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Dresden Monarchs sind deutscher Footballmeister

Der American-Football-Club Dresden Monarchs sind zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte deutscher Footballmeister. In einem packenden Endspiel besiegten sie die Schwäbisch Hall Unicorns am Ende verdient mit 28:19.

Football der Dresden Monarchs - Foto: Archiv/Jonas  Breitner
Football der Dresden Monarchs – Foto: Archiv/Jonas Breitner

Die Vitrine im Trainingszentrum an der Bärnsdorfer Straße darf jetzt geputzt werden. Wenn im kommenden Jahr der 30. Geburtstag der Dresden Monarchs gefeiert wird, steht endlich strahlend der Henkelpott für den Gewinner des SharkWater German Bowl in Dresden. Was für ein Spiel, was für eine Leistung, was für eine Saison. Monarchs und Unicorns – das ist ein Duell mit Geschichte. Üble Geschichte bisher für die Sachsen. Hatte man doch zuletzt immer wieder bittere Niederlagen in den Playoffs gegen die Einhörner kassiert. Und auch diesmal schien der Footballgott den Monarchs zeitweise so gar nicht hold.

Zwar war man schnell mit 7:0 in Führung gegangen: Touchdown Darrell Stewart nach Pass von KJ Carta-Samuels (PAT Florian Finke). Doch Hall konterte ebenso schnell mit einem Touchdown auf Tyler Rutenbeck und es stand 7:6 (PAT nicht gut). Und plötzlich schlich sich der Fehlerteufel ins sonst so sichere Dresdner Angriffsspiel. Zweimal stand man aussichtsreich vor neuen Punkten. Doch erst verlor Devwah Whaley den Ball beim Versuch in die Endzone zu gelangen. Und wenig später landete ein Pass von Carta-Samuels versehentlich bei Halls Monteze Latimore. Dresden wirkte nervös, Schwäbisch Hall dagegen abgezockt. Zweiter Touchdown von Rutenbeck noch kurz vor der Pause und es stand 7:12 (Conversion nicht gut).

Rückstand aufgeholt

Dresden war bis zur Pause statistisch gesehen das bessere Team. Bewegte den Ball besser, hatte mehr Yards sowohl am Boden als auch in der Luft. Dennoch lag der viermalige Meister Hall vorn. Und auch beim Wiederanpfiff schien sich das Drama für die Monarchs fortzusetzen. Ein Onsidekick-Versuch ging völlig schief. Hall bekam den Ball tief in der Dresdner Hälfte, sagte Danke und legte nach: Touchdown Yannick Mayr zum 7:19 (PAT Stadelmayr). Das sich Dresden aus diesem tiefen Loch im Laufe der nächsten Minuten wieder herausarbeiten konnte, nötigt Respekt ab. Klar, auch der Gegner hatte seinerseits Probleme. Runningback John Santiago verletzt draußen. Quarterback Alex Haupert angeschlagen und schon früh arg limitiert, so dass er vom eilig aus Italien nachnominierten Reilly Hennessey ersetzt werden musste. Aber bis zu diesem Zeitpunkt schienen die Unicorns besser durch die Partie zu steuern.

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Doch das änderte sich nun. Dresden stemmte sich dagegen und kam zum Anschluss: Devwah Whaley mit dem Touchdown zum 14:19 (PAT Finke). Dann drehte die Defense auf: Sack durch Kaulana Apelu, gutes Tackle von Jonas Gacek, ein geblockter Punt und ein Fieldgoal von Florian Finke und Dresden kam auf 17:19 ran. Letztes Viertel, noch ein Fieldgoal, und Dresden lag mit einem Punkt vorn (20:19). Und jetzt passte plötzlich alles. Reilly Hennessey unterlief tief in der eigenen Endzone stehend ein folgenschwerer Fehlpass. Jonas Gacek war erneut hellwach und sicherte den Ball. Dresden wieder im Angriff und jetzt eiskalt: Carta-Samuels auf Radim Kalous zum nächsten Touchdown. Und im Anschluss noch die perfekte Conversion über Devwah Whaley zum 28:19. Neun Punkte vorn, nur noch zweieinhalb Minuten zu spielen.

Hall legte nochmal alles rein, gab nicht auf und kam bis tief in die Hälfte der Monarchs. Doch ein gescheiterter Fieldgoalversuch von Tim Stadelmayr besiegelte die Niederlage und den Sieg der Monarchs. Die letzten Sekunden gingen im Jubel der Monarchs-Spieler und -Fans unter.

Schluss! Aus!! Meister!!!

Die Dresden Monarchs haben mit diesem Sieg nicht nur eine fast perfekte Saison gekrönt. Sie haben den Angstgegner besiegt. Und sie haben eine nun fast genau 30 Jahre andauernde engagierte Vereinsarbeit mit dem ersten deutschen Meistertitel veredelt. Der Rest ist Jubel, Trubel, Heiterkeit. Die Dresden Monarchs sind Deutscher Meister!

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Fit together mit Claudia Seidel

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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