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Der Neustart des Perfektionisten

Dem Perfektionisten David „Dadi“ Meister ist mit seinem Debut-Album ein Kunststück gelungen: Er ist zufrieden. In „Cheers Anicca“ verarbeitet er die persönliche Krise, die ihn hauptberuflich zur Musik brachte.

David "Dadi" Meister. Foto: Philine
David „Dadi“ Meister. Foto: Philine

„Changes need time“ – so heißt der zweite Titel des ersten Solo-Albums von David „Dadi“ Meister. Zu diesen Zeilen ist der Musiker nicht ohne Entbehrungen gekommen. Noch vor drei Jahren wohnte er in Nürnberg, arbeitete als Kindergärtner, lebte in einer eheähnlichen Beziehung, erzählt er. Klingt nach einem soliden Lebensentwurf, aber nicht für Dadi: „Ich war wahrscheinlich komplett unzufrieden“, versucht er sich rückblickend zu erklären, wie es zu seiner Suchterkrankung kam.

Was bleibt ist Musik

Sechs Monate begab er sich in Therapie und auf die Suche nach sich selbst. Der Weg führte ihn nach Dresden, näher an sein familiäres Umfeld heran. Und zur Musik – ohne Kompromisse. „Ich habe Musik gelernt, aber nicht angewandt.“ Das sollte sich mit der Bewältigung seiner Lebenskrise ändern. Sein Debut trägt den Titel „Cheers Anicca“ und erscheint am heutigen Freitag parallel zum Release der neuen Webseite des Musikers. „Ich habe eine krasse Veränderung durchgemacht“, sagt er und lächelt.

David "Dadi" Meister. Foto: Philine
David „Dadi“ Meister. Foto: Philine

David Meister spielt schon mit sieben Jahren im Spielmannszug Oberlichtenau Trommel. Während das Schlagzeugspielen ihm zugefallen sei, musste er sich Klavier und Gitarre in vielen Übungsstunden erarbeiten, erzählt er. Für seine Ausbildung zum Ensemble-Leiter gehr er nach Nürnberg und findet dort zur Band Code Canary, für die er nicht nur zehn Jahre lang Schlagzeug spielen, sondern die er auch zeitweise managen und produzieren wird.

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Für ihn ein Kraftakt, der trotz aller Mühen nicht zum gewünschten Durchbruch führt. Zwar gibt Code Canary hunderte Konzerte und gewinnt 2013 den John Lennon Talent Award, aber seinen Lebensunterhalt habe Dadi mit seinem Engagement nicht bestreiten können.

Neustart in Dresden

„Ich habe mich übernommen“, resümiert er. Er hatte nach dem Abschluss der Berufsfachschule eine Ausbildung als Kindergärtner angehangen und arbeitete Vollzeit. Seine übrige Energie habe er in die Band investiert. Dann kam mit 29 Jahren der Cut: Burn Out. Der Klinikaufenthalt habe ihm Zeit zum Nachdenken gegeben, sagt er. Hier kristallisierte sich heraus, was er wirklich wollte: Musik machen. Nicht didaktisch, sondern kreativ. In Dresden entschied er sich genau zu diesem Neustart und dockte an das Hole of fame an, wo er bereits Solo-Auftritt hatte. „Der Ortswechsel hat mir gut getan. Ich treffe hier viele offene Menschen“, sagt er sichtlich glücklich.

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Bei aller Aufbruchsstimmung habe sich Dadi eines zum Vorsatz gemacht: „Klein anfangen.“ Allein auf der Bühne zu stehen sei beängstigend. „Aber das ist eine Herausforderung, der ich mich gern stelle.“ Vor kurzem bekam er einen Synthie und ein Klavier gefördert. „Jetzt kann ich mit Proben anfangen.“ Erste Auftritte plane er für den kommenden Sommer. Er arbeite nebenher noch an seinem Elektro-Projekt „yipqiy“, das er vor zwei Jahren aus der Taufe hob. „Es war ein schwerer Weg bis hierher“, sagt Dadi. Jetzt wolle er sich für die Entwicklung seiner Projekte Zeit lassen und bloß nicht in einen Trott verfallen: „Routine ertrage ich nicht.“

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Cheers Anicca, Debut-Album von David Meister

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