenn da direkt vor dem Fenster die Straße tobt. Zum Glück war es nur die Hechtstraße und da auch noch Hochparterre :-)
Ach, Stef, da wird jetzt also der dreifach UrUrUrOpa ausgebuddelt, wobei der Wutbürger heute ja eher nicht dessen Nachfahre sein muß. Damals gabs noch kein Europa – nur Uropa, vor dem Reitweg und dem 1833er Haus war dort Waldesruhe aufm Sande, die tierischen Ur-Anlieger waren wenig begeistert übers neue menschgemachte Getrampel. Auch der Häuslebauer mußte 1833 davon ausgehen, daß sein Häusel und der Weg nicht Gottes letztes Wort gewesen sei. Das mutet sonst wie US-Siedlertum an: wo ich meine Flagge in den Boden ramme, ist alles meins, und dann wird sich nimmermehr was ändern. Der Urururopa hätt‘ sich bestimmt gefreut über den Ausbau nach Variante 8. Der „Wut-Garten“ ist übrigens der einzige wirkliche Vorgarten, den es im Abschnitt noch gibt, die anderen Flurstücke sind nur öde Wiese, ohne Pflege oder gärtnerische Gestaltung, da hat der Wut-Garten mit seinen paar Rosen immerhin Sonderstatus. achja, scnr …wieder was gelernt… MfG, E.
@Eierschrecke: Ist vielleicht jetzt etwas unangenehm, aber gerade hier im Viertel gab es ja über die vielen Jahre erhebliche Anstrengungen, dass die Königsbrücker nur im Bestand saniert wird und es keinen Ausbau gibt. Auch jetzt wird es noch ganz viele Menschen geben, die sich das dringend gewünscht hätte. Ja, und viele Menschen waren sogar dafür bereit, sich dafür erheblich einzusetzen, da wurden Unterschriften gesammelt, vielfach fanden Demos fanden statt und es gab mindestens eine Bürgerinitiative. Die hat(te) unter http://www.koenigsbruecker-muss-leben.de auch eine Website. Kannst da ja mal ins Impressum schauen, da ist er wieder, der ach so schlimme Wutbürger. Was ist eigentlich mit jenen, die am Samstag am Elbufer demonstrieren, sind das dann auch Wutbürger? Also für mich nicht.
@Dresdner Eierschrecke
Alles klar, vielen Dank und Alles Gute!