Raubüberfall am Nachmittag

Polizeimeldung
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Wie die Polizei heute meldet, ist gestern um 17.10 Uhr eine 20-jährige Frau auf dem Neustädter Markt in der Nähe des „Goldenen Reiter“ überfallen worden. Ein Unbekannter hatte sie auf ihr Smartphone angesprochen. Daraufhin wollte die Frau lieber weggehen, der Mann hielt sie trotz Gegenwehr und Hilferufen fest.

Dabei fiel der jungen Frau ihre Laptoptasche mit Inhalt aus der Hand. Diese schnappte sich der Unbekannte und flüchtete. Die Frau konnte den Mann wie folgt beschreiben: er soll zwischen 23 und 28 Jahre alt sein, ist zwischen 1.70 und 1.75 Meter groß, schlank und gepflegt. Seine Haare waren blond und kurz. Er hatte glatte, helle Haut, sprach Deutsch und war komplett schwarz gekleidet. Die Dresdner Polizei sucht nach Zeugen, Telefon: 0351 4832233.

39 Kommentare zu “Raubüberfall am Nachmittag

  1. Ach so kleiner Überfall am hellerlichten Tag in der Stadt.
    Halb so wild, hauptsache unsere Fahrräder sind alle verkehrssicher und keiner fährt auf dem Fußweg.
    – Ironie aus –
    Ich hab irgendwie so langsam das Gefühl, das wir Bürger einfach nicht mehr vor Kriminellen geschützt werden.
    Dresden wird immer beliebter in der „Szene“ und die Diebe immer dreister. Ist schon nen starkes Stück. 17:00 Uhr auf dem Neumarkt überfallen zu werden…

  2. @Micha: Erst lesen, dann polemisieren. Es war nicht der Neumarkt, es war der Neustädter. Abseits der Hauptstraße kann es recht schnell einsam werden. Ich halte das Szenario für gt vorstellbar.

    Willst Du, dass der Staat jetzt an jeder Ecke Polizisten positioniert oder CCTV installiert? Was dann in der Neustadt los ist, konnte man ja bereits sehen.

    Auch wenn es manche Zeitgenossen nicht verstehen wollen; es gibt keine absolute Sicherheit in dieser Welt.

  3. Es ist völlig egal, ob in der inneren Neustadt (die auch zu diesem Zeitpunkt gut begangen ist), dem Neumarkt oder andersortigem Dresden:
    Die zunehmende Selbsverständlichkeit von Raub-Überfällen (mit übersteuertem Aggressionspotenzial) ist erschreckend und hat nichts mit „unzeitgenössischer Rückständigkeit“ zu tun!
    @Myserin
    Ich hoffe, dass dein junges Kind, welches sich in ein paar Jahren auch ungeschützt die Welt erobern wird, mal nicht selbst geschockt über diese laxe Einstellung stolpern muss.
    Aber vielleicht gibt es ja dann doch Couragierte in der Nähe, die nicht diese „Bronxx-Haltung“ vertreten.
    Egal wo auf diesem Erdenrund.

  4. @notenlegastheniker
    Ich bin mir da nicht sicher, ob es nicht einfach nur mehr Berichte sind. In der heutigen vernetzten Welt werden einige Dinge nur vermehrt hervorgehoben, was bisweilen sehr von den Interessen der Berichtenden abhängig ist. Überfälle und Verbrechen gab es immer und auch die Sensationshascherei ist nicht neu, aber verwerflich. Wenn vor einem Serienmörder gewarnt wird, kann ich dem noch etwas Positives abgewinnen, aber bei solchen Fällen wie der geschilderte, frage ich mich was das soll, was damit erreicht werden soll? Gut hier wird explizit nach Zeugen gesucht, aber wer dort vorbei ging, ohne einzugreifen von dem ist im Nachhinein wohl auch nicht wirklich etwas Substanzielles zu erwarten. Wie sinnvoll ist das also? Für mich ist das nur ein schüren von Hilflosigkeitsgefühlen bzw. von Unsicherheit. (Was ich noch nicht einmal, in den allermeisten Fällen zumindest, als eine böse Absicht unterstellen möchte.) Was ich sagen möchte, man kann hier auch locker 36 Jahre leben, ohne jemals von anderen Menschen überfallen oder bedroht worden zu sein und das ist die Regel und nicht die Ausnahme, was gar nicht genug betont werden kann. (Eine Ausnahme war da natürlich schon gegeben, nämlich wenn man in die Konfrontation mit bestimmten „politischen“ Gruppen gezwungen wurde, als diese die Neustadt noch sehr regelmäßig heimsuchten, was, so glaube ich, aber doch extra behandelt werden müsste.)

  5. einbruch der unsicherheit in die rushhour. hört sich ganz nach benebelten tätern bei beginnendem monkey an.
    was die potentiell rechtsfreien räume unserer desolaten stadtstruktur angeht („abseits von … ist nix mehr los“), gibts dichte als gegenmittel und da wissen ja alle, was da für ein sturm der entrüstung aufbraust. aber das ist ja nur ein aspekt. vielleicht lags einfach nur am wetter. oder am crystalboom. irgendwo muss das ja mal auswirkungen haben.

  6. @notenlegastheniker: Du nennst es laxe Einstellung, ich nenn‘ es Realitätssinn. Die Welt ist nicht immer, wie man sie sich wünscht. Ab und zu mal die Nase über den Tellerrand recken hilft bei der Erkenntnis, dass es uns hierzulande noch verhältnismäßig gut geht.

  7. @HinzundKunz
    Ich lebe seit fast 50 Jahren in Dresden und was du „mediale Sensationshascherei“ nennst, trifft leider NICHT zu und ist auch nicht mehr die Ausnahme.
    Das sind schlichtweg ZUNEHMENDE Fakten und gottlob steht keineswegs alles in den Medien!
    Im Gegenteil. Es ist es ein Grund, nicht völlig naiv , aber „achtsam und fit“ durch die Gegend zu wandeln (was auch nicht umfassend schützt).
    Wir können ja mal in 10 Jahren abgleichen…

  8. @notenlegastheniker: Also, wenn Du hier schon mit F-Wörtern anfängst, dann fände ich es angebracht, wenn Du wirklich belegbare Fakten zitieren würdest, anstatt nur Behauptungen aufzustellen.

  9. Buxi: der Crystalboom kann damit nichts zu tun haben. Wir haben doch neulich hier gelernt, dass das eine harmlose Partydroge ist…

  10. @M…
    Ich weiß nicht was ein WT“F(?)-Wort“ ist.
    Du kannst es angebracht finden, doch dein Tenor ist MIR latent zu unentspannt.
    Wer es genau wissen willen, für den gibt es genug Quellen, anstatt ein allgemeines Blog damit derartig „über zu strapazieren“.
    Es ging NICHT um eine „kriminalisierende Grundsatz-Diskussion“, sondern um den tendenziellen Trend.
    Bleib doch bitte relaxt…
    Tango hilft auch. ;-)

  11. @Muyserin
    Ich hab mich da nur verschrieben, sorry. Ich hab das mit dem Neustädter Markt schon verstanden. Nicht Neumarkt natürlich.
    Ich bleibe trotzdem bei meiner Meinung, das man dort am Goldenen Reiter nicht 17:00 Opfer eines Raubüberfalles werden sollte.
    Eine Überwachungskamera (deutsche Bezeichnung für den ach so hippen Begriff CCTV) wünsche ich mir dort nicht, weil sie auch nicht den Überfall verhindern würde.
    Ich möchte auch nicht an jeder Ecke einen Polizisten.
    Deine „Vorschläge“ sind mit Verlaub nicht konstruktiv.
    So jetzt alle Unklarheiten für Dich beseitigt?
    Was ich mir wünsche erschließt sich eigentlich jedem normal reflektierenden Menschen.

  12. @Christoph:Da das Bild schon einiges älter ist, müsste deine Frage doch viel mehr lauten: Kann es sein, dass Mitglieder von Paranoia bei den Radio City Rockers spielen? Die Antwort ist: Ja ;-)

  13. @notenlegastheniker: Du hast jetzt bereits zum zweiten Mal ein Detail einfließen lassen, was nichts mit der Diskussion der Kriminalitätsrate zu tun hat, aber eindeutig mit meinem Leben. Du kannst also Googeln. Prima. Aber kannst Du auch sachlich diskutieren, wenn jemand es wagt, Deine Meinung nicht zu teilen?

    Deine Fürsorge diesem Blog gegenüber in allen Ehren, aber glaube mir, es hat schon sehr viel strapaziösere Off-Topic-Entwicklungen ausgehalten als zwei, drei Links zu verifizierbaren Tatsachen.

    „Tendenzieller Trend“ ist übrigens ein schönes Beispiel für einen Pleonasmus. Und Rhetorik hat eine unglaublich entspannende Wirkung auf mich! ;)

  14. Ich will mal nicht so sein und mache den Anfang: In der heutigen sz-online nennt Landespolizeipräsident Rainer Kann Zahlen im Zusammenhang mit dem Anstieg von Drogendelikten. (Ich würde auch verlinken, aber ich habe leider nicht genügend Geld, um mir anwaltgestützes Bloggen leisten zu können. #LSR)

  15. @Anton Launer: Bist Du sicher? Wenn der Link eine bestimmte Wortkette enthält, die der Urheber als einzigartig reklamiert, kann man u. U. verklagt werden. So habe ich es jedenfalls neulich auf einem blawg gelesen.

    @Micha: „In der Nähe des Goldenen Reiters“ kann z. B. auch der Platz mit dem Brunnen vor dem Durchgang zur Rähnitzgasse sein. Da steppt nun wirklich nicht der Bär.

    CCTV finde ich weniger hipp, als einfach kurz und griffig.

    „Normal reflektierende Menschen“ – und was normal ist, bestimmst natürlich Du? ;)

  16. @ rudi… du hast natürlich recht… soherum macht die frage mehr sinn… freut mich das ich mich nicht getäuscht habe

  17. @Anton Launer: Gegen das Kürzen mit URL-Shortener spricht, dass die Links unauffindbar werden, wenn ein solcher Dienst dicht macht.

    Ich bin überhaupt auf jeden, vor allem den ersten, Prozess im Zusammenhang mit der Lex Google gespannt.

  18. @muyserin und anton,

    dieses lsr wird die internetwelt deutlich ärmer machen. die verlage sollten doch froh über diese kostenlose werbung sein.
    wo kann mensch eigentlich in deinem (muyserin) blog kommentieren? zu deinem artikel „Und da liegt dann das Blog“ gäbe es doch einiges geschichtliches zu sagen. eine reise in eine zeit ohne „elektronische vereinfacher“ des lebens.

  19. Gegen das Kürzen mit einem URL-Abkürzungsdienst spricht IMHO vor allem, dass man das Problem damit einer dritten Partei aufs Auge drückt.

    Will ich mitverantwortlich sein, wenn ein Verlag den URL-Abkürzungsdienst verklagt oder abmahnt, weil über ihn regelmäßig Links abgerufen werden?

  20. @stefanolix: Auch wieder wahr.
    @muyserin: Die meisten Links werden nach einer Weile unbrauchbar, ich hatte mir mal ein Linkprüfungsplugin installiert, das hat mir Hunderte Fehlerlinks angezeigt. ;-) So funktionieren zum Beispiel die meisten Links zu alten SZ-Artikeln seit der Layout-Umstellung nicht mehr.

    Die ganze Diskussion ist inzwischen ziemlich off topic. ;-)

  21. @ s.: In meinem Blog kann man alle Artikel kommentieren, die ich dafür freigebe. “Und da liegt dann das Blog” ist eine Selbstbeschreibung und Momentaufnahme, die ich vor allem für mich selbst schrieb. Gedanken dazu gerne als E-Mail (siehe Impressum).

    @ Anton Launer: Das Plugin habe ich auch installiert – und finde es ziemlich sinnlos. Man bekommt das gesagt – und dann? Kann man wenig daran ändern. Es relativiert aber auch den Spruch, das Internet vergesse nichts.

    Off-topic: I hear ya! :)

  22. Es ist in der Tat sehr OT, aber ich würde gern noch bemerken:

    Die Argumentation »der Verlag sollte doch froh darüber sein« (dass er verlinkt wird) ist leider nicht stichhaltig. Juristisch spielt es sowieso keine Rolle, aber auch aus Sicht der Kommunikation ist es fragwürdig:

    Erstens ist für einen Verlag keineswegs jeder Link eine unbezahlte Werbung. Und zweitens kann man weder juristischen noch natürlichen Personen vorschreiben, worüber sie gefälligst froh zu sein haben ;-)

    Wir werden alle mehr oder weniger mit dem #LSR zurechtkommen müssen. Ich schlage deshalb vor, dass wir uns als Dresdner Blogger (z. B. via Flurfunk, der owy hat die besten Kontakte) an die vier Dresdner Redaktionen wenden und eine klare, zitierfähige, juristisch wasserdichte Stellungnahme erbitten.

    Ich kann mit beiden Antworten leben. Ich will aber Klarheit haben.

  23. @Anton Launer: Deine Antwort überrascht mich. Du hast doch, wenn ich mich nicht irre (kann auch sein), auch schon bisweilen auf Artikel der hiesigen Presse verwiesen, solange sie für die Neustadt relevant waren.

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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