Palais-Bienen: Sie fliegen wieder

Zweieinhalb Monate vor dem Beginn des Palais-Sommers beziehen wieder 200.000 fliegende Gäste das Elbufer unterhalb des Japanischen Palais: Die Palais-Bienen. Für das humane Publikum bedeutet das fette Beute. 

„Das wird Deutschlands größtes Festival in diesem Jahr“, scherzte Sebastian Habel vom Bienenkollektiv Dresden bei der Presseveranstaltung am Mittwoch. Er betreut die rund 200.000 Bienen, die ab Ende der Woche das Elbufer unterhalb des Japanischen Palais besiedeln werden.

Stadthonig und Bienenwachstücher

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Sommer setzt der Palais-Sommer das Projekt Bienen unter der Koordination von Nele Loeper fort. Bis in den September hinein sammeln die bedeutsamen Insekten in einem Radius von etwa drei Kilometern Nektar und produzieren Honig, der vor Ort und über die Webseite des Palais-Sommers verkauft wird. Außerdem stellt das Bienenkollektiv Bienenwachstücher her und bietet Insektenhotels an.

Menschenschwarm in Erwartung der Bienen. Foto: Philine
Menschenschwarm in Erwartung der Bienen. Foto: Philine

Untergebracht sind die Bienen in vier hölzernen Kästen, den sogenannten Beuten. Diese fallen schon von weitem durch comicartigen Motive in Wespenfarben ins Auge: Josef Panda, Künstler der HfbK, hat sie gestaltet. Abgebildet sind nicht nur Bienen, sondern das Ökosystem, in das sie eingebunden sind. Es gelte, Verbindungen zu suchen und eigene Geschichten hineinzulegen. Inspiration lieferte Josef die tänzerische Kommunikation der Schwarmtiere. „Die Bilder sind ringsum angebracht“, erklärte er.  „Um sie zu betrachten, müssen die Besucher*innen ebenfalls ‚herumtanzen‘.“

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Mythen aufklären und Wissen vermitteln

Im vergangenen Jahr erfreuten sich die Bienen allgemeiner Beliebtheit, erzählt Sebastian Habel. Anfängliche Sorgen um Vandalismus und schmerzhafte Begegnungen zwischen Mensch und Biene stellten sich als unbegründet heraus. An den Bienenkunde-Workshops an den Wochenenden nahmen insgesamt rund 800 Interessierte teil. „Am Anfang hielten die Menschen einen großen Abstand“, sagt Sebastian. „Aber im Laufe des Nachmittags rückten sie näher.“ Wissen verbindet eben.

Wie auf den Beuten bildlich dargestellt, soll das Projekt nicht nur für die Honigbiene, sondern auch für andere Insekten und ihre Bedeutung für unser Ökosystem sensibilisieren. Der Standort der Beuten nahe des Radwegs biete hierfür einen prominenten Platz, freut sich Sebastian. Er wird auch dieses Jahr während des Palais-Sommers in Bienenkunde-Kursen am Sonnabend und Sonntag „Mythen aufklären und Wissen vermitteln.“

Annika Becher, Nele Loeper, Josef Panda, Sebastian Habel und Ralf Liebig. Foto: Philine
Annika Becher, Nele Loeper, Josef Panda, Sebastian Habel und Ralf Liebig. Foto: Philine

Gesponsert wird der Palais-Sommer bereits im dritten Jahr durch die Lidl Regionalgesellschaft. Ralf Liebig sieht in dem Bienen-Projekt eine gute Ergänzung zum Engagement der Firma zum Insektenschutz. Insgesamt 140.000 Quadratmeter Fläche habe Lidl auf eigenen Grundstücken für Blühwiesen und Insekten-Nistbereiche zur Verfügung gestellt, berichtete er.

Fette Beute

Je nach Wetterlage rechnet Imker Sebastian mit 20 bis 100 Kilogramm Honig pro Beute. Optimal seien sanfter Regen in der Nacht und ein Temperatur-Crescendo über den Tag, damit sich die Blüten langsam öffnen. Derzeit wird der Honig aus der vergangenen Saison verkauft. Zum Beginn des Palais-Sommers am 16. Juli ist bereits mit der ersten Ausbeute 2021 zu rechnen.

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Erst einmal müssen die Bienen allerdings ihr Sommerquartier beziehen. Dafür steht noch eine Genehmigung der Stadt aus, die Ende der Woche erwartet wird, erklärte Sebastian. Auch das Wetter muss gnädig gestimmt sein: Der Bienenflug beginnt ab 15 Grad Celsius.

Die Palais-Bienen kommen

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