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Der Kürbisgärtner von der Louisenstraße

Neustadt-Geflüster bei Google bevorzugen

Seit Anfang Juni findet auf der Louisenstraße der Begrünungstest statt. Die Stadtverwaltung hat, unter anderem mit Mitteln aus dem Stadtbezirk, dort Pflanzkübel und Sitzgelegenheiten aufgestellt (Neustadt-Geflüster vom 5. Juni 2026). Während die etwas höheren Pflanzkübel gut gepflegt und inzwischen auch gut bewachsen sind, darbten die flachen Behälter vor sich hin.

Hat das Beet auf der Louisenstraße adoptiert: Justin Strombach - Foto: Anton Launer
Hat das Beet auf der Louisenstraße adoptiert: Justin Strombach – Foto: Anton Launer

Die flachen Pflanzbeete markieren für den Test die Standorte künftiger Straßenbäume, die 2027 gepflanzt werden sollen. Eines dieser Beete steht direkt vor der Kneipe „Little Creatures“. Dem Kellner Justin Strombach war das leere Beet ein Dorn im Auge. Also beschloss er kurzerhand, die gärtnerische Betreuung zu übernehmen. „Ich habe vom Gärtnern eigentlich überhaupt keine Ahnung“, sagt der 30-Jährige und lacht. Zuletzt habe er in der Grundschule im Unterricht mit Gartenarbeit zu tun gehabt. Das macht ihm nichts aus. Er hat sich Samen besorgt und kümmert sich nun regelmäßig vor und nach seiner Schicht in der Kneipe um „sein“ Beet. „Das ist überwiegend gut angewachsen“, sagt der frischgebackene Straßengärtner. Ein paar Pflanzen erkennt er inzwischen. Auf die prächtig gedeihenden Kürbisse ist er besonders stolz.

„Die Leute finden das gut“, sagt Strombach. Er wird regelmäßig auf das Beet angesprochen. Besucher*innen der Neustadt machen Fotos vom Beet und den noch kleinen Kürbissen. Dass mitten darin eine riesige Unkrautpflanze alles andere überragt, stört ihn überhaupt nicht. „Ich mag’s, wenn es ein bisschen wilder aussieht“, sagt er. Überrascht ist Strombach davon, dass sich die Vermüllung ziemlich in Grenzen hält. „Ich sehe ja vor und nach meiner Schicht die Stadtmöbel, und es ist echt selten, dass da mal eine Kippe oder anderer Müll drin liegt.“ Da hatte er anfangs andere Befürchtungen.

Er hofft, dass die Beete auch nach der Testphase stehen bleiben können. „Ich würde die Kürbispflanzen gern zu Halloween schmücken“, sagt er. Geplant ist jedoch, dass die temporäre Begrünung der Straße im Oktober wieder weggeräumt wird. Die Erfahrungen der Testphase sollen später in die Pläne für die Umgestaltung der Louisenstraße einfließen. Der Test wird von einer Online-Umfrage begleitet.

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Ein Kommentar

  1. Also ich gebe ja gerne zu, dass ich voreingenommen bin, aber ist sowas nicht wirklich zig-mal besser als sone Blechkiste? Sozusagen ganz objektiv?
    Unabhängig davon: Vielen Dank an Herrn Strombach!

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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