20 Jahre Wehnerwerk

Heute feiert das Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden sein 20-jähriges Bestehen. An diesem Tag wurde im Jahr 1992 die Gründungsurkunde des Vereins in Dresden unterzeichnet. Die erste Unterschrift leistete damals Greta Wehner, die Frau des in Dresden geborenen Sozialdemokraten und langjährigen SPD-Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag Herbert Wehner. Seit Anfang September ist Greta Wehner auch Ehrenvorsitzende des Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. Neuer Vorsitzender ist seit dem 3. September 2012 der Politikwissenschaftler Dr. Christian Demuth. 1998 zog das Wehnerwerk auf die Kamenzer Straße 12, früher war da mal ein Fischladen drin.

„Unser Angebot hat sich über die Zeit kontinuierlich erweitert“, sagt Karin Pritzel, die seit September 2011 das Bildungswerk leitet. „Wir bieten klassische Rhetorikkurse und Moderationsschulungen an, haben aber auch ein großes Repertoire an innovativen Studienfahrten im Programm. Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern widmen wir uns auch der Arbeit gegen Rechtsextremismus und für ein besseres Verständnis der Demokratie“, so die Leiterin des Bildungswerks.

Ebenfalls besonders erfolgreich laufen kommunalpolitische Veranstaltungen wie Diskussionen, Bürgerforen und Weiterbildungen. „Wir gehen mit unseren Veranstaltungen raus in die Stadtteile. Dort können Bürgerinnen und Bürger auf unseren Veranstaltungen mit Lokalpolitikern und der Verwaltung direkt in Kontakt treten. Erst kürzlich waren wir zum Beispiel in den Dresdner Stadtteilen Nickern und Strehlen, demnächst veranstalten wir ein Bürgerforum in Zschertnitz“, sagt Jens Wittig, pädagogischer Mitarbeiter für Kommunalpolitik beim Bildungswerk.

In den letzten 20 Jahren konnte das Bildungswerk die Zahl der Seminare von anfangs unter 20 auf über 100 pro Jahr steigern. Jedes Jahr werden so etwa 2.000 Teilnehmer erreicht. „Deren Rückmeldungen sind ausnehmend positiv, was uns für die zukünftige Arbeit motiviert“, sagt Karin Pritzel. „Leider werden aber auch in der politischen Erwachsenenbildung, wie im gesamten Bildungsbereich, seit Jahren die öffentlichen Mittel gekürzt. Derzeit können wir in bescheidenem Rahmen solide wirtschaften. Wenn in den nächsten Jahren erneute Kürzungen verhindert werden können, dann stehen weiteren 20 Jahren guter politischer Bildung nichts im Wege“, so die Leiterin.


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