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So zart und doch zum Anfassen

In der Kunsthofpassage gibt es viel Buntes zu bestaunen. Für die Adventszeit hat dort eine neue Ausstellung aufgemacht – Künstlerinnen aus der Neustadt, die sonst auf den großen Messen vertreten sind, kommen zurück ins Regionale und suchen den Kontakt in die Nachbarschaft.

Gemütlich sieht der „Laden im Advent“ von außen aus. Drinnen erwarten viele kleine Schmuckstücke und herzliche Beratung.

„Nehmen Sie es ruhig in die Hand“, fordert Dorit Schubert die schüchterne Kundin auf, die sich ihren Weg in das kleine Lädchen in der Kunsthofgalerie gebahnt hat und sich nun fasziniert umschaut. Kunstvollen Schmuck und Porzellan stellen neben Dorit Schubert hier noch drei andere Neustädterinnen aus: Andrea Fielitz, Anke Hennig und Susanne Petzold.

In der Galerie teilen sie sich temporär mit dem Shudao Studio den Platz, das hier ganzjährig ausstellt. Asiatische Feinstickereien, Symbole auf Besteck und kunstvoller Bast reihen sich also an die geklöppelten Ohrringe von Dorit Schubert oder die mit der Maschine sanft gesponnenen Ketten von Anke Hennig genauso wie an das kreative Porzellan.

Dort Schubert und Anke Hennig merkt man an, dass sie ihre Arbeit gerne machen.

„Ich trau mich fast gar nicht“, meint die Besucherin, gönnt den kleinen Kunstwerken dann aber doch weitere Blicke und berührt interessiert den zart getwisteten Schmuck. Der ist farbenfroh und filigran und es sieht so aus, als würde es Tage dauern, ihn herzustellen. Doch die Frauen sind routiniert in ihrer Arbeit. Normalerweise stellen die vier in ihren privaten Werkstätten, in Schmuckgalerien und auf nationalen und internationalen Messen aus.

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Auf so einer hätten sie sich auch kennengelernt. „Weißt du noch, da auf der Messe in Österreich, da standen wir uns das erste Mal gegenüber“, erinnert sich Anke Hennig lachend und die schwelgt zusammen mit Dorit Schuster in Erinnerungen. Inzwischen kennt man sich in der Neustadt, ist gut vernetzt.

Regional und solidarisch

Und gerade jetzt im Advent haben die beiden das Regionale schätzen gelernt. „Ich finde das so schön, wenn jemand vorbeischlendert und an meinem Schaufenster stehenbleibt“, mein Dorit Schubert verzückt. „Das hat was Solidarisches. Ich kaufe auch lieber regionales Essen, warum dann nicht auch regionalen Schmuck?“ Ihr Atelier steht sonst an der Prießnitzstraße. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit käme ein buntes Publikum. Viele schauten nur und würden am Ende doch etwas mitnehmen.

Dorit Schuberts Schmuck besticht mit kleinen Details, die manchmal an Blüten erinnern.

„Ich sag immer dazu, dass sie es auch umtauschen können,  wenn es doch nicht gefällt“,  sagt Anke Hennig. Die wenigsten kämen aber tatsächlich zurück -der Schmuck scheint gut anzukommen. „Besonders stolz bin ich natürlich, wenn der Schmuck als meiner erkannt wird“, erzählt Dorit Schubert. Das fällt nicht schwer bei den Kunstwerken, die die beiden ausstellen: Die Spiralen bei Anke Hennigs Ketten erinnern fast ein bisschen an eine DNA-Struktur, wenn man sie sich näher anschaut, während Dorit Schuberts feine Ohrringe mit Blütenköpfen asoziieren könnte.

Corona hat es nicht gerade leichter gemacht, im Kunstgewerbe tätig zu sein. Trotzdem merkt man den beiden deutlich an, wie viel Spaß sie an ihrer Arbeit haben. „Ich würde mir schwer tun, etwas anderes zu tun als klöppeln“, gibt Dorit Schubert zu.

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Sogar in den Laden hat sie ihre kleine Klöppelfigur mitgenommen, an der mit Stecknadeln befestigte Fäden und Perlen darauf warten, zum nächsten Schmuckstück ausgearbeitet zu werden. „Dann kann ich nebenher immer was machen, wenn grade nichts los ist.“

Anke Hennig inspiriert sich bei ihrer Farbwahl an der Natur.

Aufmerksamkeit für Unkonventionelles

Auch Anke Hennig schwärmt von ihrem Beruf: „Ich probiere viel aus, man hat alle Freiheiten.“ Beide inspirieren sich häufig sn der Natur, viele Ideen kämen aber auch durch die jahrelange Erfahrung, man spezialisiere sich nach und nach auf das, was die Käufer am besten finden. Wie zum Beispiel Broschen. Die würden auf jeder Messe nachgefragt, sind wohl das i-Tüpfelchen Extravaganz, das auch Anke Hennigs Schmuck innewohnt. „Ich möchte mit meinem Schmuck erreichen, dass sich die Menschen auch für andere Sachen öffnen, Aufmerksamkeit für Unkonventionelles erreichen“, beschreibt sie die Ideen, die sich hinter den kleinteiligen Accessoires verbergen.

Laden im Advent
Laden im Advent

Unkonventionell, bunt und zum Anfassen – das passt gut in die Neustadt, da sind sich die beiden einig. „Wir wollen die Freude am Schmuck mitgeben!“,  fasst Dorit Schubert zusammen. Wer sich von der Begeisterung anstecken lassen will oder auch einfach nur  ein bisschen in dem kleinen Lädchen bummeln will, kann das noch bis zum 23. Dezember tun,  so lange hat die Galerie noch jeden Wochentag von 12 bis 18 Uhr, Sonnabends von 10 bis 16 Uhr und auf Anfrage geöffnet.

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