Nachtrag zu den Stadtvillen im Hofquartier

So sieht die Brachfläche derzeit aus.
So sieht die Brachfläche derzeit aus.
Der geplante Wohnungsneubau zwischen Bautzner und Böhmischer Straße (Neustadt-Geflüster vom 11. Oktober) beschäftigte gestern auch die Ortsbeiräte. Der Architekt Matthias Horst von Schubert-Horst-Architekten, stellte die Pläne noch einmal vor. Insgesamt sollen dort in Stadtvillen und Wohnhäusern 51 Mietwohnungen entstehen. Auf Nachfrage erläuterte der Architekt, dass die Häuser mindestens Passivhaus-Standard erfüllen sollen. Eine Tiefgarage soll 35 Stellplätze aufnehmen, weitere Stellplätze sind ebenerdig geplant. Die Ortsbeiräte forderten die konsequente Verhinderung des motorisierten Durchgangsverkehrs. Unter anderem durch die Einrichtung von Verkehrszeichen, Pollern und der Widmung zum „verkehrsberuhigten Bereich“. Außerdem soll geprüft werden, ob die Straße nicht als Sackgasse gestaltet werden kann. Der Antrag von SPD, Grünen, Bürgerbündnis und Freien Bürgern, der außerdem eine Erhöhung der Tiefgaragenstellplätze forderte, wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen.
Stadtvillen mit Mietwohnungen. Visualisierung: Arge Schubert Horst Architekten – TSSB architekten.ingenieure
Stadtvillen mit Mietwohnungen. Visualisierung: Arge Schubert Horst Architekten – TSSB architekten.ingenieure

Architekt Matthias Horst, das Büro hat übrigens auch das Parkhaus an der Bautzner Straße entworfen, erklärte, dass die Gestaltung der Häuser noch nicht feststehe. Es sei auch vorstellbar, dass die Häuser eine Ziegel- oder Holzoptik bekommen.

Außerdem war herauszuhören, dass die Veranstalter des BRN-Lustgartens mit den Grundstückseigentümern in Kontakt stehen. Da Baustart erst 2014 sein soll, gibt es gute Chancen, dass der Lustgarten zu den BRN-Feierlichkeiten im Juni noch einmal an dieser Stelle stattfindet.

24 Kommentare zu “Nachtrag zu den Stadtvillen im Hofquartier

  1. Gibt es tatsächlich jemanden, der diese Großstadt-Knast-Bauweise schön findet? Es ist weder futuristisch, noch geschmackvoll eine handvoll Würfel in die Landschaft zu setzen.

    Und wenn ich schon lese „Sackgasse“ „Verkehrsberuhigter Bereich“ blaablaa.
    Wenn ich Ruhe suche, ziehe ich aufs Land oder an den Stadtrand und nicht in den Innenbereich eines Kneipen- und Szeneviertels. Kann mir das jemand mal erklären wie das funktionieren soll? Hippe Mittelstandsfamilien mit ihren 3 Kindern direkt neben der Kneipen- und Clubszenerie? Na, da wachsen die Kinder ja gut behütet auf… inmitten von verpeilten Partyvolk und besoffenen Großstadttouris.
    Gibt es unter Architekten und Investoren eigentlich noch Leute die mitdenken? Ich glaube nicht!

    Spätestens wenn die letztens Clubs und Kneipen hier dicht machen, weil alles mit Hipster-Kuben zugepflastert wurde und 22:00 die Bürgersteige hochgeklappt werden, dann will in der Neustadt eh keiner mehr wohnen…

  2. Sollen Sie doch kommen mit ihren weißen Kuben. Ob Buchenstrasse und Hechststrasse im Hecht oder die hier…meine Sprühdose freut sich schon :-)

    Das Volvoghetto hat eine exterritoriale Randlage. Das ist sein Glück.

  3. Doch Christian, in der Neustadt wollen dann ganz viele wohnen. Aber eben nicht die, die du dir wünscht…
    Warum erschreckt mich das nicht mehr? Werd ich alt?

  4. neustadt-geflüster sollte umbenannt werden in greti und blödi geflüster. was man hier für eine gequirlte sch***e lesen muss. werde diesen blog nie wieder aufrufen. bon voyage

    …bezogen auf die indälligähnden kommentare.
    so und jetzt weg hier, nuuuh.

  5. @locke: „Neue Gründerzeithäuser“ sind eine contradictio in adiecto. Entweder, ein Gebäude stammt aus der Gründerzeit, dann ist es nicht neu. Oder es ist neu, dann ist es kein Gründerzeithaus. Wenn es neu ist und aussieht wie Gründerzeit, ist es immer noch kein Gründerzeithaus.

    Die Häuser auf der Skizze sind auch nicht neu. Das sind die typischen New Yorker Reihenhäuser, die man „Brownstone“ nennt. Ihren typologischen Ursprung haben sie in etwa zur selben Zeit wie die Dresdner Neustadt (ausgehendes 19./frühes zwanzigstes Jahrhundert).

    Eine derart spezifisch orts- und landestypische Architektur lässt sich nicht einfach beliebig in andere Kontexte verpflanzen. Klar, die Amis sind da ganz skrupellos: das schönere Venedig steht in Las Vegas, denn die Kanäle stinken nie und absaufen kann es auch nicht. (http://de.wikipedia.org/wiki/Venetian_Resort_Hotel)

    @ Christian: Willst du wirklich, dass die Neustadt nur noch aus Kneipen besteht? Sorry, dafür gibt’s den Ballermann und die reeperbahn. Die Neustadt besteht AUCH aus zauberhaften Gärtchen und Hinterhöfen, in denen Kinder spielen. Es ist doch die Mischung, die die Neustadt so unverwechselbar macht. Auch wenn diese Melange immer wieder Spannungen erzeugt und Kompromisse verlangt.

  6. Was für ein Geschrei hier.

    @Christian: Wer soll den hier wohnen? Ich fänd es toll, wenn Du der König der Neustadt wärst und nur DU den Zuzug regeln dürftest. Dann wären alle hier so lässig und so offen. toll. Leider müssten dann alle fertigen Studenten, welche – oh Gott – arbeiten und vielleicht eine Familie gründen wollen das Viertel verlassen. Du darfst die dann entfernen – oder in Familien-Konzentrationsviertel einsperren. Dann gibt es nur noch Besuchsrecht im Viertel, um was zu essen und Dir dein Neustadt-Hell wegzusaufen. Nur zu. Komm: ein Hoch auf die „Szene-Spiesserei“ .

    PS: Und was für dich alles so „Hipster“ is. Hut ab! Wach auf Keule, Du wohnst hier in einem Zonen-Dorf. Hipster gibts hier nicht. Die wollen Großstädte.

  7. Auch auf die Gefahr hin, den Zorn auf mich zu ziehen: Mir gefällt das. Selbst die Kuben!
    Ich bin nämlich einer dieser ehemaligen Studenten, noch immer in der Neustadt wohnhaft, mittlerweile mit Familie und wohne trotzdem noch gerne in der Neustadt. Ich finde es gut, dass meine Kinder in der Neustadt aufwachsen.
    Ein Familienbereich gefällt mir gut!
    Ich möchte gerne mit meiner Familie in der Neustadt wohnen, tagsüber meine Kinder hier spielen lassen und mich abends dann mit Freunden treffen. Denn das macht für mich den Charme der Neustadt aus.

  8. @greti und blödi: Dein Kommentar war auch besonders „indälligähnd“. Was soll das eigentlich?

    @Jean und Frau Klör: Das Bauhaus ist mittlerweile auch schon fast 100 Jahr alt und gilt als Vorbild dieser weißen Kuben. Da ist nichts Neues mehr dran, nicht Erfrischendes. Diese Dinger entstehen seit Jahrzehnten hundertfach landauf landab (Für den ach so eloquenten „Spießbürger“ von heute. ;) )

    Was also der Kommentar mit „ewiggestrig“ soll, entzieht sich mir. Denk DU mal darüber nach.

    Gegen Neubauten hab ich nix, gegen gepflegte Langeweile allerdings schon.

  9. Mit den Ewig-Gestrigen mein ich die, die sich ach so vehement gegen alles Neue sperren und dem „Szene-Viertel“ Neustadt den völlig normalen Wandel absprechen wollen… Es sind einfach immer wieder die gleichen Kommentare, sobald irgendwo Neubauten entstehen, die sich eben auch an Familien mit Kindern richten. Diese Kommentare sind noch viel langweiliger als die Kuben… Stadtteile entwicklen sich und das ist auch gut so… Stillstand wäre das Gegenteil und wer will das schon wirklich?

  10. ich muss Jean64 Recht geben. Is echt ein phänomen, dass mit den Spießern, die sich für alles andere als das, vor allem aber wahnsinnig offen für alles halten.
    Es ist gut, dass aus der Brachfläche Wohnraum wird. Und wohnen darf dort wer will. Das Geplapper von wegen der darf da nicht wohnen, weil ..blabla.. ist nur eine weitere latente Form von Rassismus.

  11. danke, muyserin! endlich mal jemand mit sachverstand, der auch versucht, der kleinbürgerlich-unaufgeklärten hetze a la stefan & co. zu trutzen. als ich das oben verlinkte bild gesehen habe, dachte ich auch sofort, was für ein treffliches bild für unkenntnis. du hast es zum glück sachlich gut erklärt, nur leider verhallen sachliche argumente fast ausnahmslos und so müssen diese romantisch-verklärten bilder stehen bleiben, wie es im obigen falle ist. dieses bild sagt rein gar nichts aus, da trifft (lower) east side auf hundertwasser-fetisch und das ergebnis ist ein ami-pendant zur kunsthofpassage. exakt! was den gewöhnlichen, unbedarften architekturrezipienten reizt ist das übermaß an form und farbe, quasi ein makro-barock. wie hieß es doch so schön: einheit durch vielfalt; der tenor der gründerzeitstadtteile. und eben diese vielfalt, diese, ich betone gewachsene, vielfalt, ist so nicht reproduzierbar. ich begrüße gerade von herzen, dass endlich auch mal in anderen beiträgen hier offener, reflektierter mit neubauten umgegangen wird. hauptsache es wird gebaut! in der masse betrachtet – wird bestand haben, was sich durchsetzt – alles andere wird, auch wenn es die meisten, und vor allem die nörgler, nicht mehr betreffen wird – verschwinden. so war es jahrhunderte, und wird es auch bleiben.
    nochwas, und nochmal an stefan: gebäude aus der gründerzeit werden stiltechnisch zumeist dem historismus mit speziellen elementen und färbungen, beispielsweise aus der romanik oder gotik zugeschrieben – wie „alt und unerfrischend“ war das denn bitte um die jahrhundertwende! (das ist die stelle wo du romanik und gotik googlen musst – oder auch nicht – es waren mehrere jahrhunderte. von den gefühlt tausend elementen aus griechischer tempelzeit ganz zu schweigen.)

  12. Ach wie gütig liebster Obergähner. Jetzt weiß ich endlich, was es mit der Gründerzeit auf sich hat. Ihre Weisheit lässt mir die Tränen der Freude in die Auge steigen. Sie werden es nicht glauben, aber ich habe mich tatsächlich mit Dresdner Baugeschichte auseinandergesetzt. Dafür musste ich nicht googlen. Sowas gibt es sogar in Buchform.

    Es geht mir aber nicht um die Gründerzeit, das habe ich übrigens in meinem letzten Beitrag zum ersten Artikel dieses Bauvorhabens geschrieben (Sie wollten es vermutlich nicht lesen, damit es sich besser gegen mich hetzen lässt, soviel also zu ihrem Hetze-Vorwurf ;)), aber wenn es denn gewünscht ist, gehe ich auch darauf ein.

    „hauptsache es wird gebaut! in der masse betrachtet – wird bestand haben, was sich durchsetzt – alles andere wird, auch wenn es die meisten, und vor allem die nörgler, nicht mehr betreffen wird – verschwinden. so war es jahrhunderte, und wird es auch bleiben.“

    Das implitziert, dass sie gar keine Auseinandersetzung damit wollen, außer Beifallgeklatsche. Das ist ja wirklich wie zu besten DDR-Zeiten.

    In einer Zeit der endlichen Ressourcen wäre städtebauliche Nachhaltigkeit, die sich zumindest einer regionalen Verortung nicht gänzlich verschließt, ratsamer als globaler Einheitsbrei. Den Ansatz, wir klotzen mal fix was hin, egal…wie es aussieht, wie die Leute darüber denken und wie rasch sich der aktuelle Bautrend überlebt, halte ich für überholt, aber das ist wiederum nur meine bescheidene Meinung ;) Sie dürfen das gerne anders sehen.

    Für die Dresdner Gründerzeit war übrigens im Profanbau nicht die Romanik und Gotik stilprägend (zumindest nicht im überwiegenden Fall), sondern die Renaissance, vornehmlich nach ital., später deutschen Vorbild (siehe Semper-Nicolai-Schule), aber das wissen sie ja alles sicher.

    Und wenn man die typ. Gründerzeitbauten innerhalb von Deutschland, Europa usw betrachtet, wird man hinsichtlich von Materialität, Farbigkeit, bevorzugten Stilen deutliche Unterschiede feststellen können, wenn man denn will. (Ausnahmen von dieser Regel gibt es natürlich immer und ja, ich weiß, dass das Brandenburger Tor ursprünglich aus Elbsandstein erbaut wurde)…

  13. Ich finde diese Häuser toll und ich wünschte ich hätte soviel Geld mit meiner Tochter dort zu wohnen. Ohne Assi- WG´s, ohne
    feiernde Dauerstudenten und ohne zugestellte und vermüllte Treppenhäuser, aber immer noch in meiner geliebten Neustadt.

  14. gähntastisch „alles andere wird, auch wenn es die meisten, und vor allem die nörgler, nicht mehr betreffen wird“:

    Es ist also anhand Deiner Meinungsrichtlinie davon auszugehen, dass Nörgler kürzer leben. Du müsstest jetzt bitte im nächsten Schritt vorgeben, dass Dein niveauvolles Genöle kein Genörgle ist, nicht dass es eng wird.

  15. @Christian
    Das merkwürdige ist nur, dass der Großteil der Bewohner der Äusseren Neustadt bereits junge Familien sind… Als Partyviertel wird die Neustadt doch nur von Bewohnern anderer Stadtteile angesehen.

  16. @steffi
    is echt weichspüler, fast jedes wort. selbst in kurzform auf deine teilweise in einem satz widersprechenden bzw. sich gegeneinander ausschließenden argumente zu antworten würde ewig dauern. frag einfach nochmal den typ der dir versucht hat das hier zu erklären, vielleicht kann ers nochmal probieren, vllt passt dann der inhalt auch zu deinem gehobenen anspruch den du durch dein gesieze zu erlangen versuchst.

    @Peter
    nein, aber weil sie sich übermäßig daran stoßen, werden sie zu hoher wahrscheinlichkeiit in ihrem leben damit keinen frieden mehr schließen können, was alle anderen, die sich nicht echauffieren, nicht müssen. bei gleicher sterbewahrscheinlichkeit.
    und ja ich gebe zu ich bin bisweilen recht emotional bei manchen themen, aber wie unlängst aufgefallen, gibt es keinen edith hier. davon abgesehen betrachte ich es nicht als genörgle denn mehr als paroli einseitiger hetze die immer die gleiche routine bedient: antons beitrag, alles schlechtreden, gejammer früher war alles besser, großkapitalismus, spießer, yuppie-eltern, das g-wort, bli bla blub. das is für mich genörgle.

  17. Das hab ich mir gedacht, dass da nun nix mehr kommt und jepp, solche Unsymphaten sieze ich. Das bewahrt ne gewisse Distanz und nein, sie sind kein Deut besser als die die sie kritisieren und diskreditieren wollen.

  18. diese diskussion verlangt zeitnah nach einem hitler-vergleich…
    ansonsten ist der tiefpunkt schon längst erreicht. die häuser sind modern, ob’s euch gefällt oder nicht, da werden leute drin wohnen wollen und das sogar glücklich. stellt euch das mal vor… und was ist denn bite gegen einen verkehrsberuhigten bereich einzuwenden? unverständlich!

  19. @az: Jedes neugebaute Haus ist modern…darum ging es nicht. Guten Morgen.

    „da werden leute drin wohnen wollen und das sogar glücklichstellt euch das mal vor… und was ist denn bite gegen einen verkehrsberuhigten bereich einzuwenden?“

    und dagegen hat nun auch nicht wirklich jemand was…

Kommentieren gern, aber bitte recht freundlich.

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