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Licht aus fürs Fotoforum

Nach zwei Jahren zieht das Fotoforum aus der Kamenzer Straße wieder aus. Der Verein „Forum für zeitgenössische Fotografie Dresden“ zieht damit die Konsequenzen aus der eingestellten Förderung durch die Stadt Dresden. Nun soll die Arbeit erst einmal ohne festen Raum fortgeführt werden.

Fotoforum auf der Kamenzer Straße
Fotoforum auf der Kamenzer Straße

Im Januar 2020 hatte der Verein die Räume der Galerie „Antonstadt“ übernommen. „Wir wollten hier Treffen, Vorführungen und Ausstellungen etablieren“, sagt Vorstand und Analog-Fotograf Georg Knobloch. Dank einer großzügigen Spende des Vermieters, konnte sich der Verein die Räume überhaupt leisten. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die Räume immer nur eingeschränkt genutzt werden.

„Unser Ziel war, hier einen Kommunikationsort für Fotografie zu etablieren“, sagt Knobloch. Durch Eintrittsgelder, Spenden und eine institutionelle Förderung durch die Stadt hätte das ermöglicht werden sollen. Ende November entschied der Kulturausschuss jedoch, dass es in Dresden keine Förderung für fotografische Projekte gibt.

„Das ist für die Foto- und Kamerastadt Dresden schon ziemlich bitter“, sagt Knobloch. Um finanziellen Schaden vom Verein abzuwenden, wurde der Mietvertrag jetzt gekündigt. Welche Nachnutzung es in den Räumen geben wird, steht aktuell noch nicht fest.

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Letzte Ausstellung

Bevor nun aber zum Ende des Monats das Licht in der Kamenzer Straße endgültig ausgeknippst wird, gibt es noch eine spannende Ausstellung. Der Fotograf Martin Hertrampf präsentiert wichtige Bilder aus seinem Buch „Горизонт“ – zu deutsch Horizont. Der Buch zeigt schwarz-weiß-Aufnahmen aus den Jahren 1993 bis 2004, die in den ehemaligen Sowjetrepubliken entstanden sind – in Russland, Weißrussland, Georgien, Litauen, der Ukraine. Die Ausstellung wird am 11. Januar eröffnet. Geöffnet ist das Fotoforum aktuell Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr und Sonnabends von 14 bis 18 Uhr.

Fotoverkauf

Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Fotoverkauf, bei dem 50 Prozent des Erlöses direkt als Spende an den Verein gehen. In diesem Jahr sind unter anderem auch spannende Neustadt-Bilder dabei. Den Katalog mit Preisen gibt es hier als PDF.

Weitere Infos zum Fotoforum und dem Verein unter: fotoforumdresden.de

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3 Ergänzungen

  1. Was ist eigentlich genau mit der Galerie Antonstadt passiert?
    Ich fand die passte gut an diese Stellen, wurde ambitioniert geführt und wenn ich richtig informiert, waren die Ausstellung auch schon für das gesamte Jahr geplant.

    Vielleicht hat jemand ein paar Geheiminformationen. ;)

  2. Lieber Goldfisch,

    das Fotoforum und die ehemalige Galerie Antonstadt hatten und haben im Prinzip dieselbe Herausforderung: Ausstellungen mit hohem künstlerischen Anspruch zu machen und trotzdem finanziell – in einer Mischkalkulation von kommunaler und privater Förderung, Spenden, einem kommerziellen Anteil (z.B. über Verkäufe, Untervermietung für Veranstaltungen etc.) und ideeller Selbstaufopferung aller Beteiligten irgendwie am Jahresende bei +- null rauszukommen. Das ist – leider – weder der Galerie noch dem Fotoforum gut genug gelungen.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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