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Expertengremium legt Ranking für Carolabrücke vor

Das Expertengremium zum Neubau der Carolabrücke hat ein Ranking der vier eingereichten Entwürfe beschlossen. Die Empfehlung wird am Mittwoch, 10. Juni 2026, im Bauausschuss vorgestellt. Den Vorsitz führt Professor Steffen Marx von der TU Dresden.

Elbe ohne Carolabrücke. Foto: Archiv/Anton Launer
Elbe ohne Carolabrücke. Foto: Archiv/Anton Launer

Das Gremium prüfte jeden Entwurf einzeln. Es bewertete die Machbarkeit und mögliche Risiken. Grundlage war eine Vorprüfung durch ein externes Ingenieurbüro. Auch Fachämter der Landeshauptstadt Dresden sowie die Dresdner Verkehrsbetriebe AG und die SachsenEnergie AG waren beteiligt.

Alle vier Entwürfe erfüllen die Anforderungen der Ausschreibung. Sie gelten als realisierbar. Das Gremium sieht bei allen Arbeiten eine hohe Qualität. Dennoch legten die Mitglieder eine klare Reihenfolge fest.

Das Ranking der Entwürfe

1. Platz: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects

Entwurf: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects
Entwurf: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects
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2. Platz: ARGE FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft

Entwurf: FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft
FHECOR Deutschland GmbH und TSSB Planungsgesellschaft

3. Platz: Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH und DKFS

Entwurf: Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH und DKFS
Entwurf: Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH und DKFS

4. Platz: Ingenieurbüro GRASSL GmbH und gmp Architekten

Entwurf: Ingenieurbüro GRASSL GmbH
Entwurf: Ingenieurbüro GRASSL GmbH

Begründung für den ersten Platz

Das Gremium setzte die Arbeit von Leonhardt, Andrä und Partner und Knight Architects auf den ersten Platz. Der Entwurf erfülle die Anforderungen und Restriktionen eines Ersatzneubaus am besten.

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Die Brückenkonstruktion sei schlank und transparent gestaltet. Sie füge sich in die historische Altstadt ein. Die Planer hätten alle Nutzungsarten auf und unter der Brücke sowie im Bereich der Widerlager berücksichtigt. Die gitterförmige Gestaltung der Voutenbereiche gebe der Brücke eine eigene Identität als „neue Dresdner Carolabrücke“. Der Entwurf knüpfe damit an die Entwicklung der Vorgängerbauten an.

Brückenuntersicht auf der Neustädter Seite - Entwurf: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects
Brückenuntersicht auf der Neustädter Seite – Entwurf: Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG und Knight Architects

Kriterien der Bewertung

Das Gremium berücksichtigte mehrere Kriterien. Dazu zählten Städtebau, Architektur, Denkmalschutz, Verkehr, Tragwerksplanung, Bauzeit, Kosten, Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit.

Marx erklärte: „Die von der Stadt gewählte Mehrfachbeauftragung hat sich als ein gelungener Weg erwiesen und wird Vorbildwirkung haben. Sie ermöglicht eine frühe und umfangreiche Bürgerbeteiligung. Die eingereichten Arbeiten haben eine hohe Qualität. Es liegen vier sehr gute und dennoch deutlich unterschiedliche Entwürfe vor. Im Expertengremium haben wir uns die eingereichten Unterlagen der Entwürfe intensiv angesehen und uns für unsere Empfehlung einstimmig auf eine klare Reihenfolge verständigt. Wir hoffen, dass wir damit dem weiteren Entscheidungsprozess eine fundierte Orientierung bieten können.“

Weitere Schritte

Die Einschätzung des Expertengremiums dient dem Begleitgremium zum Wiederaufbau der Carolabrücke und dem Stadtrat als fachliche Empfehlung. Am 3. September 2026 soll der Stadtrat über die Weiterbeauftragung eines Planungsteams entscheiden.

Das Expertengremium besteht aus Fachleuten aus Architektur, Bauingenieurwesen und Denkmalpflege. Die Mitglieder kommen von Universitäten, Bundesinstitutionen und Fachorganisationen.

So schwang sich die alte Carolabrücke über die Elbe. Foto: Archiv Anton Launer
So schwang sich die alte Carolabrücke über die Elbe. Foto: Archiv Anton Launer

3 Kommentare

  1. Warum wurde nichts über „Verkehr, Tragwerksplanung, Bauzeit, Kosten, Wirtschaftlichkeit“ verlautbart, sondern nur zu Geschmacksfragen?

  2. ich bin Autist. Künstler . und hab Altbau gehübscht. Mein Auge is ok. 1 und 2 und 3 und 4 sehn jeweils gleich aus. sind die planer blind? oder inne falsch welt? versteh ich nich. was die malen. ich haetts kreativer gemacht.

    .. . ___ . gulp*

  3. Hallo Kurt, danke für den Hinweis. Die ausführliche Bewertung der Brückenentwürfe und Empfehlung der Rangfolge geht darauf ein, gibt es hier als PDF. Ich habe das mal nachgereicht.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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