Der Gewerbe- und Kulturverein Dresden Neustadt macht die Äußere Neustadt wieder zur riesigen Rumpelkammer mit Publikumsverkehr. Am Sonnabend, dem 22. August, heißt es von 12 bis 18 Uhr: Keller auf, Dachboden leer und raus mit allem, was zu schade zum Wegwerfen, aber zu lange zum Einstauben war. In zwölf Höfen der Neustadt wird wieder gefeilscht, gestöbert und mit etwas Glück der lang gesuchte Plattenspieler, die Emaillekanne oder die Schallplatte gefunden, von der niemand mehr wusste, dass es sie überhaupt gibt.

Diese Höfe sind dabei
- Magdalenenhof (Alaunstraße 85)
- Sonnenhof (Alaunstraße 66–68)
- Malwinahof im KJH Luise (Louisenstraße 41)
- Louisengarten (Louisenstraße 43) (ausgebucht)
- Theaterhof (Louisenstraße 47)
- Katys Garage (Alaunstraße/Ecke Louisenstraße) (ausgebucht)
- Scheunehof (Alaunstraße 36–40)
- Bunte Ecke (Alaunstraße/Ecke Böhmische)
- Panamahof (Eingang über Louisenstraße & Görlitzer Straße)
- Nordbadpassage (Louisenstraße 48)
- Louisenhof (Louisenstraße 62–64)
- Martinshof (Martin-Luther-Platz) (ausgebucht)
Reservierung nur online
Wer selbst verkaufen möchte, muss sich seinen Platz online sichern. Reservierungen laufen ausschließlich über www.01099.info. Die Reservierungsgebühr beträgt 7,44 Euro. Wer nicht in der Äußeren Neustadt wohnt, kann eine „Standard-Reservierung“ zum höheren Preis buchen.
Vor 16 Jahren fing alles mit neun Höfen an (Neustadt-Geflüster vom 1. Oktober 2010). Inzwischen sind es zwölf Stationen. Und ja: Der Martin-Luther-Platz, der Scheunevorplatz oder die Bunte Ecke sind streng genommen gar keine Höfe. Aber darüber regt sich an diesem Tag höchstens jemand auf, der leer ausgegangen ist.
Wer unbedingt einen Platz im Louisengarten oder bei Katys Garage wollte, ist allerdings zu spät dran. Beide Standorte sind bereits ausgebucht. Die begehrtesten Ecken sind jedes Jahr als Erstes weg – trotz der kleinen Reservierungsgebühr, die der Gewerbe- und Kulturverein Dresden Neustadt inzwischen erhebt.
Der Haus- und Hoftrödelmarkt ist längst mehr als ein Flohmarkt. Er ist die alljährliche Ausrede, endlich den Keller auszumisten. Dabei wechseln nicht nur alte Schätze den Besitzer, sondern auch allerlei Dinge, bei denen man sich fragt, warum sie überhaupt so lange aufgehoben wurden. Und manchmal ziehen sie anschließend einfach in den nächsten Neustädter Keller um.
Bitte nicht schon um elf
Offizieller Start ist um 12 Uhr. In den vergangenen Jahren waren einige besonders eifrige Händler schon eine Stunde früher beim Aufbau. Genau das möchte der Veranstalter vermeiden. Wer also pünktlich erscheint, hat immer noch genug Zeit, das gute Zeug vor allen anderen zu entdecken.
Erfahrungsgemäß tauchen außerdem zahlreiche private Stände auf, die in keiner Übersicht stehen. Der schönste Plan für diesen Sonnabend ist deshalb ohnehin: einfach loslaufen, in offene Höfe schauen und sich treiben lassen. Irgendwo findet sich fast immer etwas, von dem man bis eben noch gar nicht wusste, dass man es unbedingt braucht.






















Schön, dass das jetzt mal an einem „normalen“ Wochenende stattfindet und nicht wie häufig an einem verlängerten Wochenende (Anfang Mai oder Anfang Oktober), da diese ja eher zu Wegfahren genutzt werden. So wird es vielleicht noch voller, wenn das Wetter mitspielt. Die Atmosphäre in der Neustadt ist besonders an Trödeltagen…