Anzeige

Heavy Saurus am 20. August im Augusto Sommergarten

ADFC kritisiert Elberadweg-Sperrung

Seit ges­tern ist der El­be­r­ad­weg tags­über von 7 bis 20 Uhr ge­sperrt, weil die Film­nächte-Crew den Platz be­nö­tigt, um die große Lein­wand auf­zu­bauen. Der All­ge­meine Deut­sche Fahr­rad­club (ADFC) kri­ti­siert diese Blo­ckade und ap­pel­liert an den Oberbürgermeister. 

blockierter Elberadweg - Foto: ADFC
blo­ckier­ter El­be­r­ad­weg – Foto: ADFC
Wie der Rad-Club mit­teilt, konnte seit 2010 dank jah­re­lan­gem Drän­gen des ADFC so­wohl wäh­rend der Auf- und Ab­bau­phase als auch wäh­rend der Film­vor­füh­run­gen der El­be­r­ad­weg weit­ge­hend blo­cka­de­frei be­nutzt und das Film­näch­te­areal per Rad durch­quert wer­den. Nun gibt es plötz­lich eine Voll­sper­rung wäh­rend des Auf­baus. Wie die Spre­che­rin der Film­nächte, Da­niela Mö­ckel, mit­teilt, habe die Stadt­ver­wal­tung die Sper­rung an­ge­regt, um die Si­cher­heit der Rad­fah­ren­den zu gewährleisten.

Der ADFC Dres­den kri­ti­siert die fünf­tä­gige Voll­sper­rung scharf und ap­pel­liert an den Ober­bür­ger­meis­ter da­für zu sor­gen, dass die Ev­ent­wirt­schaft den Rad­ver­kehr nicht wei­ter be­hin­dert und sol­che Sper­run­gen künf­tig un­ter­blei­ben. "Die Sper­rung ist ab­so­lut un­ver­hält­nis­mä­ßig", sagt Ed­win Sei­fert, Ge­schäfts­füh­rer des ADFC Dres­den. An­statt für die Zeit des Auf- und Ab­baus nach ei­ner klu­gen Elb­rad­weg­füh­rung durch das Film­nächte-Ge­lände zu su­chen, ma­che man es sich ganz ein­fach und sperre die meist­fre­quen­tierte Rad­route Dres­dens. "Das Si­cher­heit­s­ar­gu­ment ist au­ßer­dem ab­surd, wenn man die Scheu­klap­pen ab­nimmt und die de­fi­zi­täre Si­cher­heits­lage auf der Aus­weich­stre­cke be­denkt", so Seifert.

Der Fahr­rad­club be­klagt, dass es noch nicht ein­mal eine aus­ge­schil­derte Um­lei­tung, wie eins beim Ski-Welt­cup, gebe. Die Ver­kehrs­be­ein­träch­ti­gung ist noch nicht ein­mal im The­men­stadt­plan der Stadt Dres­den auf­ge­führt. "Wir den­ken, hier ist es an der Zeit, dass Ober­bür­ger­meis­ter Hil­bert ein­greift und da­für sorgt, dass die Film­nächte-Be­trei­ber, Po­li­zei und Äm­ter ge­mein­sam eine Lö­sung fin­den, die die Durch­fahrt auch wäh­rend des Auf- und Ab­baus er­mög­licht", sagt Sei­fert. Mit ei­ner klu­gen We­ge­füh­rung und be­glei­ten­den Un­fall­prä­ven­ti­ons­maß­nah­men könne dies gelingen. 

An­zeige

Semper Oberschule Dresden

An­zeige

Die Seilschaft am 15. August bei den Filmnächten am Elbufer

An­zeige

Aussitzen Deluxe 2.0

An­zeige

Wiedereröffnet: Villandry Dresden

An­zeige

Tranquillo Sommer Sale

Laut ADFC ist der El­be­r­ad­weg eine der wich­tigs­ten Haupt­rad­ver­bin­dun­gen auch für Pendler*innen. Über 7.000 Rad­fah­re­rende zähl­ten ADFC-Mit­glie­der an die­ser Stelle am An­fang Juli 2019. 

SPD: Groteske Entscheidung auf dem Rücken des Radverkehrs

Ste­fan En­gel, ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher der SPD-Frak­tion, sagt: „Die Sper­rung ist eine gro­teske Ent­schei­dung auf dem Rü­cken des Rad­ver­kehrs. Ich er­warte hier von al­len Be­tei­lig­ten mehr Fin­ger­spit­zen­ge­fühl und Ein­falls­reich­tum. Es ist doch ab­surd, wenn die Stadt­ver­wal­tung vor kur­zem noch zur Teil­nahme am all­jähr­li­chen Stadt­ra­deln auf­ruft und am ers­ten Tag der El­be­r­ad­weg ge­sperrt wird."

Ar­ti­kel teilen

3 Ergänzungen

Ergänzungen gern, aber bitte recht freundlich.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.