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VG Biomarkt öffnet am Wochenende als kühler Rückzugsort

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

Die Verbrauchergemeinschaft Dresden reagiert auf die aktuellen hohen Temperaturen und öffnet ihren Biomarkt an der Friedensstraße 2f in der Neustadt am Wochenende als kostenlosen, klimatisierten Aufenthaltsort. Damit will die Genossenschaft Menschen einen unkomplizierten Rückzugsort bieten, um der Hitze zumindest für einige Stunden zu entkommen.

Biomarkt an der Marta-Fraenkel-Straße - Foto: Archiv/Anton Launer
Biomarkt an der Marta-Fraenkel-Straße – Foto: Archiv/Anton Launer

Geöffnet ist am Sonnabend von 16 bis 21.30 Uhr sowie am Sonntag von 12 bis 21.30 Uhr.

Angesichts der angekündigten Temperaturen von deutlich über 35 Grad dürfte die Aktion besonders für ältere Menschen, Familien mit Kindern und alle interessant sein, die in ihren Wohnungen keine ausreichende Kühlung haben. Gerade in dicht bebauten Stadtteilen wie der Neustadt speichern Gebäude und Asphalt die Wärme lange, sodass selbst nachts kaum Abkühlung eintritt.

Gemeinschaft statt Einkauf

Ein regulärer Einkauf ist während der Sonderöffnung am Sonntag nicht möglich. Die Kassen bleiben geschlossen. Stattdessen stellt die Genossenschaft die klimatisierten Räume als Rückzugsort zur Verfügung.

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Kostenloses Trinkwasser steht bereit. Wer etwas essen möchte, kann eigene Speisen mitbringen. Geschirr stellt die Verbrauchergemeinschaft bei Bedarf zur Verfügung.

Auch wer einfach nur sitzen, lesen, arbeiten oder sich mit anderen austauschen möchte, ist willkommen. Die VG betont, dass bewusst ein offener Ort geschaffen werden soll, an dem niemand etwas konsumieren muss. Im Mittelpunkt steht das gemeinschaftliche Miteinander.

VG-Vorstandsmitglied Jonathan Kirchner begründet die Aktion mit dem Gedanken der gegenseitigen Unterstützung. Die Märkte würden wegen der Kälteanlagen auch sonntags klimatisiert. Deshalb habe sich die zusätzliche Öffnung während der Hitzewelle angeboten.

„Wenn wir ohnehin kühle Räume haben, warum sollten wir sie nicht teilen?“, so die Idee hinter der Aktion. Gerade in Zeiten zunehmender Hitzewellen brauche es in der Stadt mehr niedrigschwellige Angebote, die Schutz vor gesundheitlicher Belastung bieten.

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Hitzewellen werden häufiger

Längere Hitzeperioden gelten inzwischen auch in Dresden als zunehmendes Problem. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Obdachlose. Die Stadt hatte in den vergangenen Tagen bereits mehrfach vor den gesundheitlichen Risiken gewarnt und zu ausreichendem Trinken sowie dem Meiden der Mittagshitze geraten.

Klimatisierte öffentliche Räume sind in Dresden bislang noch selten. Die Aktion der Verbrauchergemeinschaft zeigt deshalb auch, wie Nachbarschaftshilfe im Alltag konkret aussehen kann.

Bio-Markt der Verbrauchergemeinschaft

  • Friedensstraße 2f, 01097 Dresden, Eingang von der Marta-Fraenkel-Straße

3 Kommentare

  1. Dass die Stadt es nicht hinbekommt Hitzeschutzräume zu öffnen ist Ausdruck unfassbar er Inkompetenz im Rathaus

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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