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Tempo-20-Zone auf Louisenstraße

Im Sommer wurde die Tempo-20-Zone erweitert. War bisher nur der Bereich der Alaunstraße vom Albertplatz bis zur Louisenstraße ausgewiesen, gilt die Geschwindigkeitsbegrenzung nun auch für ein Teilstück der Louisenstraße. Die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt zwischen Kamenzer und Alaunstraße.

Ab der Alaunstraße gilt jetzt auf der Louisenstraße Tempo 20
Ab der Alaunstraße gilt jetzt auf der Louisenstraße Tempo 20

Dafür wurden Anfang August für 500 Euro entsprechende Verkehrsschilder angebracht. Grundlage für die Neuregelung der Geschwindigkeit, bisher war hier Tempo 30 erlaubt, ist laut Stadtverwaltung die Ausdehnung der Verkehrsberuhigung im Rahmen des Lärmaktionsplanes Äußere Neustadt. Als eine von rund 25 Maßnahmen wird in dem Plan (auf dresden.de als PDF) die Einrichtung von Tempo-20-Zonen im ganzen Gebiet gefordert. Mit der gleichen Begründung wurde vor zwei Jahren das erlaubte Tempo auf der Bautzner Straße auf 30 gesenkt (Neustadt-Geflüster vom 12. Juli 2019).

Ab der Kamenzer Straße gilt jetzt auf der Louisenstraße Tempo 20.
Ab der Kamenzer Straße gilt jetzt auf der Louisenstraße Tempo 20.

Bislang keine Umsetzung des Stadtratsbeschlusses von 2019

Nichts zu tun hat die neue Tempo-20-Zone jedoch mit dem Stadtratsbeschluss vom 26. September 2019 zur „Stadtteilangepassten Mobilitätsplanung für die Louisenstraße“. Die darin geforderten Prüfaufträge wurden laut einem Zwischenbericht vom 13. September 2021 (auf dresden.de als PDF) noch nicht angegangen. Allerdings sind im Haushalt des Stadtplanungsamtes für das kommende Jahr 2022 dafür 99.000 Euro eingeplant, dann soll das Projekt beginnen.

Unter anderem hatte der Stadtrat gefordert zu prüfen, ob der Fußverkehr bequemer und insbesondere in den Kreuzungsbereichen zur Rothenburger, Görlitzer Straße und zur Martin-Luther-, Kamenzer Straße durch Anhebung auf Gehwegniveau und Diagonalquerungen sicherer geführt, sowie eine zusätzliche Ouerung zwischen Nordbad und Spielplatz geschaffen werden kann.

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Ebenso sollte die Pflanzung großkroniger Bäume geprüft werden, sowie die Nutzung des Straßenraumes für Geschäftsauslagen und Freisitze, für Cafés und Gaststätten. Der ganze Stadtratsbeschluss mit allen Prüfaufträgen steht auf dresden.de als PDF.

An der Görlitzer/Rothenburger wird die Tempo-20-Zone unterbrochen.
An der Görlitzer/Rothenburger wird die Tempo-20-Zone unterbrochen.
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16 Ergänzungen

  1. Ich habe mal einen Teil des Prüfauftrages angenommen.
    Eine Eiche hat ausgewachsen einen Kronendurchmesser von ca. 20 Meter.
    Das kann man schon großkronig nennen.
    Die genaue Breite der Alauenstraße ist mir nicht bekannt, aber dem Gefühl nach müssten die Bäume ziemlich mittig auf der Straße gepflanzt werden, damit sie sich entfalten können.
    Und die Feuerwehr wird dann bestimmt zur Rettung von Menschen aus oberen Stockwerken mangels Platz nicht mehr die Drehleiter, sondern den Baum benutzen.
    Manchmal kann man auch die Verwaltung verstehen, wenn sie bei solchen Aufträgen auf Stur schaltet.

  2. Im dem verlinkten Dokument ist ja von großkronigen Bäumen auch an Einzelstandorten die Rede – das kann schon passen. Eher Unfug ist dort allerdings der Teil bzgl. Radverkehr auf eigenen Anlagen beidseitig.. In einer Tempo-20 Zone ist das noch sinnloser als im normalen Stadtverkehr.

  3. Grundsätzlich ja. Und ich könnte mir sogar vorstellen, dass in dem abschüssigen Stück zwischen Görlitzer und Alaunstraße Radfahrende so hohe Geschwindigkeiten entwickeln, dass es ahndungswürdig wäre. Mal sehen, ob sich die Polizei dort mal mit nem Messgerät hinstellt.

  4. „Mal sehen, ob sich die Polizei dort mal mit nem Messgerät hinstellt.“
    Das würde mit Sicherheit einen Scheißesturm auslösen.

    „gilt 20 km/h auch für Radfahrer?“
    Warum sollte es? Neulich erdreistete ich mich, mit dem Auto auf der Görlitzer an 34 zu fahren. Hinten an der Stossstange schliff schon fast der Reifen eines Sportrades. Zeus war mir gnädig und ausnahmsweise sprang mal kein Fahrrad aus dem Nichts direkt vors Auto. Sonst hätt ich mich entscheiden müssen, welchen von Beiden ich nehme…

    Letztlich hat doch die Verwaltung den 20 nur zugestimmt, damit die Louise nicht erneuert werden muss. Derrr Waaahnsinnn…. ist nur eine… nee, nimmt seinen Lauf.

  5. Bitte endlich ruhenden und rollenden miv raus aus der Neustadt. Anlieferung kann schon sein, aber was sonst jeden Tag da passiert, ist irrwitzig. Da ändert auch Tempo 20 nichts dran. Die Görlitzer brettern die Poser dann trotzdem noch mit 50 durch und das ganze lagernde Blech auf der Louise behindert gleichermaßen die Geschäfte, zu fuß gehende und Radfahrende.

  6. @blechle..
    …das kann man so nicht stehen lassen. Da hat jeder so seine Gründe im „miv“…
    Positionen, die die Bedürfnisse und Entscheidungen der Mitbürger und Nachbarn
    einfach im Sinne der eigenen Engstirnigkeit übergehen sind gefährlich.
    Überdenke das mal für andere Geschäftsfelder deines Lebens, wenn da einfach andere so drüberwischen wollten…
    Also bitte etwas gemäßigter und mit mehr Ruhe nachdenken…

  7. @Vorst … ja, die Bedürfnisse und Entscheidungen von Automobilist*innen haben in unserer Nation leider mehr Gewicht als die aller anderen. Aber ich kann das verstehen. Schließlich ist das Vierrad hierzulande heilig…

    Die eigene Engstirnigkeit … nun gut … so lässt sich der Spieß leicht herumdrehen. Es gibt nicht wenige Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule bringen, weil auf dem Schulweg ihre Kinder sonst durch Autos gefährdet werden. Nur ein Beispiel. Sicher gibt es einige wenige, die tatsächlich auf das Auto angewiesen sind. Das ist aber nur ein Bruchteil derer, die behaupten, darauf angewiesen zu sein. Es ist eine ewige Spirale, die durchbrochen werden muss. Schutzräume müssen hart zurückerkämpft werden, in denen Menschen Menschen sein können, ohne ständig zugeparkt oder angefahren zu werden. Rücksicht geht eben meist mit Verzicht einher und nicht mit grenzenloser Freiheit. Sonst regiert das Recht des Stärkeren…

    quod erat demonstrandum

  8. @Blech „Rücksicht geht eben meist mit Verzicht einher“

    Ja dann sollen Radfahrer bitte darauf Verzichten, die StVO zu ignorieren, dann klappt es vielleicht auch mit dem Respekt.

  9. @ Zackbäm

    bei der Logik bleibt der Welt der Mund offen stehen.

    Tempo 20 zur Lärmreduzierung ist doch angemessen. Nur was hat die StVO damit zu tun?

  10. Klassischer Whataboutism „aber die Radfahrer“. Klar gibt es jede Menge Radfahrende, die sich benehmen wie die Axt im Schilderwald. Aber die haben immerhin keine potentiell tödlichen 2 Tonnen Stahl um sich rum.
    Was mich am MIV nervt, ist die Selbstverständlichkeit, mit der dieser überall Vorrechte genießt. Warum müssen wir öffentlichen Raum für die ganzen Autos bereitstellen und auf Kosten der Allgemeinheit instandhalten? (Nein, KfZ- und Benzinsteuer reicht dafür bei weitem nicht aus)

  11. @Zackbäm das ist eine Unterstellung. In erster Linie ignorieren nicht Radfahrende, sondern Menschen die StVO. Ganz gleich, in oder auf welchen Fortbewegungsmitteln sie sich befinden. Das zeigen sowohl Alltagserfahrungen als auch Statistiken der Polizei und/oder aktuelle und vergangene Pressemitteilungen der sogenannten „Respekt durch Rücksicht“-Aktionen der Polizei. Die einzigen, die vor Verstößen gefeit sind, sind wohl ÖPNV-Nutzer*innen :)

  12. Um das Auto kommen wir einfach nicht herum. So sehr sie im Wohnvierteln auch nerven. Es gibt einfach noch zu viele Fans der punktuellen, bequemen Fortbewegung und Autoanbeter.

    Vom Platz über Tempo bis Lärm, die negativen Auswirkungen wurden hinreichend hier erleutert.

    Der Sozialismus ist nicht verschwunden weil paar Nasen in Polen oder In DDR auf die Straße gegangen sind, sondern weil es nicht mehr ging.
    Bleibt die Hoffnung das ähnliche Tendenzen irgendwann die Automobilität erreicht.

    Bis dahin: Obacht als Radfaher oder Fußgäner, Energie = kg*m²/s²

    Da können die Fleischlichen einfach nicht mithalten. Jeglicher Versuch Radfahrern den schwarzen Peter zuzuschieben wirken peinlich.

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

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