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Filmfest Dresden 2021 ist gestartet

Gedrän­gel auf dem roten Tep­pich vor der Schau­burg, Kame­ra­kla­cken, Pop­corn-Rascheln und Applaus: Das 33. Film­fest ist in Dres­den am Diens­tag­abend fei­er­lich eröff­net worden.

Mehr Filme, mehr Geld, mehr Preise: Das Film­fest legt zu sei­ner “Schnaps­zahl” Rekorde hin, die den Ent­beh­run­gen der Pan­de­mie zu spot­ten schei­nen. Aber: Es war viel Arbeit, viel Hoff­nung, viel Zusam­men­halt und Prag­ma­tis­mus nötig, um das Fes­ti­val zu schie­ben und in aller pral­ler Gänze im Juli statt im April auf die Lein­wände und Büh­nen zu bringen.

Programm wird politischer

Jetzt fühlt sich alles – abge­se­hen von den Des­in­fek­ti­ons­mit­tel-Spen­dern, den Mas­ken und Abstän­den – eigent­lich wie immer an. Mode­ra­to­rin Jenni Zylka greift wie­der tief in ihre Sprü­che­kiste und schöpft sämt­li­che Dres­den-Can­nes-Ver­glei­che aus, schwung­volle Reden loben Veranstalter*innen und Teil­neh­mende aus aller Welt, im Foyer klin­geln Sekt und O‑Saft und man applau­diert für Sponsor*innen und Jurys.

Manuel Inacker/Frederic Jaeger: Ein Raum für Männer. Foto: PR
Manuel Inacker/​Frederic Jae­ger: Ein Raum für Män­ner. Foto: PR

Was jedes Jahr jedoch neu, bahn­bre­chend, nie dage­we­sen auf Netz­häute und Ohren trifft, ist das unglaub­li­che Spek­trum der aus­ge­wähl­ten Kurz­filme. Poli­ti­scher und kraft­vol­ler denn je prä­sen­tiert sich das Pro­gramm 2021, aus dem es zur Eröff­nungs­ze­re­mo­nie viel­ver­spre­chende Häpp­chen gibt.

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Der Kurzfilm krempelt die Ärmel hoch

In “Pri­ma­vera” über­schnei­den sich in einer rasan­ten Bild­col­lage Motive eines knos­pen­den Früh­lings-Wal­des mit Auf­nah­men der Black-Lives-Mat­ter-Bewe­gung. “Ein Raum für Män­ner” lässt in der plötz­lich äußerst quir­li­gen Pri­vat­sphäre einer Her­ren­toi­lette Genera­tio­nen-Kon­flikte der Männ­lich­keit kol­li­die­ren, wäh­rend sich in dem schrei­end-komi­schen und gleich­zei­tig zu Tode betrü­ben­den Kurz­film “I’m too busy” eine Mut­ter ihrem fort­ge­gan­ge­nen Sohn über des­sen Pop-Kar­riere als Jit­ter­bug-Star anzu­nä­hern versucht.

Die Welt ver­sinkt in Kri­sen und der inter­na­tio­nale Kurz­film krem­pelt die Ärmel hoch. Dabei kann auch der Blick zurück ein Stück Weg nach vorn bedeu­ten. Saxo­pho­nis­tin Denise Frey gibt an die­sem Abend eine Kost­probe ihres Kön­nens und ver­tont live den Kurz­film “Putti”, der in Dres­den 1952 spielt. Stell­ver­tre­tend lenkt sie die Auf­merk­sam­keit dar­auf, dass zum Film­erleb­nis unab­ding­bar der gute Ton gehört – ein Umstand, den das Film­fest Dres­den seit Jahr­zehn­ten zu wür­di­gen weiß.

Anne Isensee: Aus urheberrechtlichen Gründen heißt dieser Film Breaking Bert. Foto: PR
Anne Isen­see: Aus urhe­ber­recht­li­chen Grün­den heißt die­ser Film Brea­king Bert. Foto: PR

Debatte, Genuss, Gefühle

Dis­kur­siv kommt “Hand­book for a pri­vi­le­ged Euro­paen woman” daher, der im knal­li­gen 80er-Jahre-Look der USA voll­mun­dig Wer­bung für das Frau-Sein im Europa des 21. Jahr­hun­derts macht. Ein Film, der genauso derb im Hals ste­cken bleibt wie ein dop­pel­ter Kara­mell-Rie­gel nach der drit­ten Schach­tel Filterzigaretten.

Kon­tro­vers und pro­vo­kant ver­spricht es auch beim Pro­gramm “Voll poli­tisch” zu wer­den; inter­es­sant und amü­sant beim Scree­ning “Hüben wie drü­ben”, das Laien-Kurz­filme aus Ost- und West­deutsch­land zeigt. Also, gehen Sie nicht wei­ter, es gibt viel zu sehen! Oder wie Jenni Zylka fest­stellt: “Das Pro­gramm ist so orga­ni­siert, dass man alle Filme tat­säch­lich schauen kann – wenn man nicht schläft und nicht isst.”

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33. Filmfest Dresden vom 13. bis 18. Juli

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